Dubai Schokolade Lidl: Verfügbarkeit, Aktion und rechtliche Hintergründe
Die Dubai-Schokolade sorgt aktuell in Deutschland für Begeisterung und lange Warteschlangen: Schokoladenfans stehen stundenlang an, um eine der begehrten Tafeln zu ergattern. Lidl in Deutschland bringt Mitte Dezember eine eigene Dubai-Schokolade auf den Markt. Die Schokolade der Eigenmarke Deluxe wird in zwei Varianten - Vollmilch und Zartbitter - erhältlich sein. Damit bietet Lidl ein begehrtes Produkt in hervorragender Qualität zum gewohnt günstigen Lidl-Preis.
Verfügbarkeit und Verkaufsstart
Die Dubai-Schokolade wird zunächst im Rahmen einer limitierten Aktion mit 10.000 Tafeln in ausgewählten Lidl-Filialen erhältlich sein. Mit einem einmaligen Event steigert der Frische-Discounter die Vorfreude auf die eigene Dubai-Schokolade. Am Samstag, den 23. November 2024, lädt Lidl in Deutschland in die Berliner Filiale in der Säntisstraße 49 ein: Ab 7 Uhr werden 500 Schokoladentafeln der Eigenmarke Fin Carré, verpackt in limitiertem Lidl-Geschenkpapier, an die ersten Kunden verschenkt. Doch unter den 499 regulären Schokoladen verbirgt sich eine exklusive Tafel der Dubai-Schokolade der Eigenmarke Deluxe. Der glückliche Gewinner dieser Dubai-Schokolade darf sich zusätzlich über einen Lidl-Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro freuen. Hinter drei anderen verpackten Tafeln verbirgt sich ein goldenes Ticket. Die Gewinner des „Trostpreises” dürfen sich mit Lidl-Reisen über eine Traumreise nach Dubai im Wert von jeweils 3.000 Euro freuen.
Produktdetails und Zutatenhinweise
50% Milchschokolade (Zucker, Kakaobutter*, Vollmilchpulver, Kakaomasse*, Magermilchpulver, Süßmolkenpulver, Emulgator: Ammoniumphosphatide; Aroma Vanillin), 45% Pistaziencreme [Zucker, 12% Pistazien, pflanzliche Öle (Ölpalme, Palmkern), Magermilchpulver, Maltodextrin, Emulgator: Lecithine], 5% geröstete Teigfäden (Weizenmehl, Wasser). Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen.
Die Verpackung weist auf die Herkunftsangaben hin: „mit Schokolade, Pistazien und Kadayif aus EU-/Nicht-EU“. Wenn die Angaben nicht mit den Informationen auf der Verpackung übereinstimmen, können Sie sie ergänzen oder korrigieren.
Nachhaltigkeit und Zertifizierung
Neben dem Genuss steht auch die Nachhaltigkeit im Fokus: Die Kakaorohware, die in allen Eigenmarken des Lebensmitteleinzelhändlers verwendet wird, stammt seit 2017 zu 100 Prozent aus nachhaltigerem Anbau. Der Kakao für die Dubai-Schokolade von Lidl ist nach international anerkannten Standards der Rainforest Alliance zertifiziert.
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Marketing und Weihnachtskampagne
Der Lebensmitteleinzelhändler macht Weihnachten dieses Jahr noch magischer und knüpft mit der Aktion an die zentrale Botschaft der diesjährigen Weihnachtskampagne „Magische Weihnachten - Wünsche werden wahr” an. Vor Weihnachten hätten viele Menschen die Schokolade als Weihnachtsgeschenk gekauft. Viele seien damals auch noch neugierig gewesen und wollten die Schokolade selbst probieren. Es läuft nicht mehr in der Menge, wie es vor Weihnachten gelaufen ist.
Rechtsstreit um die Bezeichnung „Dubai-Schokolade”
Der Streit um die Dubai-Schokolade geht in eine neue Runde und sorgt im Lebensmittelhandel weiter für Turbulenzen: Während Aldi Süd sie aus dem Sortiment nehmen musste, darf sie beim Discounter Lidl aus Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) weiterhin in den Regalen stehen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Landgerichts Frankfurt hervor. Damit haben die Frankfurter Richter anders entschieden als in einem früheren Rechtsstreit um die Bezeichnung "Dubai-Schokolade". Denn das Landgericht Köln untersagte dem Discounter Aldi Süd, sein Produkt als Dubai-Schokolade zu verkaufen, weil sie weder dort hergestellt wurde noch die Zutaten aus Dubai stammen.
Geklagt hatte der Süßwarenimporteur Andreas Wilmers, der in Dubai hergestellte Schokolade der Marke Fex in Deutschland verkauft. Wenn Dubai-Schokolade draufsteht, müsse sie auch von dort kommen, moniert der Unternehmer. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Verbraucher in die Irre geführt würden. Wilmers war zuletzt auch gegen Aldi Süd vorgegangen. Das LG Köln hatte dem Discounter daraufhin untersagt, seine Dubai-Schokolade weiterhin anzubieten.
Über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Verkauf der Dubai-Schokolade von Lidl hat jetzt das Landgericht Frankfurt anders entschieden (Aktenzeichen 2-06 O 18/25). Es hat den Antrag zurückgewiesen. Der Beschluss liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Frankfurter Richter entschieden jedoch anders. Der Gebrauch des Zusatzes "Dubai" habe sich zu einem Gattungsbegriff gewandelt, schreiben sie in ihrem Beschluss. Kunden gingen bei der Lidl-Schokolade demnach nicht zwingend davon aus, dass die Einzelbestandteile aus Dubai stammten oder das Gesamtprodukt dort hergestellt worden sei. Argumentiert wird auch mit der Aufmachung der Schokolade und der angegebenen Herkunftsbezeichnung: "mit Schokolade, Pistazien und Kadayif aus EU-/Nicht-EU".
Die Lidl-Schokolade trage eine durchgehend in deutscher Sprache verfasste Aufschrift. Anders als bei Aldi Süd fehlten Gestaltungsmerkmale, die auf eine Herkunft auf Dubai hindeuteten. Die Lidl-Werbung weise zudem auf eine "Qualitäts-Eigenmarke" hin. Dies wirke dem Eindruck entgegen, das Produkt stamme aus Dubai. Die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt ist bislang nicht rechtskräftig. Süßwarenimporteur Wilmers kann Beschwerde dagegen einlegen. Die Kläger prüfen Beschwerde gegen die Entscheidung.
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Unterschiedliche Gerichtsurteile und mögliche Weiterführung
In ihrer Begründung gehen die Richter auf den ähnlichen Fall von Aldi Süd ein. Das LG Köln habe in seiner Entscheidung die Bezeichnung "Dubai Chocolate" ausreichen lassen. Dem folge die Kammer "nicht in dieser Allgemeinheit", heißt es im Beschluss. Je nachdem, wie sich der Rechtsstreit in beiden Fällen entwickelt, wäre es sogar denkbar, dass die Fälle irgendwann beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe landen. Das höchste deutsche Zivilgericht hatte sich in der Vergangenheit schon häufiger mit Lebensmitteln und deren Herkunftsangaben befasst. 2016 ging es beim BGH um ein als "Himalaya-Salz" bezeichnetes Produkt. In dem Verfahren entschied der BGH (Aktenzeichen I ZR 86/13), dass ein so bezeichnetes Produkt den informierten Durchschnittsverbraucher über die geografische Herkunft in die Irre führt.
Marktentwicklung und Aussichten
Bei Schell-Schokoladen in Gundelsheim (Kreis Heilbronn) gibt es die hauseigene Dubai-Schokolade seit Mitte November. Die Nachfrage nach der Schokolade und den Dubai-Pralinen sei immer noch da, aber nicht mehr so sehr wie vor Weihnachten, sagt Inhaberin Annette Schell. Annette Schell denkt trotzdem, dass es die Dubai-Schokolade dauerhaft geben wird, "aber nicht als Dauerbrenner" und "dass das jetzt tolle Umsatzzahlen macht". Auch an Ostern werde es Schokoeier im Dubai-Style bei Schell geben. Man müsse den Markt einfach beobachten und könne dann flexibel reagieren.
Herstellungs- und Genuss-Tipps
Schokolade grob in Stücke teilen und im Wasserbad schmelzen. Die Hälfte der Schokolade in die Silikonform geben und dabei Boden und Ränder gleichmäßig bedecken. Circa 20 Min. im Kühlschrank auskühlen lassen. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und die Kadayif-Teigfäden darin goldbraun rösten. Pfanne vom Herd ziehen und Teigfäden abkühlen lassen. Pistaziencreme und Tahini in einer Schüssel mischen. Teigfäden hinzufügen und vermengen. Pistaziencreme-Mischung in die Silikonform geben und glatt streichen. Die übrige Schokolade darauf verteilen, sodass die Füllung vollständig umhüllt ist. Im Kühlschrank ca. 1 Std. ruhen lassen. Viel Freude beim Genießen! Tipp: Das Rezept lässt sich auch mit Vollmilchschokolade herstellen.
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| Aspekt | Information |
|---|---|
| Marke | DeLuxe (Eigenmarke Lidl) |
| Sorten | Vollmilch, Zartbitter |
| Limitierung | 10.000 Tafeln (Ausgewählte Filialen) |
| Event | Verlosung in Berliner Filiale, 500 Tafeln verschenkt, goldene Tickets & Gutschein |
| Zertifizierung Kakao | Rainforest Alliance; seit 2017 100% nachhaltigerer Anbau in Eigenmarken |
| Rechtslage | LG Frankfurt: Verkauf bei Lidl erlaubt; LG Köln: Verkauf bei Aldi Süd untersagt; Verfahren nicht abschließend |
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