Rezept für klassischen deutschen Käsekuchen wie von Muttern

Dieser Käsekuchen ist ein echter Klassiker, der in keiner Kuchensammlung fehlen darf. Mit seinem herrlich cremigen Quarkbelag und dem zarten, buttrigen Boden sorgt er für einen unvergleichlichen Genuss. Ob pur oder mit saftigen Fruchtstücken verfeinert - dieser Kuchen bringt jeden Kaffeetisch zum Strahlen.

Im Gegensatz zum amerikanischen Käsekuchen (New York Cheesecake) wird der klassische, deutsche Käsekuchen mit Quark anstatt Frischkäse gebacken. Dadurch bekommt er seine typische Konsistenz. Mit Quark und nicht mit Frischkäse. Mit anderen Worten, die deutsche Version eines Käsekuchens.

klassischer deutscher Käsekuchen auf Mürbeteigboden, angeschnitten, Kaffeetafel

Familiengeschichte und Motivation

Das Besondere an diesem Rezept? Es stammt von unserer Oma und ist seit jeher der absolute Lieblingskuchen in unserer Familie. Auf unserem Blog gibt es ja schon so einige Rezepte, die mittlerweile in der Familie und auch im Freundeskreis immer wieder zubereitet werden. Es gibt heute einen mega leckeren Quark Käsekuchen - klassisch nach einem alten Rezept meiner Oma.

Heute möchten wir euch den “letzten” Kuchen vorstellen, den wir zu Oma Lores 94. Geburtstag gebacken haben. Einen Käsekuchen. Und zwar einen ganz klassischen. Der Käsekuchen-Junkie! Der andere ist der, dass wir in unserem Lieblingscafé in Deutz, dem Heimisch leckeren Quark bestellt hatten.

Ok. Meine Oma Frieda hat früher immer einen Käsekuchen ohne Boden gebacken. Ja, Käsekuchen lässt sich problemlos ohne Boden backen. Dabei wird die Quarkmasse direkt in eine gefettete und gemehlte Springform gegeben und gebacken. Allerdings finden wir, dass so ein Riss im Käsekuchen dem Geschmack überhaupt keinen Abbruch tut und es außerdem seinen Charme hat.

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Zutatenübersicht für den Mürbeteig und die Quarkfüllung

Die Grundzutaten waren uns ohnehin klar. Dafür brauchten wir keine Rezeptideen. Aber auf das Mischungsverhältnis kommt es an. Ein tolles Rezept für einen klassischen Käsekuchen mit Quark und einem Boden aus Mürbeteig. Der Käsekuchen ist sehr einfach nachzubacken und er gelingt absolut immer.

Kategorie Zutaten
Boden (Mürbeteig) 150 g Mehl; 100 g kalte Butter; 1 Ei; 1 Prise Salz; 80 g Puderzucker
Alternative Bodenvariante 125 g Butter; 125 g Zucker; 250 g Mehl; 1 TL Backpulver; 1 Prise(n) Salz; 1 Ei(er)
Füllung (klassisch) 500 g Quark; 1 Ei(er); 150 g Zucker; 1 Pkt. Vanillezucker; 1 Pkt. Vanillepuddingpulver; ¾ Tasse(n) Öl; 250 ml Milch; Zitronensaft oder Zitronenabrieb
Füllung (familienlieb) 500 g Magerquark; 250 g Quark 40%; 125 g Sauerrahm; 6 Eier; 200 g Zucker; etwas Zitronenabrieb; 2 EL Speisestärke; 70 g weiche Butter

Magerquark macht den Kuchen schön leicht. Sowohl Öl, als auch Sahne sorgen für Geschmeidigkeit und einen vollen Geschmack. Zitrone und Vanille ist eine himmlisch leckere Kombination!

Schritt-für-Schritt: Teig und Boden

Mürbeteig zubereiten

Gib alle Zutaten in eine Rührschüssel und verarbeite sie zu einem geschmeidigen Teig. Für den Teig: Butter, Zucker, Mehl, Backpulver, Salz und ein Ei zusammen verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Für den Mürbeteig alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Einwickeln und mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Die Springform (26 cm Durchmesser) mit Butter fetten und mit Mehl ausstäuben. Fette eine 26er Springform und drücke den Teig gleichmäßig in die Form, damit sich ein dünner Boden ergibt. Der Teig sollte bis kurz unter den Rand gehen.

Heizt euren Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Den Backofen auf 175C (Ober/Unterhitze) vorheizen. Stecht mit einer Gabel einige Male in den Teig oder gebt Blindbackerbsen auf den Boden.

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Schrittbilder Mürbeteig: Kneten, Ausrollen, Form auskleiden, Rand formen

Optional: Boden vorbacken und Rand formen

Backt den Boden nun für 10 Minuten und nehmt die Form aus dem Ofen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen und die Springform vor dem Backen im besten Fall noch einmal 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Aus dem Teig einen 5 cm hohen Rand formen und den Teigrand gerade abschneiden.

Wer Käsekuchen mit Rand liebt... Wenn du lieber einen Käsekuchen mit Rand machen möchtest, mache einfach die doppelte Menge des Mürbeteigs. Somit bleibt genug Teig für einen knusprigen Rand. Die Käsekuchen-Masse brauchst du nicht verdoppeln.

Die Quarkmasse: cremig und standfest

Die Eier müssen unbedingt nacheinander untergerührt werden. Jeweils etwa 30 Sekunden pro Ei. Rührt nun das Puddingpulver, den Quark und den Zitronensaft unter die Masse und füllt sie in die Springform. Versuche dabei nicht zu viel Luft unter die Quarkcreme zu rühren. Rühre am besten auf niedriger Stufe und auch nicht länger als notwendig.

Quark, Ei, Zucker, Vanillezucker, Vanillepuddingpulver, Öl und Milch gut miteinander vermengen, bis eine glatte Quarkmasse entsteht. Diese dann in die vorbereitete Springform mit dem Teig füllen. Zum Schluss die flüssige Butter in einem dünnen Strahl unterrühren und die Quarkmasse in die Springform füllen.

Videoanleitung: Quarkmasse anrühren und luftarm einfüllen

Backen: Temperaturen, Zeiten und kleine Tricks

Schiebt die Form in den Ofen und backt bei 160°C für ca. 1,5 Stunden. Backzeit: Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Umluft etwa eine Stunde lang backen. Ich habe den Kuchen bei 170 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 1 ½ Stunden gebacken.

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Backofentemperatur auf 160 Grad (Umluft: 140 Grad) reduzieren. Flüssige Quarkmasse in die heiße Springform gießen und für ca. 70 Min. backen. Sollte er zu schnell bräunen mit Alufolie abdecken.

Wenn die Zeit rum ist, stellt den Ofen aus, öffnet die Türe und lasst den Kuchen noch für eine halbe Stunde darin langsam runterkühlen. Käsekuchen im Backofen abkühlen lassen - Käsekuchen “mag” keine großen Temperaturunterschiede. Nach dem Backen sollte der Kuchen zunächst im Ofen abkühlen dürfen (mindestens 30 Minuten).

Risse vermeiden und Konsistenz meistern

Was uns allerdings bei einem klassischen deutschen Käsekuchen immer wieder aufgefallen ist, dass es fast unmöglich ist, einen ohne Risse zu backen. Das ist überhaupt nicht schlimm und ein rein optischer Mangel. Risse lassen sich später mit Obst “kaschieren” oder du versuchst sie mit ein paar Tipps direkt zu vermeiden.

  • So wenig Luft wie möglich einarbeiten - Je mehr die Käsekuchen Masse aufgeschlagen wird, desto mehr Luft wird auch eingearbeitet.
  • Bei niedriger Temperatur backen - der Kuchen sollte langsam und bei niedriger Temperatur backen.
  • Die Form fetten - überall dort, wo die Käsemasse die Form später berühren wird.
  • Käsekuchen im Backofen abkühlen lassen - klemme nach ca. 2 Stunden einfach einen Topflappen zwischen die Ofentür.
  • Backen mit Speisestärke - Damit der Käsekuchen eine schöne Textur bekommt und schön cremig wird.
  • Flüssigkeit abtropfen lassen - Den Quark in ein Küchensieb geben und ca. 1 Stunde abtropfen lassen.

Wenn der Käsekuchen im Backofen reißt, kann das mehrere Ursache haben. Häufig entstehen Risse, wenn zu schnell zu große Temperaturunterschiede auftreten. Ein weitere Grund, warum der Käsekuchen an der Oberfläche reißt, kann zu steif geschlagenes Eiweiß sein.

Infografik: Häufige Ursachen für Risse im Käsekuchen und Gegenmaßnahmen

Servieren, Temperatur und Aufbewahrung

Wir finden, das ein Käsekuchen richtig kalt auf den Tisch gehört. Daher backen wir einen Käsekuchen auch immer am Tag zuvor. Ich habe den Kuchen am Vortag gebacken und ihn über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

Wenn du es machst wie ich, empfehle ich dir den Kuchen bereits einige Zeit vor dem Servieren aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit er Zimmertemperatur bekommt. Im Kühlschrank hält sich dein Käsekuchen etwa 2 bis 3 Tage. Einfrieren klappt übrigens auch problemlos, dazu direkt in Stücke schneiden und in Dosen packen.

Varianten und kleine Extras

Wer es gerne etwas fruchtiger mag, kann einfach ein paar Himbeeren und Erdbeeren nehmen, die Hälfte davon pürieren und über den Kuchen klecksen. Tipp: Du kannst vor dem Befüllen der Form mit der Quarkmasse auch Fruchtstücke, wie Äpfel oder Mandarinen aus der Dose, auf den Teig legen.

Gib eine Handvoll Heidelbeeren oder Himbeeren in die Masse! Das sorgt für kleine fruchtige Highlights und macht den Kuchen noch saftiger. Wenn du eine richtig gute Springform hast, kannst du den Käsekuchen ohne Boden backen!

Erprobte Komplett-Anleitung (kompakt)

  1. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Fette eine 26er Springform und drücke den Teig gleichmäßig in die Form, damit sich ein dünner Boden ergibt.
  2. Gebt nun den größten Teil des Teiges in die Form und verteilt ihn gleichmäßig auf dem Boden. Form aus dem Rest eine Rolle, die in die Form hinein passt und formt daraus den Rand.
  3. Backt den Boden nun für 10 Minuten und nehmt die Form aus dem Ofen. Reduziert die Temperatur auf 160°C.
  4. Schlagt Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker so lange auf, bis die Butter richtig schaumig und weiss ist. Gebt dann nach und nach je ein Ei unter weiterem Schlagen dazu.
  5. Rührt nun das Puddingpulver, den Quark und den Zitronensaft unter die Masse und füllt sie in die Springform. Schiebt die Form in den Ofen und backt bei 160°C für ca. 1,5 Stunden.
  6. Eventuell solltet ihr den Kuchen mit Backpapier abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. Wenn die Zeit rum ist, stellt den Ofen aus, öffnet die Türe und lasst den Kuchen noch für eine halbe Stunde darin langsam runterkühlen.

Warum dieser Kuchen “wie von Muttern” schmeckt

Dieser Käsekuchen ist herrlich cremig, angenehm leicht und wird von einem zarten Mürbeteigboden perfekt ergänzt. Einfach zuzubereiten und unwiderstehlich im Geschmack - dieser Käsekuchen lässt garantiert alle Herzen höher schlagen! Man muss das Rad gar nicht immer neu erfinden, oft sind es die klassischen Kuchen, die einen umhauen und überzeugen.

Ich habe wirklich viele Rezepte ausprobiert - mal mit Sahne, mal mit Puddingpulver, mal ohne Boden. Aber als ich dieses Rezept von Pâtissier Christian Hümbs entdeckt habe, wusste ich: Das ist er! Ein deutscher Käsekuchen, wie ich ihn liebe!

Stimmungsfoto: Oma serviert Käsekuchen, nostalgische Geschirrdekoration

Häufige Stolperfallen und ihre Lösung

  • Wenn dein Käsekuchen aus dem Ofen kommt, darf die Mitte noch leicht wackeln - das gehört so.
  • Ein leichtes Einsinken in der Mitte ist normal, fällt der Kuchen aber stark zusammen, liegt das oft an zu viel Luft in der Masse oder daran, dass er zu früh aus dem Ofen genommen wurde.
  • Wenn der Käsekuchen eher kompakt und trocken wirkt, war er meist einfach zu lange im Ofen.
  • Wirkt der Käsekuchen nach dem Abkühlen immer noch zu weich oder leicht „klitschig“, kann das mehrere Ursachen haben: ein ungünstiges Zutatenverhältnis, zu viel Flüssigkeit oder einfach zu wenig Backzeit.

Zum Nachbacken: Zwei bewährte Backprofile

  • Profil A (sanft, minimal Rissrisiko): 160°C Ober-/Unterhitze, ca. 90 Minuten, im Ofen abkühlen lassen, ggf. mit Backpapier abdecken.
  • Profil B (klassisch kräftig): 190°C Ober-/Unterhitze, 60 Minuten, danach mindestens 30 Minuten bei geöffneter Tür im Ofen ruhen lassen.

Aus diesem Grund haben wir unseren Käsekuchen auch tatsächlich dreimal gebacken, bevor wir ein Rezept auf dem Papier hatten, das auch wirklich so funktioniert hat, dass wir es euch zeigen wollten. Aber das allerwichtigste für uns war, dass der Kuchen geschmacklich perfekt ist und dass die Mengenangaben auch funktionieren. So könnt ihr unseren Kuchen ganz einfach nachbacken.

Vergleichsgrafik: Backprofile A vs. B mit Temperatur-Zeit-Kurven

Serviervorschläge und kleine Feinheiten

etwas Puderzucker zum Bestäuben. Wer es gerne etwas fruchtiger mag, kann einfach ein paar Himbeeren und Erdbeeren nehmen, die Hälfte davon pürieren und über den Kuchen klecksen. Das gibt dem Kuchen eine fruchtige Note.

Und das ist auch unser Aufruf an euch. Schaut euch unser Rezept an, bekommt Appetit und kauft euch die Zutaten. Und dann erzählt uns, wie euch unser Käsekuchen geschmeckt hat. Wir wünschen viel spaß beim nachmachen und gutes gelingen.

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