Rezept Wiener Boden Biskuit Tortenboden Zubereitung: hell und dunkel, Schritt für Schritt

Der Wiener Boden ist ein saftiger und stabiler Tortenboden aus einem hellen Teig oder der dunklen Variante mit Kakao-Anteil, der dem Biskuitteig ähnelt. Heute gibt es für Euch das Rezept für einen Wiener Boden … mein persönlicher Favorit als Grundlage für Obstböden und Motivtorten. Er ist zwar ein wenig aufwendiger als ein normaler Biskuit, aber meines Erachtens ist es die Arbeit auf jeden Fall wert.

Der Wiener Boden zählt übrigens zu den „feinen Backwaren“ in Deutschland. Und wie wir es in unserem Land gewohnt sind, gibt es auch hier Vorgaben, damit sich der Wiener Boden auch wirklich „Wiener Boden“ nennen darf. „Wiener Boden backen“ ist angesagt. Denn es geht geschmacklich und optisch nichts über selbst gebacken.

Wiener Boden: heller und dunkler Biskuit-Tortenboden, Zutaten und Schritte als Infografik

Heller oder dunkler Wiener Boden: Varianten im Überblick

In diesem Beitrag gibt es zwei Varianten des Teiges. Je nach Geschmack zwischen dem hellen und dunklen Wiener Boden Rezept aussuchen ;-). Der Wiener Boden hell ist der klassische elegante Boden, denn wir kennen. Der Wiener Boden dunkel besteht aus einem Anteil Backkakao, mit dem der Kuchen eine unglaublich schöne Braunfärbung erhält.

Zutaten (Grundvariante für Ø 26-28 cm)

  • 6 Eier (Gr. M)
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 180 g Weizenmehl (Type 405)
  • 60-80 g Butter, flüssig aber nicht heiß
  • gegebenenfalls 2 EL Backkakao

Du möchtest lieber einen Schokoboden? Dann tausche Mehlmenge durch 130 g Weizenmehl und 50 g Kakaopulver aus.

Wiener Masse richtig herstellen

Dafür stellt man eine sogenannte Wiener Masse her. Wie das geht, zeigen wir dir in diesem Grundrezept. Eier, Zucker und Salz über einem Wasserbad auf ca. 40-45 °C mit dem Schneebesen schlagen. Eiermasse vom Wasserbad nehmen, mit dem Schneebesen ca. 8 Minuten aufschlagen, bis sie auf ca. 20 °C abgekühlt und dabei fest-cremig geworden ist. Nun braucht man ein wenig Geduld und es sollte so lange gerührt werden, bis die Masse eine Temperatur von ca. 20°C hat.

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Videoanleitung: Wiener Masse über dem Wasserbad aufschlagen und abkühlen

Schritt-für-Schritt: Zubereitung und Backen

Vorbereiten

  • Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen.
  • In eine Springform (Ø 26 cm) Backpapier einspannen und Ränder abschneiden.
  • Ähnlich dem Biskuitteig solltest du bitte nicht die Form einfetten, sondern nur mit Backpapier auslegen.

Teig aufschlagen

Für den Teig Eier mit Salz in eine Rührschüssel geben und 2 Minuten anschlagen bei mittlerer Geschwindigkeit. Zucker und Vanillezucker nach und nach hinzugeben und 10 Minuten hell cremig aufschlagen. Wenn die Eimasse hell ist und sich fast verdreifacht hat, Mehl in 2 Teilen vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben. Es sollten keine Mehlklumpen mehr sichtbar sein, dann Butter in 2 Teilen vorsichtig unterheben.

Alternative (Wasserbad-Methode)

Eier, Zucker und Salz über dem heißen Wasserbad mit dem Schneebesen warm schlagen (auf ca. 40 Grad). Zwischendurch einen Finger in die Eier-Masse tauchen und prüfen, ob sie lauwarm ist. Sie soll nicht zu heiß werden. Die Masse anschließend in eine Küchenmaschine oder eine Rührschüssel füllen und mit den Schneebesen 5 bis 8 Minuten lang dicklich cremig aufschlagen.

Mehl, Kakao und Butter einarbeiten

Mehl über die Eiermasse sieben und nach und nach mit dem Schneebesen vorsichtig unterheben. Für einen dunklen Wiener Boden Backkakao über die Masse sieben und unterheben. Dann die flüssige Butter dazugeben und vorsichtig unterrühren. Hierbei nicht zu lange rühren. Sobald die Masse anfängt zusammenzufallen mit dem Unterrühren aufhören.

Ab in die Form, backen, prüfen

  • Masse in die Springform füllen, glatt streichen im vorgeheizten Backofen bei 190 °C 40-45 Minuten backen.
  • Wiener Boden 30 Minuten im vorgeheizten Ofen backen und eine Stäbchenprobe machen.
  • Die ersten 25 Minuten darf die Backofentüre nicht geöffnet werden, sonst fällt der Boden leider ein.

Backofen geschlossen halten: Den Ofen während des Backens nicht öffnen. Genau auf die Zeit achten: Backzeit nicht unterschreiten - sonst fällt der Boden zusammen.

Backphasen des Wiener Bodens im Ofen mit Stäbchenprobe und Temperaturangaben

Backzeiten und Temperaturen im Vergleich

Ofenart Temperatur Backzeit
Ober-/Unterhitze 180-190 °C 30-45 Min.
Umluft 160 °C 30-40 Min.
Holzbackofen 210 °C einschießen 35-40 Min.
Elektro-Steinbackofen 210 °C Oberhitze / 130 °C Unterhitze 35-40 Min.
Haushaltsbackofen bei 180 °C einschießen 35-40 Min.

Abkühlen, Schneiden und Lagern

Ca. 2 Stunden auskühlen lassen. Wiener Boden vollständig auskühlen lassen und mit einem Messer aus der Form lösen. Boden mit einem Messer vom Rand der Form lösen, Springformrand entfernen. Mit einem langen Sägemesser zunächst rundherum einige Zentimeter tief in den Rand des Wiener Bodens schneiden, zum Schluss mittig durch den Boden schneiden.

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Luftdicht verpackt, kühl und trocken mindestens 3 Tage haltbar. Für eine längere Haltbarkeit kannst du den Wiener Biskuitboden 2 Monate einfrieren. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur auftauen lassen. Der Wiener Boden lässt sich am besten am Tag danach mit einer Tortensäge durchschneiden. Nach dem Backen kann man ihn auch luftdicht verpacken und einfrieren.

Tipps für perfekten Wiener Boden

  • Eier gut aufschlagen: Eier, Zucker und Salz lange zu einer dicken, schaumigen Masse schlagen.
  • Vorsichtig unterheben: Mehl behutsam einarbeiten, um die Luftigkeit zu bewahren.
  • Backofen geschlossen halten: Den Ofen während des Backens nicht öffnen.
  • Genau auf die Zeit achten: Backzeit nicht unterschreiten - sonst fällt der Boden zusammen.

Häufige Fehler und Lösungen

Warum fällt mein Wiener Boden zusammen? Der häufigste Grund: Der Boden durfte nicht lange genug im Ofen bleiben. Dann macht's plopp - und er fällt in sich zusammen. Auch zu starkes Rühren beim Zugeben von Mehl schadet der luftigen Struktur. Unser Tipp: Auf die genaue Backzeit achten und den Ofen erst öffnen, wenn der Boden richtig durchgebacken ist.

Häufige Fehler beim Wiener Boden: zu frühes Öffnen, zu viel Rühren, falsche Temperatur

Wiener Boden vs. Biskuitboden

Was ist der Unterschied zwischen einem Wiener Boden und einem Biskuitboden? Wiener Boden ähnelt einem Biskuitboden, es gibt jedoch feine Unterschiede in der Zubereitung: Für die Wiener Masse werden Eier, Zucker und eine Prise Salz erst über einem Wasserbad cremig aufgeschlagen und dann unter Rühren langsam wieder abgekühlt. Unter den aufgeschlagenen Teig wird dann zusätzlich noch zerlassene Butter, selten auch Pflanzenfett, gegeben. Das sorgt für ein kompakteres und feinporigeres Backergebnis und verleiht dem Wiener Boden eine besonders gute Stabilität.

Praxis: Geräte, Formen und Vorbereitung

Du benötigst: Springform (Ø 26 cm), Backpapier, Rührschüssel, Rührgerät, Mehlsieb, Topf, Teigschaber. Mit den richtigen Küchenhelfern wird das Backen von Wiener Boden zum Kinderspiel. Ein Handmixer für die perfekt schaumige Eiermasse, eine passende Backform, Tortenschneider und Co. gehören in deinen Back-Kit.

Alternative Größen und Schnitt

Den Boden einer Springform (28 cm Durchmesser) mit einem großen Stück Backpapier belegen und den Springformrand einspannen. Die Biskuitmasse in die Springform füllen, glatt streichen und im vorgeheizten Backofen bei 190 °C (E-Herd) 40-45 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen. Den ausgekühlten Boden mit einem Messer vom Springformrand lösen und aus der Form lösen. Den Boden mit einem großen dünnen Sägemesser durchschneiden.

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Vielseitige Verwendung

Ein Wiener Boden ist wunderbar vielseitig und eignet sich als Basis für alle Torten, insbesondere für mehrstöckige Sahnetorten, fruchtige Obstkuchen, cremige Schichtdesserts oder festliche Geburtstagstorten. Einfach aufschneiden, füllen und stapeln. Mit hübscher Tortendeko wird aus dem Boden ein echter Hingucker.

Dieser luftige Wiener-Boden ist die perfekte Basis für unsere fruchtige Erdbeer-Buttercreme.

Serviervorschläge: Obsttorte, mehrstöckige Sahnetorte, Erdbeer-Buttercreme auf Wiener Boden

Kompakte Rezeptvariante (hell)

  1. Eier, Zucker und Salz über einem Wasserbad auf ca. 40-45 °C mit dem Schneebesen schlagen.
  2. Eiermasse vom Wasserbad nehmen, mit dem Schneebesen ca. 8 Minuten aufschlagen, bis sie auf ca. 20 °C abgekühlt und dabei fest-cremig geworden ist.
  3. Mehl über die Eiermasse sieben und nach und nach mit dem Schneebesen vorsichtig unterheben.
  4. Butter zerlassen und kurz unter die Eiermasse rühren.
  5. Boden einer Springform (28 cm Ø) mit Backpapier auslegen. Springformrand einspannen.
  6. Masse in die Springform füllen, glatt streichen im vorgeheizten Backofen bei 190 °C 40-45 Minuten backen.
  7. Ca. 2 Stunden auskühlen lassen.

Kompakte Rezeptvariante (dunkel)

  1. Für einen dunklen Wiener Boden Backkakao über die Masse sieben und unterheben.
  2. Du möchtest lieber einen Schokoboden? Dann tausche Mehlmenge durch 130 g Weizenmehl und 50 g Kakaopulver aus.

Make-ahead, Aufbewahren und Einfrieren

Kann ich Wiener Boden vorher backen? Du kannst Wiener Boden problemlos 1-2 Tage vorher backen. Wichtig ist, dass er nach dem Auskühlen gut in Frischhaltefolie gewickelt und kühl gelagert wird. So bleibt er schön saftig und lässt sich später prima weiterverarbeiten. Vorsicht: Nur nicht im Kühlschrank aufbewahren, da wird er schnell trocken. Möchtest du ihn länger aufbewahren, kannst du ihn auch ganz einfach einfrieren. Hierfür den vollständig ausgekühlten Boden schon mal vorschneiden und in Frischhaltefolie wickeln. Noch besser in einen luftdichten Gefrierbeutel oder eine Dose geben und in das Gefrierfach legen.

Zusätzliche Hinweise aus der Praxis

Die ersten 25 Minuten darf die Backofentüre nicht geöffnet werden, sonst fällt der Boden leider ein. Nach der Backzeit kann man, um sicherzustellen, dass der Biskuitboden nicht einfällt, die Temperatur komplett herunterschalten, einen Holzlöffel zwischen Ofen und Ofentür klemmen und ihn so auskühlen lassen. Danach wird der Biskuitboden von der Form gelöst, mit feuchten Küchentüchern umwickelt und muss dann komplett auskühlen. Erst nach dem Auskühlen darf er angeschnitten werden. Am besten klappt es, wenn er eine Nacht geruht hat.

Warum selber backen?

Wem gerade im Kopf herumschwirrt, er geht doch lieber den Wiener Boden kaufen, der sollte sich sofort umorientierten. Denn es geht geschmacklich und optisch nichts über selbst gebacken. Es ist Zeit für unseres handverlesenen und leckersten Rezeptideen.

Schritt-für-Schritt-Fotostrecke: Aufschlagen, Melieren, Backen, Schneiden

Zutaten- und Mengenvarianten

Variante Eier Zucker Mehl Stärke Butter Kakao
Standard hell 6 150 g 180 g - 60-80 g -
Standard dunkel 6 150 g 130 g - 60-80 g 50 g
Mit Stärke 7 210 g 150 g 60 g 30 g -

Serviceteil: Häufig gestellte Fragen

Kann ich Wiener Boden vorher backen? Du kannst Wiener Boden problemlos 1-2 Tage vorher backen. Wichtig ist, dass er nach dem Auskühlen gut in Frischhaltefolie gewickelt und kühl gelagert wird.

Was ist der Unterschied zwischen einem Wiener Boden und einem Biskuitboden? Unter den aufgeschlagenen Teig wird dann zusätzlich noch zerlassene Butter, selten auch Pflanzenfett, gegeben. Das sorgt für ein kompakteres und feinporigeres Backergebnis und verleiht dem Wiener Boden eine besonders gute Stabilität.

Aufbewahrung und Einfrieren von Tortenböden: Folie, Box, Gefrierbeutel

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