Einfache Dessertrezepte: Plätzchenreste sinnvoll verwerten

Kennst du das auch? Erst können alle gar nicht genug Plätzchen kriegen, so dass man mit dem Backen kaum hinterher kommt und dann mag kaum jemand mehr diese köstlichen Kekse essen. Irgendwann hat jeder halt genug. Doch was macht man mit den Plätzchenresten?

Warum Plätzchenreste nicht wegwerfen

Gerade im Weihnachtsgebäck stecken neben vielen leckeren Zutaten vor allem auch Zeit und Liebe. Alles wertvolle Ressourcen, weswegen ein wegwerfen für mich nicht infrage kommt. Wegschmeißen möchte man die liebevoll gebackenen Plätzchen natürlich nicht und weiterverschenken ist nach Weihnachten auch keine Option mehr.

Zum Glück sind die Weihnachtskekse bis zu 3 Monate haltbar. Manchmal sogar noch darüber hinaus. Du hast gerade keine Zeit? Kein Problem. Cookies und Co. können im Gefrierschrank zwei, drei Monate aufbewahrt werden.

Grundprinzipien der Resteverwertung

Damit die Plätzchen auch noch verwertet werden, zerbrösele ich sie ein wenig. Um Plätzchen zu verarbeiten kommt so ein Tiramisu Schichtdessert aus Resten von Butterplätzchen gerade recht. Zerstoße die Kekse grob, schichte sie abwechselnd mit der Creme und den Birnen in hübsche Gläser, und schon ist das Dessert fast fertig.

Die übrigen Plätzchen werden fein gemahlen und dienen zum Teil als Mehlersatz. Die Plätzchen ersetzen im Grunde das Mehl, einen Teil vom Zucker und das Fett.

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Plätzchendesserts im Glas (Schichtdesserts und Trifle)

Klingt dieses einfache Schichtdessert de Luxe nicht verlockend? Die Zubereitung ist denkbar einfach: Zerstoße die Kekse grob, schichte sie abwechselnd mit der Creme und den Birnen in hübsche Gläser, und schon ist das Dessert fast fertig. Abgedeckt mit Toppits® Frischhaltefolie kommt das Trifle in den Kühlschrank und kann so perfekt durchziehen.

Die Quark-Joghurt-Creme wird ganz einfach mit sauren Kirschen aus dem Glas und einem Päckchen Vanillezucker verrührt. Da die Plätzchen, die Trüffel und auch die Schattenmorellen im Glas bereits Zucker enthalten, kannst Du für diese Creme ruhig etwas weniger Zucker verwenden.

Ich habe übrigens Zimtsterne verwendet, so dass dieses Dessert auch als Dessert für Weihnachten wunderbar geeignet ist. Du kannst dieses Dessert natürlich auch mit anderen Keksresten machen. Ja, sogar Browniereste wären hier eine tolle Alternative.

Schichtdessert im Glas mit zerbröselten Plätzchen und Quarkcreme

Schokoladen-Keks-Konfekt (schnell & variabel)

Schokolade und Kekse sind das absolute Dreamteam. 1. Schmelze die Schokolade und gebe sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder Tablett. 2. Zerbreche Plätzchen oder Kekse (je trockener und knuspriger sie sind, desto besser!) in nicht zu kleine Stücke und streue sie über die geschmolzene Schokolade. 3. Falte die Masse mit einem Teigschaber wieder und wieder zusammen, bis die Keksstückchen mit Schokolade überzogen sind. Dann flach auf dem Blech verteilen. Das Ganze im Kühlschrank fest werden lassen.

Keks-Butter: Aufstrich aus Plätzchenresten

Das Schwierigste an diesem Rezept? Kekse plus Butter. Klingt ein bisschen over-the-top? Ist es auch! Und gerade deshalb so unglaublich gut. Keks-Butter eignet sich hervorragend zum Bestreichen von Apfelstückchen oder zum Aufpeppen von Backwaren: Ob Toast, Waffeln oder Pfannkuchen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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1. Für die Herstellung von Keks-Butter am besten eine Küchenmaschine verwenden, alternativ kannst du die Kekse in einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz zerbröseln. 2. Anschließend in einer Schüssel mit geschmolzener Butter, Sahne und Zucker gut verrühren. Für je 500 g Kekskrümel werden circa 80 ml Sahne, 2 EL brauner Zucker und 1 EL geschmolzene Butter benötigt. Sobald die Masse schön glatt aussieht, ist die Keks-Butter fertig. 3. In einem Schraubverschlussglas im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah aufessen.

Ice-Cream-Sandwiches mit Keksen

Du hast schon Kekse im Gefrierschrank? Sehr gut. Falls nicht, ist das der erste Schritt beim Zubereiten deiner Ice-Cream-Sandwiches. Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, empfehlen wir dir, vorab testweise Gebäck einzufrieren. So kannst du sicher gehen, dass Cookies und Co. als gefrorenes Dessert auch wirklich schmecken.

1. Je zwei Kekse, die ungefähr gleich groß sind und dadurch gut aufeinander passen, nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen. Sie bilden die Basis, also die “Sandwich-Scheiben”. 2. Abhängig davon, wie groß deine Kekse sind, kannst du sie jetzt dick mit Eiscreme nach Wahl bestreichen (das klappt am besten bei kleinen Plätzchen) oder alternativ eine Eiskugel formen und darauf geben. 3. Dann den zweiten Keks vorsichtig als Deckel andrücken. Schon sind die kleinen Köstlichkeiten fertig. 4. Solltest du sie noch verzieren wollen, die Sandwiches aus Cookies und Ice Cream jetzt bis zur Hälfte in geschmolzene Schokolade tauchen und danach rasch mit Streuseln oder Ähnlichem verzieren. Die Schokolade fest werden lassen. 5. Zum Schluss jedes Mini-Sandwich einzeln in Haushaltsfolie einschlagen. So kannst du dir sicher sein, dass sie später nicht aneinander festfrieren.

Ice-Cream-Sandwiches mit Plätzchen

Keksrestekuchen (Gugelhupf) - das Alltagsrezept

Geht es euch auch so? Dann ist der Plätzchen-Reste-Kuchen perfekt für euch! Denn aus alten Plätzchen kann man so einiges machen. Kaum ist Weihnachten vorbei, hat keiner mehr Lust auf die kleinen, liebevoll hergestellten Plätzchen. Da kommt doch dieses Keksrestekuchen Rezept gerade richtig. In Form eines Gugelhupfes ist er die ideale Plätzchenverwertung.

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Plätzchen ersetzen im Grunde das Mehl, einen Teil vom Zucker und das Fett. Geschmacklich und von der Konsistenz her erinnert der Kuchen etwas an einen fluffigen Rotwein- oder Schoko-Kuchen.

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Rezept: Keksrestekuchen (Gugelhupf)

ZutatenMenge
Weihnachtskekse400 g
Milch220 ml (oder heiß übergießen bei manchen Rezepten)
Eier4
Zucker75-100 g (je Rezeptangabe)
Mehl50 g (bei Bedarf mehr)
Gemahlene Mandeln50 g
Backpulver1/2 Pck. (oder 2 TL)

Anleitung:

  1. Die Plätzchen in einen Mixer geben und fein zerkleinern. Mit der Milch übergießen, kurz vermengen und für etwa 15 Minuten stehen lassen.
  2. Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Eier und Zucker in einer Rührschüssel hellcremig aufschlagen.
  3. Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln hinzufügen und kurz verrühren. Keksmasse hinzufügen und kurz unterrühren.
  4. Teig in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Gugelhupfform geben und für etwa 30-40 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).

Die übrigen Plätzchen werden fein gemahlen und dienen zum Teil als Mehlersatz. Dabei ist es egal, ob es nur Butterkekse, Ausstecherle, Lebkuchen, Spekulatius oder gefüllte Plätzchen mit Marmelade sind.

Gugelhupf aus Keksresten

Varianten und zusätzliche Ideen

Du kannst für den Kuchen auch wirklich jede Art von Plätzchen verwenden: Ich hatte auch mit Nougat gefüllte Terrassen dabei, also es gehen auch leicht „feuchte“ Plätzchen. Aber bitte keine Trüffel oder Rumkugeln etc. verwenden, da diese zu feucht sind. Es sollten schon trockene Plätzchen sein, wie z.B. Terrassen, Butterplätzchen, Spekulatius, American Cookies, Zimtsterne, Makronen usw.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr gleich noch einen Schoko-Nikolaus zerkleinern und als Schokostückchen dem Teig beimischen. Hast du nicht mehr genug Plätzchen? Egal, du kannst die fehlende Menge einfach durch mehr Mehl, oder andere Kekse wie Butterkekse ersetzen.

Außer übrige Plätzchen kommen auch noch Schokostreusel und gemahlene Mandeln in den Kuchen. Die Mandeln können problemlos durch andere Nüsse ersetzt werden, die auch oft vom Plätzchen backen übrig bleiben. Außerdem lassen sich in diesem Kuchen auch übrige Schokonikoläuse oder fest gewordene Schokoglasur verwenden.

Spekulatius-Schichten und Crumble

Gönne deinem Kuchen eine spannende geschmackliche Note, indem du Keksreste für den Boden verwendest. 1. Die Cookies in eine Küchenmaschine geben und fein zerkleinern. 2. Im Anschluss die Brösel mit geschmolzener Butter vermischen (Für 750 g Kekskrümel werden circa 5 EL Butter benötigt) und kurz ruhen lassen. 3. Zu guter Letzt die Mischung in die Kuchenform drücken und kalt stellen.

Als Basis für euer Crumble könnt ihr zum Beispiel Äpfel oder Pflaumen nehmen. Das Obst verteilt ihr dann in einer flachen Auflaufform und gebt eure Plätzchenstreusel obendrüber.

Spezielle Cremes und Füllungen

Für ein hessisches Tiramisu: Zerkleinert eure Plätzchen und legt eine flache Auflaufform damit aus. Über die Plätzchenbrösel träufelt ihr dann den Calvados (bzw. Apfelsaft). Als nächste Schicht kommt der Apfelkompott und darauf dann eure weiße Masse. Hierfür vermischt ihr Vanillezucker, Zucker, Quark und Mascarpone und hebt zum Schluss die geschlagene Sahne unter. Als Topping könnt ihr entweder nochmal zerbröselte Plätzchen mit Zimt über euer hessisches Tiramisu streuen oder ihr spendiert dem Dessert eine dicke Kakao-Schicht.

Hessisches Tiramisu mit Plätzchenboden

Cakepops, Trüffel und weitere kreative Formen

Mit Keksreste können auch Cakepops gemacht werden. Dafür einfach die Plätzchen fein mahlen/zerbröseln und mit Ganache, Frischkäse oder Mascarpone vermengen. Kleine Kugeln formen und wie üblich weiter verfahren.

Da sich bei uns im Schrank noch ganz hinten Trüffelpralinen versteckt hatten, habe ich mir überlegt, dass ich ein erfrischendes Dessert der besonderen Art machen werde. Plätzchendessert mit Cranberry Kompott und Mascarpone gab’s bei uns an Silvester und es kam sehr gut an.

Rezepttipp: Spekulatiuscreme (schnell)

ZutatMenge
Gewürzspekulatius300 g
Salz2 Prisen
Sahne (oder Soja-Sahne)50 ml
Zimt1 TL
Mandelmus20 g
Butter (oder vegane Margarine)130 g

Zerbröselt die Spekulatius-Kekse im Mixer und gebt anschließend die restlichen Zutaten dazu, bis der Mixer die für euch passende Konsistenz gezaubert hat.

Tipps zur Aufbewahrung und Planung

Damit du die Plätzchen auch nach Weihnachten noch essen oder weiterverwerten kannst, ist die richtige Aufbewahrung wichtig. Dafür empfehlen sich für die meisten Plätzchensorten Blechdosen. Neben dem richtigen Material des Behälters ist übrigens der richtige Ort entscheidend.

Manche frieren übrige Kekse ein (bei uns würden sie dann in den Tiefen des Gefrierschranks vergessen werden) und manchmal landen sie direkt im Müll. Das ist natürlich sehr schade und muss nicht sein!

Aufruf und Austausch

Hast Du Fragen, Kritik oder Anregungen zum Rezept oder das Rezept schon ausprobiert? Dann hinterlass mir in den Kommentaren doch gerne Deine Meinung, stell Deine Fragen oder mach gerne Verbesserungsvorschläge.

Video: Zubereitung eines Keksrestekuchens und Schichtdesserts

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