Elotrans ohne Zucker: Inhaltsstoffe, Wirkung und richtige Anwendung bei Durchfall

Elotrans ist ein frei verkäufliches Arzneimittel zur oralen Salz- (Elektrolyt-) und Flüssigkeitszufuhr bei Durchfallerkrankungen. Das Präparat wird angewendet zur oralen Salz- (Elektrolyt-) und Flüssigkeitszufuhr (Ausgleich von Salz- und Wasserverlusten) bei Durchfallerkrankungen.

Was ist Elotrans und wofür wird es eingesetzt?

Elotrans Pulver ist ein Medikament, mit dem sich Flüssigkeits- und Salzverluste bei Durchfall ausgleichen lassen. Das Präparat ist ein Arzneimittel zur oralen Behandlung eines Flüssigkeitsmangels (Dehydratation) durch Ausgleich der Salz- und Wasserverluste. Vom herstellenden Pharmaunternehmen ist Elotrans zum Auffüllen der Wasser und Elektrolytspeicher im Körper bei Durchfallerkrankungen zugelassen.

Beutel Elotrans Pulver und Glas mit Lösung

Wirkungsweise

Die Wirkung von Elotrans-Pulver beruht darauf, dass man die vom Körper verlorenen Salze und Flüssigkeit wieder ausgleicht. Die Inhaltsstoffe des Medikaments sind eine Mischung aus Glucose und Elektrolyte wie zum Beispiel Natrium. Trinkt man die Lösung, nimmt der Körper Glucose und Natrium durch den Darm in die Darmschleimhaut-Zellen auf. Dadurch verschiebt sich das Gleichgewicht an Wasser und Salzen im Körper. Infolgedessen strömt Wasser aus dem Darm hinterher, um den Unterschied wieder auszugleichen.

Das in Elotrans enthaltene Kalium normalisiert zudem den Kalium-Spiegel, der bei Durchfallerkrankungen häufig verringert ist. Durch den Zucker werden die Salze verstärkt aufgenommen, durch das enthaltene Citrat wird das Stoffwechselgleichgewicht im Körper zwischen sauer und basisch aufrechterhalten.

Inhaltsstoffe

Wirkstoffe: D-Glucose, Natriumchlorid, Natriumcitrat, Kaliumchlorid. Elotrans enthält Glucose, Kalium, Natrium, Bergamottöl und Cineol. 1 Beutel enthält 4 g Glucose entsprechend 4 g Kohlenhydrate (entspricht 16,4 kcal bzw. 69 kJ).

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Detaillierte Zusammensetzung (pro Beutel / pro Einheit)

BestandteilMenge / Wirkung
Natriumchlorid700 mg - verantwortlich für Aufnahme und Verteilung von Wasser im Körper
Kaliumchlorid300 mg - normalisiert Kalium-Spiegel, wichtig für Muskulatur
Natriumcitrat590 mg - wirkt basisch, stellt Säure-Basen-Gleichgewicht wieder her
Glucose (D-Glucose)4000 mg (4 g) - verbessert Aufnahme der Elektrolyte über SGLT1-Transporter

Elotrans orientiert sich noch an der alten Empfehlung. Es führt allerdings nicht zu einer Reduzierung des weiteren Wasser- und Elektrolytverlustes, da es keinen Einfluss auf die ausgeschiedene Menge der Durchfälle hat.

Anwendungsform und Zubereitung

In der Apotheke ist Elotrans frei verkäuflich als Pulver erhältlich. Die Menge Wasser, in der das Pulver gelöst wird, trägt ebenso zur optimalen Wirkung bei wie die enthaltenen Elektrolyte. Das hellbraune Pulver eines Beutels wird in 200 ml kaltem Wasser aufgelöst. Lösen Sie den Inhalt eines Beutels Elotrans® in 200 ml Flüssigkeit auf. Falls kein Trinkwasser vorhanden ist, kann auch abgekochtes, abgekühltes Wasser verwendet werden.

Die Flüssigkeitsmenge, in der 1 Beutel Elotrans® aufgelöst werden soll, ist genau einzuhalten, da sonst nicht die optimale Zusammensetzung an Salzen, Zucker und Flüssigkeit erreicht ist und Störungen des Salzhaushaltes im Körper verursacht werden könnten. Verwenden Sie die fertig gestellte Lösung sofort. Reste der Lösung sind zu verwerfen.

Einnahme bei Übelkeit oder Erbrechen

Bei gleichzeitiger Übelkeit und/oder Erbrechen sollten Sie Anfangs kleine Mengen von 5 - 10 ml Trinklösung im Abstand von 5 - 10 Minuten einnehmen und die Menge langsam steigern. Wenn Patienten übel ist oder sie gleichzeitig erbrechen, beginnt man idealerweise mit kleinen Mengen von etwa fünf bis zehn Millilitern Elotrans-Lösung alle fünf bis zehn Minuten. Die Trinkmenge erhöht man dann langsam, bis die empfohlene Menge erreicht ist.

Dosierungsempfehlungen

Die Dosierung des Arzneimittels richtet sich nach dem Schweregrad Ihrer Durchfallerkrankung. Das Präparat soll die mit dem Durchfall entstehenden Flüssigkeitsverluste ersetzen.

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  • Säuglinge und Kleinkinder: 3 bis 5 (ggf. auch mehr) Beutel in 24 Stunden. Die Anwendungsdauer bei Säuglingen richtet sich nach der Anweisung des Arztes. Sie beträgt in der Regel 6 bis 12 Stunden und sollte 24 Stunden nicht überschreiten.
  • Kinder: 1 Beutel nach jedem Stuhlgang.
  • Erwachsene: 1 bis 2 Beutel nach jedem Stuhlgang. Schulkinder und Erwachsene nehmen das Elotrans Pulver so lange ein, wie der Arzt es vorschreibt oder bis der Durchfall aufhört. Insgesamt sollten Sie Elotrans über maximal 36 Stunden anwenden.

Bei diesen Angaben handelt es sich nur um Richtwerte. Im Einzelfall kann sowohl eine höhere als auch eine niedrigere Dosierung erforderlich sein. Zu Beginn der Behandlung kann höher dosiert werden, um Flüssigkeitsverluste rasch und vollständig auszugleichen.

Spezielle Hinweise für Säuglinge, Schwangere, Stillende und Diabetiker

Wenn Säuglinge oder Kleinkinder Durchfall haben, sollte man immer einen Arzt aufsuchen. Leidende Babys und kleine Kinder trocknet der Körper schnell aus, was lebensbedrohlich sein kann. Es ist daher bei der Durchfallbehandlung von Säuglingen und Kleinkindern in jedem Fall ein Arzt hinzuzuziehen.

Babys, die gestillt werden, können weiterhin Muttermilch bekommen. Die Elotrans-Lösung gibt man vor dem Stillen. Trinkt ein Baby nicht alles auf einmal, gibt man die Lösung in mehreren kleinen Portionen. Nicht gestillte Säuglinge erhalten zunächst nur die Lösung des Präparates (Nahrungspause für ca. 6 Stunden, auch Verzicht auf Flaschenmilch). Danach wird mit Wasser verdünnte Nahrung gegeben.

Grundsätzlich können Sie Elotrans Pulver in der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen. Falls Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind oder stillen, sprechen Sie vor der Einnahme von Elotrans Pulver aber unbedingt mit einem Arzt oder Apotheker.

Da Elotrans Pulver einen hohen Zuckergehalt hat, sollten Diabetiker es nur nach Absprache mit ihrem Arzt verwenden. Elotrans enthält Zucker. Daher sollten Menschen mit Unverträglichkeiten die Lösung nicht einnehmen. Der Zuckergehalt sollte auch von Diabetikern berücksichtigt werden. Ein Beutel entspricht circa 0,33 Broteinheiten (BE).

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Wann ist ärztliche Rücksprache erforderlich?

Da jeder Durchfall ein Anzeichen einer schweren Erkrankung sein kann, ist bei längerer Dauer und/oder Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Wenn sich die Durchfallbeschwerden nicht bessern, man Fieber oder Blut im Stuhl hat oder die Beschwerden das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen, suchen Sie immer einen Arzt auf.

Personen mit Herzproblemen oder hohem Blutdruck sollten die Einnahme deshalb zuerst mit einem Arzt besprechen. Bei Patienten mit Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) und erhöhtem Blutdruck ist vor Beginn der Behandlung wegen der durch das Präparat zugeführten Flüssigkeits- und Natriummengen der Arzt zu befragen. Bei bestehender oder bisher unerkannter Zuckerkrankheit kann es durch die Einnahme von Elektrolyt-Glucose-Trinklösung zu einer Überzuckerung bis hin zu einem diabetischen Koma kommen.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen Cineol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels, bei akuter und chronischer Einschränkung der Nierenfunktion (akute und chronische Niereninsuffizienz), bei unstillbarem Erbrechen, bei Bewusstseinstrübung bzw. Schock bei schweren Flüssigkeitsmangelzuständen, bei Störungen der Kohlenhydrataufnahme (Monosaccharid-Malabsorption) und bei Störungen des Säure-Basen-Haushaltes mit Untersäuerung des Blutes (metabolische Alkalose).

Vorsicht bei Allergie gegen Zitronensäure! Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)! Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen. Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden. Nimmt man gleichzeitig sogenannte herzwirksame Glykoside ein, die zur Behandlung von Herzproblemen verwendet werden, kann Elotrans deren Effekt beeinträchtigen. Mehr über mögliche Wechselwirkungen lesen Sie im Beipackzettel oder erfahren Sie von Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder in Ihrer Apotheke.

Als mögliche Nebenwirkungen können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Bei einer Überdosierung kann es zu erhöhten Werten der einzelnen Elektrolyte kommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt. Bei intakter Nierenfunktion treten im Allgemeinen keine Vergiftungen und Überdosierungen auf. Bei der versehentlichen Einnahme von ungelöstem Pulver oder bei Verdünnung eines Beutels mit weniger als 200 ml Trinkwasser kann eine Störung des Salzhaushaltes und unter Umständen eine Verschlimmerung der Durchfallerkrankung eintreten.

Praktische Hinweise zur Anwendung

  1. Lösen Sie den Inhalt eines Beutels Elotrans® in 200 ml Flüssigkeit auf.
  2. Verwenden Sie die fertig gestellte Lösung sofort; Reste entsorgen.
  3. Bei Übelkeit mit kleinen Schlucken beginnen (5-10 ml alle 5-10 Minuten) und Menge langsam steigern.
  4. Vor und während der Einnahme bei starken Durchfällen keine feste Nahrung zu sich nehmen (Ausnahme: Muttermilch).
  5. Nicht länger als empfohlen anwenden: Schulkinder und Erwachsene maximal 36 Stunden; Säuglinge meist 6-12 Stunden, nicht länger als 24 Stunden ohne ärztliche Anweisung.
Schritt-für-Schritt: Elotrans Beutel in Glas Wasser auflösen

Wie schnell und wie lange wirkt Elotrans?

Die Wirkstoffe in Elotrans werden hauptsächlich im Dünndarm vom Körper aufgenommen. Anschließend gelangen die einzelnen Bestandteile unterschiedlich schnell in den Stoffwechsel und entfalten ihre Wirkung. Die genaue Zeit bis zum Wirkungseintritt kann daher nicht bestimmt werden. Auch die Dauer der Wirkung ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei anhaltenden starken Durchfällen oder Erbrechen gehen weiterhin große Mengen an Elektrolyten verloren. Die Dauer der Wirkung ist daher von der Menge der erneut ausgeschiedenen Elektrolyte in Relation zum Körpergewicht abhängig.

Alternativen und ergänzende Maßnahmen

Neben Elotrans gibt es noch weitere Elektrolytlösungen, die frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich sind. Sie unterscheiden sich minimal im Hinblick auf die Wirkstoffzusammensetzung. Im Einzelhandel gibt es zahlreiche Getränke, die als isotone Getränke verkauft werden. Dabei handelt es sich um mit Elektrolyten und Zucker angereicherte Getränke. Zur symptomatischen Behandlung von schweren Durchfallerkrankungen sind sie weniger geeignet als Elotrans.

In vielen Erfahrungsberichten wird die Einnahme von Elektrolytlösungen nach exzessivem Alkoholkonsum empfohlen. Elotrans kann diesen Flüssigkeits- und Salzverlust teilweise ausgleichen und dadurch Kater-Beschwerden lindern. Das Medikament verbessert teilweise den durch Alkohol entstandenen Flüssigkeits- und Salzverlust im Körper, hilft jedoch nicht gegen andere Beschwerden, die Alkohol verursacht.

Erklärung: Orale Rehydration und Wirkung von Elotrans

Hinweis

Dieser Text beantwortet die wichtigsten Fragen zu Elotrans Pulver. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Informationen zum Medikament finden Sie in der Packungsbeilage Ihres Medikaments. Bei Unklarheiten oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder an Ihre Apotheke.

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