Vegane Eiswaffeln: Herstellung, Inhaltsstoffe und ökologische Bewertung
Vegane Eiswaffeln sind eine beliebte Beilage zu pflanzlichen Eiscremes und werden sowohl industriell hergestellt als auch gerne zu Hause gebacken. Diese Übersicht beleuchtet typische Zutaten, Herstellungshinweise für selbstgemachte vegane bzw. glutenfreie Waffeln, Allergene und kritische Inhaltsstoffe wie Palmöl sowie ökologische und rechtliche Aspekte der Verpackungsetikettierung.
Typische Zutaten und Kennzeichnung
Angaben für eine Portionsgrösse von 100g. Zutaten (Beispiel aus Produktangaben): WEIZENmehl, Zucker, pflanzliches Fett (Palm*, Palmkern), MILCHzucker, ERDNUSSöl, MagerMILCHpulver, Emulgator SOJAlecithine, Backtriebmittel Natriumcarbonate, Speisesalz, Aroma.
*Aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern kann nicht garantiert werden, dass die auf dieser Seite publizierten Zutaten bzw. Nährwerte mit den Informationen auf der Etikette des Produktes übereinstimmen. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes.
Allergene und tierische Bestandteile
- Dieses Produkt enthält Gluten.
- Dieses Produkt enthält Laktose. Laktose, auch Milchzucker, ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose.
- Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs.
- Dieses Produkt kann Bestandteile von toten Tieren enthalten. Auf Grund von fehlenden, widersprüchlichen oder unverständlichen Daten ist keine definitive Einschätzung möglich.
Die Einschätzungen zu Gluten, Laktose und Vegan-Status beruhen auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Codecheck.info kann nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren.
Funktion der einzelnen Inhaltsstoffe
- Weizenmehl: Grundstoff für das Waffelgerüst; enthält Gluten, das für Elastizität und Struktur sorgt.
- Zucker: Süßt den Teig und trägt zur Bräunung bei.
- Pflanzliches Fett (Palm, Palmkern): Liefert Fett für Knusprigkeit und Mundgefühl.
- Milchzucker, Magermilchpulver: Quelle von Milchbestandteilen, beeinflussen Geschmack, Farbe und Textur.
- Erdnussöl: Pflanzenöl, trägt Fettkomponenten bei; relevant bei Nussallergien.
- Emulgator Sojalecithine: Ermöglicht die Vermischung von Fett- und Wasserphasen, verbessert Knet- und Formeigenschaften von Teigen und verlangsamt das Altbackenwerden von Gebäck.
- Backtriebmittel Natriumcarbonate: Setzen bei Kontakt mit Säuren Kohlendioxid frei und lockern den Teig.
- Speisesalz, Aroma: Geschmacksgebung.
Lecithin (Sojalecithine)
Lecithin gehört als natürlicher fettähnlicher Stoff zur Gruppe der Phospholipide. Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett- und Wasser-Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Auch Sonnenblumen, Raps, Erdnüssen, Mais und Eigelb können Rohstoffe sein. Die chemisch modifizierten Lecithine werden auf besondere technologische Anforderungen zugeschnitten und erweitern so das Anwendungsgebiet des Stoffes deutlich. So ist etwa Lysolecithin besonders hitzestabil, während andere Modifikationen die Emulgatoreigenschaften des Lecithins verbessern.
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Palmöl: Einsatz, Probleme und Zertifizierung
Folgende Inhaltsstoffe sind aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: pflanzliches Fett (Palm, Palmkern).
Die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit stark. Doch die Palmölproduktion führt in Indonesien und Malaysia zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten. Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört und zahllose Lebewesen vom Aussterben bedroht. Besonders der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo vorkommt, ist in akuter Gefahr. Die Zahl der wild lebenden Sumatra Orang-Utans ist seit 1900 um 91% gesunken. Seit 2016 gilt auch der Borneo Orang-Utan als unmittelbar vom Aussterben bedroht.
Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China. Dabei kommt ein grosser Teil des CO2-Ausstosses von der Zerstörung der Torfgebiete. Diese speichern riesige Mengen von Kohlenstoff. Für den Anbau von Ölpalmen werden die Torfböden entwässert, wobei Kohlendioxid und Methangas freigesetzt wird. Zusätzlich wird bei der Brandrodung und den damit einhergehenden, alljährlichen Torf- und Buschbränden viel CO2 emittiert. Die Waldbrände in Indonesien im Jahr 2015 setzten mehr klimaschädliches CO2 frei als zeitgleich die ganzen USA. Um den Klimawandel zu stoppen, ist deshalb ein Moratorium auf die Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten notwendig.
Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen dabei häufig ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein.
Deutschland verbraucht pro Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl. Der größte Anteil geht in Biodiesel (41 Prozent), dicht gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (40 Prozent) sowie in die industrielle Verwendung etwa für Pharmazie oder Reinigungsmittel (17 Prozent). Palmöl findet sich in rund jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln.
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Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien zur Zertifizierung in die richtige Richtung, wird aber leider auch von vielen Firmen als grünes Feigenblatt missbraucht. Greenpeace kritisiert unter Anderem, dass der RSPO in einigen Fällen nachweislich nicht in der Lage war die nachhaltigen Anbaumethoden der zertifizierten Lieferanten sicherzustellen. Bio-Suisse zertifiziertes Palmöl* folgt Richtlinien, welche die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten. Darunter fallen auch Urwälder und Primärwälder. Ausgenommen davon sind Flächen, die vor 1994 gerodet worden sind.
Fordere Hersteller aktiv dazu auf, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Das kannst Du über den jeweiligen Kundenservice oder über ein Kontaktformular tun. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, desto eher ist der Hersteller bereit etwas zu unternehmen.
Herstellung und Rezeptideen für vegane und glutenfreie Eiswaffeln
Ich serviere euch ein cremiges veganes Eis mit Brombeeren, Heidelbeeren, Acai und sogar Avocado! Dazu gibt es köstliche selbstgemachte glutenfreie, vegane und zuckerfreie Eis-Waffeln!
Heute schreibe ich diesen Blogbeitrag mal wieder stolz wie Bolle darüber, dass mir ein bestimmtes Rezept so gelungen ist, wie ich es wollte. Die Rede ist von meinen selbstgemachten glutenfreien und veganen Eiswaffeln! Schon lange hatte ich mir in den Kopf gesetzt, meine Eiswaffeln selbst zu backen. Denn glutenfreie Angebote gibt es dazu ziemlich wenig und recht teuer sind sie in den meisten Fällen ebenfalls.
Bisher habe ich euch drei Eis-Rezepte gezeigt. Früchte: Wer Brombeeren lieber mag, gibt ein paar mehr Brombeeren hinein oder lässt die Heidelbeeren komplett weg - andersrum ebenso! Da könnt ihr frei nach eurem Geschmack entscheiden.
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Kokosmilch: Ich habe Kokosmilch aus der Dose verwendet, da das Fett dafür sorgt, dass das Eis schön cremig wird. Man schmeckt den Kokosgeschmack kaum, die säuerlichen Früchte dominieren geschmacklich! Die Avocado sorgt, in Kombination mit der Kokosmilch, für eine wunderbare Cremigkeit in diesem Eis-Rezept. Man schmeckt die Avocado kaum heraus, ich würde sogar behaupten, wenn man es nicht weiß schmeckt man sie gar nicht!
Mehl und Stärkemehl: Für meine Eiswaffeln habe ich Reismehl und Tapiokastärke verwendet. Ihr könnt jedes pulverisierte Süßungsmittel eurer Wahl benutzen! Im Eis habe ich bewusst etwas weniger Erythrit verarbeitet, da es mir süß genug war. Schmeckt eure Masse vor dem Einfrieren ab und entscheidet, wie süß ihr es haben möchtet.
Probiert das Eis doch einfach selbst mal aus! Einen Klecks Teig in das Eisen geben und ausbacken, bis die Waffeln goldbraun sind. Wichtig ist es, den Teig wirklich dünn im Eisen zu verteilen, damit die Waffeln sich gut zusammenrollen lassen und anschließend schön kross werden!
Praktische Tipps zur Zubereitung von Waffeln
- Verwendet ein Hörnchen-Waffeleisen, wenn ihr Hörnchen (Eiswaffeln) rollen möchtet.
- Für glutenfreie Waffeln eignen sich Reismehl und Tapiokastärke besonders gut.
- Teig dünn verteilen, damit die Waffeln knusprig werden und sich formen lassen.
- Alternativ könnt ihr auf gekaufte glutenfreie Eiswaffeln zurückgreifen oder das Eis ohne Waffeln servieren.
Verpackung, Label und rechtliche Hinweise
Labelinhaber ist die Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH (DSD), ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das wiederum der DSD - Duales System Holding GmbH & Co. KG angehört. Die Holding bündelt alle unternehmerischen Aktivitäten des Grünen Punkts. Das DSD ist eine Reaktion der Wirtschaft auf die Verpackungsverordnung von 1991. Diese gibt vor, dass Verkaufsverpackungen durch Hersteller und Handel kostenlos zurückgenommen werden müssen. Diese sind von der Rücknahmepflicht freigestellt, wenn sie sich an einem dem DSD entsprechenden System beteiligen.
Gegen eine Gebühr übernimmt das DSD die Aufgabe der Sammlung, Sortierung und Verwertung der gebrauchten Verkaufsverpackungen. Diese Gebühr richtet sich nach Material, Gewicht, Volumen sowie der Stückzahl der Verpackungen. Für die Nutzung des Symbols auf den Verpackungen muss eine zusätzliche Lizenzgebühr entrichtet werden. Seit 2009 ist es nicht mehr Pflicht, das Symbol auf Verpackungen anzubringen. Er ist lediglich ein Symbol dafür, dass die entsprechende Verpackung über die Gelbe Tonne beziehungsweise den Gelben Sack entsorgt werden darf. Der Grüne Punkt sagt nichts über die Umweltverträglichkeit der Verpackung aus.
Risiken, Transparenz und Handlungsempfehlungen für Verbraucher:innen
Weil etliche Zutaten in Eiswaffeln entweder Allergene (Weizen, Milchbestandteile, Erdnussöl, Sojalecithine) enthalten oder aus ökologisch problematischen Quellen stammen (Palmöl), ist Aufmerksamkeit beim Kauf wichtig. Nur die Angaben auf dem Etikett des Produkts sind relevant. Verwende die Etikettenangaben zur Einschätzung von Gluten- oder Laktosegehalt und zum Vegan-Status. Sind die Verpackungsangaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Codecheck.info kann nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren.
Fordere Hersteller aktiv dazu auf, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, welches weder Regenwald- und Torflandzerstörung, Landkonflikte noch einen Verlust von Arten mit sich bringt, desto eher ist der Hersteller bereit etwas zu unternehmen.
Kurze Zutaten- und Allergen-Tabelle (Beispiel, 100 g Referenz)
| Inhaltsstoff | Funktion / Hinweis |
|---|---|
| Weizenmehl | Teigbasis; enthält Gluten (Allergen) |
| Zucker | Süßung, Bräunung |
| Pflanzliches Fett (Palm, Palmkern) | Fettquelle; ökologisch problematisch, Herkunft beachten |
| Milchzucker, Magermilchpulver | Milchbestandteile; enthalten Laktose (Allergen) |
| Erdnussöl | Fettquelle; möglicher Allergenträger |
| Sojalecithine | Emulgator; mögliches Soja-Allergen |
| Natriumcarbonate | Backtriebmittel; setzt CO2 frei |
Wenn Du vegane Eiswaffeln ohne diese Risiken möchtest, empfiehlt es sich, ein eigenes Rezept mit pflanzlichen Milchalternativen und ohne Palmölzutaten zu nutzen oder beim Kauf explizit auf zertifiziert nachhaltiges Palmöl bzw. palmölfreie Produkte zu achten.
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