Geschichte und Hintergründe der Brandt Schokolade in Landshut

Die Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG ist seit 1912 ein Familienunternehmen, das mit Know-how und Leidenschaft innovative Schokoladenkonzepte für Kunden aus Industrie und Handel entwickelt und entsprechende Produkte herstellt. Mit Freude und Stolz führen die Brüder Carl-Heinz und Christoph Brandt das Unternehmen in dritter Generation.

Heute werden in unserem Schokoladenwerk am Standort Landshut mit 370 Mitarbeitern und zeitweise 180 Saisonkräften jährlich circa 20.000 Tonnen Schokoladenartikel produziert. Diese finden ihren Weg in weltweit 40 Länder. Unser Team aus Schokoladenexperten arbeitet jeden Tag daran, diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben und nachhaltige sowie neuartige Schokoladenprodukte für und mit unseren Kunden auf den Markt zu bringen. Kompetent. Flexibel.

Produktionsprofil und Bedeutung des Standorts

Das Landshuter Schokoladenwerk der Brandt-Gruppe stellt mit rund 450 Mitarbeitern unter anderem Hohlfiguren wie Osterhasen und Weihnachtsmänner her, Dragées, Kugeln, Eier und Pralinen. Sie werden in Alufolie oder Faltschachteln verpackt. Brandt Schokoladen ist nach eigenen Angaben einer der führenden Schokoladenhersteller in Europa. 20.000 Tonnen an Schokoladenprodukten verlassen das Werk jährlich.

Übersicht Produktionsanlage Brandt Schokolade in Landshut

Der Brand: Ablauf und Einsatzlage

Schon seit Sonntagabend sind die Einsatzkräfte in Landshut bei Schokoladen-Hersteller Brandt im Einsatz. Großeinsatz für die Feuerwehr in Landshut in der Nacht zum Montag: Starker Rauch drang aus dem Papierlager von Brandt Schokoladen in Landshut.

Rauchwolken stiegen auch den Montag über noch aus dem brennenden Papierlager auf. Das Lager war angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts gefüllt, sagten Einsatzkräfte. Dadurch befand sich auch viel entflammbares Material im Gebäude. Das Feuer betraf eine Fläche von rund 730 Quadratmetern.

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Zum Zeitpunkt, als das Feuer entdeckt wurde, waren acht Mitarbeiter der Nachtschicht im Lager. Sie alle konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen, nachdem der Brandmelder angeschlagen hatte. Die Verantwortlichen vor Ort hätten schnell gehandelt und den Evakuierungsplan umgesetzt, heißt es von der Pressestelle der Brandt-Firmenzentrale.

Einsatzkräfte, Verletzte und Sicherheitsmaßnahmen

Zwischenzeitlich waren bis zu 350 Einsatzkräfte vor Ort, sagte Einsatzleiter Otto Weber dem BR. Fünf von ihnen wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Sie hatten Augenreizungen durch Löschmittel und Kreislaufprobleme, eine Person stürzte. Durch einen automatischen Brandmeldealarm wurde die FFW der Stadt Landshut alarmiert, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr Otto Weber. "Bei der Anfahrt war schon erkennbar, dass es sich um ein größeres Schadensereignis handelt", sagte Weber dem BR.

Anwohnerinnen und Anwohner wurden aufgerufen, wegen des Rauchs Fenster und Türen geschlossen zu halten. Aufgrund der Löscharbeiten kam es zu stärkeren Verkehrsbehinderungen rund um das Firmengelände. Der Verkehr wurde umgeleitet.

Technische Maßnahmen und Nachlöscharbeiten

Die Feuerwehrleute löschten am Montag daher nur noch von außen weiter, hatten dafür mehrere Drehleitern im Einsatz. Am Montagnachmittag wurde dann auch die Gebäudefassade entfernt, um besser an die lodernden Brandherde heranzukommen. Das Lagergebäude ist wegen des Feuers einsturzgefährdet. Das abgebrannte Gebäude darf weiterhin nicht betreten werden, weil es einsturzgefährdet ist.

Allerdings habe die Mannschaftsstärke in der Nacht reduziert werden können. Aktuell sind insgesamt noch 70 Einsatzkräfte vor Ort, neben 30 Feuerwehrleuten auch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks und des Roten Kreuzes. Der Einsatz werde noch die ganze Nacht andauern, hieß es.

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Seit den Morgenstunden sind wieder zwei Raupenfahrzeuge von externen Dienstleistern im Einsatz. Sie schieben das teilweise noch glühende Brandgut aus dem Gebäude ins Freie. Hier können die Feuerwehrleute dann letzte Glutnester im Schutt ablöschen. Mit solchen Raupen-Fahrzeugen entfernen die Einsatzkräfte Glutnester aus dem Gebäude.

Unbemannte Raupenfahrzeuge im Einsatz beim Löschen

Logistik, Produktion und Folgen

Die Produktionsanlagen sind von dem Feuer nach derzeitigem Stand nicht direkt betroffen, heißt es von Brandt weiter. Dennoch ruhe die Produktion aktuell. Wann sie wiederaufgenommen werden kann, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Die Brandursache ist weiter unklar, der Sachschaden geht laut Polizei in die Millionen. Ermittler der Kriminalpolizei haben die Arbeit aufgenommen. Brandt selbst hält sich bedeckt: "Zur Schadenshöhe und zur Brandursache können wir derzeit noch keine Aussagen treffen", heißt es.

Mitarbeiter brachten sich in Sicherheit. Die Verantwortlichen vor Ort hätten schnell gehandelt und den Evakuierungsplan umgesetzt, heißt es von der Pressestelle der Brandt-Firmenzentrale.

Mediale Begleitung und Dokumentation

Im Video: Aufnahmen aus der Brandnacht. Bildrechte: Vifogra. Bildrechte: BR/Philip Kuntschner. "Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick - kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach.

Aufnahmen aus der Brandnacht bei Brandt Schokolade

Historische Bedeutung und sozioökonomische Rolle

Die Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG ist seit 1912 ein Familienunternehmen. Mit Know-how und Leidenschaft entwickelt und produziert das Unternehmen Produkte für Industrie und Handel. Brandt ist damit nicht nur ein traditionsreicher Arbeitgeber in Landshut, sondern auch ein bedeutender Exporteur: die Produkte finden ihren Weg in weltweit 40 Länder.

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Aspekt Fakten
Gründungsjahr 1912
Mitarbeiter (Stand Angaben) 370 Festangestellte + zeitweise 180 Saisonkräfte / ca. 450 laut anderem Bericht
Jährliche Produktion Circa 20.000 Tonnen Schokoladenartikel
Export Produkte in rund 40 Länder
Betroffene Fläche beim Brand Rund 730 Quadratmeter
Einsatzkräfte (Spitzenwert) Bis zu 350 Einsatzkräfte

Arbeiten an der Wiederaufnahme der Produktion

Brandt betont, dass die Produktionsanlagen nach derzeitigem Stand nicht direkt betroffen seien, dennoch ruhe die Produktion aktuell. Wann sie wiederaufgenommen werden kann, sei derzeit nicht zu sagen. Die Arbeit der Ermittler der Kriminalpolizei zur Klärung der Brandursache läuft.

Die Lage vor Ort wurde von den Einsatzkräften fortlaufend bewertet, um Gefahren für Personal und Bevölkerung zu minimieren und die Nachlöscharbeiten effektiv durchzuführen.

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