Coppenrath und Wiese Werksbesichtigung Informationen

Firmengründung durch Aloys Coppenrath und Josef Wiese. Herstellungsort ist eine umgebaute Molkerei im westfälischen Westerkappeln mit zunächst 35 Mitarbeitern. Der Grundstein für den Erfolg wird gelegt, als die Firmengründer ein einzigartiges Verfahren zum kontinuierlichen Aufschlagen von Sahne entwickeln. Erfunden haben es die Firmengründer Aloys Coppenrath und Josef Wiese vor 50 Jahren. Noch heute findet es Verwendung.

Standort Mettingen und Bedeutung für die Region

Mettingen ist nicht umsonst für die Conditorei Coppenrath & Wiese bekannt. Sahnetörtchen, Kuchen in allen Geschmacksrichtungen…in Mettingen werden süße Träume Wirklichkeit. Rund 2.000 der insgesamt 3.000 Mitarbeiter arbeiten am Hauptstandort Mettingen. „Unsere Belegschaft kommt aus 50 Nationen“, erzählt sie weiter. Auf der „Süßen Tour“ genießen Sie vom Bus aus den Blick auf den staatlich anerkannten Erholungsort Mettingen mit seiner schönen ländlichen Umgebung und den repräsentativen Tüöttenvillen sowie natürlich auf die Conditorei Coppenrath & Wiese.

Mettingen und Conditorei Luftaufnahme

Werksbesichtigung: Ablauf und Zugang

Leider ist es nicht möglich, aus Gründen der Hygiene und vieler Auflagen aus der Lebensmittelüberwachung, die Conditorei direkt zu besichtigen. Alternativ wird ein Informationsfilm vorgeführt. In angenehmen Räumlichkeiten eines Restaurants können Sie sich den Film ganz in Ruhe anschauen. Zudem bieten wir dort die Möglichkeit einen Informationsfilm von Coppenrath & Wiese anzusehen, da wir während der Rundfahrt nicht dessen Produktion direkt besichtigen werden. Nach einer kurzen Hygieneschulung heißt es: Schutzkleidung an - und los geht’s.

Informationsfilm Conditorei Coppenrath & Wiese

Einblick in Produktion und Abläufe

Die Türen zur ersten Produktionshalle öffnen sich. Viele große Edelstahltanks „begrüßen“ die Besucher. Produktionsleiter Andreas Beckmann hebt den Deckel eines Tanks, und ein Duft von Erdbeere steigt den Besuchern entgegen. Drinnen im Tank mischt sich Sahne mit Erdbeerpüree und weiteren Zutaten wie Joghurt, Zucker, Stärke und natürlichen Aromen. „80.000 Liter Sahne verarbeiten wir täglich. Dass die Sahne auch nach dem Tiefgefrieren wie frisch geschlagen schmeckt, ist dem kontinuierlichen Aufschlagsystem geschuldet“, informiert er.

Wie die entstehen, das darf sich die Lebensmittel Praxis am Beispiel der Festtagstorte Erdbeer-Joghurt aus nächster Nähe ansehen. Weiter geht es in die große Backstube. Hier duftet es wie in der eigenen Küche, wenn ein selbst gerührter Kuchen im Ofen backt. Für die Festtagstorte Erdbeer-Joghurt braucht es jeweils einen dünnen, krossen Mürbeteigboden und zwei Biskuitschichten. Während die Mürbeteigböden bereits fertig gebacken parat liegen, ist der Biskuitteig noch in Arbeit.

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Für die cremige, hellgelbe Biskuitmasse vermengt ein Rührwerk im großen Edelstahlbehälter Flüssig-Ei, Zucker, Mehl und Backpulver. „Bis zur Verarbeitung muss das Flüssig-Ei in Tanks in einem geschlossenen System ständig gekühlt sein“, betont Andreas Beckmann. Kurz darauf verschwinden diese auf Transportbändern in einem etwa 40 Meter langen Durchlaufofen bei circa 170 Grad Celsius, als würde der Teig eine kleine Reise antreten. 50 Minuten später kommen die Tortenböden am anderen Ende goldbraun gebacken wieder heraus. Automatisch werden sie kopfüber gestürzt und die Formen durch ein Band abgehoben. Mitarbeiter nehmen die Tortenböden entgegen und legen sie auf Kuchengitter. Sobald sie darauf abgekühlt sind, teilt eine Säge die Böden in vier exakt gleich dicke Scheiben.

Fertigungslinien und Arbeitsteilung

Weiter geht es nach nebenan in die Fertigungshalle. Drei Produktionslinien laufen hier parallel im Zwei-Schicht-Betrieb von 4.30 bis 21.30 Uhr, auf einer läuft die Joghurt-Erdbeer-Torte. Hier herrscht Industriecharme: Lange Edelstahlleitungen und -rohre verlaufen durch die ganze Halle. Zwei Mitarbeiter nehmen sich jeweils einen sauberen Ring aus der Kiste und legen ihn um die dünnen, krossen Mürbeteigböden, die vor ihnen auf dem Transportband langsam entlangfahren. Ohne diesen Ring würde die Torte nicht in Form bleiben. Gleich daneben spritzt eine Maschine kleine Apfelkonfitüre-Tropfen auf.

Für das Glattstreichen der obersten Sahneschicht ist wieder menschliches Geschick gefragt. Dafür nimmt eine Mitarbeiterin (sie trägt dünne Handschuhe) einen Klecks Sahne in die linke Hand und „wirft“ ihn gekonnt auf die Biskuitscheibe, auf dem bereits ein Sahneklecks maschinell aufgetragen wurde. Dann streicht sie die Masse mit einem breiten Messer am Tortenring glatt und fängt die überschüssige Joghurtmasse beiläufig mit der linken Hand wieder auf. So wird die oberste Sahneschicht schön eben. „Eine Spezialaufgabe, die sehr viel Übung erfordert“, betont Dorothee Reiering-Böggemann. Auf die glatt gestrichene Sahneschicht spritzt eine Maschine erneut einige Erdbeertupfer, bevor eine weitere Mitarbeiterin mit einem großen Löffel gefrorene Erdbeerstücke darauf verteilt.

Zutaten, Rohstoffverarbeitung und Eigenproduktion

Auf die glatt gestrichene Sahneschicht spritzt eine Maschine erneut einige Erdbeertupfer, bevor eine weitere Mitarbeiterin mit einem großen Löffel gefrorene Erdbeerstücke darauf verteilt. Andreas Beckmann: „Es handelt sich um eine besondere Erdbeersorte aus Polen. Jetzt fließt ein glänzender, roter Tortenguss über die Erdbeerstücke. Danach folgt das große Finale: dicke Sahnetupfer, zarte Spritzer weißer, flüssiger Schokolade und ein paar getrocknete Erdbeerstückchen als krönender Akzent.

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Produktionsschritte: Sahnetorte Dekoration

Frostung, Lagerung und Verpackung

Dann verschwindet die Torte im Frostertunnel. Ein Spiralfroster, dessen 900 Meter langes Band sich wie ein Stahl-Labyrinth durch die Anlage windet. Minus 35 Grad herrschen darin. Andreas Beckmann öffnet kurz eine Tür. Ein Schwall eisiger Luft strömt heraus, so kalt, dass man instinktiv zurückweicht. Jetzt muss noch der Tortenring ab. Dafür fahren die eiskalten Torten durch einen kurzen Tunnel - gerade warm genug, damit die Ringe anschließend schnell und einfach von Hand abzunehmen sind. Eine Mitarbeiterin legt noch einen Styroporring um jede Torte - ein mechanischer Schutz. Der Grund: Wenn die Torte später im Tiefkühlregal auch mal hochkant steht, könnte sie sonst an den Verpackungsrand rutschen und beschädigt werden. Oder dekorative Zutaten könnten abfallen. Nun wandern die Torten in Kartons und dann ins Tiefkühllager. Rund 14 Tage ruhen sie dort im vollautomatischen Hochregallager - bei knackigen minus 25 Grad.

Produktion, Sortiment und Marktposition

Die Conditorei Coppenrath & Wiese, Tochterunternehmen von Dr. Oetker, produziert jährlich 225 Millionen Tiefkühl-Torten, -Kuchen und -Brötchen. 80 Prozent davon sind Markenartikel, 20 Prozent Handelsmarken. Die Produktvielfalt wächst weiter: Köstlich gebackene Kuchen werden in das Sortiment aufgenommen. Auch in diesem Segment sind klassische Rezepturen die Renner, zum Beispiel die typisch Alt-Böhmischen Kuchen mit Äpfeln, Pflaumen oder als Käsekuchen. Mit der neuen Produktrange „Cafeteria“ - darunter Minigebäck und geschnittene Blechkuchen - bedient die Conditorei Coppenrath & Wiese den wachsenden Markt der Single- und Zwei-Personen-Haushalte. Großer Geschmack im kleinen Becher: 2011 hat die Conditorei Coppenrath & Wiese die ersten Conditor-Desserts aus der Tiefkühltruhe eingeführt. Neue Akzente bei den Torten: Mit der „Feinste Sahne Stracciatella-Kirsch-Torte“ bereichert die Conditorei Coppenrath & Wiese die Kaffeetafeln um eine völlig neue Geschmacksvariante.

Historische Meilensteine

  • Baubeginn in Osnabrück-Atter: Hier entsteht das modernste Tiefkühllager der Zeit.
  • Die „Conditorei in der Tiefkühltruhe“ wirbt mit TV-Spots im Fernsehen.
  • Der große Sprung zur „Conditorei 2000“: Um die kontinuierlich steigende Nachfrage von tiefgekühlten Backwaren im wiedervereinigten Deutschland bedienen zu können, wird im westfälischen Mettingen eine weitere Conditorei gebaut und 1992 eröffnet. Dort können täglich bis zu 260.000 Sahne-Torten gebacken werden.
  • Die Conditorei Coppenrath & Wiese erhält den „Goldenen Zuckerhut“ für beispielhafte Leistungen in der Ernährungswirtschaft. Der „Goldene Zuckerhut“ ist eine Auszeichnung der „Lebensmittel Zeitung“, die einmal jährlich vergeben wird.

Marktentwicklung und Trends

Backwaren aus der Tiefkühltruhe werden im In- und Ausland immer beliebter. Immer mehr Verbraucher legen Wert auf eine gesundheitsbewusste Ernährung. Der Gesamtmarkt der Tiefkühl-Backwaren hat im aktuellen Betrachtungszeitraum MAT September 2025 (Oktober 2024 bis September 2025) etwas an Schwung verloren“, berichtet Marktexperte Daniel Schieren vom Marktforschungsinstitut Circana. Handelsmarken entwickeln sich insgesamt etwas positiver als Markenhersteller - dabei wachsen Handelsmarken in der Menge um 1,8 Prozent, während Marken um 3,6 Prozent verlieren. Dadurch bauen Handelsmarken ihren Anteil am Gesamtmarkt weiter aus: Im MAT 2025 erreichen sie einen Absatzanteil von 45,8 Prozent, ein Plus von 1,3 Prozent. Umsatzseitig verläuft die Entwicklung bei beiden ähnlich: Handelsmarken verlieren 0,2 Prozent, Marken büßen 0,3 Prozent ein. Etwas anders sieht es bei den Discountern aus: Tiefkühl-Backwaren wachsen hier im Wert um 0,2 Prozent und in der Menge um 0,7 Prozent.

Schaut man sich die Teilmärkte an, verkauft der gesamte Lebensmitteleinzelhandel laut Marktdaten von Circana 6,1 Prozent weniger Torten und 4,7 Prozent weniger Kuchen. Positive Akzente hingegen setzen die Brotwaren mit einem Absatzplus von 4 Prozent. Hier können sowohl Marken wie auch Handelsmarken gewinnen. Dabei wächst Laugengebäck, das einen Absatzanteil an TK-Brotwaren von 39 Prozent aufweist, am stärksten. Die Sortimentsbreite von Tiefkühl-Backwaren insgesamt ist leicht rückläufig. Verkaufte jedes Geschäft von Oktober 2024 bis September 2024 durchschnittlich noch 68,2 Artikel, sind es im aktuellen Berichtszeitraum 66,8. Kuchen und Torten weisen dabei mit jeweils 20 Artikeln pro Geschäft das breiteste Sortiment auf.

Nachhaltigkeit und Verantwortung

Als führendes Unternehmen im Bereich Tiefkühlbackwaren sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, für aktuelle und nachfolgende Generationen nachhaltiger zu produzieren.

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Besuchertipps und Angebote

Wer sich für unsere Busrundfahrt entscheidet bekommt einen besonderen Blick auf unseren schönen Erholungsort Mettingen. Genießen Sie die ländliche Umgebung und erfahren sie viel Wissenswertes über unsere Sehenswürdigkeiten und die Konditorei Coppenrath & Wiese. Entdecken Sie Mettingen auf eine entspannte Art und Weise. Eine Gästeführerin kommentiert während der Fahrt die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Auf der Busrundfahrt sehen Sie all das, was Mettingen besonders macht. Nebenbei erfahren Sie Witziges und Wissenswertes, Altertümliches und Aktuelles von Mettingen und seinen Bewohnern.

Im Anschluss wartet im Hotel Restaurant Bergeshöhe oder im Hotel Restaurant Einklang im Haus Telsemeyer eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel mit süßen Leckereien von Coppenrath & Wiese auf Sie. Tipp: Verbinden Sie unser „süßes“ Programm mit einem Museumsbesuch in Mettingen. Unsere Gästeführer/innen zeigen Ihnen gerne die „verborgenen Schönheiten“ Mettingens.

Praktische Informationen

Termine: nach Vereinbarung montags bis sonntags öffentliche Termine für Einzelreisende auf Anfrage - ausgenommen dienstags. Dauer: ca.

Rundfahrt-Bus vor Coppenrath & Wiese

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