Rezepte für Dessert mit Tapioka-Perlen: Chè, Kokos-Tapioka und Variationen
Tapioka-Pudding ist ein vietnamesisches Dessert, das aus Kokosmilch, Banane und Tapioka-Perlen gekocht wird. Hast du schon mal von Chè chuối gehört? Das ist ein köstliches Dessert aus Vietnam: Tapioka-Pudding mit Banane und Kokosmilch. Dieses Rezept ist vegan, super aromatisch, natürlich gesüßt und schnell zubereitet.
Was ist Tapioka und warum lohnt es sich, damit zu kochen?
Tapioka-Perlen werden aus der stärkehaltigen Maniok-Wurzel gewonnen. Einfach gesagt ist Tapioka eine geschmacksneutrale Speisestärke und wird aus der Maniokwurzel gewonnen. Tapioka ist so vielseitig: Man kann damit Pudding, Suppen oder sogar Bubble Tea machen! Das Beste daran? Es ist komplett glutenfrei und damit ideal für alle, die darauf achten müssen. Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist sie besonders gut bekömmlich.
Du wirst diese Perlen vielleicht noch vom kurzeitig sehr beliebten Bubble Tea kennen. Tapioka kannst du hierzulande als Mehl, als Flocken oder auch in Perlenform verschiedener Größe kaufen. Meist wirst du einen Asialaden aufsuchen müssen, dort wirst du aber sicher fündig. Zudem sind die Perlen recht preisgünstig. Der einzige Haken an diesem Rezept: die Tapioka-Perlen bekommst du nicht an jeder Ecke. In den meisten Asialäden solltest du ebenfalls fündig werden, wobei natürlich nicht immer jede Variante erhältlich ist.
Eigenschaften, Farben und Größen
Es gibt sie in verschiedenen Größen, in Weiß oder - wie ich sie hier verwendet habe - in kräftigem Grün. Die Farbe entsteht durch einen Extrakt aus Pandanblättern, welche in der asiatischen Küche sehr gerne als natürliche Lebensmittelfarbe genutzt werden. Meist wirst du einen Asialaden aufsuchen müssen, dort wirst du aber sicher fündig. Es gibt sie meistens in zwei Größen (1-2 mm und 5 mm), wir brauchen für dieses Rezept die kleinen. Beim Kochen quellen sie dann weiter auf und werden nach wenigen Minuten durchsichtig. Dann kannst du den Topf von der Herdplatte nehmen und sie noch etwas nachquellen lassen.
Grundlagen: Wie man Tapioka-Perlen zubereitet
- Tapiokaperlen in kaltem Wasser einweichen: Tapiokaperlen in kaltem Wasser eine Stunde einweichen. Abseihen. (Alternativ: in einer kleinen Schale in reichlich Wasser für 20 Minuten einweichen.)
- Abgießen und kalt abschrecken: Anschließend abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
- Kochmethode: Die Perlen in kochendes Wasser geben und unter Rühren so lange kochen lassen, bis die Kügelchen durchsichtig werden und gar sind. Beim Kochen quellen sie dann weiter auf und werden nach wenigen Minuten durchsichtig.
- Nachquellen lassen: Dann kannst du den Topf vom Herd nehmen und sie noch etwas nachquellen lassen. Topf vom Herd ziehen und 30 Minuten zugedeckt quellen lassen oder ca. 30-45 Minuten bei geschlossenem Deckel quellen lassen.
Wie du aus den Kügelchen süße Tapiokaperlen machst ist ganz einfach. Sie nehmen den Geschmack der Flüssigkeit an, in der du sie kochst. Also werden diese Perlen nach Kokos und süßlich schmecken.
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Rezept 1: Vietnamesischer Tapioka-Pudding mit Banane und Kokosmilch (Chè chuối)
Dieses Tapioka-Pudding-Rezept ist vegan und frei von raffiniertem Zucker. Die reifen Bananen bringen von Natur aus eine hohe Süßkraft mit, die lediglich durch eine kleine Menge Kokosblütenzucker abgerundet wird. Wer es sehr süß mag, kann mehr verwenden - genauso kannst du es natürlich auch nur bei der Banane belassen.
Zutaten
- 40 g Tapiokaperlen
- reife Bananen
- Kokosmilch
- Kokosblütenzucker (optional)
- Vanille
- Erdnüsse, Sesam und Ahornsirup für das Karamell-Topping
Zubereitung
- Tapiokaperlen in einer kleinen Schale in reichlich Wasser für 20 Minuten einweichen. Anschließend abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
- Inzwischen die Bananen für den Pudding in Scheiben schneiden.
- Erdnüsse hacken und mit Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Mit Ahornsirup übergießen, karamellisieren lassen und auf ein Stück Backpapier geben. Abkühlen lassen und für später beiseitestellen.
- Wasser, Kokosmilch, Kokosblütenzucker und Vanille in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Tapiokaperlen und Bananenscheiben zugeben und alles erneut aufkochen.
- Hitze reduzieren und unter Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis eine sämige Konsistenz erreicht ist. Beim Kochen gut rühren, damit nichts anbrennt.
- Tapioka-Pudding in kleine Weckgläser füllen und mit Erdnuss-Sesam-Karamell und frischer Banane garnieren. Warm oder kalt genießen. Tipp: Je länger der Pudding (abgedeckt) im Kühlschrank ruht, desto fester wird er. Die Konsistenz gleicht nach etwa 4 Stunden der von Chia-Pudding.
Rezept 2: Tapioka-Pudding mit Kokosmilch, Mango und Passionsfrucht
Dieser Tapioka-Pudding mit Mango und Passionsfrucht ist der perfekte Abschluss nicht nur nach einem scharfen, thailändischen Essen - leicht, sanft und fruchtig-süß. Dabei ist er super einfach und schnell gemacht. Du kannst natürlich auch anderes Obst ganz nach Lust und Laune oder Jahreszeit als Topping nehmen.
Zutaten (für ca. 4 Portionen)
- 60 g kleine Tapiokaperlen
- 1/2 Vanilleschote
- 250 ml Kokosmilch
- 1 EL Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Mango
- 2 Passionsfrüchte
- 2 EL Kokosraspel
- einige Minzeblättchen
Zubereitung
- Tapiokaperlen in kaltem Wasser eine Stunde einweichen. Abseihen.
- Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herausschaben.
- Tapiokaperlen mit Kokosmilch, 250 ml Wasser, Vanillemark, Zucker und Salz in einem Topf aufkochen und unter Rühren 10 Minuten köcheln lassen.
- Vom Herd ziehen und 30 Minuten zugedeckt quellen lassen.
- Inzwischen Kokosraspeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften. Beiseite stellen.
- Die Mango schälen und klein würfeln. Passionsfrüchte halbieren, das Fruchtfleisch herauslöffeln und mit der Mango mischen.
- Tapioka-Kokos-Pudding in Schälchen füllen. Obst darauf verteilen und mit Kokosraspeln und Minze garnieren.
Rezept 3: Kokos-Tapioka-Pudding mit heißen Zimtkirschen (vegan, festlich)
Die kalte Jahreszeit ist perfekt, um sich mit einem warmen Dessert in Weihnachtsstimmung zu bringen. Mein Kokos-Tapioka-Pudding mit heißen Zimtkirschen ist cremig, fruchtig und duftet herrlich nach Zimt - und damit genau das Richtige für ein gemütliches Winterdinner. Er ist schnell gemacht, sieht toll aus und schmeckt auch noch richtig gut. Und das Beste: Er ist glutenfrei und damit für alle geeignet.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 100 g kleine Tapiokaperlen
- 800 ml Kokosmilch
- 1 TL gemahlene Vanille
- 1,5 TL Chai-Gewürz (optional)
- 1 Prise Meersalz
- 5-6 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
- 600 g TK-Sauerkirschen
- 2 EL Ahornsirup für die Kirschen
- 1 Prise Zimt
- 1 TL Johannesbrotkernmehl
- Kokosraspel und Minzblättchen zum Garnieren
Zubereitung
- Tapiokaperlen eine Stunde in kaltem Wasser einweichen lassen und anschließend abseihen. Aufpassen, dass die Masse nicht am Topfboden anhängt - also gut rühren.
- Tapiokaperlen mit Kokosmilch, Vanille, Chai-Gewürz, Salz und Ahornsirup in einem Topf aufkochen und unter Rühren 10 Minuten köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen, ca. 4 EL Ahornsirup einrühren und die gekochten Tapiokaperlen 30-45 Minuten bei geschlossenem Deckel quellen lassen.
- TK-Sauerkirschen auftauen lassen. Aufgetaute Sauerkirschen mit Ahornsirup und einer großen Prise Zimt erhitzen. 1 TL Johannesbrotkernmehl einrühren, kurz aufkochen lassen, bis die Kirschen etwas gebunden sind.
- Vier Dessertgläser jeweils mit einer Schicht heiße Sauerkirschen, dann einer Schicht Kokos-Tapiokapudding und wieder einer Schicht Sauerkirschen befüllen. Auf jedes Dessert etwas Kokosraspel geben und nach Belieben mit Minze garnieren.
Tabelle: Vergleich der drei Basisrezepte
| Rezept | Tapiokamenge | Flüssigkeit | Süßungsmittel | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Chè chuối (Banane & Kokos) | 40 g | Kokosmilch + Wasser | Kokosblütenzucker / Banane | geröstetes Erdnuss-Sesam-Karamell |
| Mango & Passionsfrucht | 60 g | 250 ml Kokosmilch + Wasser | 1 EL Zucker | fruchtiges Topping aus Mango & Passionsfrucht |
| Kokos-Tapioka mit Zimtkirschen | 100 g | 800 ml Kokosmilch | Ahornsirup / Agavendicksaft | herzhaft-warmes Kirsch-Topping |
Tipps, Variationen und Serviervorschläge
- Die Perlen nehmen den Geschmack der Flüssigkeit an, in der du sie kochst - probiere also verschiedene Kokosmilch-Sorten oder zusätzliche Aromen wie Vanille, Chai-Gewürz oder Rum.
- Du kannst die Tapioka-Perlen in jedem Asiashop kaufen. Es gibt sie meistens in zwei Größen; für cremige Puddings sind die kleinen Perlen (1-2 mm) ideal.
- Als Alternative zu Tapioka-Perlen kannst du Chia-Samen verwenden, falls du keine Tapioka findest - das Rezept muss dann allerdings in Menge und Quellzeit angepasst werden.
- Die Konsistenz verändert sich mit der Temperatur: Isst man die Nachspeise noch warm, ist sie recht flüssig. Lässt man sie einige Zeit im Kühlschrank erkalten, dickt die Masse an und bekommt eine festere Konsistenz.
- Bevor du Tapioka-Pudding im Restaurant bestellst, solltest du definitiv nach den Zutaten fragen. Denn manchmal wird die Nachspeise mit Kuhmilch, Eiern oder Honig zubereitet.
- Du kannst diese Süßspeise schon mehrere Stunden im Voraus kochen und dann einfach in den Kühlschrank stellen. Kalt schmeckt mir der Pudding sogar noch etwas besser! Achte dann nur darauf, Toppings wie karamellisierte Nüsse oder frische Früchte erst kurz vor dem Servieren auf die Creme zu geben.
Warum dieses Dessert glücklich macht
Dieses Dessert macht glücklich! Der wunderbar weiche, schlürfige Tapioka-Pudding mit Kokosmilch in Kombination mit frischem Obst oder warmen Kirschen ist eine Sensation. Probier' es aus und es wird garantiert zu einem deiner Lieblingsdesserts!
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