Duden: Bedeutung, Definition und Herkunft von „Dessert“
Im Deutschen ist der Begriff Dessert für viele Menschen fest mit der Essensfolge verbunden und steht für den Abschluss eines Menüs. Doch was genau bedeutet „Dessert“, wie wird es im heutigen Sprachgebrauch richtig verwendet und woher stammt das Wort eigentlich? Dieser Artikel beleuchtet ausführlich die Bedeutung, Herkunft und Entwicklung des Begriffs „Dessert“ und gibt Einblicke in die kulinarische und sprachliche Geschichte dieses beliebten Essensbestandteils.
Begriff und Bedeutung von Dessert laut Duden
Das Dessert (Aussprache: [dɛˈseːɐ̯], [dɛˈsɛːɐ̯], [dɛˈsɛʁt], [ˈdɛsɛːr], von französisch „dessert“) oder auch Nachtisch beziehungsweise Nachspeise ist in der Kochkunst eine Speise, die nach der Hauptspeise verzehrt wird und das Menü gegebenenfalls abschließt. Das Lehnwort Dessert stammt aus französisch desservir - „die Speisen abtragen, den Tisch abdecken“ -, womit die beendete Hauptspeise gemeint ist.
Das Dessert ist daher der Gang, der nach dem Abräumen der Tafel verzehrt wurde.
Mit Desserts werden meist Süßspeisen assoziiert, doch auch nicht süße Gerichte wie Käseplatten sind üblich; sie werden eher Nachspeise genannt. Zu den Warmspeisen gehören beispielsweise flambierte Desserts oder mit warmen Dessertsaucen (etwa Schokoladensauce) überzogene Nachspeisen, während Eis- oder Käsespezialitäten kalt auf den Tisch kommen. Gehören die Hauptspeisen meist zu den Warmspeisen, werden Desserts entweder kalt oder auch warm serviert.
Schließlich verraten auch die Desserts - ohne aufwendig zu sein - die Hand eines Meisters. Ich kann Desserts nicht zubereiten, und im Restaurant bestelle ich mir meistens auch keines. Vom Dessert des Mannes essen sie aber gerne mit, das heißt dann naschen.
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Herkunft des Wortes Dessert
Mitte des 17. Jahrhunderts wird das französische „dessert“, also „was man am Ende der Mahlzeit aufträgt, verzehrt“, ins Deutsche übernommen (häufiger belegt erst im 18. Jahrhundert). Abgeleitet von französisch desservir „den Tisch nach beendeter Mahlzeit abräumen“, zu servir „dienen, servieren“, hat sich dieser Begriff im deutschen Sprachgebrauch etabliert.
Das Dessert ist daher der Gang, der nach dem Abräumen der Tafel verzehrt wurde. Die etymologische Entwicklung lässt sich in den einschlägigen Standardwerken wie dem Duden und dem Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache sowie einschlägigen Lexika nachvollziehen.
| Bezeichnung | Sprachliche Herkunft | Bedeutung |
|---|---|---|
| Dessert | französisch „desservir“ | Nachdem der Tisch abgeräumt wurde servierte Speise |
| Nachspeise | deutsch | Speise nach dem Hauptgang |
| Nachtisch | deutsch | Speise, die am Tisch nachgereicht wird |
Historische Entwicklung und Menüfolge
Bereits die Esskultur im Römischen Reich bestand aus Vorspeise (lateinisch antecenium, gustatio), Hauptgericht (lateinisch mensa prima) und Nachtisch (lateinisch savillum, secunda mensa). Die heute in der westlichen Welt übliche Menüfolge aus mehreren Gängen hintereinander ist vergleichsweise jung. Sie wurde erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts zur fest etablierten Speisefolge.
Das Dessert (als Begriff und eigene Speise) etablierte sich in dieser Zeit als Abschluss einer mehrgängigen Mahlzeit. Während heutzutage süße Nachspeisen dominieren, wären zum Beispiel auch Käseplatten, Früchte oder mit Kräutern aromatisierte Gerichte unter den Begriff der Nachspeise zu subsumieren.
Dessert oder Nachspeise?
Mit Desserts werden meist Süßspeisen assoziiert, doch auch nicht süße Gerichte wie Käseplatten sind üblich; sie werden eher Nachspeise genannt. Zu den Warmspeisen gehören beispielsweise flambierte Desserts oder mit warmen Dessertsaucen (etwa Schokoladensauce) überzogene Nachspeisen, während Eis- oder Käsespezialitäten kalt auf den Tisch kommen.
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Beispiele berühmter Desserts und Verwendungsweisen
- Eisparfait (französisch Parfait)
- Sabayon (französisch Sabayon, italienisch Zabaglione)
- Schokoladenmousse, Pudding, Tortenstücke
- Käseplatten als herzhafte Nachspeise
Was er damals aufschrieb, ist in dem Büchlein zitiert, und beim Dessert lese ich betroffen, was ich gerade empfunden hatte. Sie sind so alt, daß man fürchten muß, sie erleben das Dessert nicht mehr.
Dessert - Rechtschreibung und Synonyme laut Duden
Laut Duden kann „Dessert“ auf verschiedene Weisen ausgesprochen werden. Des Weiteren weist der Duden darauf hin, dass die Begriffe „Nachtisch“ und „Nachspeise“ als Synonyme für „Dessert“ üblich sind. Die im Deutschen meist gebräuchliche Aussprache lautet entweder [dɛˈseːɐ̯] oder [ˈdɛsɛːr].
Das Dessert (Aussprache:[dɛˈseːɐ̯], [dɛˈsɛːɐ̯], [dɛˈsɛʁt] oder [ˈdɛsɛːr], von französisch dessert) oder Nachtisch, Nachspeise, ist in der Kochkunst eine Speise, die nach der Hauptspeise verzehrt wird und das Menü ggf. abschließt.
Auch im aktuellen Duden-Online kann eine zusammenfassende Übersicht aller Bedeutungen, Hinweise zur Aussprache, Herkunft und Synonymik für das Wort Dessert eingesehen werden.
Fazit zur Bedeutung und Herkunft des Desserts
Der Begriff Dessert bezeichnet im Deutschen eine Speise, die im Anschluss an die Hauptmahlzeit eingenommen wird und ist fest in die Menüfolge europäischer Esskultur eingebettet. Seine Herkunft vom französischen „desservir“ verweist auf den Ursprung als Nachspeise, die nach dem Abräumen der Tafel serviert wurde. Der Begriff wird im heutigen Sprachgebrauch meist mit Süßspeisen verbunden, schließt jedoch auch andere Varianten ein. Die Bezeichnung stammt aus dem Französischen und hat sich seit dem 17. und besonders im 18. Jahrhundert fest im deutschen Sprachgebrauch etabliert.
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Ausführliche Definitionen, Synonyme und Anwendungsbeispiele findet man im Duden und in weiteren Wörterbüchern und Lexika, die detaillierte Auskünfte zu Rechtschreibung, Bedeutung und Herkunft geben.
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