dmBio Schoko-Nuss-Creme: Inhaltsstoffe, Herstellung und Besonderheiten

Die dmBio Schoko-Nuss-Creme gehört zu den beliebtesten Brotaufstrichen im Bio-Segment und wird regelmäßig in Qualitätstests ausgezeichnet. In diesem Artikel wird auf die detaillierte Zusammensetzung, die Besonderheiten bezüglich Nachhaltigkeit und Herstellung sowie die Bedeutung der verwendeten Siegel eingegangen.

Inhaltsstoffe der dmBio Schoko-Nuss-Creme

Die Inhaltsstoffbewertung erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt. Angaben für eine Portionsgröße von 100g dienen dabei als Standard.

  • Rohrzucker*
  • Sonnenblumenöl*
  • 13% Haselnüsse*
  • 5-8% stark entöltes Kakaopulver*
  • Palmöl*/Palmöl* ungehärtet
  • Getrockneter Glukosesirup*
  • Schokolade* (Rohrzucker*, stark entöltes Kakaopulver*, Kakaobutter*)
  • Sojamehl*
  • Emulgator: Lecithine* (häufig Sonnenblumen- oder Sojalecithin)
  • Bourbon-Vanillepulver*

* Zutaten aus biologischer Landwirtschaft

Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes, da es aufgrund zeitlicher Verzögerungen und Tippfehlern zu Diskrepanzen zwischen den Angaben auf Webseiten und der realen Verpackung kommen kann.

Verpackung und Nährwerttabelle dmBio Schoko-Nuss-Creme

Zucker und Glukosesirup

Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Rohrzucker und Glukosesirup werden als Süßungsmittel in der Creme eingesetzt. Der Zuckergehalt und die Auswahl von Rohrzucker stehen häufig in der Kritik, insbesondere in Bezug auf Gesundheitsaspekte.

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Haselnüsse und Kakao

Haselnüsse bringen den nussigen Geschmack, während entöltes Kakaopulver und Schokolade für die cremige und schokoladige Textur sorgen. Teilweise stammt der Kakao aus Fairtrade-zertifizierten Quellen.

Öle und Palmöl

Palmöl ist ein wesentlicher Bestandteil der Rezeptur vieler Schoko-Cremes. Folgender Inhaltsstoff ist aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: Palmöl. Sonnenblumenöl wird ergänzend eingesetzt.

Die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit stark. Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden große Flächen von Regenwäldern gerodet. Tropische Wälder in Asien, Afrika und Lateinamerika werden zerstört, um Ölpalmenplantagen anzulegen und zu erweitern. Die Abholzung trägt zum Klimawandel bei und gefährdet Arten wie den Orang-Utan, den Zwergelefanten und das Sumatra-Nashorn. Obwohl Palmöl als nachhaltig bezeichnet werden kann, wenn dessen Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt, ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt noch sehr klein.

Regenwaldrodung durch Palmölproduktion

Lecithine als Emulgatoren

Lecithin kommt in jeder lebenden Zelle vor. Als natürlicher fettähnlicher Stoff gehört es zur Gruppe der Phospholipide. Wegen seines bipolaren Aufbaus ist Lecithin ein wichtiger Baustein der Zellwände. Besonders Knochenmark, Nervengewebe, Herz und Leber sind reich an Lecithinen.

Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett- und Wasser-Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. Als Mehlbehandlungsmittel verbessert es die Knet- und Formeigenschaften von Teigen und verlangsamt das Altbackenwerden von Gebäck. Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Auch Sonnenblumen, Raps, Erdnüssen, Mais und Eigelb können Rohstoffe sein. Das so gewonnene natürliche Lecithin kann ebenso in Lebensmitteln eingesetzt werden, wie die Lecithine, die durch chemische Modifikation daraus gewonnen werden.

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Herstellung und Labels: Kontrolle und Transparenz

Bio-Siegel und EU-Bio-Logo

Herausgeber des Bio-Siegels ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das Bio-Siegel kennzeichnet Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA). Es gelten dieselben Kriterien wie für das EU-Bio-Logo. Für das EU-Bio-Logo gelten die EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Der Aufdruck des Bio-Siegels ist freiwillig. Mindestens einmal jährlich wird jeder Labelnehmer von einer unabhängigen und staatlich anerkannten Kontrollstelle kontrolliert. Die Bestandteile der Produkte, die landwirtschaftlich erzeugt werden, müssen bei Lebensmitteln zu mindestens 95 Prozent aus dem ökologischen Landbau stammen. Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhängigen Stellen mitentwickelt, der Vergabeprozess ist transparent.

Bio-Siegel und EU-Bio-Logo

Nachhaltigkeitslabels und Zertifizierungen

UTZ ist eines der verbreitetsten Label für nachhaltigen Kakao. Es soll Landwirten ermöglichen, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern, die Produktivität zu steigern und dabei Sozialstandards und Umweltschutzaspekte zu berücksichtigen. Bei Mischprodukten muss ein bestimmter Anteil von Rohstoffen zertifiziert sein, damit ein Produkt das Label tragen darf. Die Zertifizierungsstelle kontrolliert vor der Vergabe und dann jährlich vor Ort und über Belege, ob die Kriterien erfüllt sind.

Ein weiteres nachhaltiges Label ist die Rainforest Alliance, die sich für ökologische und soziale Verbesserungen beim Anbau und Handel von Nahrungsmitteln engagiert. Sie zertifiziert nach den Richtlinien des Sustainable Agriculture Network-Standards. Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhängigen Stellen mitentwickelt, der Vergabeprozess ist transparent.

Logos von Fairtrade, UTZ und Rainforest Alliance
Hintergrund: Nachhaltigkeitszertifizierung im Kakaoanbau

Vegetarisch und Vegan: Das V-Label

Das V-Label wurde als Bildsymbol erstmals auf einem Kongress der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) 1985 vorgestellt. Die EVU ist eine Dachorganisation der vegetarischen Organisationen Europas. Die schweizerische V-Label GmbH koordiniert die Einführung für die Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen. Vergeben wird das Label in Deutschland vom Vegetarierbund Deutschland e. V.

Kriterium Vegetarisch Vegan
Zutaten tierischer Herkunft Milch, Eier und Honig erlaubt, aber kein Fleisch oder Fisch Keine Zutaten oder Hilfsstoffe tierischer Herkunft
Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) möglich nicht erlaubt
Allergeninformation offenlegungspflichtig offenlegungspflichtig

Die Prüfung, ob die Vergabekriterien eingehalten werden, erfolgt auf Grundlage einer Selbstauskunft des Labelnehmers. Je nach Einschätzung des Risikos erfolgt eine unabhängige Zertifizierung und ggf. Laboranalysen. Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden vom Labelgeber unter Einbezug unabhängiger Institutionen entwickelt, der Vergabeprozess ist transparent.

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Ernährungsphysiologische Eigenschaften und Unverträglichkeiten

Glutenfreiheit

Die dmBio Schoko-Nuss-Creme wird als glutenfrei eingeschätzt. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen oder von Nutzer:innen erfasst wurden. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer vorkommt. Mais, Reis, Buchweizen und Hirse sind glutenfrei. Die Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut führt.

Laktosefreiheit

Laktose, auch Milchzucker, ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose, der unter anderem in Milch und daraus hergestellten Produkten vorkommt. Angaben zur Laktosefreiheit basieren auf der Analyse der Kennzeichnung. Bei der Laktose-Intoleranz kann Laktose im Dünndarm nicht gespalten und verdaut werden, sodass es zu Beschwerden wie Blähungen und Durchfall kommen kann.

Veganismus und Vegetarismus

Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise. Dabei wird auf den Konsum von Produkten verzichtet, die tierischen Ursprungs sind oder Bestandteile tierischen Ursprungs beinhalten. Vegetarismus kennzeichnet eine Lebens- und Ernährungsweise, die "lebendig" und "belebend" ist. Vegetarier essen ausschließlich solche Produkte, die von lebenden Tieren stammen, aber kein Fleisch oder Fisch.

Veganismus und Vegetarismus werden aus gesundheitlichen Aspekten und ethischer Überzeugung betrieben. Gründe dafür können unter anderem Tierschutz, Tierrecht und Umweltschutz sein. Auch Flexitarier und Menschen, die ihren Konsum tierischer Produkte reduzieren wollen, greifen oftmals zu vegetarischen oder veganen Alternativen.

Bio-Aufstriche im Marktvergleich

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Der Greenpeace-Marktcheck überprüft regelmäßig verschiedene Sortimentsbereiche im Lebensmittelhandel hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit. Wichtiges Beurteilungskriterium ist neben der biologischen Herstellung auch die transparente Kennzeichnung von Produkten. Mit den in dm Filialen angebotenen Nuss-Nougat-Aufstrichen konnte sich dm nach Auszeichnungen für sein Körperpflege- und Waschmittel-Sortiment nun erstmals den ersten Platz unter den Drogeriemärkten für ein Teilsortiment im Bereich Ernährung sichern. Insbesondere weil die Herkunft von Kakao, Nüssen und Zucker als eine der meistgehandelten Agrarrohstoffe in den vergangenen Jahren kritisch betrachtet wurde, ist Transparenz in diesem Bereich entscheidend.

Unter den getesteten Nuss-Nougat-Aufstrichen stach die dmBio Schoko-Nuss-Creme besonders hervor: Sie ist Bio, als vegan gekennzeichnet, frei von Palmöl und hat eine Fairtrade-Zertifizierung.

Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Zusätzlich halten die Palmölfirmen ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung häufig nicht ein. Konsumenten können durch bewusste Auswahl und Forderung nach nachhaltigem Palmöl Einfluss auf die Hersteller nehmen.

Fairtrade und sozialverträgliche Produktion

Als Fairer Handel - englisch "fair trade" - wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem die Erzeuger für ihre Produkte einen Mindestpreis erhalten, der von einer Fair-Trade-Organisation bestimmt wird. Das Ziel ist eine gerechte Entlohnung und die Förderung umweltfreundlicher und nachhaltiger Produktion in den Herkunftsländern.

Fazit zur dmBio Schoko-Nuss-Creme

Die dmBio Schoko-Nuss-Creme punktet durch ihre Bio-Zutaten, weitgehende Transparenz, Zertifizierungen für Nachhaltigkeit und ihren allergikerfreundlichen Status (vegan/vegetarisch/gut ausgewiesen). Konsumenten sollten stets auf die Etikette achten, um sich über mögliche Änderungen an Rezeptur oder Allergenen zu informieren. Die verschiedenen unabhängigen Labels bieten hierbei eine wichtige Orientierung.

Zertifizierte Bio-Produkte im Handel

Produkteigenschaften im Überblick

  • Bio-Zutaten mit EU- und deutschem Bio-Siegel
  • Häufig vegan oder vegetarisch zertifiziert (V-Label)
  • Glutenfrei und oft laktosefrei
  • Zertifizierte Nachhaltigkeitslabels für Kakao (Fairtrade, UTZ, Rainforest Alliance)
  • Kritischer Umgang mit Palmöl und transparenter Kennzeichnung
  • Vorbildlicher Auftritt im Greenpeace-Marktcheck
  • Eignung für bewusste, nachhaltige Ernährung
Nachhaltige Bio-Nusscreme: Herstellung und Vergleich

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