Englisches Gebäck mit Marmelade: Das perfekte Rezept für Scones & Marmeladenkekse
Englisches Gebäck mit Marmelade gehört zu den größten Klassikern der britischen Küche und macht den Afternoon Tea oder ein besonderes Frühstück zu einem echten Genuss. Wer sich ein Stück Großbritannien nach Hause holen möchte, braucht nicht viel: Scones, Clotted Cream und Marmelade - das ist das berühmte Trio, das britische Teatime ausmacht. In diesem Artikel findest du ausführliche Informationen zu Zutaten, typischen Zubereitungsschritten, Varianten und viele wertvolle Tipps zum Gelingen dieser Traditionsgebäcke.
Was zeichnet englisches Gebäck mit Marmelade aus?
Scones sind kleine, süße Brötchen, die ihren Ursprung in Schottland haben, inzwischen aber in ganz Großbritannien verbreitet sind und inzwischen in zahlreichen Varianten existieren. Sie werden typischerweise zum englischen Afternoon Tea serviert und sind ein absolutes Muss für jede Tea Time. Kein anderes Gebäck steht so sehr für die britische Backkultur wie Scones, die traditionell mit Clotted Cream und Marmelade angerichtet werden. Es gibt auch englische Marmeladen-Kekse („Jam Biscuits“ oder „Engelsaugen“), die zu denselben Anlässen gereicht werden.
Kurzer Rückblick: Scones und Tee-Tradition in Großbritannien
Wer Großbritannien besucht, trifft überall auf Tearooms, die gegen 16 Uhr eine kleine Tea Time anbieten. Dazu gehören immer eine Tasse Tee mit Milch und zwei Scones mit Clotted Cream (einer Art Streichrahm) und Erdbeermarmelade. Sie helfen bei guter und schlechter Laune, wenn man das Leben wieder einmal in Frage stellt, es Bindfäden regnet oder man einen Seelentröster braucht.
Scones werden niemals mit dem Messer in der Mitte durchgeschnitten, sondern immer mit den Fingern zerteilt. Danach bestreicht man beide Hälften mit Clotted Cream und Marmelade - die Reihenfolge ist tatsächlich ein jahrhundertealter Streit zwischen Devon (zuerst Clotted Cream, dann Marmelade) und Cornwall (umgekehrt).
Englische Scones: Das Grundrezept und viele Variationen
Traditionelle Zutaten für Scones
- Mehl (oft Dinkelmehl, Typ 630, oder klassisch Weizenmehl)
- Backpulver
- Butter oder Kokosöl (flüssig)
- Zucker oder Xucker Light
- Salz
- Eier (sowohl Ei als auch Eigelb werden verwendet)
- Milch, Buttermilch oder Joghurt
- Optionale Zutaten: Haferflocken, Sultaninen oder Cranberries, Gewürzmischungen wie „Sweet Love“
Die Zutaten werden zuerst in einer großen Schüssel miteinander vermengt. Die Butter sollte möglichst kalt sein, damit der Teig besonders mürbe wird. Je nach Rezept reicht die Menge der Zutaten für 8 bis 20 Scones. Der Teig kommt nach dem Kneten direkt aufs Backblech oder wird für eine optimale Lockerheit kurz gekühlt.
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Zubereitungsschritte für Scones
- Backofen auf 180-220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Zutaten wie Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermengen.
- Kalte Butter in kleine Stücke schneiden und einarbeiten, bis die Masse krümelig ist.
- Ei, Milch oder Joghurt dazugeben und zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten. Nur so lange kneten, bis sich die Zutaten verbinden, denn zu langes Kneten macht den Teig zäh.
- Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2 bis 2,5 cm dick ausrollen.
- Mit einem Glas oder Ausstecher (ca. 5-7 cm Durchmesser) Kreise ausstechen.
- Teiglinge aufs Backblech legen und mit verquirltem Eigelb oder Milch bestreichen - das sorgt für die typische goldene Kruste.
- Im Ofen für 12-16 Minuten backen, bis die Scones schön aufgegangen und leicht gebräunt sind.
Mein Lieblingspart ist am Ende das Bestreichen mit dem Eigelb. So belanglos es klingt, gibt es den Scones beim Backen einen wunderbaren goldene Touch!
Scones abwandeln: Tipps und Varianten
- Wer will, kann noch einen Teelöffel JustSpices „Sweet Love“ dazugeben oder die Scones mit Schokostückchen oder Trockenfrüchten (z.B. Rosinen, Cranberries) verfeinern.
- Scones lassen sich auch vegan backen. Du findest viele vegane Varianten, z.B. mit pflanzlichen Drinks statt Milch.
- Wenn du Haferflocken und Dinkelmehl verwendest, werden die Scones etwas gesünder und können sogar als Frühstücksbrötchen dienen.
- Für besonders lockere Scones eignet sich eine Mischung aus Backpulver und Natron, gegebenenfalls mit einem Spritzer Zitronensaft oder Essig.
- Eine glutenfreie Variante ist ebenfalls möglich.
Die „richtige“ Clotted Cream: Was ist das?
Clotted Cream ist eine dicke, reichhaltige Sahne, die traditionell aus unpasteurisierter Kuhmilch hergestellt wird. Sie wird über Nacht stehen gelassen, damit sich die Sahne absetzt, dann langsam erhitzt und anschließend gekühlt. Das Ergebnis ist eine buttrige Creme, die sich wunderbar auf den warmen Scones verstreichen lässt. In Deutschland ist sie schwer erhältlich, aber Alternativen wie Schlagsahne, Crème fraîche oder eine Mischung aus Sahne und Mascarpone sind gängige Ersatzprodukte. Wer es ausprobieren möchte: 400 ml kalte Schlagsahne in eine flache Schüssel füllen, im Ofen rund 10-14 Stunden erhitzen und dann die obere Schicht abschöpfen und aufrühren. Tipp: Wer die Clotted Cream nicht selbst herstellen möchte, kann sie selbstverständlich auch kaufen - z. B. Devon Cream Rahm Clotted Cream.
Serviervorschläge und die richtige Tea-Time-Etikette
In England werden Scones gerne noch lauwarm mit Clotted Cream und Marmelade serviert. Was zuerst auf die Scones kommt, ist, wie oben erwähnt, ein regionaler Streit. Natürlich schmecken Scones auch mit Butter, Nutella, Erdnussbutter und verschiedenen Marmeladen. Mein Tipp: Scones eignen sich hervorragend für gesellige Runden, weil sie einfach, schnell und aus Zutaten, die man meist zu Hause hat, gebacken werden.
Noch ein Tipp aus der Praxis: Am besten bringt man die Scones direkt nach dem Backen auf den Tisch, denn frisch und lauwarm sind sie am allerbesten. Sind noch Scones übrig, können sie am nächsten Tag etwas trocken sein - ein kurzes Anfeuchten und Erwärmen in der Mikrowelle bringt sie wieder auf Genuss-Temperatur.
Tabelle: Zutaten-Mengen für klassische Scones
| Zutat | Menge (für ca. 12 Scones) |
|---|---|
| Mehl | 400-600 g |
| Butter | 50-140 g |
| Zucker | 40-60 g |
| Backpulver | 1/2-2 TL |
| Salz | 1 TL |
| Milch/Buttermilch/Joghurt | 125-300 ml |
| Ei(er) | 1-2 Stück |
Marmeladenkekse: Englisches Gebäck mit Marmelade
Neben Scones sind englische Marmeladenkekse, in Großbritannien auch als „Jam Biscuits“ oder als „Engelsaugen“ bekannt, ein beliebtes Gebäck zum Tee. Das Rezept ähnelt dem für Scones, allerdings wird der Teig zu Kugeln geformt, in die Mulden gedrückt und mit Marmelade gefüllt gebacken.
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- Backofen auf 170 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- Butter, Zucker und Eigelb vermengen, dann Mandeln, Haselnüsse und Mehl unterkneten, bis ein fester Teig entsteht.
- Kleine Kugeln formen, flach drücken, mit einem Holzlöffelstiel Mulden hineindrücken und mit Marmelade füllen.
- Die fertigen Marmeladenkekse ca. 30 Minuten goldgelb backen.
Im Rezept wird „Bitterorangen-Marmelade“ als besonders britische Variante empfohlen, aber du kannst natürlich jede Marmelade verwenden, die du liebst - von selbst gemachter Bratapfelmarmelade über Himbeere bis Quitte.
FAQ: Häufige Fragen zu englischem Gebäck mit Marmelade
Kann ich Scones vegan backen?
Ja, einfach Ei und Milch durch pflanzliche Alternativen ersetzen. Das Ergebnis wird ebenfalls weich und locker.
Können Scones mit Schokolade oder Trockenfrüchten gemacht werden?
Natürlich! Besonders beliebt sind Rosinen oder Schokostückchen im Teig.
Kann Clotted Cream ersetzt werden?
Wer keinen Zugang zu Clotted Cream hat, nimmt alternativ eine Mischung aus geschlagener Sahne und Mascarpone, Crème fraîche oder einfach Butter.
Wie bewahre ich englisches Gebäck auf?
Die Kekse halten sich einige Tage in einer luftdichten Dose. Scones schmecken frisch am besten, können aber bei Bedarf kurz aufgebacken werden.
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Nährwerte und Serviervorschläge
Klassische Scones haben ca. 300-350 kcal pro 100 g. Das solltest du beachten, wenn du sie mit Clotted Cream und Marmelade genießt, aber schließlich geht es bei britischer Küche vor allem um Genuss - besonders bei einem stilvollen Nachmittagstee mit Freunden oder Familie!
Muffins und Shortbread sind beliebte Alternativen für die Tea-Time, doch Scones und Marmeladenkekse sind einfach unschlagbar klassisch. Die Brötchen sehen auf einer Etagère besonders dekorativ aus, ebenso wie englische Marmeladenkekse, die in einer bunten Mischung serviert werden können. Egal, ob du dich an das Original oder deine eigene Variante hältst - die typisch englischen Gebäcke gelingen mit etwas Liebe garantiert.
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