Rezept: Biskuit mit Marillen (Marillenkuchen vom Blech)
Dieses flaumige Marillenkuchen Rezept vom Blech ist eines unserer Lieblingsrezepte in der Familie, das wir uns vor allem im Sommer regelmäßig von meiner Schwiegermutter wünschen. Im Beitrag unten kommt ihr zu einer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern. Außerdem habe ich meine Schwiegermutter zu ihren Geheimtipps für ein gutes Gelingen befragt!
Warum dieses Rezept?
Bei diesem saftigen Marillen-Blechkuchen versinken die Marillen (Aprikosen) leicht beim Backen. Der Rührteig ist luftig und hoch und die Marillen sind fruchtig, süß und saftig. Saftig: Sowohl die fruchtigen Marillen, als auch der feine und flaumige Rührteig sind saftig - ideal für einen Blechkuchen. Luftig: Der Teig ist hoch (ca. 5 cm) und super luftig. Fruchtig und süß: Durch die Marillen ist der Kuchen fruchtig und angenehm süß. Gelingsicher: Dieser Marillenkuchen ist einfach zu machen und ist mir bisher noch jedes Mal gelungen.
Zutaten (für ein Backblech ca. 25x35 cm oder Form 23x33 cm)
- 6 mittelgroße Eier oder 5 große (4 Eier (M) werden in Varianten genannt)
- 250 g griffiges Mehl - Griffiges Mehl ist etwas gröber gemahlen als Universalmehl oder glattes. Dadurch wird der Kuchen etwas flaumiger. Der Begriff "griffiges Mehl" wird vor allem in Österreich verwendet. In Deutschland ist es zum Teil auch als Type 1050, Knödelmehl oder Spätzlemehl erhältlich. Wenn kein griffiges Mehl zur Verfügung steht, funktioniert der Kuchen auch mit Universal- oder glattem Mehl.
- 200 g Zucker (Kristallzucker)
- 250 g Butter oder Margarine (weich)
- 1 Pkg. Vanillezucker (1 Teelöffel, ca. 7 g)
- ½ Pkg. Backpulver (oder 1/2 Pkg. je nach Packung)
- ca. 1 kg Marillen/Aprikosen (für ein dicht belegtes großes Backblech; kleinere bevorzugt)
- Optional: 120 g Sauerrahm (saure Sahne) bzw. griechischer Joghurt als Zugabe für mehr Saftigkeit
- Etwas Zitronenabrieb (Bio-Zitrone) nach Wunsch
- Zum Bestreuen: Staubzucker (Puderzucker)
Vorbereitung
Alle Zutaten abwiegen. Die Marillen waschen, halbieren und entkernen. Eiweiß vom Eigelb in 2 separate Schüsseln trennen. Eine rechteckige Backform (23x33 cm) oder ein großes Backblech buttern oder mit Backpapier auslegen. Ich habe den Kuchen in einer 23x33 cm Form gebacken - darin wird der Teig ziemlich hoch (ca. 5 cm). Die Masse reicht auch für ein großes Backblech in Ofengröße (33x40 cm). Darin wird der Teig etwas niedriger und die Backzeit verkürzt sich etwas.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
- Eigelb mit zimmerwarmer Butter, Zucker und Vanillezucker "weißschaumig rühren" - das heißt, mixen, bis die Farbe heller wird. Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Eidotter, etwas Salz und der geriebenen Zitronenschale in einer Schüssel schaumig rühren.
- Mehl und Backpulver in einer Schüssel gut vermischen. Mehl mit Backpulver mischen und in die Masse einrühren - nur kurz bis die Bestandteile vermengt sind. Dann zur Masse sieben und löffelweise einrühren - das heißt, nicht alles auf einmal zur Masse geben, sondern immer wieder dazwischen gut mixen.
- Eiweiss steif schlagen (bis die Spitzen stehen). Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Beiseite stellen.
- Die Hälfte des Eischnees unterheben, damit die Masse lockerer wird. Dann den restlichen Schnee unterheben. In den Teig unterheben (nicht zu stark vermischen, nicht mehr mixen).
- Die Masse in die vorbereitete Form gleichmäßig verstreichen oder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech füllen. Mit einem Teigschaber oder ähnlichem glatt streichen.
- Den Teig dicht mit den halbierten Marillen mit der Schnittfläche nach oben belegen. Die Marillen sollen wirklich mehr aufgelegt als hineingepresst sein, da der Teig beim Backen ohnehin aufgeht und die Marillen versinken. Mein ganz persönlicher Tipp: Beim Belegen der Masse mit den Marillen darauf achten, dass die Schnittflächen gerade liegen. Die Schnittfläche soll möglichst gerade liegen, dann läuft der Fruchtsaft beim Backen nicht in den Teig, sondern sammelt sich in den Früchten und diese bleiben schön saftig.
- Im vorgeheizten Backofen bei 150°C Heißluft 55 Minuten backen oder bei 175°C Ober-/Unterhitze rund 45 Minuten backen (je nach Formgröße und Ofen). Einfach solange backen, bis sich der Teig golden färbt und die Stäbchenprobe gemacht werden kann. Ein mittig hineingestochenes Holzstäbchen soll sauber bzw. mit ein paar Bröseln wieder herauskommen. Wenn der Kuchen sich vom Rand löst, ist das auch ein Zeichen, dass er fertig ist.
- Den Kuchen etwas abkühlen lassen und genießen. Wer möchte, kann ihn noch mit Staubzucker bestreuen.
Tipps von Oma und Varianten
- Omas Tipp: Marillen bereits halbiert einfrieren - Wenn du während der Saison Marillen bereits halbierst, kannst du diesen Kuchen das ganze Jahr über ganz einfach und schnell backen! Zum Belegen musst du die Marillen nicht extra auftauen, sondern kannst sie direkt verwenden.
- Ich gebe übrigens immer etwas Sauerrahm (saure Sahne) in die Kuchenmasse. Sauerrahm und Vanilleextrakt zur Masse geben. Die Zitronenschale in die Masse reiben. Mixen, bis alles gut vermengt ist.
- Wer vergessen hat Butter und Eier aus dem Kühlschrank zu nehmen, kann die Eier kurz in lauwarmes Wasser legen. Die Butter in feine Scheiben schneiden und gleichmäßig in der Rührschüssel verteilen. Sie wird im Sommer nach kurzer Zeit weich.
- Für einen Blechkuchen kann man auch einen Backrahmen verwenden. Die Marillen sollen wirklich mehr aufgelegt als hineingepresst sein, da der Teig beim Backen ohnehin aufgeht und die Marillen versinken.
- Wer mag, toppt den Marillenkuchen noch mit Honig und flüssiger Butter. Marillenkuchen lässt sich auch sehr gut einfrieren.
- Der Kuchen lässt sich auch mit anderem Steinobst wie z. B. Zwetschken, Kirschen, Pfirsiche oder Beeren belegen.
Weitere Hinweise zur Mengenanpassung
Für ein dicht mit Marillen belegtes großes Backblech benötigt man ca. 1 kg kleine Marillen. Die Marillen auf den Bildern wogen 30-45 g. Die Masse reicht auch für ein großes Backblech in Ofengröße (33x40 cm). Darin wird der Teig etwas niedriger und die Backzeit verkürzt sich etwas.
Alternative Biskuit- und Teigvarianten aus dem Fundus
- Eine Variante: Die weiche Butter sehr gut schaumig rühren, dann Zucker und die Eidotter einzeln einrühren. Milch, Rum, Zitronenschale dazu geben. Zum Schluss das mit Backpulver versiebte Mehl und den festen Eischnee abwechselnd kurz unterrühren.
- Biskuitmasse: Eier mit heißem Wasser, Zucker und Vanillin-Zucker cremig aufschlagen, Mehl mit Backpulver darübersieben und mit dem Kochlöffel unterheben. Diese Masse kann auch für Zwetschken, Kirschen, Pfirsiche etc. verwendet werden.
- Mürbteig + Biskuit: Für Varianten mit Mürbteig zuerst den Mürbteig backen, mit Marmelade bestreichen und dann Biskuitmasse und Kompottmarillen verwenden.
Backzeiten & Temperaturen (Übersicht)
| Form | Temperatur | Backzeit (ca.) |
|---|---|---|
| 23x33 cm Form | 175 °C Ober-/Unterhitze | ca. 45 Minuten |
| Backblech (groß, 33x40 cm) | 175 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Heißluft | etwas kürzer als in kleiner Form; Stäbchenprobe machen |
| Kleineres Blech 25x35 cm | 150 °C Heißluft empfohlen | ca. 55 Minuten |
Serviervorschläge
- Den Kuchen etwas abkühlen lassen und genießen. Wer möchte, kann ihn noch mit Staubzucker bestreuen.
- Sehr saftig und fruchtig schmeckt der Marillenkuchen mit Öl; zum Nachmittagskaffee schmeckt der Marillenkuchen mit Topfen besonders gut.
- Als Variation kann man die Oberfläche nach dem Backen mit Aprikosenmarmelade bestreichen oder mit Vanillepudding-Deko kombinieren.
Hast du das Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über deine Bewertung!! Hast du dieses Rezept ausprobiert? Dann lass mich doch bitte wissen, wie es gelungen ist und hinterlasse eine Bewertung und/oder einen Kommentar.
Lesen Sie auch: Rezept für gesunden Biskuit
Lesen Sie auch: Biskuit einfach zubereiten
Lesen Sie auch: Biskuit-Herztorte mit Erdbeeren selber machen
tags: #Rezept #Biskuit #mit #Marillen


