Saftiger Apfelmus-Ruhrkuchen: Ein Rezept für jeden Anlass

Der Apfelmus-Ruhrkuchen ist ein vielseitiger Klassiker, der sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern sehr beliebt ist. Er ist einfach zuzubereiten, saftig und kann nach Belieben variiert werden. Ob zum Kaffee, als Dessert oder als Mitbringsel - dieser Kuchen kommt immer gut an.

Die Geschichte des Apfelkuchens

Die Tradition des Apfelkuchens reicht weit zurück. Besonders in Regionen mit starkem Apfelanbau wie dem Alten Land oder Südbrasilien hat sich eine vielfältige Backkultur rund um den Apfel entwickelt. Deutsche Einwanderer brachten im 19. und 20. Jahrhundert ihre Lieblingsrezepte und Zubereitungsmethoden nach Südbrasilien, wo sie die lokale Küche bereicherten. So entstanden zahlreiche Obstkuchenvarianten mit Streuseln, Hefeteigböden oder Rührteigen, die bis heute beliebt sind.

Grundrezept für Apfelmus-Ruhrkuchen

Dieses Rezept ist eine einfache Basis, die nach Belieben erweitert werden kann.

Zutaten:

  • 300 g Mehl (Weizenmehl Type 405 oder 550)
  • 160 g Zucker (nach Wunsch brauner Zucker)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 unbehandelte Zitrone (Schale)
  • 2 Eier
  • 300 g Apfelmus
  • 50 ml Öl (Sonnenblumenöl oder Rapsöl)

Optional:

  • 100 g gehackte Walnüsse
  • 200 g gehackte Schokolade
  • 3 EL Weinbrand
  • 1 EL heißes Wasser
  • 1 TL löslicher Kaffee
  • 250 g Puderzucker (für die Glasur)
  • Zimt
  • Rosinen, kandierte Früchte

Zubereitung:

  1. Vorbereitung: Eine Gugelhupfform (oder eine andere Form nach Wahl, z.B. Kastenform, Springform) mit etwas Öl oder Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Alternativ, bei Silikonformen, ist das Einfetten nicht unbedingt notwendig.
  2. Teig zubereiten: Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und die abgeriebene Zitronenschale in einer Schüssel gut vermischen. In einer separaten Schüssel Eier, Apfelmus und Öl verquirlen. Die feuchten Zutaten zu den trockenen Zutaten geben und kurz unterrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
  3. Optional: Gehackte Walnüsse und Schokolade unter den Teig heben.
  4. Backen: Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen bei etwa 175°C (Ober-/Unterhitze) ca. 50-60 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist. Bleibt kein Teig mehr am Stäbchen kleben, ist der Kuchen fertig.
  5. Auskühlen: Den Kuchen nach dem Backen etwas auskühlen lassen, bevor er aus der Form gestürzt wird.
  6. Glasur zubereiten (optional): Für die Weinbrand-Kaffee-Glasur Weinbrand und heißes Wasser mit löslichem Kaffee verrühren. Puderzucker unterrühren und bei Bedarf noch etwas heißes Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Den noch warmen Kuchen mit der Glasur überziehen.
  7. Verzieren (optional): Nach Wunsch mit Schokoladenlinien, Walnusshälften, Krokant oder ähnlichem verzieren.

Variationen und Tipps

  • Apfelsorten: Verwenden Sie verschiedene Apfelsorten für unterschiedliche Geschmacksnuancen. Saure Äpfel wie Boskoop oder Granny Smith sorgen für eine erfrischende Note, während süße Sorten wie Golden Delicious den Kuchen besonders mild machen.
  • Gewürze: Zimt ist ein klassisches Gewürz für Apfelkuchen, aber auch andere Gewürze wie Nelken, Muskatnuss oder Kardamom passen hervorragend.
  • Nüsse: Anstelle von Walnüssen können auch Haselnüsse, Mandeln oder Pekannüsse verwendet werden.
  • Schokolade: Vollmilch-, Zartbitter- oder weiße Schokolade - je nach Geschmack kann die Schokolade variiert werden.
  • Glasur: Statt der Weinbrand-Kaffee-Glasur können auch Nuss-, Zimt-, Zitronen- oder Schokoglasuren verwendet werden.
  • Vegane Variante: Für eine vegane Variante können die Eier durch Apfelmus ersetzt werden. Achten Sie darauf, vegane Butter und Milch zu verwenden.
  • Saftigkeit: Apfelmus und Öl sorgen für eine besondere Saftigkeit des Kuchens. Er bleibt auch nach einigen Tagen noch frisch und saftig.
  • Reste verwerten: Der Apfelmus-Ruhrkuchen ist ideal, um Apfelmusreste zu verwerten.
  • Backform: Der Kuchen kann in einer Gugelhupfform, Kastenform oder Springform gebacken werden.

Saftiger Apfelmus-Rührkuchen mit Crème fraîche-Apfelmus-Glasur (Vegane Option)

Dieses Rezept kombiniert die Saftigkeit des Apfelmus-Rührkuchens mit einer frischen Crème fraîche-Apfelmus-Glasur. Es ist auch einfach vegan zuzubereiten.

Zutaten:

  • (siehe Grundrezept)
  • Vegane Butter (zum Einfetten)
  • Mehl (zum Bestäuben)

Für die Crème fraîche-Apfelmus-Glasur:

  • Crème fraîche (oder vegane Alternative)
  • Apfelmus

Zubereitung:

  1. Teig zubereiten: Wie im Grundrezept beschrieben, alle Zutaten für den Teig miteinander verrühren.
  2. Backen: Den Teig in eine gefettete und bemehlte Gugelhupfform füllen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 60 Minuten backen. Nach 50 Minuten ggf. mit Backpapier oder Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
  3. Glasur zubereiten: Crème fraîche und Apfelmus verrühren. Das Verhältnis kann je nach Geschmack angepasst werden.
  4. Kuchen glasieren: Den ausgekühlten Kuchen mit der Crème fraîche-Apfelmus-Glasur überziehen.

Tipps für den perfekten Apfelmus-Ruhrkuchen

  • Gute Vorbereitung: Die Gugelhupfform gründlich einfetten und mehlen.
  • Auskühlen lassen: Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, bevor er aus der Form gestürzt wird. Besonders an den Rändern kann der Kuchen sonst kleben bleiben.
  • Stäbchenprobe: Gegen Ende der Backzeit mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
  • Saftigkeit: Die Kombination aus Apfelmus, Joghurt und Muscovadozucker sorgt für eine besonders saftige Konsistenz.
  • Zutaten richtig verarbeiten: Butter und Zucker cremig rühren, Eier einzeln unterrühren und trockene Zutaten nur kurz unterrühren.

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