Christian Volbracht: Einblicke in die Welt der Trüffel – Erfahrungen und Expertise

Christian Volbracht hat sich als Journalist, Autor und Antiquar einen Namen gemacht, insbesondere als profiliertester Trüffel-Experte im deutschsprachigen Raum. Sein umfassendes Wissen und seine Leidenschaft für diese edlen Pilze hat er in seinem Buch "Die Trüffel: Fake & Facts" zusammengeführt, welches im Tre Torri Verlag erschienen ist. Dieses Werk wurde mit dem Deutschen Kochbuchpreis in Gold ausgezeichnet und bietet sowohl informative Einblicke als auch unterhaltsame Anekdoten rund um die geheimnisvolle Welt der Trüffeln.

Volbrachts Expertise und Hintergrund

Volbrachts Interesse an Trüffeln begann vor vielen Jahren in Frankreich. Später zog er von Hamburg nach Paris und leitete dort zehn Jahre lang das Büro der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Seine Expertise erstreckt sich von Niedersachsen, wo die Mäandertrüffel im Schlosspark zu finden ist, bis hin zu internationalen Trüffelregionen. Er erschloss sich das Thema Trüffeln als Journalist, Gourmet, Amateurmykologe und vor allem als Büchersammler. Seine Privatbibliothek mit alten Pilz- und Trüffelbüchern ist bemerkenswert und zeugt von seiner Versessenheit und seinem tiefen Wissen.

Volbracht publizierte im Selbstverlag seine Bibliographie „MykoLibri. Die Bibliothek der Pilzbücher“, die inzwischen als Standardwerk über ältere Pilzliteratur gilt. Über seinen Antiquariatsbuchhandel MykoLibri bietet er zudem alte Pilz- und Trüffelbücher an.

"Die Trüffel: Fake & Facts" - Eine kritische Auseinandersetzung

In seinem Buch "Die Trüffel: Fake & Facts" nimmt Christian Volbracht die Leser mit auf eine Reise durch die Jahrtausende alte wissenschaftliche und kulturelle Geschichte der Trüffeln. Er untersucht und enthüllt Geheimnisse, widerlegt erfundene Geschichten und rüttelt an Mythen. Dabei scheut er sich nicht, auch kritische Fragen zu stellen:

  • Warum sind Spaniens Trüffelzüchter erfolgreicher als die Franzosen?
  • Woher stammen Trüffeln aus „Alba“ und dem „Périgord“ wirklich?
  • Wie werden Verbraucher mit Aromen getäuscht?
  • Was bedeutet der Klimawandel für den Trüffel und warum kommen gute Trüffel mittlerweile sogar aus Australien?
  • Ist es wahr, dass Trüffeln die Liebe fördern?
  • Wurden Trüffeln von den Nazis unter Naturschutz gestellt?

Volbracht beleuchtet die raffinierte Betrügereien und leere Versprechungen, die in der Trüffelbranche anzutreffen sind. Er erklärt den aktuellen Stand der Forschung und die Chancen des Trüffelanbaus in Zeiten des Klimawandels.

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Inhalt und Struktur des Buches

Das Buch "Die Trüffel: Fake & Facts" zeichnet sich durch eine übersichtliche Gliederung und historische Abbildungen aus. Volbracht beschreibt den Weg der Trüffeln vom Bauerngericht zum heutigen Kult und widerlegt dabei gängige Irrtümer. Er erklärt, dass die Bezeichnungen „Périgord“ oder „Alba“ nicht zwangsläufig den Herkunftsort der Trüffeln angeben, sondern vielmehr die Sorte. Tatsächlich stammen nur etwa 5 Prozent der Piemont-Trüffeln aus dem Piemont, der Rest kommt aus anderen Regionen wie Umbrien oder sogar aus Kroatien und Serbien.

Volbracht geht auch auf die Problematik von Trüffelaromen ein, die oft in minderwertigen Produkten verwendet werden. Er rät Verbrauchern, genau auf das Etikett zu achten und Produkte mit künstlichen Aromen zu meiden. Stattdessen sollten sie auf natürliche Aromastoffe aus Trüffeln setzen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Trüffelanbau. Volbracht beschreibt die Anbauversuche mit inokulierten Trüffelbäumen und die damit verbundenen Herausforderungen. Er erwähnt den Verein Ahrtrüffel, der Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet hat, und warnt vor unseriösen Anbietern, die Landbesitzern das Blaue vom Himmel versprechen.

Volbrachts ironischer Blick und Kritik

Volbracht scheut sich nicht, Missstände in der Trüffelbranche aufzudecken. Er beschreibt mit ironischem Unterton Geschäftemacher, die mit pseudowissenschaftlicher Ummantelung an das Geld von Leichtgläubigen kommen wollen. Er kritisiert auch die Vorstellung, dass Trüffeln ausschließlich in Frankreich oder Italien wachsen würden, und betont die wachsende Bedeutung Spaniens als Trüffelanbauregion.

Empfehlung und Fazit

Christian Volbrachts Buch "Die Trüffel: Fake & Facts" ist ein Verschenk-Juwel für alle, die sich für Trüffeln interessieren. Es eignet sich sowohl für Gourmets, die wissen wollen, was sie für viel Geld kaufen, als auch für Liebhaber der Materie, die ihr Halbwissen in fundierte Kenntnisse wandeln möchten. Das Buch ist informativ, unterhaltsam und regt zum Nachdenken an. Es bietet einen umfassenden Überblick über die Welt der Trüffeln und klärt über Mythen, Fakten und Legenden auf.

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Für alle, die ein signiertes Exemplar erwerben möchten, besteht die Möglichkeit, direkt bei Christian Volbracht zu bestellen. Der Preis von 35 Euro ist für dieses informative und hochwertige Buch angemessen.

Ergänzende Informationen

Trüffelarten und ihre Eigenschaften

  • Weiße Trüffel (Alba-Trüffel): Die teuerste und begehrteste Trüffelart, die nicht kultiviert werden kann. Sie wird roh über Speisen gehobelt und entfaltet ihr intensives Aroma am besten in Kombination mit einfachen Gerichten wie Pasta oder Rührei.
  • Schwarze Trüffel (Périgord-Trüffel): Eine weitere hochwertige Trüffelart, die im Périgord in Frankreich beheimatet ist. Sie kann mitgekocht werden und eignet sich gut für Saucen und andere warme Gerichte.
  • Sommertrüffel (Burgundertrüffel): Eine weniger intensive Trüffelart, die im Herbst angeboten wird. Sie ist preiswerter als die Périgord-Trüffel und eignet sich gut für den Einstieg in die Trüffelwelt.
  • Chinatrüffel: Eine minderwertige Trüffelart, die oft in Produkten mit Trüffelaroma verwendet wird. Sie hat kaum Eigengeschmack und sollte gemieden werden.

Tipps für den Trüffelkauf

  • Achten Sie auf die Trüffelart und den Herkunftsort.
  • Vermeiden Sie Produkte mit künstlichen Aromen.
  • Kaufen Sie Trüffeln am besten frisch und direkt vom Händler.
  • Achten Sie auf die Qualität und den Geruch der Trüffeln.
  • Lassen Sie sich von einem Experten beraten.

Trüffel in der Küche

Trüffeln sind vielseitig einsetzbar und verleihen vielen Gerichten eine besondere Note. Sie passen gut zu Pasta, Risotto, Eiern, Fleisch, Fisch und Gemüse. Die Zubereitung ist einfach: Trüffeln werden entweder roh über die Speisen gehobelt oder mitgekocht. Wichtig ist, dass die Trüffeln nicht zu stark erhitzt werden, da sie sonst ihr Aroma verlieren.

Trüffel und Nachhaltigkeit

Der Trüffelanbau kann einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, da er die Artenvielfalt fördert und die Bodengesundheit verbessert. Allerdings ist es wichtig, auf eine nachhaltige Bewirtschaftung der Trüffelplantagen zu achten und den Einsatz von Pestiziden zu vermeiden.

Die Zukunft der Trüffeln

Der Klimawandel stellt eine große Herausforderung für den Trüffelanbau dar. Steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster können die Trüffelernte beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, innovative Anbaumethoden zu entwickeln und die Trüffelbestände zu schützen.

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