Anleitung für Cake Pops Glasur und Färbetechniken

Cake Pops sind kleine Kuchenbällchen, in denen ein Lolli-Stiel eingesteckt wird. Der Begriff Cake Pop ist ein Wortspiel aus Lollipop und Cake (Kuchen). Denn durch den Stiel und die runde Kopfform sehen Cake Pops aus wie Lollies - und schmecken dabei wie Kuchen. Cake Pops kommen häufig in poppig-bunten Farben. So lassen sich aus Cake Pops beispielsweise bekannte Comic-Figuren zaubern, oder aber man versieht die Cake Pops mit „gesichtslosen“ Verzierungen, wie z.B. Zuckerperlen, Streuseln oder Farbzucker.

Was ihr für Glasur und Färben benötigt

Zum Standard sollte man für die Cake Pops immer Glasur parat haben. Für die Glasur eignet sich Kuvertüre (z.B. Candy Melts) perfekt. Diese Kuvertüre wird einfach durch Wärme verflüssigt und die fertigen Kuchenteigbällchen können eingetaucht werden. Candy-Melts schmelzen: Füllt die Candy-Melt-Linsen oder Kuvertüre in eine tiefe Schüssel und erhitzt sie in der Mikrowelle in 30-Sekunden-Einheiten bei mittlerer Stufe. Rührt immer wieder um, bis die Masse etwa Körpertemperatur hat. Wenn ihr die Glasur an die Lippe haltet, solltet ihr etwas Warmes spüren.

3 bis 5 % Kokosfett einrühren macht die Glasur besonders glänzend. Bei 100 g Schokolade genügen bereits 5 g Kokosfett. Viel einfacher ist es allerdings - vor allem für Anfänger- die Cake Pops mit Candy Melts zu überziehen, denn damit halten sie fest am Stiel. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr sie damit in den verschiedensten Farben verzieren könnt.

Glasur schmelzen, temperieren und Konsistenz

Beim Schmelzen von Kuvertüre oder Candy Melts sollte man immer darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist - sonst klumpt die Masse. Außerdem darf kein Tropfen Wasser hineingeraten! Zwei Drittel der geschnittenen Schokolade im Wasserbad schmelzen, dann vom Herd nehmen und das restliche Drittel einrühren. Die Schokolade kühlt dabei merklich ab. Beim Lippentest sollte sie sich nicht mehr heiß anfühlen, das entspricht etwa 26 °C. Dann nochmal kurz auf das Wasserbad, etwa 2 Minuten, bis 31 bis 33 °C erreicht sind. Die Temperatur sollte auf 26 °C fallen. Die Schokolade ganz kurz erneut auf 31-33°C erwärmen, dann vom Wasserbad nehmen.

Sollte sie sehr dickflüssig sein, Palmin zugeben, bis sie leicht vom Löffel fließt. Die Glasur sollte leicht zäh vom Löffel fließen. Falls sie zu dickflüssig ist, ergänzt einfach ein kleines bisschen Palmin Soft, bis die Masse die richtige Konsistenz hat. Achtung: Die Cake Pops Glasur darf nicht zu heiß werden! Denn dann wird sie ganz schnell fest und unbrauchbar.

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So müssen geschmolzene Candy Melts aussehen, wenn sie mich ärgern wollen. Wenn die Masse zäh ist, lassen sich die Cake Pops nicht gut überziehen. Ich musste die Candy Melts extrem verdünnen und habe immer wieder einen Teelöffel Öl dazu gegeben, bis die Masse endlich so flüssig war, dass ich die Cake Pops ohne größere Schäden eintauchen konnte.

Farben und Färbetechniken

Die Kuvertüre schmelzen und evtl. mit Lebensmittelfarbe färben. Diese Wilton-Gelfarben habe ich zwar noch nicht für Cake Pops verwendet, aber zum Beispiel beim Färben von Cupcake-Frostings schon gute Erfahrungen gemacht. Ihr könnt Glasur in einer anderen Farbe schmelzen und mit einem Teelöffel Streifen auf die Pops „malen“. Oder Ihr streut essbares Glitzerpuder oder Nonpareilles - also Zuckerperlen - auf die noch feuchte Glasur.

Die Farbe auf den Windbeuteln darf noch nicht trocken sein. Am besten also direkt nach dem Eintauchen mit einem Löffel verzieren. Kleines, filigranes Dekor könnt ihr mit einer Pinzette anbringen und ausrichten. Für die Dekoration könnt Ihr jetzt Glasur in einer anderen Farbe schmelzen und mit einem Teelöffel Streifen auf die Pops „malen“.

verschiedene gefärbte Candy Melts in Schalen

Schritte zum sicheren Befestigen der Stiele

Der Stiel sollte mit der Spitze großzügig in verflüssigte Kuvertüre (z.B. Candy Melts) eingetaucht, um anschließend in die Cake Pops Bällchen eingesteckt zu werden. Durch das Erhärten der Kuvertüre bleibt der Stiel besser in den Cake Pops stecken. Grundsätzlich die Lolli Sticks immer etwa einen Zentimeter in die Kuvertüre tauchen und dann die Kugeln aufspießen. Taucht die Windbeutel in das geschmolzene Candy Melt. Taucht die Stiele ca. 1cm tief in die Schokolade. Die Stiele ca. 1cm tief in die Glasur tauchen, dann in die Cake Pops stecken.

Damit eure Cake Pops nicht beim ersten Bissen vom Stiel fallen, hier ein paar Tipps: Holt die Cake-Pops aus dem Kühlschrank, taucht einen Lolli-Stick etwa 2 cm weit in die Glasur und steckt ihn direkt im Anschluss in die Cake Pop Kugel. Besonders gut geht das, wenn ihr die Kugel in der Hand haltet, da sich die Kugel dann nicht verformt. Anschließend werden alle Cake Pops wieder im Kühlschrank gekühlt.

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Tauchen, Abtropfen und Trocknen

Die fertigen Kuchenteigbällchen können eingetaucht werden. Taucht die Kugel kopfüber in die Glasur oder dreht sie durch die Glasur. Achtet hierbei darauf, den Stiel nicht zu tief einzutauchen. Damit es richtig schön wird, wollt ihr die Glasur nur auf dem Cake Pop. Lasst die Kugel wieder auftauchen und über der Schüssel abtropfen. Dies unterstützt ihr zusätzlich, indem den Cake Pop in der Hand haltet und mit der anderen Hand zart auf das Handgelenk klopft. Tipp: Die eingetauchten Cake Pops über Kopf leicht hin- und herdrehen, bis die Kuvertüre nicht mehr tropft.

Überschüssige Glasur durch Drehen und Klopfen abfließen lassen. Dann die Cake Pops in einem Ständer oder einem Styroporblock trocknen lassen. Die Cake Pops zum Trocknen in Gläser stellen oder auf ein Pralinengitter legen. Stellt euren Cake Pop Ständer bereit und erwärmt die Candy-Melt-Glasur erneut. Die Cake Pops halten sich gekühlt ca. 1 Woche.

bunte Cake Pops im Styroporblock steckend

Feinheiten beim Dekorieren

Sobald die Kuvertüre nicht mehr ganz flüssig ist, mit Zuckerstreusel u.a. bestreuen. Nachdem die Glasur etwas angezogen hat, könnt ihr sie mit Zuckerdekoren, Streuseln, Zuckerkugeln oder Sprinklers bestreuen. Für die Dekoration braucht ihr die Streusel und das Dekor. Zur Verzierung bietet es sich an, die Cake Pops mit Zuckerperlen oder Zuckerstreuseln zu versehen. Für die Dekoration könnt Ihr jetzt Glasur in einer anderen Farbe schmelzen und mit einem Teelöffel Streifen auf die Pops „malen“.

Kleines, filigranes Dekor könnt ihr mit einer Pinzette anbringen und ausrichten. Sobald die Cake Pops nicht mehr ganz flüssig ist, mit Zuckerstreusel u.a. bestreuen.

Detailaufnahme: Zuckerstreusel und Zuckerkugeln auf noch feuchter Glasur

Probleme und Lösungen

Wenn die Cake Pops beim Eintauchen zerbrechen oder vom Stiel fallen, kann dies an der Konsistenz der Kuvertüre bzw. der Candy Melts liegen. Möglicherweise sind die Bällchen zu groß und damit zu schwer. Oder der Teig ist noch zu trocken bzw. bröselig. Ich rate ohnehin dazu, das Frosting nicht gleich auf einmal unterzumengen, sondern nach und nach. So kann man die richtige Menge besser finden. Beim Schmelzen von Kuvertüre oder Candy Melts sollte man immer darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist - sonst klumpt die Masse. Außerdem darf kein Tropfen Wasser hineingeraten!

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Doch selbst wenn man beides beachtet, kann so etwas passieren wie auf dem Foto oben. Kreisch! Ich musste die Candy Melts extrem verdünnen und habe immer wieder einen Teelöffel Öl dazu gegeben, bis die Masse endlich so flüssig war, dass ich die Cake Pops ohne größere Schäden eintauchen konnte. Wenn die Masse zäh ist, lassen sich die Cake Pops nicht gut überziehen.

Praktische Tipps für Anfänger

Ein meiner Meinung nach recht gutes Set für Cake-Pop-Anfänger ist dieses hier von Birkmann, da die wichtigsten Dinge wie Candy Melts, Cake-Pop-Stiele und Dekostreusel enthalten sind. Einen Cake-Pop-Maker besitze ich nicht; folgende Produkte haben aber gute Bewertungen: das Gerät von Tristar und das Gerät von Inventum. Meine Candy Melts stammten von Wilton, sind wie geschrieben aber ein bisschen mit Vorsicht zu genießen und müssen verdünnt werden.

Ihr müsst nicht alle Cake Pops auf einmal machen. Ihr könnt sie mit oder ohne Überzug prima einfrieren und so immer eine leckere Überraschung aus dem Hut zaubern. Traut Euch und experimentiert: Aus der Masse lassen sich nicht nur Kugeln, sondern auch andere Figuren formen. Mit Fondant kannst du Cake Pops ins nächste Level katapultieren!

Schritt-für-Schritt Glasur und Färbetechnik für Cake Pops

Kurze Checkliste vor dem Glasieren

  • Kuchenkugeln gut gekühlt und formstabil
  • Glasur auf Körpertemperatur, ggf. mit Palmin/Kokosfett reguliert
  • Stiele vor dem Einstecken in Glasur tauchen
  • Styroporblock oder Ständer bereit zum Trocknen
  • Dekor bereitgelegt, immer direkt nach dem Eintauchen verwenden

Kurzes Praxis-Rezept für eine zuverlässige Glasur

Zutat Menge / Tipp
Candy Melts oder Kuvertüre je nach Bedarf, 3-5 % Kokosfett für Glanz
Lebensmittelfarbe Gelfarben empfohlen
Palmin / Öl bei zu zäher Masse tröpfchenweise zur Konsistenz
Stiele Papier- oder Papierstäbchen bevorzugt, 1-2 cm in Glasur tauchen
Schritt-für-Schritt: Stiel eintauchen, kugel aufspießen, tauchen, streuseln

Das Schöne an Cake Pops: ihr könnt euch mit verschiedenen Ideen und Highlights daran ausprobieren. Ganz viel Spaß beim Ausprobieren und „Poppen“ - und wenn Ihr mögt, schreibt mir gerne über Eure Erfahrungen in den Kommentaren.

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