Die dunkle Seite der Schokolade: Fakten, Mythen und Nachhaltigkeit
Schokolade ist weltweit eine der beliebtesten Süßigkeiten. Sie verwöhnt den Gaumen, hebt die Stimmung und ermöglicht Momente der Entspannung und des Genusses. Doch hinter der süßen Oberfläche verbergen sich einige weniger bekannte und teils dunkle Fakten. Dieser Artikel beleuchtet die dunkle Seite der Schokolade, von kuriosen historischen Fakten über gesundheitliche Aspekte bis hin zu ethischen und ökologischen Herausforderungen.
Kuriose und überraschende Fakten über Schokolade
Schokolade ist mehr als nur eine Süßigkeit. Sie erzählt Geschichten und weckt Erinnerungen. Hier sind einige kuriose Fakten, die selbst eingefleischte Schoko-Fans überraschen könnten:
- Die Schoko-Bombe gegen Winston Churchill: Im Zweiten Weltkrieg planten die Nationalsozialisten ein Attentat auf Winston Churchill mit einer explosiven Schokolade. Britische Spione vereitelten jedoch den Anschlag.
- Schokolade, die nicht schmilzt: Kakaobauern in Togo entwickelten eine Schokoladensorte namens "Choco Togo", die bis zu 35 Grad Celsius aushalten kann.
- Schokolade als Kunstblut: Alfred Hitchcock verwendete Schokoladensirup in seinem Film "Psycho", um realistisches Blut darzustellen.
- Schokolade ist giftig für Hunde und Katzen: Das in der Kakaobohne enthaltene Theobromin ist für diese Tiere hochgiftig.
- Ein hundert Jahre alter Schokoriegel für 470 Pfund: Ein Engländer bezahlte 2001 bei einer Auktion 470 Pfund für einen Schokoriegel, der dem Antarktis-Forscher Robert Scott gehörte.
- Kinder auf den Barrikaden: Der Schokoladen-Boykott: Im Jahr 1947 protestierten 500 Schulkinder in Kanada gegen zu hohe Süßigkeitenpreise.
- Schokolade sagte die Zukunft voraus: Um 1900 legte der deutsche Schokoladenhersteller Theodor Hildebrand und Sohn seinen Schokoladen- und Kakaopackungen Kärtchen bei, die die Welt im Jahr 2000 darstellen sollten.
- Urbane Legenden: Rinderblut und Kakerlaken: Es hält sich hartnäckig das Gerücht, Schokolade werde Rinderblut beigemischt. Die US-Behörde für Lebensmittel und Medikamente erlaubt bis zu 60 Insekten-Fragmente auf 100 Gramm Schokolade.
- Es gab einen Schokoladen-See: Im Jahr 1971 wurde für eine Szene aus dem Film "Willy Wonka & die Schokoladenfabrik" ein See aus echter Schokolade, Wasser und Sahne angerührt.
- Kakaobäume kann man adoptieren: Es gibt die Möglichkeit, die Patenschaft für einen Kakaobaum zu übernehmen und so einen Beitrag zu einem nachhaltigen Kakaoanbau zu leisten.
Gesundheitliche Aspekte von Schokolade
Schokolade enthält eine Reihe von Stoffen, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben können. Dazu gehören Ballaststoffe, Vitamin D sowie Antioxidantien, die unser Immunsystem und unseren Stoffwechsel unterstützen. Die Kakaomasse ist reich an Spurenelementen wie Magnesium, Kupfer, Eisen oder Zink. Das enthaltene Theobromin wirkt stimmungsaufhellend und belebend.
Dunkle Schokolade enthält weniger Zucker als Milchschokolade und ist reich an Antioxidantien wie Flavonoiden und Polyphenolen. Diese können helfen, den Blutdruck zu senken und Entzündungen zu reduzieren. Studien deuten darauf hin, dass Schokolade zur Senkung des Cholesterinspiegels und zur Vorbeugung von Gedächtnisverlust beitragen kann.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Schokolade auch Kalorien enthält. Ernährungsexperten empfehlen den Verzehr von etwa 30 Gramm Schokolade pro Tag.
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Schokoladen-Mythen auf dem Prüfstand
Um Schokolade ranken sich viele Mythen. Hier werden einige der häufigsten aufgedeckt:
- Mythos: Dunkle Schokolade ist immer qualitativ hochwertiger.
- Wahrheit: Die Verarbeitung der Kakaobohnen ist entscheidend. Hochwertige Hersteller verwenden die ganze Bohne inklusive der Kakaobutter.
- Mythos: Dunkle Schokolade ist gesund.
- Wahrheit: Es kommt darauf an. Dunkle Schokolade enthält weniger Zucker und mehr gesunde Kakaomasse, aber auch hier ist die Qualität entscheidend.
- Mythos: Schokolade verursacht unreine Haut.
- Wahrheit: Nicht die Kakaomasse, sondern der Zucker und die Fette in der Schokolade können zu Hautproblemen führen.
- Mythos: Schokolade macht dick und erhöht den Cholesterinspiegel.
- Wahrheit: In Maßen genossen, führt Schokolade nicht zwangsläufig zu Übergewicht. Die Stearinsäure in der Kakaobutter wirkt sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel aus.
- Mythos: Schokolade verursacht Karies.
- Wahrheit: Der Zucker in der Schokolade kann Karies verursachen, aber eine gute Mundhygiene kann dem entgegenwirken.
- Mythos: Schokolade macht wach.
- Wahrheit: Schokolade enthält Theobromin, das eine ähnliche Wirkung wie Koffein hat.
- Mythos: Schokolade macht glücklich.
- Wahrheit: Schokolade kann die Ausschüttung von Glückshormonen fördern, aber der Effekt ist eher psychologisch bedingt.
Ethische Aspekte: Kinderarbeit in der Kakaoindustrie
Ein dunkles Kapitel der Schokoladenproduktion ist die Kinderarbeit auf Kakaoplantagen. Obwohl sich die Schokoladenindustrie seit Jahren bemüht, Kinderarbeit zu bekämpfen, ist das Problem noch nicht vollständig gelöst. Viele Kakaobauern leben in Armut und sind gezwungen, ihre Kinder zur Arbeit auf den Plantagen zu schicken.
Es ist wichtig, beim Kauf von Schokolade auf Fairtrade-Siegel zu achten, um sicherzustellen, dass die Kakaobauern fair bezahlt werden und Kinderarbeit ausgeschlossen ist.
Ökologische Herausforderungen: Wasserverbrauch und Entwaldung
Der Kakaoanbau hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Für die Herstellung von 100 Gramm Schokolade werden durchschnittlich 1700 Liter Wasser benötigt. Zudem führt der Anbau von Kakao oft zur Entwaldung, da Wälder für Plantagen gerodet werden.
Um die ökologischen Auswirkungen zu reduzieren, ist es wichtig, auf nachhaltigen Kakaoanbau zu setzen. Agroforstsysteme, bei denen Kakao gemeinsam mit anderen Pflanzen angebaut wird, können zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung und erhöhter Produktivität beitragen.
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Schwedische Schokoladenlandschaft
Die schwedische Schokoladenlandschaft bietet von traditionsreichen Klassikern bis hin zu modernen Kreationen alles, was das Herz eines Schokoladenliebhabers begehrt. Marabou ist die unbestrittene Königin unter den schwedischen Schokoladenmarken und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1916 für höchste Qualität und unvergleichliche Cremigkeit.
Weitere zentrale Figuren in der schwedischen Süßwarenlandschaft sind Fazer und Cloetta. Fazer, ursprünglich aus Finnland, ist bekannt für seine beliebten Schokoladen- und Lakritzsorten. Cloetta hat Klassiker wie “Kexchoklad” und die beliebten “Polly”-Bonbons hervorgebracht.
Die schwedischen Schokoladenhersteller legen großen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit. Nachhaltiger Kakaoanbau und der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe gehören zu den zentralen Anliegen.
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