Anleitung: Drachen aus Marzipan modellieren
Marzipan ist der "Rohstoff", aus dem Marzipanfiguren gefertigt werden. Die Marzipanrohmasse für Marzipanfiguren wird aus geschälten Mandeln und Zucker hergestellt. Der Zuckergehalt darf dabei maximal 35 Prozent betragen.
Vorbereitung der Marzipanmasse (Grundrezept)
50 g Puderzucker auf die Arbeitsfläche sieben und mit 200 g Marzipan-Rohmasse verkneten. So bekommt die weiche Rohmasse mehr Stand und die Marzipanfiguren bleiben länger in Form. Mit Speisefarbe kann die Masse für die Marzipanfiguren eingefärbt werden. Einige Tropfen Farbe zum Marzipan geben und gut verkneten, bis keine Schlieren mehr zu sehen sind. Zum Kneten am besten Handschuhe anziehen.
Benötigte Farben und Hilfsmittel
- Grün für Körper und Schuppen
- Ein kleines Stück weißes Marzipan für Augen
- Optional: rote, orange, gelbe Farbtöne zum Akzentuieren (z. B. Zacken, Flügelinnenflächen)
- Werkzeuge: Messer, Zahnstocher, Veiner-Tool (oder ein prägendes Werkzeug für Furche und Textur), Handschuhe, feine Pinsel für Lebensmittelfarbe, essbarer Kleber oder etwas Wasser
Maße der Ausgangsmengen
Das Grundrezept aus 200 g Rohmasse und 50 g Puderzucker reicht für mehrere kleine Marzipanfiguren; ein entsprechender Teil der Masse ist für einen mittelgroßen Drachen ausreichend. Beispielsweise war mein grüner Klumpen etwa von der Größe einer Mandarine, orange hatte ich eine haselnussgroße Menge.
Schritt-für-Schritt: Drachenkörper formen
- Vom restlichen grünen Fondant (bzw. Marzipan) etwa 2/3 nehmen und den Drachenkörper formen. Dazu einfach wieder eine Art Birne modellieren, die schmale Seite allerdings länger und dünner zum Drachenschwanz formen.
- Meinen Drachen wollte ich nicht schnurgerade liegen haben, sondern ein wenig eingerollt. In den Kopf habe ich - wie bei den Hörnchen - einen Zahnstocher gesteckt und dann am Körper befestigt.
- Mit ein wenig Wasser (oder essbarem Kleber) kann man den Kopf noch besser fixieren bzw. befestigen.
Beine und Befestigung
Für die Beine habe ich 4 kleine "Würstchen" geformt, zwei davon ein wenig größer. Die Beinchen werden dann am Körper befestigt (mit Wasser oder Kleber), indem auch das andere Ende flachgedrückt wird, sodass es sich an den Körper schmiegt.
Schuppen, Rückenzacken und Flügel
- Auf dem Rücken des Drachen habe ich dann mit dem Veiner-Tool mittig eine kleine Furche gezogen und diese etwas angefeuchtet. Dann habe ich vorsichtig die Zackenreihe in diese Furche gesetzt und mit dem Veiner-Tool leicht angedrückt.
- Aus dem restlichen grünen Fondant habe ich dann die Flügel modelliert. Dazu habe ich mir eine Drachenfigur als Vorbild genommen.
Augen, Hörnchen und weitere Details
- Dann habe ich mit dem Veiner-Tool Nasenlöcher und Augenhöhlen geformt, wobei die Augenhöhlen natürlich etwas größer geworden sind als die Nüstern.
- Aus dem kleinen Stückchen weißen Fondant werden zwei kleine Kügelchen geformt und in die Augenhöhlen gesetzt.
- Sie sind etwa so groß, dass in ein Hörnchen 1/3 Zahnstocher zur Hälfte reingesteckt werden kann.
- Wenn man schließlich alle Teile des Drachen zusammengesetzt hat, kann man ihn auch noch etwas bemalen.
Fixieren und Trocknen
In den Kopf habe ich - wie bei den Hörnchen - einen Zahnstocher gesteckt und dann am Körper befestigt. Den Kopf vom Bären (analog: Kopf der Figur) auf einem Lagerungskissen (Baumwollsäckchen mit Gries gefüllt) trocknen lassen und erst einen Tag später auf den Körper setzen, ansonsten wird alles flach oder verzogen. Ganz ohne Stabilisierung habe ich es nicht geschafft (ein paar Zahnstocher mussten helfen).
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Bemalung und finale Akzente
Wenn man schließlich alle Teile des Drachen zusammengesetzt hat, kann man ihn auch noch etwas bemalen. Die Augenbrauen, Augen und Lippen (bei anderen Figuren) wurden mit Gelfarbe bemalt. Die rosa Wangen mit einem Puder bemalt und Sommersprossen mit einem Lebensmittelstift aufgetupft. Die Dracheneier bzw. die Zaubersteine wurden mit Lebensmittelpuder in Perlfarbe bepudert.
Lagerung und Transport
Die fertigen Marzipanfiguren kurz vor dem Servieren auf das Gebäck legen. Marzipanfiguren wie diese können auch einige Tage im voraus vorbereitet werden. Diese dafür zwischen Pergamentpapier in einer Kunststoffdose luftdicht verpacken und kühl lagern. Den Kopf auf einem Lagerungskissen trocknen lassen und erst einen Tag später auf den Körper setzen, ansonsten wird alles flach oder verzogen. Die Figuren lagere ich direkt nach dem Formen immer auf einem Lagerungskissen - ein Baumwollsäckchen gefüllt mit grobem Gries.
Tipps aus der Praxis
- Zum Kneten am besten Handschuhe anziehen, damit die Farbe nicht an die Finger geht und die Masse sauber bleibt.
- Falls das Grün nicht auf Anhieb hält, das Möhrenende (oder kleine Anbauteile) eventuell mit etwas Wasser befeuchten; das gilt ebenso für kleine Drachenbestandteile.
- Arbeite in Etappen: Köpfe, Beine, Flügel separat formen, antrocknen lassen und erst dann zusammensetzen.
- Feine Strukturen mit Tools wie Veiner-Tool herausarbeiten; Messer für Querlinien oder Schuppen verwenden.
- Für Stabilität bei größeren Figuren Zahnstocher, Draht oder kleine Styroporkerne verwenden (wie bei Ballonaufbauten üblich).
Varianten und Dekorationsideen
Im Winter verzaubern kleine Marzipan-Pinguine oder Tannenbäume in verschiedenen Varianten jedes Dessert zum festlichen Highlight. Herbstliche Marzipan-Kreationen wie bunte Blätter, Kürbisse oder Eicheln bringen gemütliche Wärme auf jede Torte. Überrasche deine Freunde und Familie mit selbst modellierten Figuren auf dem nächsten Dessert.
Kurze Tabelle: Werkzeug und Funktion
| Werkzeug | Funktion |
|---|---|
| Messer | Konturen schneiden, Querlinien und Ohren einschneiden |
| Veiner-Tool | Furchen, Texturen, Zackenreihen setzen |
| Zahnstocher/Draht | Verbindungselemente, Stabilisierung von Kopf/Gliedmaßen |
| Feine Pinsel | Bemalung mit Gelfarbe und Lebensmittelpuder |
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