Breitsamer Honig und Rohhonig: Ein detaillierter Vergleich

Honig ist nicht gleich Honig. Die Unterschiede in Qualität, Reinheit und Verarbeitung können erheblich sein. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede zwischen konventionellem Honig und Rohhonig, insbesondere im Hinblick auf die Produkte von Breitsamer Honig, und gibt Aufschluss über Testergebnisse und Qualitätsmerkmale.

Was ist der Unterschied zwischen Honig und Rohhonig?

Konventioneller Honig wird oft verarbeitet, um seine Haltbarkeit zu verlängern und seine Konsistenz zu verbessern. Dieser Prozess kann jedoch wertvolle Inhaltsstoffe zerstören. Rohhonig hingegen wird direkt aus der Honigwabe entnommen, gefiltert, um grobe Partikel zu entfernen, und dann abgefüllt. Er wird nicht erhitzt oder weiterverarbeitet, wodurch seine natürlichen Enzyme, Pollen und Aromen erhalten bleiben.

Qualitätsmerkmale von Honig

Die Qualität von Honig wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, darunter seine Herkunft, Reinheit, den Gehalt an Hydroxymethylfurfural (HMF) und die Aktivität des Enzyms Invertase. Ein niedriger HMF-Wert und eine hohe Invertase-Aktivität sind Zeichen für Naturbelassenheit.

Reinheit und Naturbelassenheit

Die Reinheit von Honig ist ein wichtiger Aspekt. Idealerweise sollte Honig nichts anderes als Honig enthalten. Tests haben jedoch gezeigt, dass sowohl Bio- als auch konventionell hergestellter Honig mit Schadstoffen belastet sein können. Einige Honige werden sogar mit Zuckersirup gestreckt, was illegal ist, aber schwer nachzuweisen.

Testergebnisse und Qualitätsurteile

Öko-Test und Stiftung Warentest haben verschiedene Honigmarken untersucht und bewertet. Dabei wurden sowohl Bio- als auch konventionelle Produkte getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass teurer Honig nicht automatisch besser ist. Einige günstige Honige schnitten in den Tests gut ab, während teure Produkte enttäuschten.

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Schadstoffe und Verunreinigungen

Honig kann verschiedene Schadstoffe enthalten, darunter Pestizide, gentechnisch veränderte Pollen und Pyrrolizidinalkaloide (PA). Pestizide wie Thiacloprid, das als vermutlich krebserregend eingestuft ist, wurden in einigen konventionellen Honigen gefunden. Auch gentechnisch veränderte Pollen sind ein Problem, da sie von Verbrauchern, die Gentechnik meiden möchten, nicht erkannt werden können.

Pyrrolizidinalkaloide (PA)

Pyrrolizidinalkaloide sind natürliche Pflanzengifte, die in einigen Honigen in erhöhten Mengen gefunden wurden. Diese Stoffe können gesundheitsschädlich sein.

Verunreinigungen

Einige Honige wiesen "starke Verunreinigungen" oder "Dreck" auf, wie im Flotte Biene Bio-Blütenhonig von Langnese festgestellt wurde. Solche Verunreinigungen sind inakzeptabel und deuten auf Mängel in der Produktion hin.

Bio-Honig vs. Konventioneller Honig

Bio-Honig wird unter strengeren Auflagen produziert als konventioneller Honig. Bio-Imker müssen ihre Bienenvölker in Gebieten aufstellen, in denen ökologische Landwirtschaft betrieben wird. Trotzdem können auch Bio-Honige mit Schadstoffen belastet sein, da Bienen bis zu zehn Kilometer weit fliegen.

Glyphosat-Rückstände

Glyphosat-Rückstände sind ein bekanntes Problem in der Landwirtschaft. Erfreulicherweise wurden in den Tests von Öko-Test nur in wenigen Honigmarken Glyphosat-Rückstände gefunden.

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Honig aus der Region kaufen

Es wird empfohlen, Honig aus der Region zu kaufen, da dieser oft weniger belastet ist und eine höhere Qualität aufweist. Regionale Imker können besser kontrollieren, wo ihre Bienen Nektar sammeln, und vermeiden so möglicherweise belastete Gebiete.

Die Rolle von Prüfsiegeln

Prüfsiegel wie das D.I.B.-Siegel (Deutscher Imkerbund) stehen für 100% deutschen Honig und traditionelle Erzeugung. Diese Siegel können eine Orientierungshilfe beim Kauf sein, garantieren aber nicht immer eine höhere Qualität.

Bio- und Fairtrade-Siegel

Bio- und Fairtrade-Siegel sichern oft strengere Kontrollen und ökologische Produktion. Diese Siegel können eine gute Wahl für Verbraucher sein, die Wert auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung legen.

Tipps für den Honigkauf

  1. Kilopreis vergleichen: Vergleichen Sie immer den Kilopreis, nicht nur den Glaspreis.
  2. Herkunft prüfen: Achten Sie auf die Herkunft des Honigs. Honig aus der Region ist oft eine gute Wahl.
  3. Prüfsiegel beachten: Achten Sie auf Prüfsiegel wie das D.I.B.-Siegel oder Bio-Siegel.
  4. Testergebnisse nutzen: Nutzen Sie Testergebnisse von Öko-Test und Stiftung Warentest als Einkaufshelfer.
  5. Transparente Anbieter wählen: Wählen Sie transparente Anbieter, die Informationen über Herkunft und Erntejahr geben.

Breitsamer Honig im Vergleich

Breitsamer Honig ist eine bekannte Marke, die sowohl konventionellen als auch Bio-Honig anbietet. Die Produkte von Breitsamer wurden in verschiedenen Tests untersucht. Der Honig "Frühlingssummen" von Breitsamer wurde von der Stiftung Warentest mit der Note 1,8 ("gut") ausgezeichnet.

Bihophar-Honig von Breitsamer

Bihophar ist eine Marke, die zu Breitsamer & Ulrich GmbH & Co. KG gehört. Bihophar bietet verschiedene Honigsorten an, darunter Blütenhonig, Waldhonig und Sortenhonige wie Akazienhonig. Die Marke legt Wert auf eine nachhaltige und transparente Produktion.

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Die Problematik der Honigfälschung

Honig gehört zu den am häufigsten gefälschten Lebensmitteln. Die Zugabe von billigem Zuckersirup ist eine gängige Methode, um Honig zu strecken. Solche Fälschungen sind schwer nachzuweisen, da Honig selbst zu großen Teilen aus Zucker besteht.

Neue Analysemethoden

Labore entwickeln ständig neue Analysemethoden, um Honigfälschungen aufzudecken. Spezialmethoden prüfen Isotope, Zuckerprofile und Marker. DNA-Analysen untersuchen Pflanzen-Erbgut im Produkt.

DNA-Tests enthüllen erschreckende Ergebnisse

Ein von Frontal in Auftrag gegebener DNA-Test ergab, dass viele Honige im Supermarkt nicht authentisch sind. Die Honig-Eigenmarken von Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Penny und Netto sowie der Honig von Marktführer Langnese fielen durch. Die Ergebnisse zeigten, dass der Honig oft mit billigem Zuckersirup gestreckt wird.

Fazit

Die Qualität von Honig kann stark variieren. Verbraucher sollten sich nicht nur vom Preis leiten lassen, sondern auch auf die Herkunft, Reinheit und Verarbeitung des Honigs achten. Testergebnisse, Prüfsiegel und transparente Anbieter können bei der Auswahl helfen. Es ist ratsam, Honig aus der Region zu kaufen, um sicherzustellen, dass er weniger belastet ist und eine höhere Qualität aufweist. Trotzdem ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass auch Bio-Honig und Honig von bekannten Marken nicht immer frei von Schadstoffen und Verunreinigungen sind. Neue DNA-Tests haben gezeigt, dass Honigfälschungen ein ernstes Problem sind und Verbraucher oft getäuscht werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich guten Honig?

Achten Sie auf niedrige HMF-Werte, eine aktive Invertase, Prüfsiegel wie das D.I.B.-Siegel und transparente Herkunftsangaben.

Sind günstige Marken automatisch schlechter?

Nein, Tests zeigen, dass Discount-Eigenmarken oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Vergleichen Sie Kilopreis, Herkunft und Testergebnisse.

Was bedeutet ein hoher HMF-Wert?

Ein hoher HMF-Wert deutet auf zu starke Erhitzung oder lange Lagerung hin. Meiden Sie solche Produkte, wenn Sie naturbelassene Qualität bevorzugen.

Wie wird auf Verfälschungen geprüft?

Labortests analysieren Zuckerprofile, Isotopenverhältnisse und Pollenmuster. Moderne Spezialmethoden und DNA-Analysen können zugesetzten Sirup aufdecken.

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