BARF Leckerlis für Hunde selber machen: 21 Rezepte, Tipps und Lagerung

Leckerlis gehören zum Hundealltag einfach dazu - sei es als Belohnung beim Training, als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch oder zur Zahnpflege. Auch wenn BARF auf frischer, roher Fütterung basiert, sind kleine Leckerlis zwischendurch kein Problem - solange sie hochwertig, gut verträglich und maßvoll gegeben werden.

Warum selbst machen? Vorteile von DIY- und BARF-Leckerlis

  • Sie sind auf jeden Fall transparenter - Sie wissen genau, was drin ist.
  • Selbst gebackene Hunde Leckerli sind natürlich und enthalten keine künstlichen Zusatzstoffe sowie keinen zugesetzten Industriezucker.
  • Bei der Eigenproduktion lässt es sich einfach auf Farbstoffe und unnötige Zusätze (z. B. Zucker) verzichten.
  • Vor allem bei Hunden mit Futterallergien bietet die Eigenproduktion einen entscheidenden Vorteil: Die Leckerlies können entsprechend der Futtermittelunverträglichkeit des Hundes zusammengestellt werden.
  • BARF Leckerlis für Hunde sind mundgerechte Belohnungen aus natürlichen Zutaten, ohne künstliche Zusatzstoffe; sie eignen sich besonders für Hundebesitzer, die wenig Zeit haben und dennoch hochwertige Belohnungen füttern möchten.

Worauf achten? Sicherheit und Zutaten

  • Achte darauf, dass die meisten Zutaten (v. a. Fleisch, Eier, Fisch und die meisten Gemüsesorten) stets gegart verfüttert werden sollten.
  • Wichtig ist, verbotene Lebensmittel wie Schokolade, Alkohol, Kakao, Weintrauben, Rosinen, Avocado, Süßstoff (Xylit), Zwiebeln und Zucker zu vermeiden.
  • Bei Fisch: Thunfisch sparsamer einsetzen wegen möglicher Umweltgifte; nicht in Öl eingelegter oder stark gewürzter Thunfisch verwenden.
  • Bei BARF: Fleisch frisch und qualitativ hochwertig, keine splitternden Knochen, Gemüse möglichst pürieren, Hygiene beachten (Lagerung, Handling roher Zutaten).
  • Die Größe des Snacks sollte sich nach der Rasse bzw. Größe des Vierbeiners richten. Trockene Snacks sind besonders förderlich für die Zahngesundheit.

Ausstattung und praktische Hinweise

  • Für die Zubereitung unserer Leckerli Rezepte für Hunde benötigt man einen Pürierstab oder Küchenmaschine, um die Zubereitung zu erleichtern.
  • Als Zusatzmehl eignen sich glutenfreie Mehle wie Kartoffelmehl, Maismehl, Buchweizenmehl oder Reismehl; Dinkel ist eine Alternative bei verträglichem Getreide.
  • Für kleinere, gleichmäßige Formen nutzt man am besten eine Backmatte für Hunde aus Silikon (Mulden etwa 1 cm), damit kleine Leckerli entstehen.
  • Die fertigen Hundekekse füllt man in Vorratsdosen oder Stoffsäckchen um, damit man immer Leckerli zur Hand hat.
  • Nach dem Backen werden die Leckerlis luftdicht verpackt; im Durchschnitt ca. 3-4 Wochen haltbar, im Kühlschrank länger, tiefgekühlt deutlich länger.

Grundrezept (variabel für viele Varianten)

Ein einfaches Grundrezept für Hunde Leckerli besteht aus glutenfreiem Mehl, Haferflocken, püriertem Obst oder Gemüse und Ei. Dieses Grundrezept ist durch beliebige hundefreundliche Zutaten zu ergänzen.

Heize den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor. Mische Mehl und Haferflocken in einer großen Schüssel. Füge das pürierte Obst oder Gemüse sowie das Ei hinzu. Nun rollt man den Teig aus und schneidet ihn in die gewünschte Form oder sticht die Hundekekse mit Ausstechformen aus. Anschließend legt man die Kekse auf ein Backblech und backt sie für 20 bis 25 Minuten im Ofen.

21 bewährte Rezepte (mit Zubereitungsangaben)

1. Käse Leckerli

Zutaten: Parmesan, Kartoffelmehl, Wasser, 1 Ei (oder andere laktosefreie Käsesorte wie Emmentaler, Maasdamer oder Hüttenkäse).

Für die Zubereitung der Käse Leckerli des Hundes heizt man zunächst den Backofen auf 180 °C Umluft vor. Im nächsten Schritt gibt man alle Zutaten in eine Schüssel und zerkleinert sie mit einem Pürierstab. Die gemixte Käse-Masse wird in die Backmatte gegeben und glatt gestrichen. Die Backmatte mit der Käse-Masse wird dann auf einem Backblech bei 25 Minuten im Ofen gebacken.

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2. Kokos Leckerli

Zutaten: Kokosraspeln oder Kokosflocken, Kokosmehl, 1 Ei, Kokosmilch, Kokosöl, Wasser.

Heize den Backofen auf 160 °C Umluft vor und erwärme das Kokosöl kurz. Vermenge alle Zutaten mit einem Pürierstab zu einem etwas flüssigen Teig und verteile ihn in der Backmatte. Backe die Kokos Leckerli 25-30 Minuten.

3. Kalorienarme Geflügel-Leckerli (nur Fleisch)

Zutaten: 500 g Puten- oder Hähnchenbrust.

Heize den Ofen auf 80 °C vor, schneide die Geflügelbrust in sehr feine Streifen. Lege die Streifen auf ein Gitterblech, so dass sie sich nicht berühren. Trockne sie im Ofen mindestens 2 Stunden (bei geöffneter Tür oder mit geklemmtem Kochlöffel), bis sie trocken sind.

4. Süßkartoffel Leckerli

Zutaten: Süßkartoffeln, Kartoffelmehl, 1 Ei, Olivenöl (oder Leinöl, Kokosöl, Hanföl oder Rapsöl).

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Heize den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vor, halbiere die Süßkartoffel und backe sie 25 Minuten. Danach auf 160 °C Umluft reduzieren, pürieren mit Ei, Mehl und Öl, in die Backmatte geben und 15-20 Minuten backen.

5. Kürbis Leckerli

Zutaten: Kürbis, Kartoffelmehl, Parmesan, 1 Ei, Kokosöl (ersetzbar).

Heize den Ofen auf 180 °C vor. Schäle den Kürbis, entferne Kerne, würfle und koche ihn 15 Minuten weich. Püriere alle Zutaten, fülle die Masse in die Backmatte, backe 20-25 Minuten.

6. Thunfisch Leckerli

Zutaten: Thunfisch im eigenen Saft, Kartoffelmehl (oder Haferflocken), 1 Ei.

Heize den Backofen auf 160 °C Umluft vor, vermenge Thunfisch und Ei, gib Kartoffelmehl dazu und mixe. In Backmatte füllen, 25-30 Minuten backen. Thunfisch sparsam verwenden.

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7. Schonkost Leckerli

Zutaten: Hähnchenbrust, Reis, Karotten, Kartoffeln, Magerquark, 1 Ei.

Heize den Backofen auf 180 °C vor, wasche und raspel das Gemüse, gare alle Zutaten, mixe mit dem Pürierstab, fülle in Backmatte und backe 20-30 Minuten.

8. Leberkekse

Zutaten: 1 kg Mehl, 125 g Leberwurst, 2 Eier, 2 EL Öl, 350 ml Wasser.

Knete die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig, rolle ca. 1,5 cm dick aus, steche Formen aus und backe bei 175 °C für 25 Minuten. Lass die Kekse 2 Tage aushärten.

9. Fischkekse

Zutaten: 400 g Mehl, 300 g fettreicher Seefisch (püriert), 50 g Quark, etwas Milch.

Mix alle Zutaten, rolle den Teig aus, steche Formen aus und backe bei 150 °C ca. 30 Minuten.

10. Eierkuchen (als Snack)

Zutaten: 200 g Mehl, 250 g Milch, 100 g Fisch oder Fleisch, 2 Eier.

Vermenge Zutaten zu einem zähen Teig, backe in leicht gefetteter Pfanne zu Eierkuchen, abkühlen lassen und in Stücke schneiden.

11. Bananen-Chips

Zutaten: 2 reife Bananen, 150 g Weizengrieß, 1 EL Honig (sparsam).

Zerdrücke Bananen, mische mit Grieß und Honig, rolle 1 cm dick aus, steche Chips aus oder schneide Vierecke, backe bei 180 °C 20 Minuten.

12. Quarkpralinen

Zutaten: 200 g feine Haferflocken, 100 g Dinkelmehl, 6 EL Buttermilch, 5 EL Öl, 1 Ei, 1 EL Ahornsirup oder Honig, 150 g Magerquark.

Vermische, forme Kugeln und backe bei 180 °C für 25 Minuten.

13. Thunfischtaler (Alternative)

Zutaten: 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft, 2 EL Öl, 1 Ei, 300 g Maismehl, 150 g Haferflocken.

Alles vermengen, 1 cm dicke Taler formen, bei 150 °C 30 Minuten backen.

14. Vegetarische Haferflockenkekse

Zutaten: 400 g Haferflocken, 1 Banane, 3 Eier, 2 EL Sojamehl.

Eiweiße steif schlagen, Banane mit Eigelben und Haferflocken mischen, Eischnee unterheben, als Häufchen verteilen und bei 180 °C ca. 20 Minuten backen.

15. Joghurt-Dinkel-Taler

Zutaten: 100 g Dinkelmehl, 100 g Haferflocken, 50 g Reismehl, 1 EL Honig, 1 geriebener Apfel, 150 g Naturjoghurt, Prise Zimt.

Teig ausrollen, ausstechen und bei 150 °C ca. 45 Minuten backen.

16. Wild-Brot (Mini-Brote)

Zutaten: 100 g Wildfleisch-Reste, 250 g Mehl, 100 g Haferflocken, 100 g Magermilchpulver, 100 g fein geriebene Kohlrabi, 1 Ei, ½ TL Salz.

Fleisch gar kochen, durch Wolf drehen, Brühe abmessen, zu Teig verarbeiten, kleine Brote formen, 15-20 Minuten bei 180 °C backen, dann auf 70 °C nachtrocknen.

17. Kokos-Makronen

Zutaten: 4 Eiweiße, 140 g Kokosraspeln, 60 g Joghurt.

Eiweiß steif schlagen, Joghurt und Kokos unterheben, kleine Kleckse formen, bei 180 °C Umluft 10-13 Minuten backen, dann bei 60-70 °C nachtrocknen.

18. Frischkäse-Haferstangen (schnell)

Zutaten: körniger Frischkäse, Haferflocken, Dinkelvollkornmehl (Mengen je nach Konsistenz).

Alle Zutaten zu einem festen Teig verkneten, kleine Stangen formen, bei 180 °C Umluft 20 Minuten backen. Haltbar 2-3 Wochen luftdicht.

19. Bananen-Karotten-Kugeln

Zutaten: Chiasamen (gequollen), Karotten geraspelt, Banane, Mehl nach Bedarf.

Chiasamen quellen lassen, Zutaten zu festem Teig kneten, kleine Kugeln formen, bei 180 °C Umluft 20 Minuten backen. Aufgrund Feuchte 3-4 Tage haltbar.

20. Rinderhack-Snacks

Zutaten: Rinderhack, Mehl/Haferflocken, Ei.

Vermenge Zutaten, forme kleine Bällchen oder Taler, bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen.

21. Clicker-Leckerchen aus Rinderleber

Zutaten: 400 g Rinderleber, 400 g Dinkelvollkornmehl, 2 Eier.

Leber pürieren, mit Mehl und Eiern zu Teig, in Kastenform bei 200 °C backen (30-40 Minuten je nach gewünschter Festigkeit), erkalten lassen und in fingernagelgroße Würfel schneiden. Gut einfrierbar.

Käseleckerlis in Backmatte

Tipps zum Backen und Trocknen

  • Für weiche oder festere Konsistenz Backzeit anpassen (z. B. weicher 30 min, fester 40 min wie bei Leberkeksen).
  • Um Feuchtigkeit zu entziehen, nach dem Backen oft bei niedriger Temperatur (50-70 °C) nachtrocknen lassen oder Backofentür leicht geöffnet lassen.
  • Bei sehr feuchten Teigen Kartoffeln stampfen (möglichst trocken) oder Quark als Bindemittel verwenden.
  • Vermeide zu hohe Anfangstemperaturen, damit Kekse nicht verbrennen; niedrigere Temperatur braucht zwar länger, ist aber schonender.
Anleitung: Hundeleckerlis in Silikon-Backmatte backen

Lagerung und Haltbarkeit

  • Ohne Konservierungsstoffe sollten die Kekse innerhalb weniger Tage bis Wochen verfüttert werden; Faustregel: 3-4 Wochen bei trockener Lagerung.
  • Trockenere Kekse halten länger; idealerweise in Blechdosen oder Stoffsäckchen aufbewahren.
  • Im Kühlschrank verlängert sich die Haltbarkeit um mehrere Wochen; im Gefrierschrank deutlich länger.
  • Feuchte Leckerlis (z. B. Frischkäse- oder Bananenvarianten) getrennt lagern und zeitnah verbrauchen.

BARF-spezifische Hinweise

  • Barfen ist eine Abkürzung für „biologisch artgerechtes rohes Futter“ und umfasst rohes Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse und Obst.
  • BARF-Leckerlis können an ernährungsbedingte Bedürfnisse und Allergien angepasst werden, häufig bestehen sie aus nur einer Zutat.
  • Um die richtige BARF-Menge zu berechnen, orientiere dich an 2-4 % des Körpergewichts; in Mahlzeiten etwa 70-80 % Fleisch, 10-15 % Knochen, 10-15 % Gemüse.
  • Lass dich vor Beginn vom Tierarzt beraten, um Mangelernährung oder Hygieneprobleme zu vermeiden.

Häufige Fragen (Kurz)

  • Was halten Tierärzte vom Barfen? Die Meinungen gehen auseinander; viele befürworten die natürliche Ernährung, andere warnen vor Mangelernährung und Hygienerisiken.
  • Ist Barfen gesund? Ja, wenn ausgewogen und richtig zubereitet; qualitativ hochwertige Zutaten sind entscheidend.
  • Was ist gesünder - Barfen oder Trockenfutter? Es hängt vom individuellen Tier ab; es gibt keine pauschale Antwort.
  • Wie oft füttern beim Barfen? Portionen auf mehrere Mahlzeiten verteilen; Häufigkeit abhängig von Alter, Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand.

Praktische Geschenkidee und Motivation

Selbstgemachte Hundeleckerlis eignen sich zudem als tolle Geschenkidee für andere Hundebesitzer - ideal zu Weihnachten, zum Geburtstag oder einfach so. Sie machen Spaß, sind kostengünstig und gesund. Du bestimmst Zutaten, Größe und Geschmack und kannst sowohl Kausnacks als auch kleine Trainingshappen backen.

Oh, ist die Hundekeksdose schon wieder leer? Dann lege einfach los, probiere Rezepte aus und variiere - mit der Zeit lernst Du, welche Zutaten für Dich und Deinen Vierbeiner am besten funktionieren, und kannst ihm mit schmackhaften DIY-Keksen eine Freude bereiten.

Vorratsdosen mit selbstgemachten Hundekeksen

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