Bretonischer Apfelkuchen Rezept

Ich liebe die Bretagne und ich leide an Backwahn. Was liegt da näher, als das eine immer mal wieder mit dem anderen zu kombinieren. Heute habe ich meine beiden Liedenschaften zu einem bretonischen Apfelkuchen werden lassen. Das Rezept stammt von Marjolaine vom wirklich zauberhaften Blog Wonderful Breizh. Da man dort nur französisch spricht, übersetze ich es für euch. Und empfehle dringend, den Kuchen nachzubacken. Aus Gründen.

Warum dieser Kuchen?

Ich kenne ihn aus meinen Familienreisen in der Bretagne. Dort haben wir ihn immer bei dem kleinen Bäcker um die Ecke gekauft. Natürlich haben wir den original Bretonischen Kuchen mit in Rum eingelegten Pflaumen gegessen….. Sooo gut. Um, wie oft, etwas zu machen, dass Ihr noch nicht so kennt, habe ich mich entschieden, ihn mit Äpfeln zu backen. Also eher einen Gâteau breton normand.

Bretonische Landschaft und Apfelbaum

Charakter und Tipp zur Zutatenwahl

Der Trick mit dem Rezept ist, etwas saure Äpfel zu nehmen und etwas Salz in den Teig (oder direkt Salzbutter) zu geben. So wird der Kuchen leicht aromatisch und nicht zu süß. Ich habe den Kuchen mit Weizenmehl und einem Teil Buchweizenmehl gebacken. Man kann ihn aber sehr gut mit Dinkelmehl und warum nicht einem Teil Kastanienmehl.... Mit Roggenmehl würde ich aber vorsichtig sein, da er sehr schnell andere Aromen überdeckt. Und alle Vollkornmehle sind ebenfalls für dieses Rezept willkommen.

Zutaten (für eine Springform Ø 26 cm)

  • 150 g Butter
  • 4 Eier
  • 150 g Zucker (plus etwas Puderzucker zum Bestäuben)
  • 2 cl Calvados (optional)
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Mehl
  • 1 Msp. Backpulver
  • 500 g Äpfel (nach Geschmack, etwas säuerlich)
  • gehobelte Mandeln für die Kruste
  • 1 Ei für den Guss (evtl. 1 EL beiseite)
  • Vanillezucker oder das Mark einer Vanilleschote
  • Fett für die Form

Vorbereitung

  • Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Ca. 1/3 der Äpfel auf dem Teig verteilen. 100 g Apfelscheiben rosettenartig auf dem Teig verteilen.
  • Eine 26er Springform einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
  • Den Backofen vorheizen: je nach Anleitung 175 °C (Mitte, Umluft 160 °C) oder 180 °C Ober-/Unterhitze. Manche Varianten empfehlen 140 °C Umluft (160 °C Ober-/Unterhitze) für den ersten Gang.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Die Butter schmelzen lassen, dann etwas abkühlen lassen. Die Butter zerlassen.
  2. Die Eier mit Zucker und Calvados cremig rühren. Die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker cremig schlagen. Die Eier nacheinander unterziehen. 1 Ei aufschlagen und 1 EL davon beiseite nehmen. Den Rest mit den anderen 3 Eiern nacheinander zur Butter-Zucker-Mischung geben.
  3. Mehl mit Backpulver mischen. Mehl, Salz und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und Salz vermengen und vorsichtig unter den Teig rühren. Zum Schluss noch den Calvados dazugeben.
  4. Ungefähr die Hälfte des Teigs in die Form füllen. Die Hälfte des Teiges in die Springform geben und glatt streichen. Ca. 1/3 der Apfelspalten kreisförmig auf dem Teig verteilen. Etwas andrücken und den restlichen Teig vorsichtig darauf streichen. Nun die restlichen Apfelspalten wieder kreisförmig auf den Teig verteilen und andrücken.
  5. Den Kuchen nun 30 - 35 Minuten backen. Bei einer anderen Anleitung: den Kuchen auf der untersten Leiste 40 - 50 Minuten backen. Nach 25 Minuten mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu stark bräunt. Den Kuchen 30 - 35 Minuten backen (je nach Ofen und Temperatur).
  6. Für die Kruste / den Guss die Butter zerlassen. Den Zucker einrühren. Leicht abkühlen lassen. Die Mandeln und das Ei unterrühren. Die Butter schmelzen und mit dem Honig vermengen. Das beiseitegestellte Ei und die Mandeln unterheben.
  7. Den Apfelkuchen nach der ersten Backzeit aus dem Ofen nehmen, die Mandeln gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen und zurück in den Ofen stellen. Die Temperatur auf 160 °C Umluft (180 °C Ober- / Unterhitze) erhöhen und den Kuchen nochmals ca. 25 Minuten backen. Nach der Backzeit den Ofen eingeschaltet lassen, den Kuchen aus dem Ofen holen und vorsichtig die Mandelmasse auf dem Kuchen verteilen. Jetzt den Kuchen noch mal 25 Minuten backen lassen.
  8. Nach Ende der Backzeit Stäbchenprobe machen, eventuell noch ein paar Minuten nachbacken! Den Kuchen aus der Springform nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen und einfach genießen.
Apfelspalten auf dem Teig in Springform

Alternative Zubereitungsvarianten

  • Man kann den Vanillezucker im Guss auch durch 1-2 EL Kokosraspeln ersetzen (Hinweis aus den Kommentaren eines Blogbeitrags).
  • Für eine buttrigere, noch bretonischere Variante kann man Buchweizenmehl anteilig verwenden. Beide Mehle und das Backpulver zusammen mischen und durch ein Sieb passieren.
  • Den Teig vorbereiten und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen (am Abend zuvor zubereiten). Die Eigelbe mit dem Zucker schlagen bis es weiß wird. Der Teig sollte recht flüssig sein. Dann kalt weiterverarbeiten.
  • Statt Weizenmehl ist auch Dinkel- oder Kastanienmehl möglich; bei Roggen vorsichtig sein, Vollkornmehle funktionieren ebenfalls.
Schritt-für-Schritt Zubereitung Bretonischer Apfelkuchen

Backzeiten & Temperaturen (Übersicht)

Backschritt Temperatur Dauer
Erster Backgang (Teig mit Äpfeln) 140-175 °C (je nach Anleitung) 30-50 Minuten (je nach Temperatur & Ofen)
Zweiter Backgang (mit Mandelguss) 160 °C Umluft / 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 25 Minuten

Serviervorschläge und Lagerung

Schmeckt fantastisch mit etwas geschlagener Sahne. Ich lasse ihn trotzdem ein kleines bisschen abkühlen, so 10-15 Minuten, bevor ich ihn anschneide. Den Rest Kuchen kann man in Portionen schneiden und einfrieren. Er lässt sich dann wunderbar auftauen und wieder warm servieren.

Ein Stück Bretonischer Apfelkuchen auf Teller

Persönliche Anmerkungen

Es ist nämlich tatsächlich schon ungefähr ein Jahr her, dass dieser köstliche Kuchen, den Ihr hier auf den Fotos seht, gebacken wurde. Sie hat diesen bretonischen Apfelkuchen gebacken und ich kann Euch sagen: ein Traum! Saftiger und fluffiger Teig, knusprige Kruste, fruchtig im Geschmack. Herrlich! Ich habe die letzten Tage meinen PC mal wieder sortiert. Was man da alles findet!!! Das ist ein wenig wie Dachboden ausräumen. Und weil es mir mit einigen Rezepten eben genau so ging, dass ich die Fotos beim Sortieren nun wieder gefunden habe, gibt es hier in nächster Zeit einige grandiose Kuchen und Teilchen, die schon vor längerer Zeit gemacht wurden und nun unbedingt gezeigt werden müssen!

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