Rezept: Bananencreme mit Schokolade
Was haben ein uralter Schokoriegel, abgelaufener Joghurt und schrumpelige Bananen gemeinsam? Genau - Potenzial. Potenzial für eine super leckere und cremige Bananen‑Schokocreme. Die liegen gelassenen und meist sehr reifen Obst‑ und Gemüseexemplare haben dabei aber noch einen ganz anderen Vorteil: Sie können direkt verwertet werden und entfalten einen sehr intensiven Geschmack.
Warum Resteverwertung sinnvoll ist
Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist Obst und Gemüse der größte Anteil bei Lebensmittelabfällen in privaten Haushalten. Ganze 34 Prozent der gesamten Lebensmittelabfälle sind demnach frisches Obst und Gemüse. Beim Einkaufen im Supermarkt macht sich diese Tatsache jedesmal bemerkbar. Kurz vor Ladenschluss bleiben leider viel zu häufig die einzelnen unschönen Bananen mit braunen Stellen in der Obstkiste zurück. Dass die genauso gut schmecken wie die besser aussehenden Bananen im Fünferpack, ist wohl einigen Verbraucher*innen immer noch nicht ganz klar.
Auch Simon rettet regelmäßig Lebensmittel mit der Foodsharing Initiative. Mit vielen anderen engagierten Lebensmittelrettern holt er Lebensmittel bei Supermärkten ab, die sonst in der Mülltonne landen. Die enorme Menge und der größtenteils gute Zustand überrascht uns leider immer wieder. Es ist teilweise wirklich erschreckend, wie viel von den Supermärkten aussortiert wird. Dass wir dadurch aber auch viele neue Lebensmittel kennenlernen und in der Küche kreativ werden ist natürlich ein wunderbarer Nebeneffekt. Noch genießbare Lebensmittel vor der Bio Tonne retten und anschließend leckeres Essen. Perfekt!
Übersichten: Varianten der Bananen‑Schokocreme
- Vegane Bananen‑Schokocreme (nur 3 Zutaten: Joghurt, Schokolade, Bananen)
- Bananencreme mit Avocado und Kakao (extra cremig, pflanzliche Fettquelle)
- Gekochte Bananencreme mit Zitrus und Gelatine (stabil für Motivtorten)
- Bananen‑Quark‑Creme (mit Rahmquark und geriebener Schokolade)
- Schoko‑Bananen‑Dessert mit Puddingpulver und Sahne (schnell und klassisch)
Rezept A - Vegane Bananen‑Schokocreme (schnell, 4 Portionen)
Manchmal braucht es nämlich nicht mehr als 3 Zutaten, um was Leckeres auf den Tisch zu bringen. Das Joghurt, die Schokolade und die Bananen werden einfach zusammen in den Mixer geworfen. Fertig ist die Bananen‑Schokocreme. Es kann so einfach sein. Zucker brauchst du deshalb keinen, eine Prise Zimt reicht aus um die vegane Creme noch etwas aufzupeppen.
Zutaten
- 500 g Sojajoghurt
- 3-4 reife Bananen
- 40 g Schokolade (vegan, Menge nach Belieben)
- Prise Zimt
Zubereitung
- Die Schokolade mit einer Reibe raspeln oder mit einem scharfen Messer in kleine Stücke schneiden. Die Schokoladenmenge kannst du nach Belieben variieren. Eine Handvoll Schokostücke zu Seite legen.
- Die Bananen schälen und gemeinsam mit dem Joghurt und den Schokostücken in den Mixer geben. Auf mittlerer Stufe mixen bis die Masse cremig ist.
- Die Bananen‑Schokocreme in Dessertgläser geben und mit den übrig gebliebenen Schokostücken dekorieren. Damit die Masse etwas fest wird, kannst du sie noch für einige Zeit in den Kühlschrank stellen.
Rezept B - Cremige Bananencreme für Torten (mit Zitrus und Gelatine)
Für Torten und Motivtorten ist Stabilität wichtig: Deshalb wird in diesem Rezept die Banane mit Orangen‑ und Zitronensaft püriert und aufgekocht. Die Säure von Zitrone und Orange verhindert, dass die Banane braun wird, zusammen mit Joghurt entsteht außerdem ein frischer Geschmack. Das Erwärmen verlängert die Haltbarkeit und durch Gelatine wird die Creme fest genug für Motivtorten.
Lesen Sie auch: Rezept für Bananencreme-Traum
Zutaten (ergibt ca. 1700 ml / 1250 g)
- Bananen (reichlich, geschält und püriert)
- Zitronensaft
- Orangensaft (bis 600 ml Gesamtflüssigkeit)
- Zucker und Vanille (je nach Süße)
- Gelatineblätter
- Joghurt
- Sahne
Zubereitung
- Die Gelatine in kaltem Wasser ca. 5-10 Minuten einweichen.
- Die Bananen schälen und in grobe Stücke brechen. Dann in einem hohen Gefäß fein pürieren. Den Zitronensaft unterrühren und mit Orangensaft bis 600 ml auffüllen.
- Bananenpüree, Zucker und Vanille erwärmen. Je nach Reife und Süße der Bananen ist mehr oder weniger Zucker nötig, bitte abschmecken. Aus Haltbarkeitsgründen ist es sinnvoll, das Bananenpüree wirklich einmal aufzukochen. Da es aber super leicht anbrennt, immer gut rühren und nicht zu lange erhitzen.
- Die weichen Gelatineblätter abtropfen lassen, dann einzeln in dem warmen Bananenpüree schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen, so dass es nicht mehr kochend heiß ist.
- Den Joghurt nach und nach esslöffelweise in das noch warme Bananenpüree rühren. Nicht zu viel Joghurt auf einmal hinzugeben, da die Gelatine sonst sofort stockt und Klümpchen bildet. Die Mischung sollte nun nur noch minimal warm sein.
- Die Sahne steif schlagen. Die Sahne in 2-3 Portionen unter die Bananencreme heben. Die Creme ist nun noch recht weich‑cremig. Ist sie zu weich, kann man die Creme für ca. 20 Minuten kühl stellen. Anschließend muss die Torte für ca. 3 Stunden gekühlt werden, dadurch bindet die Gelatine ab und die Creme wird richtig fest.
Die Bananencreme pur schmeckt eher fruchtig bananig, als bananig‑süß. Mehr Banane: klein geschnittene Banane zum Schluss unter die Creme rühren oder die Böden vor dem Bestreichen mit Creme mit Bananenscheiben belegen - die Haltbarkeit reduziert sich dann entsprechend.
Rezept C - Bananen‑Quark‑Creme (mit Rahmquark, ideal zur Resteverwertung)
Die Bananen‑Quark‑Creme ist ein herrliches Dessert, welches einfach und schnell zubereitet werden kann. Und das Allerbeste an dem Rezept ist, es lassen sich dafür wunderbar reife Bananen und übrig gebliebene Schokoladenhasen verwenden.
Zutaten (für 4 Gläser)
- 2 reife Bananen
- 1 EL Zucker (optional)
- 50 ml Zitronensaft
- 125 g Rahmquark
- 125 ml Vollrahm
- 50 g Schokolade (gerieben, z. B. geriebener Schokoladenhase)
Zubereitung
- Die Bananen zusammen mit dem Zitronensaft mit dem Stabmixer pürieren. (Falls die Bananen noch nicht so reif oder zu wenig süß sind, das Püree mit dem Zucker süßen.)
- Das Bananenpüree mit dem Rahmquark verrühren.
- Den Rahm steif schlagen und unter den Bananenquark heben.
- Die Schokolade an einer Raffel fein reiben und unter die Creme heben. In 4 kleine Gläser verteilen und bis zum Servieren kühl stellen.
Rezept D - Klassisches Schoko‑Bananen‑Dessert mit Puddingpulver
Das Schoko‑Bananen‑Dessert mit Puddingpulver ist schnell zuzubereiten und eignet sich hervorragend, wenn es mal zügig gehen muss.
Zutaten (etwa 6 Portionen)
- 2-3 reife Bananen
- 1 Päckchen Vanillin‑Zucker
- 2 EL Zitronensaft
- 100 g Raspelschokolade Zartbitter (etwas beiseitelegen)
- 500 ml kalte Milch
- 1 Päckchen Cremepudding‑Pulver Schokolade
- 100 g kalte Schlagsahne
Zubereitung
- Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Vanillin‑Zucker und Zitronensaft dazugeben und mischen. Sahne steif schlagen.
- Milch in einen Rührbecher geben. Cremepulver zufügen und mit einem Mixer kurz verrühren, dann 1 Minute auf höchster Stufe cremig rühren. Restliche Raspelschokolade unterrühren.
- Die Hälfte der Schokocreme auf die Gläser verteilen, Bananenscheiben darauf verteilen. Restliche Schokocreme daraufgeben und mit beiseitegelegten Scheiben dekorieren.
Tipps, Variationen und Haltbarkeit
- Für vegane Varianten pflanzliche Joghurt‑Alternativen (z. B. Sojajoghurt) verwenden und auf vegane Schokolade achten.
- Avocado als „geheime Zutat“ liefert pflanzliches Fett und sorgt für extra Cremigkeit; verwendet Kakao statt Schokoladenpulver für intensiveren Schokoladengeschmack.
- Gekochtes Bananenpüree und Gelatine (bzw. Agar‑Agar für vegane Festigkeit) erhöhen die Haltbarkeit und Stabilität für Torten.
- Bei frischen Früchten reduziert sich die Haltbarkeit der Creme auf etwa 2 Tage; aufgekochte Bananen halten sich ca. 4-5 Tage gekühlt.
- Die Creme lässt sich einfrieren (je nach Rezept und Zutaten kann sich die Konsistenz nach dem Auftauen leicht verändern).
- Reste wie Schokoladenhasen, Schokoriegel oder leicht abgelaufener Joghurt können oft verwendet werden - Augen und Nase entscheiden über die Genießbarkeit.
Serviervorschläge
- Als Dessert im Glas mit geraspelter Schokolade oder Schokostücken bestreuen.
- Als Füllung für Schoko‑Biskuit zu einer Schoko‑Bananen‑Torte (mit Ganache abschließen).
- Mit Kirschen (KiBa), Karamell (Banoffee) oder frischen Früchten kombinieren.
- Für Kindergeburtstage: klassische Schoggicreme‑Variante, leichtes Fruchtprofil oder als Schichtdessert a la Tiramisu.
Kleine Tabellenübersicht: Schnelle Verwendungsempfehlung
| Zutat/Status | Empfohlene Verwendung |
|---|---|
| Sehr reife Bananen | Direkt pürieren für Cremes, Kuchen, Tortenfüllung |
| Abgelaufener Joghurt/Quark (geruchsfrei) | Für Cremes verwenden, kurz probieren, auf Sicht/Nase achten |
| Übrig gebliebene Schokolade/Schokohase | Reiben/Schmelzen für Füllung oder Dekor |
| Avocado (optional) | Für vegane, extra cremige Konsistenz |
Die große Vielfalt der Bananen‑Schokocreme zeigt: Man braucht oft nur wenige Zutaten, um aus Resten etwas Köstliches zu zaubern. Lass dir die Bananen‑Schokocreme schmecken! Was ist dein Lieblingsrezept zur Resteverwertung?
Lesen Sie auch: einfache Bananencreme mit Vanillepudding
Lesen Sie auch: Schoko-Bananencreme: Das ultimative Tortenrezept
tags: #Rezept #Bananencreme #mit #Schokolade


