Burgenländer Kekse Rezept: Christina backen – Schritt für Schritt zum zarten Klassiker
Burgenländer Kipferl sind ein himmlisch zarter Klassiker aus Österreich. Mit einem einfachen Hefeteig ohne Gehen und ihrer lockeren Nussfüllung zergehen die Burgenländer Kipferl fast auf der Zunge. Burgenländer Kipferl sind unser (neues) Lieblingsrezept in der Weihnachtsbäckerei! Wir haben sie im letzten Jahr gleich mehrfach gebacken, weil die aromatischen Kekse immer sofort aufgegessen waren.
Warum dieses Rezept besonders ist
Der kalte Hefeteig macht sie ganz besonders (mehr zum Thema Aufbewahren weiter unten im Beitrag). Er unterscheidet sich nämlich geschmacklich sehr von unserem klassischen Plätzchenteig zum Ausstechen und sorgt dafür, dass die Kipferl unglaublich locker, luftig und gleichzeitig buttrig-zart werden. Eine gute Nachricht für alle Ungeduldigen! Diesen besonderen Hefeteig müsst ihr überhaupt nicht gehen lassen. Man nennt ihn auch kalten Hefe- bzw. Germteig. Dadurch lässt sich das Gebäck auch problemlos lagern.
Zutaten für Christina’s Burgenländer Kekse (ca. 60 Stück)
Für den Germteig (Variante, wie im Rezept):
- 400 g Mehl (Universalmehl)
- 250 g weiche Butter
- 3 Eigelb / Dotter
- 2 TL Zucker
- 3 EL Sahne oder 60 ml lauwarme Milch (je nach Variante)
- 30 g frische Hefe bzw. 1 Pck. Dr. Oetker Germ (alternativ laut Varianten)
- 1 Prise Salz
Für die Füllung / Baiser:
- 3 Eiweiß (oder 3 Eiklar / 250 g gesiebter Staubzucker in manchen Varianten)
- 250 g Puderzucker (Staubzucker)
- 200 g gemahlene Walnüsse (oder 200 g geriebene Haselnüsse als Alternative)
Benötigte Utensilien
- Küchenmaschine oder Handrührgerät mit Schneebesen
- Nudelholz
- 2 Backbleche mit Backpapier
- 1 runder Ausstecher oder Glas (Durchmesser ca. 5-7 cm)
Vorbereitung und Backofen
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
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Teigzubereitung (kalter Germteig - schnell, ohne Gehen)
Alle Zutaten für den Hefeteig in einer Schüssel mit Hilfe einer Küchenmaschine oder von Hand zu einem weichen geschmeidigen Teig kneten. Der Teig muss nicht gehen. Für den kalten Germteig die Butter zügig in kleine Stücke schneiden und mit allen weiteren Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem Teig verkneten. Dem Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten bei Zimmertemperatur liegen lassen.
Füllung zubereiten (Baiser mit Nüssen)
Das Eiweiß mit einer Prise Salz schaumig schlagen. Nach und nach langsam den Staubzucker dazu geben. Die klassische Füllung der österreichischen Kipferl besteht aus luftig geschlagenem süßen Eischnee, der mit fein gemahlenen Walnüssen bestreut wird. Das Ergebnis ist aromatisch, nussig und wunderbar luftig!
Ausschneiden, Bestreichen und Rollen
Die Arbeitsplatte mit etwas Mehl bestreuen, den Teig in 6 Stücke teilen und jeweils so dünn wie möglich ausrollen. Die Teigstücke sollten etwa 30 x 20 cm groß sein. Unser Tipp: Rollt den Teig zwischen 2 Lagen Backpapier aus. Deckt die Teigstücke bis zum Ausrollen mit einem feuchten Tuch ab, damit sie nicht austrocknen.
Die Teigstücke je mit 1/6 des Eischnees vollflächig bestreichen und mit 1/6 der gemahlenen Walnüsse bestreuen. Die bestrichenen Teigplatten von der langen Seite aus vorsichtig zu Strudeln einrollen.
Ausstechen und Backen
Mit einem runden Ausstecher oder einem Glas (Durchmesser ca. 5-7 cm) Kipferl abtrennen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Etwa 15 Minuten backen, die Burgenländer Kipferl sollten nicht dunkel werden. Alternativ nennen manche Rezepte eine Backzeit von etwa 18 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Heißluft. Nach dem Backen mit Puderzucker bestreuen und auskühlen lassen.
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Alternative Vorgehensweise (mit Bestreichen und Ei)
Ein Ei verquirlen und die Burgenländer Kipferl damit bestreichen und diese anschließend 15-20 Minuten im vorgeheizten Backrohr backen. Die Burgenländer Kipferl sind Kekse mit Baiser, die gleichzeitig zart und knusprig sind. Das Baiser sorgt für luftig-süßen Crunch beim Reinbeißen der dann auf der Zunge zergeht.
Varianten und Geschmacksideen
- An Stelle von Walnüssen haben wir auch schon gemahlene Haselnüsse, Mandeln oder Pistazien verwendet.
- Für ein feines Marzipan-Aroma sorgen einige Tropfen Bittermandel-Extrakt.
- Es gibt adaptierte Varianten mit Topfen- und Mürbteig oder Versionen mit Bourbon Vanille Zucker.
- Wer Zitronen mag: Für eine zitronige Note kann Zitronenabrieb in den Teig geknetet werden (bei anderen Keksvarianten beschrieben).
Tipps für perfekte Burgenländer Kipferl
- Wälzt den Teig mit dem Nudelholz immer so dünn wie möglich aus, bevor ihr ihn mit dem Eischnee und den Nüssen bestreut und zu einem Strudel rollt.
- Rollt den Teig zwischen 2 Lagen Backpapier aus, das erleichtert das dünne Ausrollen.
- Die Kipferl sollten beim Backen nicht dunkel werden - hell backen für zarte Konsistenz.
- Für ein besonders feines Ergebnis die Teigplatten gleichmäßig bestreichen und die Ränder vor dem Rollen ca. 2 cm frei lassen.
Aufbewahrung, Haltbarkeit und Einfrieren
Macht euch dennoch keine Gedanken wegen der Hefe im Teig! Die ausgekühlten Kipferl lassen sich locker 2 Wochen in einer Blechdose mit euren anderen Weihnachtsplätzchen aufbewahren. Am besten wählt ihr einen trockenen und kühlen Ort zum Lagern, wie z. B. den Keller. Richtig gelagert sind Burgenländer Kipferl etwa 3 Wochen haltbar. Am besten bewahrst du die Kipferl an einem kühlen, dunklen Ort in Metalldosen mit Deckel auf. Wenn du sie schichtest, lege eine Lage Backpapier dazwischen.
Burgenländer Kipferl lassen sich bis zu drei Monate einfrieren. Das ist ideal, wenn du auf Vorrat backen möchtet oder spontan Besuch erwartest. Lege dafür die Kekse einzeln auf ein Blech und lasse sie anfrieren. Anschließend kannst du sie in gut verschließbare Gefrierboxen umfüllen. Zum Auftauen lege die Kipferl einige Stunden bei Zimmertemperatur auf ein Abtropfgitter.
Für wen eignen sich die Burgenländer Kipferl?
Wenn du also Abwechslung zu klassischen Weihnachtsplätzchen suchst, ist das Rezept für Burgenländer Kipferl perfekt. Sie passen perfekt auf den Plätzchenteller und sorgen dort zwischen Linzer Streifen, Spritzgebäck und Lebkuchen für Abwechslung. Es soll ja Leute geben, die diese nussigen Kekse das ganze Jahr über backen, weil sie diese nicht nur zu Weihnachten genießen wollen. Burgenländerkipferl sind leicht in der Zubereitung und schmecken das ganze Jahr über zum Sonntagskaffee - aber woran liegt das eigentlich? Anders als bei vielen anderen österreichischen Weihnachtskeksen kommen keine typischen Weihnachtsgewürze darin vor. Das mürbe, saftige Gebäck weckt daher keine besonderen Wintererinnerungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Wie lagert man Burgenländer Kipferl richtig?
In einer dicht gut verschließbaren Keksdose. Die einzelnen Schichten mit Backpapier trennen. - Kann man Burgenländer Kipferl auch ohne Germ machen?
Die Tradition sagt: Burgenländerkipferl macht man klassisch mit einem kalten Germteig. Allerdings gibt es auch schon adaptierte Varianten mit Topfen- und Mürbteig. - Wie lange halten Burgenländer Kipferl?
Bis zu einer Woche hält das Nussgebäck in einer gut verschlossenen Keksdose; eingekühlt und luftdicht verpackt etwa 2-3 Wochen. Eingefroren halten die Kekse mit Nüssen bis zu drei Monate.
Kurze Rezeptübersicht (Prozess in 7 Schritten)
- Alle Teigzutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
- Teig in Portionen teilen und dünn ausrollen (ca. 30 x 20 cm Stücke).
- Eischnee steif schlagen und Puderzucker einarbeiten.
- Teigplatten mit Eischnee bestreichen und mit gemahlenen Nüssen bestreuen.
- Platten von der langen Seite her aufrollen und in Scheiben ausstechen.
- Kipferl auf Backblech setzen und bei 180 °C etwa 15-18 Minuten hell backen.
- Mit Puderzucker bestäuben und auskühlen lassen.
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