Chefkoch: Kekse mit Marmelade – das große Rezept-Dossier von Engelsaugen bis Spitzbuben
Diese Marmeladen-Kekse sind einfach in der Zubereitung und schnell gebacken. Sie sind ein köstlicher Snack zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee und lassen sich mit jedweder Marmelade füllen. Marmeladenplätzchen - die Klassiker.
Die bekanntesten Plätzchen mit Marmelade sind Spitzbuben, Linzer Plätzchen, Engelsaugen und Terrassenplätzchen - wer kennt und liebt sie nicht! Egal ob klassisch oder experimentell, mit Marmelade gefüllte Weihnachtsplätzchen sind zeitlos und gehören einfach auf jeden Plätzchenteller.
Warum wir Marmeladen-Kekse lieben
Dies ist tatsächlich eines der beliebtesten und auch der ältesten (oder ersten?!?) Rezepte auf meinem Blog. Einfache Marmeladen-Kekse nach einem Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Mutter. Die Marmeladen-Kekse sind übrigens nicht nur in der klassischen Kekse-Backen-Saison zur Adventszeit ein Highlight, sondern schmecken zu jeder Jahreszeit.
Als ich vor ziemlich genau 10 Jahren mit dem Bloggen anfing und anfing, meine Rezepte auf Madame Cuisine zu teilen, war unsere große Tochter gerade mal ein Jahr alt. Meistens nahm ich das Mäusekind dann mit in die Küche und wir fingen an zu backen. Eierpfannkuchen, Marmorkuchen oder diese leckeren Marmeladen-Kekse zum Beispiel. Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und Helferinnen und macht es so zu einem kleinen Event.
Grundlagen: Teig, Füllung, Technik
Der Grundteig für Marmeladenplätzchen
Wie macht man Plätzchen mit Marmelade? Der typische Grundteig für Marmeladenplätzchen ist ein Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker und Ei. Dieser wird ausgestochen, gerollt oder zu Kugeln geformt. Schnell, einfach und gelingsicher: In kurzer Zeit gelingen mit wenigen Grundzutaten wie Mehl, Butter, Zucker, Ei und optional gemahlenen Mandeln oder Nüssen wunderbare Plätzchen. Auch für Anfänger sind diese Rezepte ideal geeignet.
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Das Wichtigste dabei: Die Zutaten müssen schön kalt sein, damit der Teig seine charakteristische Zartheit entwickelt. Der Teig muss kalt sein: Der Teig sollte mit kalten Zutaten geknetet werden und anschließend vor dem Ausrollen mindestens 1 bis 2 Stunden im Kühlschrank lagern. Dadurch lässt er sich leichter verarbeiten und klebt nicht.
Marmelade, Konfitüre oder Gelee?
Marmelade, Konfitüre oder Gelee? Auch wenn wir sie gern Plätzchen mit Marmelade nennen: Für die fruchtig-knusprigen Kekse eignet sich Gelee am besten, da der Aufstrich schön glatt ist und sich gut verarbeiten lässt. Marmelade wird meist als Synonym für Konfitüre verwendet. Auch diese kannst du für die Marmeladenplätzchen verwenden.
Wer keine Lust auf Stückchen oder Kerne hat, streicht sie besser vor der Verarbeitung durch ein Haarsieb. Ich bewahre Marmelade grundsätzlich immer im Kühlschrank auf, weiß aber auch, dass Marmelade bei vielen im Küchenschrank steht. In diesem Fall empfehle ich, die Marmelade vorher unbedingt zu kühlen!
Tipps für perfekte Plätzchen mit Marmelade
- Marmelade richtig auftragen: Marmelade lässt sich leicht aufgewärmt am besten auftragen. Mit einem kleinen Löffel, einer Spritzflasche oder einem Spritzbeutel dosieren.
- Marmelade als Zwischenfüllung: geht mit der Marmeladenfüllung nicht ganz an den Rand der Plätzchen, da sie sonst austreten kann und sie sich beim Auflegen des Deckels sowieso von alleine verteilt.
- Durchziehen lassen: Gebt den Plätzchen Zeit, um ihr volles Aroma zu entfalten. Am besten über Nacht ruhen lassen. Die Plätzchen sind nun weicher gewordenen und die Marmelade leicht in den Teig eingezogen, wodurch sie besonders gut schmecken.
- Die perfekte Bräune: Die Plätzchen sollen nicht zu hell und nicht zu dunkel werden. Sind sie zu hell, sind sie vielleicht noch nicht durchgebacken, sind sie zu dunkel, können sie bitter schmecken. Prüft die Farbe eurer Plätzchen während des Backvorgangs.
Rezept 1: Daumenkekse (Engelsaugen) - einfach und schnell
Der Teig: der Teig ist im Prinzip ein Mürbeteig, der mit den Händen geknetet wird. Am besten gibt man zunächst das Mehl in eine große Schüssel und vermischt es mit dem Backpulver und einer Prise Salz. Dann formt eine Mulde in die Mitte und gibt zunächst die kalte (!) Butter in kleinen Stückchen dazu. Dann die Eigelbe obendrauf und zuletzt den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker. Ärmel hochkrempeln und alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten. Anschließend zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
Kekse formen: Sobald der Teig richtig schön kalt und fest ist, kann man den Backofen vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Man bricht sich ein bisschen von dem Teig ab und rollt ihn zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser. Anschließend drückt man mit dem Daumen eine Mulde in die Teigkugel. Wer es besonders gleichmäßig haben möchte, kann dazu auch die Rückseite eines Kochlöffels nehmen.
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Wichtig: die Mulde sollte tief genug und der Rand drumherum nicht zu dünn sein! Damit verhindert ihr, dass beim anschließenden Backen die Marmelade aus dem Keks herausläuft. Die Marmelade: Im Prinzip lassen sich die Kekse mit jeder Marmelade zubereiten. Meine Kinder mögen nur fein passierte Marmelade ohne Kerne und ohne Stückchen.
Das Backen: jeder Ofen ist anders! Die Backzeit kann daher etwas variieren, beträgt aber in der Regel etwa 12-15 Minuten. Ich heize meinen Ofen auf 175-180 Grad Umluft vor und backe die Kekse in der Mitte des Ofens. Sobald der Rand der Kekse goldgelb ist und anfängt leicht zu bräunen, sind die Kekse fertig.
Auf einem Gitter abkühlen lassen und mit einem leckeren Tee oder Kaffee genießen. Tipp: Die Kekse halten sich in einer luftdicht verschlossenen Dose ca. 1 Woche. Sofern sie nicht vorher aufgegessen werden.
Zutaten (Basisvariante)
- 250 g Mehl Weizen 405 oder Dinkel 630
- 1 TL Backpulver
- 100 g Rohrzucker
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eigelb
- 150 g kalte Butter
- Marmelade, z.B.
Rezept 2: Terrassenplätzchen mit Gelee - knusprig und festlich
Mehl, Fett, Zucker, Vanillin-Zucker, Backpulver, ein Ei, Citro-back und Backöl verkneten. Den Teig ca. 30 Min. kühl stellen. Den Teig dünn ausrollen.
Mit Ausstechern Plätzchen ausstechen (ca. 50) Aus der Hälfte der Plätzchen mit kleineren Ausstechern die Mitte ausstechen, so dass ein ½ cm breiter Rand übrig bleibt. Den übrigen Teig kann man solange ausrollen und ausstechen, bis nichts mehr da ist.
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Die ganzen Plätzchen auf ein gefettetes Backblech legen. Den Rest Ei trennen. Die Plätzchenränder mit Eiweiß bestreichen, Ränder auf die ganzen Plätzchen legen. Eigelb und Sahne verquirlen, Ränder damit bestreichen. Mit Mandeln bestreuen.
Plätzchen bei 200° (E-Herd) 12 -15 Min. backen. Abkühlen lassen. Konfitüre durch ein Sieb streichen, aufkochen. Gelee ebenfalls aufkochen. Alles in die Plätzchenmitte streichen und trocknen lassen.
Zutaten
- 300 g Mehl
- 200 g Butter
- 75 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Msp. Backpulver
- 2 Ei(er)
- 2 TL Aroma Citro-back
- 2 Tropfen Bittermandelaroma
- 1 EL Schlagsahne
- 40 g Mandel(n) gehackt
- 200 g Aprikosenkonfitüre
- 150 g Gelee (Johannisbeergelee), schwarz
- 1 EL Puderzucker
Rezept 3: Doppelherzen mit Marmelade - zart und fruchtig
Der Teig reicht für ca. 30 Doppelherzen, also 60 ungefüllte Plätzchen. Aus Mehl, Eigelb, Zucker, Zitronenschale und Butter einen Mürbeteig herstellen. In Folie wickeln und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Den Teig 4-5 mm dick ausrollen, Herzen ausstechen und diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Bei 180°C (vorgeheizt) ca. 7 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Marmelade in einem Topf erwärmen und glatt rühren. Jedes zweite Herz damit bestreichen und ein anderes Herz darauf setzen. Mache die Herzen gerade wieder.
Zutaten
- 250 g Mehl
- 2 m.-große Eigelb
- 70 g Zucker
- 1 Pck. Zitronenschale abgeriebene
- 125 g Butter
- Marmelade rote
- Puderzucker
Variationen: Hagelzucker, ohne Füllung, Zuckerguss
Alle Zutaten (außer der Erdbeermarmelade und Hagelzucker) vermengen und kneten. Mit einem Löffel kleine Teile des Teiges abstechen und zu Kugeln formen. Etwas flachdrücken und in Hagelzucker wälzen.
In die Mitte eine kleine Vertiefung drücken und darein etwas Erdbeermarmelade setzen. Bei 175 Grad ca. 15 Min. Ohne Marmeladenfüllung die Kugeln nur leicht flachdrücken - sie können nach dem Backen bei Bedarf mit Zuckerguss oder Kuvertüre verziert werden.
Backen wie bei Chefkoch: Zeiten, Temperaturen, Gelingen
- Ich heize meinen Ofen auf 175-180 Grad Umluft vor und backe die Kekse in der Mitte des Ofens.
- Plätzchen bei 200° (E-Herd) 12 -15 Min. backen.
- Bei 180°C (vorgeheizt) ca. 7 Minuten backen.
- Jeder Ofen ist anders! Die Backzeit kann daher etwas variieren, beträgt aber in der Regel etwa 12-15 Minuten.
Sobald der Rand der Kekse goldgelb ist und anfängt leicht zu bräunen, sind die Kekse fertig. Ich setze die Kekse direkt nach dem Backen zum Abkühlen auf ein Gitter. Lässt man die Kekse auf dem warmen Backblech abkühlen, werden sie oft weich. Für mich dürfen sie jedoch gerne ein bisschen knuspern.
Füllungen nach Saison: von Aprikose bis Glühwein-Gelee
Vielfalt durch Marmelade & Co.: Ihr habt die Wahl zwischen Aprikosen-, Erdbeer- oder Orangenmarmelade, Johannisbeergelee, Himbeerkonfitüre oder sogar Nuss-Nougat- und Spekulatiuscreme. Die Wahl des Fruchtaufstrichs ist ganz dir überlassen. Von Aprikosenmarmelade bis Quittengelee ist alles möglich.
Weihnachtsplätzchen mit Marmelade: Noch festlicher schmecken sie, wenn du weihnachtliche Gewürze wie Zimt oder auch geriebene (Bio-) Orangenschale unter den Teig knetest. Auch eine gute Idee: Auf weihnachtliche Marmelade wie Glühwein-Gelee, Orangenmarmelade oder Apfel-Ingwer-Gelee für die Füllung zurückgreifen. So verwandelst du dein Lieblingsplätzchen im Nu zum Weihnachtsplätzchen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Lange Haltbarkeit: In einer luftdicht verschlossenen Dose halten sich die Plätzchen mehrere Wochen. Plätzchen mit Marmelade sind im Vergleich zu trockenen Sorten etwas empfindlicher. In einer luftdicht verschlossenen Dose und kühl gelagert halten sie sich in der Regel etwa 2-3 Wochen.
Wichtig ist, die Plätzchen getrennt von feuchten oder sehr saftigen Sorten zu lagern, da sie sonst zu weich werden könnten. Tipp: Lege zum Aufbewahren der Plätzchen eine Lage Backpapier zwischen die Schichten von Marmeladenplätzchen, damit der Fruchtaufstrich nicht verschmiert und sie nicht zusammenkleben.
Häufige Fragen (FAQ)
Warum sollte man die Marmelade für Plätzchen erwärmen?
Es lohnt sich, die Marmelade für Plätzchen zu erwärmen, damit sie sich leichter verstreichen lässt und eine glattere Oberfläche auf dem Gebäck bildet. Sie wird dann flüssiger und lässt sich besser in die gewünschte Form bringen, ohne die empfindlichen Plätzchen zu beschädigen. Außerdem haftet die Marmelade durch das Erwärmen besser am Gebäck, sodass die Plätzchen länger schön aussehen und nicht so schnell auseinanderfallen.
Was sind Spitzbuben?
Spitzbuben sind klassische, gefüllte Weihnachtsplätzchen, die aus zwei Schichten bestehen: Die obere Schicht hat kleine Ausstechmotive wie Herzen, Kreise oder Sterne, die die Füllung sichtbar machen. Zwischen den beiden Schichten wird meist eine Schicht Marmelade, traditionell rote Johannisbeer- oder Himbeermarmelade, aufgetragen. Der süß-säuerliche Fruchtaufstrich passt perfekt zum buttrig-mürben Gebäck. Spitzbuben sind besonders im Advent beliebt und begeistern mit ihrem hübschen Aussehen und feinen Geschmack!
Praxistipps aus der Küche
Ich bewahre Marmelade grundsätzlich immer im Kühlschrank auf, weiß aber auch, dass Marmelade bei vielen im Küchenschrank steht. In diesem Fall empfehle ich, die Marmelade vorher unbedingt zu kühlen! Auch das hilft, dass sie beim backen im Keks bleibt, da sie dann nicht zu flüssig ist.
Wenn man mal auf diverse Küchenmachinen verzichtet und den Teig ganz oldschool mit der Hand knetet, wird er absolut nicht bröselig und lässt sich wunderbar verarbeiten. Ich wünsche Euch gutes Gelingen - für den Sonntagskaffee, für die Adventszeit, und zu jedem anderen Anlass!
Rezeptübersicht (Zutaten im Vergleich)
| Rezept | Mehl | Fett | Zucker | Eier/Eigelb | Aromen | Backzeit/Temp. | Füllung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Engelsaugen | 250 g | 150 g Butter | 100 g + Vanillezucker | 3 Eigelb | Vanille, Salz | 12-15 Min, 175-180°C Umluft | Marmelade nach Wahl |
| Terrassenplätzchen | 300 g | 200 g Butter | 75 g + Vanillezucker | 2 Eier | Citro-back, Bittermandel | 12-15 Min, 200°C E-Herd | Aprikosenkonfitüre, Johannisbeergelee |
| Doppelherzen | 250 g | 125 g Butter | 70 g | 2 Eigelb | Zitronenschale | 7 Min, 180°C | Rote Marmelade |
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Servieren, Bewerten, Anpassen
Durchschnittliche Bewertung: 4,1 von 5 Sternen von 5 Sternen(58 Bewertungen). Durchschnittliche Bewertung: 4,4 von 5 Sternen von 5 Sternen(16 Bewertungen). Die Plätzchen sind nun weicher gewordenen und die Marmelade leicht in den Teig eingezogen, wodurch sie besonders gut schmecken.
Versucht sie gerne einmal mit unterschiedlichen Marmeladensorten und passt sie so den Jahreszeiten an. Sie waren immer in Action und wollten bespielt und bespaßt werden. Meine Kinder waren immer stolz wie Oskar, wenn ich ihnen eine kleine Schürze umgebunden habe und sie beim Teig kneten helfen durften.
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