Dunkle Schokolade als Getränk zubereiten: Rezept und gesundheitliche Vorteile

Kakao, bzw. Trinkschokolade, ist eines der Lieblingsgetränke der Deutschen - neben Kaffee natürlich. Gerade in den kalten Wintermonaten genießt man auf den Weihnachtsmärkten oder Zuhause eingekuschelt auf dem Sofa eine leckere heiße Schokolade mit Sahne oder kleinen Marshmallows. Doch Kakao kann noch viel mehr, als die Stimmung zu verbessern: Die Kakaobohne ist zudem noch gesund.

Was ist Kakao und wo kommt er her?

Als Kakao wird im Allgemeinen das Pulver bezeichnet, das durch Rösten und Zermahlen der Samen des Kakaobaumes entsteht. Der Kakaobaum trägt Früchte mit Samen, welche auch Kakaobohnen genannt werden. Die Kakaopflanze stammt höchstwahrscheinlich aus Südamerika, die Geschichte des Anbaus beginnt allerdings in Mittelamerika. Die Azteken kannten die Pflanze seit dem 14. Jahrhundert. Bei ihnen galt sie als heilig und wurde als Geschenk ihres Gottes betrachtet und verehrt.

Frische Kakaofrüchte und Kakaobohnen aufgeschnitten

Von der Kakaobohne bis zum fertigen Kakaopulver ist es jedenfalls ein langer Weg: Die geernteten Kakaofrüchte werden geöffnet, woraufhin das Fruchtfleisch anfängt zu gären. Anschließend werden die Kakaobohnen getrocknet und in schokoladenproduzierende Länder geliefert. Hier werden die Bohnen zunächst zu Kakaomasse und später zu Kakaobutter und Kakaopulver weiterverarbeitet.

Roher Kakao als Superfood: Nährstoffe und Wirkungen

Tatsächlich ist roher Kakao sehr gesund. Er enthält viele gesunde Inhaltsstoffe, die sogar beim Abnehmen helfen können. Roher Kakao in Bio-Qualität ist ein wahres Superfood und voller wichtiger Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium. Darüber hinaus ist Kakao eines der Lebensmittel mit den meisten Antioxidantien - weltweit!

  • Magnesium: Kakaobohnen besitzen sehr viel davon. Die Aufnahme von Magnesium erhöht die Gehirnleistung und reguliert den Stoffwechsel.
  • Calcium: Der hohe Calciumgehalt der Bohne unterstützt u.a. den Knochenbau und die Gesundheit der Zähne.
  • Antioxidanten und Flavonoide: Besonders hoch ist der Anteil an Flavonoiden, einer Gruppe von Polyphenolen mit antioxidativer Wirkung.
  • Fettsäuren: Essentielle Fettsäuren werden vom Körper nicht selber hergestellt und sind in der Kakaobohne enthalten.
  • Chrom und Ballaststoffe: Ballaststoffe sorgen für ein längeres Sättigungsgefühl, Chrom wirkt Übergewicht entgegen.

Verzehrt man rohen Kakao regelmäßig, sorgen die angeregten Neurotransmitter dafür, dass Glückshormone ausgeschüttet werden. Dazu gehören unter anderem Serotonin, welches das Wohlbefinden fördert. Ebenfalls produziert werden Endorphine, die dich Berge versetzen lassen! Phenylethylamin sorgt dafür, dass die Konzentration und das Wachsein gesteigert wird. Anandamid sorgt für Ausgeglichenheit, Entspannung und Glückseligkeit.

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Gesundheitliche Effekte auf Herz, Hirn und Stimmung

Die im Kakao enthaltenen Flavonoide tragen außerdem dazu bei, dass ein Stoff im Körper, der zum Aufbau von Serotonin gebraucht wird, weniger stark abgebaut wird. Das heißt umgekehrt: Es bleibt mehr Serotonin übrig. In diesem Sinne kann man also davon sprechen, dass Schokolade glücklich machen kann.

Kakao schützt Deine Zellen: Die enthaltenen Flavonole sind für diese antioxidative Wirkung verantwortlich. Antioxidantien sind wie ein Schutzschild Deines Körpers, denn sie bekämpfen freie Radikale. Kakao schützt Dich vor Herz-Kreislauferkrankungen: Wie verschiedenste Untersuchungen zeigen wirken sich die bioaktiven Stoffe in Kakaofrüchten positiv auf die Blutfettwerte aus. Diese senken Deinen Blutdruck und auch der Blutzuckerspiegel hat was davon.

Kakao steigert Deine Konzentration und regt Dich an: Zurückzuführen ist das auf das im Kakao enthaltene Theobromin. Diese stimulierende Substanz wirkt gemeinsam mit dem Theophyllin, ähnlich wie das Koffein im Kaffee, auf das zentrale Nervensystem. Somit ist ein Kakaogetränk auch für Kinder geeignet.

Kakao entspannt Dich: Das reichlich enthaltene Magnesium in Kakao hilft Dir in Stresssituationen wieder etwas herunterzukommen und gelassener zu sein.

Risiken und Dosierung

Trotz dieser positiven Effekte darfst Du Kakao nicht im Übermaß zu Dir nehmen. Er enthält relativ viel Kadmium, das als Nervengift bekannt ist. Das Spurenelement Kadmium reichert sich über die Böden in den Kakaopflanzen an und gelangt auf diesem Weg in den Kakao und in die Nachfolgeprodukte. Aus diesem Grund gibt es einen oberen Grenzwert, den Du nicht überschreiten solltest. Für einen Erwachsenen mit 70 kg bedeutet das 0,025 mg/Tag. Bei einer 100 g Tafel überschreitest Du diesen Wert bereits. 30 g Schokolade sind daher also genug!

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Nimm jetzt bitte nicht jeden Tag eine Tafel Schokolade zu dir, nur weil Kakao gesund ist. Das stimmt nämlich so nicht. Studien haben ergeben, dass Milch die Aufnahme der Kakao-Antioxidantien blockiert. Deshalb solltest du die Kakaobohnen immer ohne Milch und Zucker genießen - also roh. Natürlich sind Kakaobohnen nur roh gesund, aber das sollte uns nicht davon abhalten, ihn auch mit Milch und anderen leckeren Zutaten zu genießen. Allerdings nur in Maßen.

Unterschied: Kakao vs. heiße Schokolade (Trinkschokolade)

Spricht man über „heiße Schokolade“, dann kann es schnell zu Missverständnissen kommen, denn während die einen wirklich eine heiße Schokolade meinen, denken die anderen an einen heißen Kakao. In heißer Schokolade steckt geschmolzene Schokolade, sie wird daher auch oft Trinkschokolade genannt, während für heißen Kakao Kakaopulver aufgegossen wird. Dadurch ist heiße Schokolade deutlich dickflüssiger als heißer Kakao.

Bei fertigen Getränkepulvern ist oft nur ein geringer Kakaoanteil enthalten und der Rest sind Zucker, Emulgatoren und Zusätze. Kakaopulver vom richtigen Hersteller in Bio-Qualität kann auch sehr gesund sein.

Welche Schokolade ist empfehlenswert?

Je nachdem, wie hoch der Anteil der Kakaobestandteile ist, lassen sich verschiedene Schokoladensorten unterscheiden. Zartbitterschokolade, ab ca. 60% Kakaoanteil wird die Schokolade als Bitterschokolade definiert. Obwohl es im Lebensmittelrecht nicht klar festgelegt ist, enthält dunkle Schokolade in der Regel rund 70 Prozent Kakao, manche Sorten auch 85 oder sogar 100 Prozent. Das ist einer der Gründe, warum dunkle Schokolade als gesund gilt: Schokoladen mit besonders hohem Kakaoanteil enthalten automatisch weniger Zucker.

Für Deinen täglichen Kakao ist es Geschmackssache, ob Du schwach oder stark entölten Kakao kaufst. Möchtest Du ein echtes schokoladiges Geschmackserlebnis, dann empfehlen wir Dir den schwach entölten. Dieser schmeckt milder und feiner. Zum Backen und Kochen kannst Du auch den herberen, stark entölten verwenden.

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Grundrezept: Heiße dunkle Schokolade (mit dunkler Schokolade)

Aus Bitterschokolade, Milch, und Zucker lässt sich im Handumdrehen eine leckere heiße Schokolade zubereiten. Sie können sich Ihre Trinkschokolade auch selbst machen. Es gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto kräftiger der Geschmack. Und je höher der Kakaoanteil, desto weniger Zucker ist enthalten. Eine Schokolade mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil ist daher besonders empfehlenswert.

  1. Als erstes hackst du die Schokolade schön klein.
  2. Dann kochst du die Milch auf und fügst das Kakaopulver und den Zucker hinzu.
  3. Rühr beides gut ein und gib dann die gehackte Schokolade dazu.
  4. Diese bringst du nun unter Rühren zum Schmelzen.
  5. Nun gießt du die heiße Schokolade in Tassen.
  6. Anrichten kannst du nun mit Sahne, kleinen Marshmallows oder gehackter Schokolade obendrauf.

Tipp: Wer eine kalte Trinkschokolade möchte, der sollte diese dennoch mit heißer Milch zubereiten. Lass das Getränk einfach abkühlen.

Cremeartige heiße Schokolade in einer Tasse mit Sahne

Zuckerfreie und vegane Varianten

Unser heiße dunkle Schokolade Rezept kommt ganz ohne Zucker aus. Für eine zuckerfreie heiße Schokolade kannst du Erythrit oder eine zuckerfreie Süße wie Stevia nehmen. Die Milch kann man auch durch Wasser ersetzen, wenn man mag, oder durch pflanzliche Milchersatzprodukte wie Hafermilch, Mandelmilch oder Kokosmilch.

Für vegane Varianten verwende vegane Schokodrops oder eine vegane Tafel Schokolade und Pflanzenmilch. Für eine zuckerfreie heiße Schokolade musst du zu Bitterschokolade mit einem Anteil von 99 Prozent Kakao greifen. Zwar wird sie zunächst sehr bitter schmecken, aber mit etwas Salz lässt sich die Bitterkeit mildern.

Azteken-Kakao: Ein uraltes Rezept ohne Zucker und Milch

Dieses Azteken Kakao Rezept ist für alle, die gerne etwas heißes Schokoladiges trinken möchten, aber ohne den ganzen Zucker (und die Milch) eines heißen “Kakaos” auskommen möchten. Dieses Rezept basiert auf einem überlieferten Rezept von den Ureinwohnern Mittelamerikas, den Mayas und Azteken und beschreibt, wie Kakao ursprünglich - über Jahrtausende hinweg - genossen wurde.

Das heutige Rezept entspricht in etwa dem, wie Kakao getrunken wurde - es war dafür bekannt, Kraft zu spenden und wurde jungen Paaren gebraut, um die Libido zu erhöhen. Moderne wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Rohkakao tatsächlich das Testosteron steigern kann und beim Abnehmen hilft.

Dieses Rezept kommt ohne Milch und Zucker aus und bietet Dir mit weiteren gesunden Inhaltsstoffen wie Zimt, Nelken, Chili, Vanille, Ingwer und Honig (oder Stevia) ein wahres Füllhorn an Antioxidantien.

Weitere Rezeptideen und Varianten

  • Bicerin: Ein traditionsreiches, alkoholfreies Heißgetränk aus Turin, hergestellt aus je 1/3 Espresso, Kakao und Vollmilch.
  • Heiße Schokolade mit Schuss: Gib einen Spritzer Rum, Whisky oder Brandy in die heiße Schokolade.
  • Gewürze: Chili, Zimt, Kurkuma, Kardamom, Vanille oder Orangenschale verleihen der heißen Schokolade eine besondere Note.
  • Vegane Toppings: Vegane Schlagsahne, Kakaonibs oder gehackte Nüsse als Dekor.
  • Kalte Trinkschokolade: Heiß zubereiten und dann abkühlen lassen; Eiswürfel nach Belieben ergänzen.
  • Selbstgemachte Tafelschokolade aus Kakaobutter, Nussmus, Kakao und Ahornsirup.
Glas Bicerin mit Schichten aus Espresso, Kakao und Milch

Praxis-Tipps für die perfekte Trinkschokolade

  • Investiere in Bio-Kakao-Pulver ohne Zucker oder sonstige Zusätze.
  • Erhitze die Milch nur kurz, nicht vollständig aufkochen, damit die Schokolade nicht ausflockt.
  • Wenn du Kakao in Pflanzenmilch löst, zunächst nur einen kleinen Schluck dazugeben und verrühren, damit keine Klumpen entstehen.
  • Verwende für intensiven Geschmack schwach entölten Kakao oder eine Schokolade mit hohem Kakaoanteil.
  • Achte beim Kauf auf Fairtrade-Siegel und Bio-Qualität aus Umwelt- und Sozialgründen.

Tabelle: Schnellübersicht Rezepte & Zutaten

VarianteBasisWichtige Zutaten
Heiße Schokolade (klassisch) Milch + geschmolzene Schokolade Dunkle Schokolade ≥70%, Milch, ggf. Zucker
Heiße Schokolade (vegan) Pflanzenmilch + vegane Schokolade Hafer-/Mandelmilch, vegane Schokodrops, Süßstoff optional
Azteken-Kakao Wasser oder heißer Tee Rohkakao, Chili, Zimt, Honig/Stevia
Zuckerfreie Variante Wasser oder Pflanzenmilch 99% Bitterschokolade, Salz zum Abrunden

Nachhaltigkeit und Qualität

Das Fairtrade-Siegel gibt Dir Sicherheit, dass auf den Kakaoplantagen ohne Kinderarbeit und unter sozial verträglichen Bedingungen gearbeitet wird. Besonders in Bioläden findest Du davon mehr. Die Ökobilanz selber fällt für die Kakaobohne mies aus. Durch den immer größer werdenden Appetit auf Schokolade werden immer mehr Kakaobäume angebaut.

Kurzanleitung: Heiße Schokolade selbst machen

Fazit (ohne Überschrift)

Kakao ist einfach ein Superfood: Er fördert Deine Konzentration, entspannt Dich, schützt vor Herzkreislauferkrankungen und ist ein wahrer Stimmungsmacher. Trotz dieser positiven Effekte solltest Du Kakao in Maßen genießen, auf Qualität achten und möglichst wenig Zucker und Milch verwenden, wenn Du die gesundheitlichen Vorteile voll nutzen möchtest.

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