Rezept für einfache Kekstorte zubereiten: Kalter Hund (Kalte Schnauze)
Der Kalte Hund, auch Kalte Schnauze, Kekskuchen oder Lukullus genannt, ist ein einfacher Kühlschrankkuchen aus Schokolade und Butterkeksen, der ohne Backen auskommt und besonders nostalgisch schmeckt. Grundsätzlich hat ein „Kalter Hund“ ja eigentlich alles, was ein gutes Dessert braucht: viel Schokolade, eine spannende Kombination aus zartem Schmelz und knackigen Keksen - und natürlich ein schönes Aussehen.
Zutaten (für eine Kastenform ca. 30 cm / ca. 16 Stücke)
- 350 g Kokosfett (100 %, z. B. Palmin) oder alternativ 125-250 g Butter (je nach Variante)
- 200-250 g Puderzucker bzw. 100 g Zucker (je nach Rezeptversion)
- 100-125 g Backkakao, entölt
- 2 Eier (frisch, optional und original), alternativ 2 EL Milch oder Kondensmilch
- 250-270 g Butterkekse (z. B. Leibniz oder ostdeutsche Cottbuser/Hansa-Kekse)
- Optional: 1 EL Rum oder ½ Röhrchen Rumaroma
- Optional für Ganache-Variante: 200 g Sahne + 500 g Zartbitter-Schokolade
Ausrüstung
- Kastenform (ca. 25-30 cm) oder quadratische Form (max. 20×20 cm)
- Backpapier oder Frischhaltefolie, Topf, Rührschüssel, Schneebesen
Schritt-für-Schritt Zubereitung (klassisch mit Kokosfett)
- Die Eier und den Puderzucker in einer Schüssel mit dem Schneebesen schaumig rühren, den Kakao durch ein Sieb hinzufügen und gut vermengen.
- Das Kokosfett in einem Topf bei niedriger Hitze schmelzen und etwas abkühlen lassen.
- Das handwarme Kokosfett löffelweise unter die Schokoladenmasse rühren, immer nur wenig zugeben und gut verrühren, damit sich alles verbindet.
- Die Kastenform mit Backpapier oder Frischhaltefolie auslegen. Mit einer dünnen Schicht Schokoladencreme beginnen (wichtig: immer mit Schoko anfangen, damit alles zusammenhält).
- Eine Lage Butterkekse darauf legen. Gegebenenfalls Kekse längs ritzen und halbieren, damit die Ränder im Verbund versetzt angeordnet werden und die „Mauer“ Stand hat.
- Abwechselnd Schokocreme und Keksschichten schichten, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht kann Schokomasse oder Kekse sein - ich beende die Schichtarbeit gern mal mit einer Keksschicht oder mit Schokolade, wie gewünscht.
- Form mit Folie oder Alufolie abdecken und mindestens 4-5 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank aushärten lassen.
- Mit einem sehr scharfen Messer in Quadrate schneiden; das geht leichter, wenn der Kuchen etwa 30-60 Minuten bei Zimmertemperatur stand.
Alternative Zubereitungen und Tipps
- Kalter Hund ohne Ei: Die Eier weglassen und 2 EL Milch oder Kondensmilch verwenden, oder die Ganache-Variante (200 g Sahne + 500 g Zartbitter-Schokolade) nutzen.
- Kalter Hund ohne Kokosfett / mit Kuvertüre: Kuvertüre und Kokosfett durch geschmolzene Kuvertüre + Sahne (Ganache) ersetzen. 600 g Kuvertüre, 150 g Kokosfett und 200 g Schlagsahne ergeben eine sehr streichfähige Schokomasse.
- Wenn Kokosfett und Schokomasse sich nicht verbinden, 1 EL leicht erwärmte süße Sahne oder Dosenmilch zugeben - das bindet besser.
- Wer es weniger fettig mag, kann weniger Creme zwischen den Keksen verteilen; dadurch wird der Kuchen weniger mächtig und man kann mehr als ein Stück genießen.
- Für einen Hingucker: Teile die Schokocreme auf, färbe einen Teil heller (z. B. mit weißer Schokolade) und marmorier die letzte Schicht oder arbeite mit dunkler und heller Schokolade.
- Rum verleiht Aroma, ist aber nur für Erwachsene geeignet; bei Kinderfesten durch Rumaroma ersetzen.
Ganache-Variante (ohne Kokosfett, für Ei-Unverträgliche)
Die Ganache bietet eine sichere Alternative, wenn rohe Eier vermieden werden sollen oder kein Kokosfett gewünscht ist:
- 200 g Sahne in einem Topf erhitzen (nicht kochen).
- 500 g Zartbitter-Schokolade hinzufügen und rühren, bis eine glatte Masse entsteht.
- Abkühlen lassen und wie oben mit Keksen schichten.
Tipps zum Schichten und Aussehen
- Im „Verbund“ arbeiten: bei jeder zweiten Reihe an den Enden die Kekse halbieren, damit die Schnittstellen versetzt sind und der Kuchen standfest wird.
- Die Schokomasse zwischendurch leicht erwärmen, damit sie flüssig bleibt und sich gut verteilen lässt.
- Zum Abschluss mit Kokosraspeln, gehackten Pistazien oder Mandelsplittern bestreuen.
- Für Kindergeburtstage beliebt: Als Mini-Version in einer quadratischen Form oder als Scheiben im Gefrierfach einzeln einfrieren und einzeln entnehmen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
- Im Kühlschrank aufbewahren, da die Masse sonst weich wird; gut verpackt hält sich der Kuchen bis zu 4 Tage.
- Einfrieren: Am besten in Scheiben schneiden, mit Backpapier trennen und in einer Gefrierdose lagern. Einzelne Stücke lassen sich so einfach entnehmen.
Nährwerte (Beispiel, pro Stück bei 16 Stücken, grob)
| Portion | Kalorien | Kohlenhydrate | Eiweiß | Fett |
|---|---|---|---|---|
| 1 Stück (ca.) | ca. 170-887 kcal (stark abhängig von Rezeptvariante) | ca. 17-79 g | ca. 1-8 g | ca. 12-66 g |
Warum der Kalte Hund so beliebt ist
Der Kalte Hund ist ein Klassiker aus Kindertagen und war besonders in der DDR wegen seiner wenigen, meist haltbaren Zutaten beliebt. Er braucht keinen Ofen, ist schnell zubereitet und weckt nostalgische Erinnerungen an Kindergeburtstage und Familienfeiern. Geschmacklich überzeugt die Kombination aus kühler Fett-Schoko-Masse und mürben Keksen, die durch das Kühlen leicht weich werden - das ergibt den typischen, unverwechselbaren Biss.
Noch ein paar praktische Hinweise
- Unbedingt ganz frische Eier verwenden, wenn das Originalrezept mit Ei zubereitet wird, da die Eier roh bleiben.
- Wer Kokosfett meidet, kann Butter verwenden; die Masse wird dann etwas weicher, sollte aber über Nacht gekühlt werden.
- Bei Verwendung von Kuvertüre oder Ganache entfällt das Problem der niedrigen Schmelztemperatur von Kokosfett, sodass der Kuchen etwas hitzebeständiger wird.
Viel Spaß beim Zubereiten dieser unkomplizierten Kekstorte - ein echter Publikumsliebling, der Groß und Klein Freude macht!
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