Dubai Schokolade Weihnachtsmann Trend Herstellung
In Berlin sorgt derzeit eine süße Innovation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten für Aufsehen: der Dubai Schokoladen Weihnachtsmann. Der Dubai Schokoladen Weihnachtsmann hat es in die Regale eines beliebten Berliner Supermarkts geschafft und zieht seitdem große Aufmerksamkeit auf sich.
Entstehung und Idee hinter dem Produkt
Die Idee hinter diesem Produkt ist einfach, aber wirkungsvoll: Die Verbindung von Kultur und Genuss. Entwickelt wurde der Dubai Schokoladen Weihnachtsmann, um Konsumenten einen neuen Ansatz zur Feier der Weihnachtszeit zu bieten. Diese Geschmackskombination hebt ihn von den üblichen Schokoladenfiguren ab und bietet eine frische Alternative für all diejenigen, die in der besinnlichen Jahreszeit etwas Neues probieren möchten.
Ursprung der Dubai-Schokolade
Der Ursprung der Dubai-Schokolade liegt wohl, wie der Name vermuten lässt, in Dubai, der bevölkerungsreichsten Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Unternehmerin und Influencerin Sarah Hamouda gilt als die Erfinderin. „Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Das Original gibt es nur in Dubai zu kaufen, jeden Tag eine limitierte Anzahl an Tafeln für mehr als 15 Euro das Stück.
Was macht die Dubai-Schokolade besonders?
Die Schokolade des Originals wird vom Schweizer Hersteller Max Felchlin AG produziert. Als Schokolade wird meist Vollmilchschokolade verwendet, alternativ Bitterschokolade. Die Füllung besteht aus geröstetem und gehacktem Kadaifi („Engelshaar“), gehackten Pistazien bzw. Pistaziencreme. Diese Schokoladenvariation darf jeder produzieren, die Frage ist nur: Darf man die Pistazien-Kadayif-Schokolade auch "Dubai-Schokolade" nennen?
Rezeptur und Herstellungsschritte (aus Berichten und DIY-Varianten)
Inzwischen sind die beiden Schülerinnen fündig geworden und beginnen damit, die Schokolade zu schmelzen und eine dünne Schicht in eine Form zu gießen. Das ganze geben sie in den Gefrierschrank. Während die Schokolade dort aushärtet, schneidet Lea das Engelshaar und röstet es in Butter an. "Das ist das Geheimnis, dass es später schön knackt", weiß die 12-Jährige. Zusammengemischt mit der Pistaziencreme streichen es die Mädchen auf die inzwischen harte Schokolade. Nicht zu dick, nicht zu dünn. Eine weitere Schicht Vollmilchschokolade folgt obendrauf.
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Viele im Internet garnieren die Tafel oben noch mit bunten Schokoladenspritzern. Hannah und Lea nehmen dafür weiße Schokolade. Nach einer zweiten Aushärtephase im Gefrierfach ist die süße Köstlichkeit fertig. Lea und Hannah sind vor allem mit dem Geschmack ihrer Variante zufrieden: "schön crunchy und sehr lecker" - ist ihr klares Urteil.
Varianten und Produktideen: Taler, Weihnachtsmann, Goldüberzug
Der Taler besteht aus Lindt-Schokolade mit einer Füllung aus hausgemachtem Pistazien-Crunch. Seit Anfang November ist die Süßigkeit in Voelkers Supermärkten erhältlich. Der 65-Gramm-Taler kostet 4,99 Euro. Auf Dubai-Taler folgt Dubai-Weihnachtsmann. Für die Weihnachtszeit haben Stefan Voelker und sein Team den Goldtaler mit Pistazienfüllung entwickelt. Dieser ist mit 23 Karat essbarem Gold überzogen und kostet 9,99 Euro. Ein Dubai-Weihnachtsmann soll das Sortiment rund um die beliebte Schokolade abrunden. Der Dubai-Weihnachtsmann: Inhaber Stefan Voelker wird die Süßigkeit wahrscheinlich für 6,99 Euro in seinen Geschäften anbieten.
Handwerklichkeit, Preise und Produktionsaufwand
„Günstig wird es Dubai-Schokolade nicht geben können“, vermutet Güse-Henschel. „Es ist ein wirklich handwerkliches Produkt, das man nicht mit Maschinen fertigen kann“, erklärt sie weiter. Außerdem seien die Zutaten für die Trendschokolade teuer. Für 19,95 Euro wird die 200-Gramm-Tafel nun im Sortiment verkauft. Die Luxus-Nascherei wurde zum Klick-Hit in den sozialen Medien. Und alle wollen sie nachmachen.
Verbreitung in Deutschland: Märkte, Manufakturen, Weihnachtsstände
Weihnachtsmarktbesucher, dick in Mäntel, Schals und Mützen eingepackt, drängeln sich auf dem Weihnachtsmarkt vor den Glasscheiben eines Verkaufsstands, in denen sich der Kölner Dom spiegelt. Ein süßer Duft liegt in der Luft. Hinter dem Glas türmen sich Cashewnüsse und Trockenfrüchte. Doch die meisten Besucher kommen wegen einer Ware, die genau in der Mitte der Auslage auf Stapeln liegt: Handgemachte Dubai-Schokolade. Der Verkaufsstand gehört der Kischmisch-Manufaktur, die eigentlich Spezialitäten aus Zentralasien bietet.
Und der Deutsch-Afghane ist nicht der Einzige, der auf den Trend aufgesprungen ist. Auf deutschen Weihnachtsmärkten finden sich Dubai-Schokoladen-Crépes, Heiße Dubai-Schokolade oder auch Dubai-Schokolade-Waffeln. Die Schokoladenfabrik «Rausch» hat sich gegen die Dubai-Schokolade in Tafelform entschieden. Stattdessen setzt das Unternehmen auf Dubai-Pralinen.
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Hype, Social Media und Marketingmechaniken
Über die sozialen Medien ist ein regelrechter Hype um die Tafeln entstanden. Das erste virale Video zum Thema stammt von der Influencerin Maria Vehera, die wohl selbst nicht mit dem Erfolg gerechnet hatte. Der Ort Dubai als Heimat vieler Influencer spielte auch eine entscheidende Rolle: „Es braucht die Leute aus Dubai, weil dort eben die originale Dubai Schokolade herkommt. Der Trend funktioniert also auch stark darüber. Da ist fast so eine Art Schokoladen-Tourismus entstanden”, sagt die Expertin.
Bei der Dubai Schokolade wird die Emotion vor allem über die Visualität ausgelöst, erklärt Nieberle: „Das sieht alles total ästhetisch aus. Die Schokolade selbst wie handbemalt, dazu das goldene Papier. Der hohe Preis der Schokolade - das Original kostet umgerechnet etwa 16 Euro pro Tafel - ist ein strategischer Faktor, der für den Erfolg entscheidend ist: „Auch darüber werden Wertigkeit und Handarbeit suggeriert. Heißt: Auch der Preis soll Emotionen erzeugen. Gleichzeitig können sich selbst diejenigen, die nicht super viel Geld haben, mal eine Tafel leisten”, so Nieberle.
Nachfrage, Rohstoffengpässe und Herstellung in Deutschland
Und das ist gar nicht so einfach, denn vor allem die Pistaziencreme ist in vielen Supermärkten in der Region ausverkauft. "Wir waren an einem Tag in sieben Läden, sind sogar in die Innenstadt gefahren, aber haben nichts bekommen", berichtet Hannah. Auch mehrere Ketten im Großraum Nürnberg bestätigen auf unsere Anfrage hin: die Rohstoffe für die Dubai-Schokolade seien kaum lieferbar, die Nachfrage deutlich höher als das Angebot.
Das Original von Fix Dessert Chocolatier wurde im Jahr 2022 gelauncht. Mittlerweile ist die Firma auf etwa 50 Angestellte gewachsen und produziert circa 500 Tafeln pro Tag. Zum Vergleich: Das Milka-Werk in Lörrach hat etwa zehnmal so viele Angestellte - produziert aber etwa 8000-mal so viele Tafeln Schokolade. Die Produktionsmenge zeigt gut, über welchen Aspekt der Trend besonders gut funktioniert: Emotion.
Rechtliche Fragen: Marken, Herkunftsbezeichnungen und Schutz
Die Frage ist nur: Darf man die Pistazien-Kadayif-Schokolade auch "Dubai-Schokolade" nennen? Generell kann man eine Ursprungsbezeichnung weltweit schützen lassen. Patentanwalt Rüdiger Bals erklärt der DW, dass dies jedoch nur für Länder gelten würde, die Teil des Abkommens sind. Und das sind die Vereinigten Arabischen Emirate, in denen Dubai liegt, nicht. Allerdings können sich Länder auch in bilateralen Abkommen auf den Schutz von Herkunftsangaben einigen.
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Laut dem Deutschen Patent- und Markenamt gab es in Deutschland zum Stand 4. Dezember 2024 insgesamt 19 aktive Markenanmeldungen, die den Begriff „Dubai“ im Zusammenhang mit Süßwaren umfassen. Allein in Deutschland gibt es nach Angaben des Deutschen Patent- und Markenamtes 19 aktuelle Markenanmeldungen mit dem Bestandteil "Dubai" in Bezug auf Süßwaren. Eine Marke davon sei sogar schon eingetragen, es laufe allerdings ein Widerspruchsverfahren gegen den Eintrag. Bals hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass diese Markenanmeldungen erfolgreich sein werden. Denn "Dubai-Schokolade" ist mittlerweile im Sprachgebrauch ein üblicher Begriff für Schokolade mit Pistaziencreme und Kadayif geworden.
Dabei wird als Unterscheidungsmerkmal auch nicht ausreichen, einfach den eigenen Herstellernamen voranzustellen, sagt Bals. Das versuchen gerade zahlreiche Hersteller, wie beispielsweise die deutsche YouTuberin Kiki Aweimer, die "Kikis Dubai-Schokolade" beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet hat. Hinzu kommt, erklärt Bals, dass es sich gegebenenfalls um eine täuschende Angabe handeln kann.
Qualitäts- und Sicherheitsprobleme: Prüfungen und Risiken
Doch damit machte die Dubai Schokolade in Deutschland jüngst Schlagzeilen. Eine Untersuchung von Stiftung Warentest fand in unterschiedlichen Dubai Schokoladen und Derivaten Schadstoffe, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Darunter auch die Schokolade von Fex Dessert. In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten.
In Baden-Württemberg führte die Lebensmittelüberwachung eine Untersuchung von acht Proben „Dubai-Schokolade“ durch: Fünf Proben waren unterschiedliche Chargen eines Herstellers aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), drei stammten von verschiedenen Produzenten aus der Türkei. Dabei wurde der Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter in den VAE-Proben beanstandet, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht. Zudem enthielten die VAE-Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen, was ihre Eignung für den menschlichen Verzehr in Frage stellt.
Ökonomische und strategische Aspekte des Trends
„Weil die Gewinne für das Produkt die rechtlichen Risiken deutlich überschreiten“, sagt Nieberle, sei das rechtliche Risiko für viele Firmen kalkulierbar. Teil der Wahrheit ist auch: Als dann klar war, dass der Trend funktioniert, sind auch andere Akteure mit aufgesprungen, die sich ein Stück vom Trend-Kuchen erhofft haben. Zunächst vor allem Dropshipper und Reseller.
Um die Fix-Reputation hochzuhalten und gleichzeitig im Gespräch zu bleiben, setzt das Unternehmen unter anderem auf künstliche Verknappung statt großer Expansion: Tafeln des Originals können nur noch über eine spezielle App gekauft werden - und es gibt nur zwei Kauffenster am Tag. Diese Verknappung hat aber noch einen anderen Nebeneffekt, der sicherlich einkalkuliert sein dürfte: Sogar Influencerinnen sind gezwungen, Dubai Schokolade selbst herzustellen.
Wird der Schoko-Weihnachtsmann verdrängt?
Schafft es der Schokoweihnachtsmann noch unter den Tannenbaum? Der Schoko-Weihnachtsmann war Jahrzehnte das Maß aller Dinge. Doch Dubai-Schokolade läuft ihm gerade den Rang ab. Trotz des Dubai-Trends bleibt der Schokoladen-Weihnachtsmann in der Zeit ums Fest beliebt. „Die Deutschen naschen insbesondere zu den Festtagen traditionell. Beim Schoko-Nikolaus beobachten wir seit einigen Jahren den Trend zu immer mehr Geschmacksvarianten, häufig angelehnt an beliebte Ganzjahresprodukte“, teilte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie mit.
Ob der Dubai Schokoladen Weihnachtsmann tatsächlich ein dauerhafter Bestandteil der deutschen Weihnachtstraditionen wird, bleibt abzuwarten. Der Hype um die Dubai-Schokolade reißt nicht ab. Die Hersteller wollen den Trend natürlich, um ihre Verkäufe anzukurbeln. Warum aber hält der Trend immer noch an? Zunächst einmal: Weil nach wie vor neue Produkte und zusätzliche Trends wie pinke Angel Hair Schokolade auf den Markt strömen. „Dazu kommt: Es gibt immer noch viele Leute, die Dubai Schokolade nicht probiert haben”, sagt Nieberle.
Tabelle: Vergleich Original vs. deutsche Varianten
| Merkmal | Original (Dubai / Fix Dessert) | Deutsche Varianten (Manufakturen, Händler) |
|---|---|---|
| Hauptschokolade | Vollmilch/Bitterschokolade (Produktion durch Max Felchlin AG) | Vollmilch- oder Lindt-Schokolade |
| Füllung | Pistaziencreme mit geröstetem Kadaifi (Engelshaar) | Pistazien-Crunch, Pistaziencreme, geröstetes Engelshaar |
| Preis (ca.) | ~15-16 Euro pro Tafel (Original, limitiert) | 4,99-19,95 Euro (Taler, Tafeln, Pralinen) |
| Verfügbarkeit | limitiert, App-basierter Verkauf | Weihnachtsmärkte, Supermärkte, Manufakturen |
| Qualitätskontrollen | kontrolliert, aber trotzdem Hype-getriebene Nachfrage | Untersuchungen zeigten teilweise Verunreinigungen und Deklarationsprobleme |
Kulturelle Bedeutung und Ausblick
Berlin ist bekannt für seine innovative und weltoffene Atmosphäre, die ständig neue Trends hervorbringt. Der Dubai Schokoladen Weihnachtsmann ist ein Zeichen dafür, wie verschiedenste Kulturen hier zusammenfinden können, um Neues zu schaffen. Diese Verschmelzung von Tradition und Moderne spiegelt sich nicht nur in der Stadt wider, sondern jetzt auch in ihren Supermarktregalen.
Der Dubai Schokoladen Weihnachtsmann ist nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein visuelles Highlight. Darüber hinaus ermutigt die Einführung solcher Produkte Konsumenten dazu, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Kulturen durch ihre Küche kennenzulernen. Hunderte warten in Berlin stundenlang in der Kälte - auf die Dubai-Schokolade von Lindt. Vor Schoko-Läden bilden sich lange Schlangen, wenn die Tafeln verkauft werden.
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