Das beste Mürbeteig-Rezept für Kekse: Klassiker, Varianten und Profi-Tipps

Mürbeteig zählt zu den vielseitigsten Teigsorten der Backkunst und ist die Grundlage für unzählige Gebäckarten: zarte Kekse, knuspriges Feingebäck, festliche Plätzchen, Tarteböden, Blechkuchen, Quiches und vieles mehr. Ob für Weihnachten, Ostern oder einfach für das ganze Jahr: Mit dem richtigen Mürbeteig gelingen immer perfekte Kekse, die Erinnerungen an Kindheit und Festtage wecken.

Verschiedene Mürbeteigkekse auf einem Blech

Was ist Mürbeteig und warum ist er so besonders?

Ein Mürbeteig begegnet einem nämlich nahezu überall. Ob man ihn nun als solchen bezeichnet oder Knetteig oder 3-2-1-Teig zu ihm sagt - dahinter verbirgt sich stets das gleiche Rezept. Die Besonderheit des Mürbeteigs ist, dass er weder besonders knusprig, noch sehr elastisch ist. Die im Rohzustand noch insgesamt eher feste Masse wird beim Backen erstaunlicherweise mürbe - er zerfällt also nahezu in kleine Krümel, wenn man ihn im Mund hat. Daher auch sein Name.

Diese einzigartige Konsistenz kann im Übrigen sowohl süß, als auch herzhaft umgesetzt werden. Die gängigsten Gebäcke aus der Masse sind wohl Kekse wie z.B. Teegebäck oder Weihnachtsplätzchen. Aber auch Tortenböden und Kuchen werden aus ihm hergestellt. Tartes, Quiches und herzhafte Pasteten arbeiten ebenfalls häufig mit Mürbeteig.

Das klassische 3-2-1-Grundrezept für süßen Mürbeteig

Die wohl gängigste Variante ist das 3-2-1-Rezept. Dieses gibt das richtige Verhältnis der Hauptzutaten an: Man benötigt demnach 3 Teile Mehl, 2 Teile Fett und 1 Teil Zucker. Im ursprünglichen Mürbeteig braucht es sonst nichts weiter. Man vermengt dann die Butter mit dem Zucker und gibt anschließend das Mehl hinzu.

Mit anderen Worten 100 g Zucker, 200 g Butter und 300 g Mehl. Eine Prise Salz rundet den Geschmack ab. Im Prinzip ist das Backen des Teiges sehr unproblematisch. Je nach Rezept kommen die Backwaren bei 180-200°C in den Ofen. Bei kleinen Gebäckstücken dauert der Prozess meist nur um die 10-15 Minuten, größere Kuchen etc. brauchen hingegen häufig 30 bis 60 Minuten.

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Zutat Menge
Mehl 250 g
Zucker 75 g
Butter oder Margarine 125 g
Ei 1 (Größe M)
Salz 1 Prise
Mürbeteig Zutaten auf einer Arbeitsfläche

Die perfekte Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Mehl, Zucker, Salz, Ei und Butter in Flöckchen mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren. Mürbeteig mit den Händen glatt verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kalt stellen.
  2. Den Teig nach Belieben ausrollen, ausstechen, oder eine Form damit auslegen und füllen, zum Beispiel mit Puddingcreme und Früchten.
  3. Für einen Kuchen den Mürbeteig im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C) je nach Füllung ca. 30-60 Minuten backen. Kekse (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C) ca. 8-10 Minuten backen. Am besten hältst du dich bei der Temperatur und der Backzeit an das jeweilige Rezept.

Mürbeteig liebt dabei das Kühle: Selbst nach schneller Verarbeitung der Zutaten hat sich der Teig etwas erwärmt. Deswegen ist das Kühlstellen für eine Weile ein MUSS. Zu langes kneten macht den Teig zu warm und er wird dann nach dem Backen hart und nicht mürbe. Und MÜRBE wollen wir die Plätzchen!

Backzeit und Temperaturen

  • Standard-Keks: 10-12 Minuten bei 175 °C Ober-/Unterhitze oder ca. 155-160 °C Umluft
  • Blechkuchen: je nach Füllung ca. 30-60 Minuten bei 175 °C Ober-/Unterhitze

Tipps & Tricks für das beste Mürbeteig-Ergebnis

Besonders fein wird der Mürbeteig, wenn du 50 g des Mehls durch Speisestärke oder gemahlene Mandeln ersetzt. Der Knetteig lässt sich gut ausrollen, wenn er schön durchgekühlt ist. Saftiges Obst sollte nicht direkt auf den Teig gelegt werden, weil der Mürbeteig sonst schnell matschig wird. Am besten vorher mit gemahlenen Nüssen oder Paniermehl bestreuen oder erst ohne Füllung backen und dann mit geschmolzener Schokolade bestreichen.

Eine Möglichkeit, diese zu verhindern, ist es, den Teig in der Küchenmaschine kneten zu lassen. Ein Rührgerät mit Knethaken ist ebenfalls eine Option. Allerdings darf hier die Butter wiederum nicht zu kalt sein, damit die Maschine ihren Dienst tun kann.

Wie werden Mürbeteig Plätzchen wieder weich? Viele Plätzchen werden nach dem Backen erst einmal hart, also keine Sorge was das Rezept betrifft. Es empfiehlt sich die Kekse in einer schönen Keksdose zu lagern, nach und nach werden sie dann wieder weich. Um den Vorgang zu beschleunigen legst du eine Apfelscheibe dazu.

Ganz wichtig: Damit die Schrift auf den Keksen nicht verläuft, solltet ihr das Backblech mit den Mürbeteig Plätzchen vor dem Backen unbedingt nochmal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Lasst die Mürbeteigplätzchen vollständig abkühlen und lagert sie dann in einer luftdicht verschlossenen Keksdose. So sind eure Mürbeteigplätzchen bis zu acht Wochen haltbar.

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Frisch gebackene Mürbeteigkekse auf einem Kuchengitter zum Auskühlen

Mürbeteig-Probleme: Tipps zum Troubleshooting

  • Teig ist zu bröselig: Mit ein wenig Flüssigkeit (z.B. Eiswasser oder Milch) nachhelfen.
  • Teig ist zu klebrig: Teig nochmals 15-30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  • Teig lässt sich nicht ausrollen: Flach statt kugelig kühlen und auf bemehlter Arbeitsfläche bearbeiten.
  • Kekse verlaufen oder laufen auseinander: Vor dem Backen mindestens 30 Minuten kühlen.
  • Kekse werden hart: Teig nicht zu lange kneten und nicht zu lange backen!

Variationen und Verzierungen für Mürbeteigkekse

Mürbeteig Plätzchen verzieren: Aber Logo! Entweder ganz zurückhaltend, die Plätzchen vor dem Backen mit einem Eigelb und 3 Esslöffeln Milch verquirlt bestreichen. Mürbeteig Plätzchen füllen: Einfach einen kleinen Klecks Marmelade zwischen zwei Plätzchen geben - fertig. Er lässt sich toll bemalen, mit Zuckerguss bestreichen oder in Schoki tunken. Nach dem Backen sind die Plätzchen im Idealfall goldbraun und außen schön knusprig.

Für eine vegane Variante der Mürbeteigplätzchen könnt ihr ganz einfach die Butter im Rezept durch pflanzliche Margarine ersetzen und das Ei entweder weglassen oder gegen einen Esslöffel Apfelmus austauschen.

Zubereitung und Ausstechen von Mürbeteig-Plätzchen, gezeigt in mehreren Schritten

Mürbeteig lagern und einfrieren

  • Der Teig lässt sich problemlos einfrieren - am besten zu einer Platte ausgerollt in einem Gefrierbeutel. Das funktioniert hervorragend: Hält bis zu drei Monate.
  • Im Kühlschrank hält sich vorbereiteter Mürbeteig bis zu einer Woche.
  • Kekse in einer Blechdose gut verschlossen halten sich mehrere Wochen.

Weitere beliebte Mürbeteig-Rezepte und Ideen

  • Original Scottish Shortbread ist ein süßes Mürbeteiggebäck, das in Schottland traditionell zu Schwarztee serviert wird.
  • Das Grundrezept für den pikanten Mürbeteig gelingt Ihnen mit diesem Rezept garantiert.
  • Ein Mürbeteig mit Kakao wird gerne gebacken.
  • Tartes, Quiches, herzhafte Pasteten und Nussecken lassen sich aus Mürbeteig zubereiten.
Mürbeteig Grundrezept und verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für Kekse und Kuchen

Praktische Tabelle: Übersicht Backzeiten und Temperaturen

Gebäck Backzeit Temperatur Ober-/Unterhitze Temperatur Umluft
Kekse/Plätzchen (Standard) 8-12 Minuten 175-180 °C 155-160 °C
Blechkuchen 30-60 Minuten 175 °C 150 °C
Vorbacken/Blindbacken 10-15 Minuten 180 °C -

FAQ - Häufige Fragen zu Mürbeteigplätzchen

  • Wie lange sind Mürbeteigkekse haltbar? Bis zu acht Wochen luftdicht verschlossen.
  • Kann man Mürbeteig einfrieren? Ja, hält bis zu drei Monate im Gefrierbeutel.
  • Warum werden Kekse manchmal hart? Zu lang geknetet oder zu heiß gebacken.
  • Wie wird Mürbeteig richtig mürbe? Zutaten kalt verwenden und Teig ausreichend kühlen.
Verschiedene Ausstechformen für Mürbeteigkekse

So einfach, so vielfältig und darum wichtig zu kennen: Wir verraten, wie das Mürbeteig Backen gelingt. Egal ob klassisch, vegan, mit Nüssen oder gefüllt - ein gutes Grundrezept bleibt die perfekte Basis für kreative Backideen und gemütliche Stunden im Duft von frisch gebackenen Keksen.

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