Cola ohne Zucker und Koffein — Vorteile und Inhaltsstoffe
Viele Menschen greifen zur Zero-Variante, um Zucker und Koffein zu vermeiden. Werfen wir einen Blick auf die Inhaltsstoffe: Enthalten ist eine Mischung aus Zuckeraustauschstoffen, also Süßungsmitteln, außerdem Wasser, Kohlensäure, Farbstoff, Säuerungsmittel, Aromen, Koffein und Natriumcitrat.
Woraus besteht Cola ohne Zucker und Koffein?
Im Grunde unterscheiden sich die Inhaltsstoffe von Cola Zero nicht allzu sehr von anderen Cola-Produkten: Wasser, Kohlensäure, Farbstoff E 150d, die Säuerungsmittel Phosphorsäure (E 338) und Natriumcitrat, natürliche Aromen, Koffein - und natürlich Zucker oder Zuckerersatzstoffe.
Das Getränk wird mit künstlichen Süßungsmitteln wie Aspartam, Acesulfam-K und Natriumcyclamat gesüßt, um einen ähnlichen Geschmack wie originale Coca-Cola zu erreichen, ohne Zucker und Kalorien hinzuzufügen. Nach reformulierter Rezeptur schmeckt Coca-Cola Zero Zucker noch näher am Original, was es bei Verbrauchern beliebt macht, die kalorienbewusst sind.
Süßungsmittel: Welche Ersatzstoffe werden verwendet?
Bei kalorienreduzierten Produkten mit dem Zusatz Zero oder Light verwenden Hersteller anstelle von Zucker die Süßungsmittel Aspartam und Acesulfam-K. Bei Cola Zero wird zudem noch das Süßungsmittel Cyclamat hinzugefügt, weshalb sie sich geschmacklich von einem Light-Getränk unterscheidet.
Viele Hersteller in Deutschland geben die genaue Aspartam-Konzentration ihrer Zero- und Light-Getränke nicht an. In der Schweiz beträgt der Aspartamgehalt einer Cola Zero laut Hersteller ca. 130 mg/L. Was du auch berücksichtigen solltest: Viele von uns nehmen jeden Tag noch andere aspartamhaltige Lebensmittel wie zuckerfreie Kaugummis, Marmeladen, Desserts oder Fertigprodukte zu uns, die hinzugerechnet werden müssten.
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Wie wirken Süßstoffe im Körper?
Süßstoffe besitzen zwar eine strukturelle Verwandtschaft zu Zucker, wirken aber völlig anders - mit Vor- und Nachteilen. Diese werden in der Regel synthetisch hergestellt, können aber auch aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden. Sie besitzen aufgrund ihrer chemischen Struktur die Fähigkeit, in Wechselwirkung mit den Süßrezeptoren der Geschmackswahrnehmung zu treten - also den biochemischen Bindestellen, an die auch Zuckermoleküle andocken.
Dabei wird ein Reiz ausgelöst, der bis ins Gehirn weitergeleitet wird und dort die Sinneswahrnehmung „süß“ hervorruft. Süßstoffe haben eine deutlich höhere Süßkraft als normaler Haushaltszucker. Sie schmecken im Vergleich um das 30- bis 3000-fache mal süßer.
Gängiger Haushaltszucker besteht aus Glukose und Fruktose. Er wird durch Enzyme in der Dünndarmschleimhaut in seine Einzelbestandteile gespalten und gelangt durch verschiedene Transportmechanismen ins Blut. Durch die Glukose steigt der Blutzuckerspiegel im Körper an. Glukose und Fruktose werden zudem verstoffwechselt und liefern damit Energie - anders als Süßstoffe. Diese werden nur teilweise und verzögert im Darm aufgenommen, fast unverändert wieder ausgeschieden und bringen dem Körper damit nur wenig Energie. Erythrit ist sogar kalorienfrei und wird vollständig ausgeschieden. Die Verwertung von Süßstoffen verläuft insulinunabhängig und der Einfluss auf den Blutzuckerspiegel ist gering. Auch Karies fördern die Zuckerersatzstoffe nicht. Trotzdem haben bereits geringe Mengen negative Auswirkungen auf Magen und Darm.
Risiken und gesundheitliche Aspekte
Jeder Zucker, egal ob Rüben-, Rohr- oder Kokosblütenzucker, ist auf Dauer schlecht für die Gesundheit, da er Karies verursachen und Übergewicht sowie eine Fettleber begünstigen kann. Dennoch sind Aspartam und Acesulfam-K keine gesündere Alternative.
Die amerikanische Zulassungsbehörde für Medikamente (FDA) hat in Analysen die Nebenwirkungen von Aspartam herausgefunden. Denn es handelt sich um eine Substanz, die aus Phenylanalyn (50 Prozent), Asparaginsäure (40 Prozent) sowie Methanol besteht. Über einen bestimmten Zeitraum eingenommen, kann Aspartam Ängste, Schwindel, Gedächtnisverlust sowie weitere Krankheiten verursachen.
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Einige Studien zeigten, dass Aspartam die Darmflora negativ beeinflusst. Bei einem übermäßigen Verzehr können die Darmbakterien so stark beschädigt werden, dass es zu Verdauungsproblemen oder einer Magen-Darm-Erkrankung kommen kann. Das Gute: Wird Aspartam nicht mehr konsumiert, kann sich die Darmflora innerhalb einiger Wochen oder Monate von selbst wieder kurieren.
Achtung: Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Zuckeraustauschstoff neu kategorisiert. Demnach gilt Aspartam nun als "möglicherweise krebserregend". In kleinen, normalen Mengen sei der Verzehr jedoch unbedenklich, heißt es. Als Beispiel für "gewöhnlich" oder "normal" wird ein 70 Kilogramm schwerer Mann genannt, der täglich 14 Dosen mit aspartamhaltigen Getränken zu sich nimmt. In Europa wird Aspartam als "unbedenklich für den menschlichen Verzehr" eingestuft.
Auch Acesulfam-K (E950) wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als "unbedenklich für den menschlichen Verzehr" eingestuft. Stimmt das? Die WHO rät generell vom Verzehr von Süßungsmitteln ab, da sie das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können.
Die Einstufung als "unbedenklich" gilt nur für eine bestimmte, tägliche Höchstmenge. Sie liegt für Erwachsene bei neun Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag und sollte nicht überschritten werden.
Zudem zeigten Tierversuche, dass sich der Konsum von Acesulfam-K während der Schwangerschaft negativ auf das Kind auswirkt: Es hat ein hohes Risiko, übergewichtig zu werden. Weitere Tierversuche zeigten, dass ein hoher Konsum von Acesulfam-K das Schlaganfallrisiko steigern und aufgrund der negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System das Leben verkürzen kann.
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Cola ohne Zucker und Koffein - bringt das Abnehmen?
Viele Menschen greifen zur Zero-Variante, um Gewicht zu verlieren. Nimmt man durch Zero-Produkte tatsächlich weniger Kalorien zu sich? Ja, generell enthält ein Zero-Produkt im Vergleich zur zuckerhaltigen Variante weniger Kalorien. Studien deuten allerdings darauf hin, dass die Kalorien, die durch die Süßstoffe eingespart, durch andere Lebensmittel wieder aufgenommen werden.
Untersuchungen haben ergeben, dass nach der Aufnahme von Süßstoffen keine Sättigungshormone ausgeschüttet werden und es schnell wieder zu einem Hungergefühl kommt. Mit Zero-Produkten nimmt man also nicht unbedingt ab. Eine Studie der York University belegt, dass Süßstoffe bei häufigem Verzehr mitverantwortlich für die Gewichtszunahme sein können. Denn Süßungsmittel wie Aspartam und Acesulfam-K fördern Heißhungerattacken.
Aus der Gewohnheit, jeden Tag ein paar Dosen Cola Zero zu trinken, kann auch eine Art Sucht werden. Der Körper gewöhnt sich an den süßen Geschmack und will immer mehr. Vielleicht ist Cola Zero sogar dein tägliches Hauptgetränk? Denk einfach mal drüber nach, ob du daran etwas ändern möchtest.
Weitere Inhaltsstoffe mit Effekten
Den hohen Säuregehalt verdankt die Cola der Phosphorsäure. Sie kommt zum Einsatz, um die Wirkung von Koffein zu verstärken. So haben Analysen ergeben, dass in einem Liter Cola circa 0,8 Gramm reine Phosphorsäure enthalten sind. Eine Portion (200 Milliliter) Coca-Cola, Coca-Cola Zero, Pepsi und Pepsi Maxx enthält 20 Milligramm Koffein. Dieselbe Menge Coca-Cola Light oder Pepsi Light hingegen 24 Milligramm.
Die Säuerungsmittel haben noch einen weiteren, allerdings negativen Effekt: Die aggressive Phosphorsäure greift unmittelbar nach dem Trinken den Zahnschmelz an.
Praktische Nährwertangaben (Beispiel Cola Zero Zucker zuckerfrei, koffeinfrei)
| Nährwert (je 100 ml) | Wert |
|---|---|
| Brennwert | 0,2 kcal |
| Fett | 0 g |
| Zucker | 0 g |
| Koffein (pro 330 ml Dose) | 32 mg (standard), 0 mg bei koffeinfrei |
| Salz | 0,02 g pro 100 ml |
Alternativen und Empfehlungen
Anstatt zu Zero-Getränken greifen Sie lieber zu Mineral- oder Leitungswasser, ungesüßten Tees oder Fruchtsaftschorlen. Wenn Sie Koffein brauchen, ist ein Cold-Brew-Kaffee eine gute Erfrischung. Am vernünftigsten wäre es natürlich, auf Leitungswasser mit oder ohne Sprudel, Mineralwasser oder zwischendurch auch mal ungesüßte Saftschorlen umzuschwenken. Letztere enthalten zwar auch Fruchtzucker, aber du hast die Zuckerintensität beim Zusammenmischen selbst in der Hand. Optimal ist ein Mix aus einem Viertel Saft und drei Vierteln Wasser.
Ein erster Schritt wäre, keine Cola Zero mehr zu kaufen. Wenn du sie nicht zu Hause hast, kannst du sie auch nicht. Im Trend ist außerdem Infused Water, also Wasser, das einen Hauch von frischer Gurke, Minze, Beerenobst, Honigmelone oder Ingwer hat.
Ich empfehle, generell weniger Süße in den Speiseplan zu integrieren. Setzen Sie auf Lebensmittel mit natürlicher Süße und insgesamt auf weniger Zucker.
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