Apfelhotel mit Streusel Konzept und Besonderheiten

Das Apfelhotel Torgglerhof in Saltaus im Passeiertal ist ein unverwechselbares Beispiel dafür, wie ein klares Thema - der Apfel - ein gesamtes Hotelkonzept prägen kann. Kaum gebaut - schon gekürt: Das Apfelhotel erhielt kürzlich Rezeption, Restaurant und Bar in neuem Design und wurde außerdem um neun Zimmer und einen außergewöhnlichen Wellnessbereich erweitert. Kaum fertiggestellt konnte das Projekt bereits einige Nominierungen für renommierte Preise einräumen, wie etwa für den European Hotel Design Award, den German Design Award, den World Interior News Award und den AR Emerging Architecture Award.

Konzept: Der Zyklus des Apfels als roter Faden

Ein wesentlicher Bonus des Torgglerhofes ist sicher die konsequente Umsetzung eines zentralen Themas, denn hier dreht sich alles um den Apfel. Mit einem Entwurf rund um den Zyklus des Apfels im Jahresverlauf konnten noa* (network of architecture) die Bauherren nun beim jüngsten Umbau begeistern: Von der Blütezeit über die Ernte bis zu Veredelung und Ruhezeit zieht sich die Assoziationskette in Hotel- und Wellnessbereich. Die Verkaufsfläche im Erdgeschoß erzählt die Geschichte des Apfelanbaus und des Torgglerhofs und präsentiert sich so auch als kurzweilige Ausstellungsfläche.

Apfelbäume und Hotelgarten

Architektur und Integration in die Landschaft

Inmitten einer von zahlreichen Apfelbäumen akzentuierten Landschaft bildet das Drei-Sterne-Superior-Hotel gemeinsam mit dem Obstbauernhof einen aus drei solitären Gebäuden bestehenden Haufenhof. Wichtig war es vor allem, den Charakter des Ensembles nicht zu zerstören und dessen Maßstäblichkeit beizubehalten. Die Antithese zu dieser ländlichen ­Bebauung ist eine begrünte, moderne Gartenarchitektur des Wellness­bereichs im Zentrum des gesamten Areals. Die Anlage verzichtet an der Nordseite komplett auf eine gebaute Fassade. Das Gebäude verbirgt sich also unter einem Hügel und wird dadurch zum Teil der Landschaft.

Die neuen Zimmer wurden stilgemäß in die Architektur eines alten Stadels integriert. Streben und Balken wurden freigelegt, die Fassade mit Loggien und großen Glaselementen aufgelockert. Schlafbereich und Bäder sind in Anlehnung an die klassische Apfelkiste gestaltet. 2014 gewann noa* den Wettbewerb für den Ausbau der Bestandsstruktur, der in mehreren Stufen realisiert wurde. 2016 wurde neben dem bestehenden Haupthaus mit Restaurant der alte Stadel entkernt und umfunktioniert. Hinter der originalen Fassade befinden sich hier im unteren Geschoss die Produktion eigener Produkte, die unter anderem aus den eigenen Äpfeln hergestellt werden. Darüber sind die Gästezimmer untergebracht.

Lobby, Restaurant und Atmosphäre

Begrüßt werden die Gäste mit der Blütezeit: Frühlingsfarben, helle Apfelblüten an den Wänden und verspielte Sessel prägen den Lobbybereich. Ein den historischen ‚Wiesenöfen’ nachempfundener Kamin bildet eine sanfte Abtrennung von der in Anlehnung an die traditionelle Apfelernte geformten Rezeption zur angrenzenden Bar. Das Restaurant ist mittels großflächiger Glas-Schiebe-Elemente in Richtung Garten und umgebender Landschaft inklusive zahlreicher Apfelbäume im Zyklus der Jahreszeiten geöffnet. Unterschiedliche Farbnuancen, Leuchten in Form eines Erntewerkzeuges und ein alter Werkstatttisch als Buffet akzentuieren die einzelnen Bereiche.

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Die Atmosphäre des Hotels steht ganz im Zeichen der Kultur, Tradition und Gastfreundlichkeit Südtirols. Herzlichkeit auf kreative Ideen - und genau diese Mischung macht den Aufenthalt so besonders. Dieses Gefühl von Ankommen & Dazugehören: Hier ist man nicht einfach Gast. Dass sich alles so stimmig anfühlt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gelebter Familiengeschichte.

Lobby mit Apfelblüten-Design

Wellness: Apfelsauna und Brunnenhaus.Spa

Ein architektonisches Highlight stellt die neu geschaffene Apfelsauna am Rand der 10.000 m2 großen Gartenanlage dar. Der zweigeschossige Bau ist nach außen hin als sanfter Hügel gestaltet und somit harmonisch in die Grünlandschaft eingebettet. Die runde Form manifestiert sich dabei nicht nur in der Kubatur, sondern wird auch in die Gestaltung des lichtdurchfluteten, ebenfalls zweigeschossig ausgeführten Eingangsbereichs sowie in die Einbettung des rückwärtigen Ausgangs inklusive der gebogenen Einrahmung der Terrassenfläche übersetzt.

Im Inneren präsentiert sich der neue Wellnessbereich überraschend geräumig. Der Saunabereich, bestehend aus einer ebenfalls runden Finnischen Sauna, Umkleiden und Dusche, befindet sich im Obergeschoß und bietet beim Saunieren - dank der großzügigen Panoramafenster - einen weiten Ausblick auf das Saltausjoch, den Obisellkamm und die angrenzende Apfelplantage. Auch die acht Liegen im darunter befindlichen Ruheraum können aufgrund des Gefälles der umgebenden Landschaft mit freier Sicht auf die Apfelplantagen punkten. Gleichzeitig sorgen der Eintritt in das runde, in die Landschaft „eingegrabene“ Gebäude, die erdfarbenen Wände und die räumliche Abgeschiedenheit von Hotel, Pool und Terrasse für ein heimeliges Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.

Als „architektonisches Juwel“ bezeichnen die Bauherren diese jüngste Erweiterung. Als „außergewöhnlich, kreativ und innovativ“ würdigen auch die Juroren des renommierten European Hotel Design Award 2016 die neue Apfelsauna in der Kategorie „Spa & Wellness“.

Apfelsauna und Hügel-Integration

Brunnenhaus.Spa und Naturmaterialien

Umhüllt von Mutter Erde ist das Brunnenhaus.Spa behutsam in die Natur eingebettet. Ein grüner Hügel der sich in die Landschaft fügt. Das alte Holzportal am Eingang zeugt von Beständigkeit und öffnet den Blick ins Innere. Ein Steinbrunnen, aus dem das eigene Hofquellwasser fließt, Lehmwände, knisterndes Kaminfeuer und viele Rückzugsorte wirken heimelig. Helle, offene Räume führen den Blick ins Grüne. Ein echtes Highlight ist der Brunnenhaus.Spa. Der Saunabereich bietet Dampfbad, finnische Sauna mit Ausblick und eine ruhig gelegene Lehmsauna. Tauchbecken - erfrischend und fast schon ein kleines Ritual.

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Rundgang Apfelsauna und Brunnenhaus.Spa

Kulinarik, Hofmanufaktur und Farm-to-Table

Kulinarisch spielt der Torgglerhof in seiner ganz eigenen Liga. Dem gearbeitet, was der Hof und die Region hergeben. Am Abend wird es dann kreativ: regionale Zutaten mit modernen Einflüssen. Ein zentraler Bestandteil ist die eigene Hofmanufaktur. Zutaten Produkte mit Charakter: vom feinperligen Apfelsekt über frischen Cider bis hin zu Säften und eigenen Weinen. In unserem Farmhouse ernten und produzieren wir vieles selbst. Weil es Spaß macht. Weil es schmeckt. Weil es da ist. Kommt doch vorbei und verkostet!

Das Farmhouse Torgglerhof bietet einzigartige Genusserlebnisse, die auf traditionelle Weise zubereitet werden. Frisches Gemüse aus dem Garten, süßes Obst vom Baum, den edlen Tropfen vom eigenen Weinberg. Am Herd stehen 11 hungrige Köche. Mitten in unserem Farmhouse 24/7 ein riesiges Gemüsebuffet. Morgens, mittags, abends. Noch hat es Wurzeln. Bald liegt ein Teil davon auf Eurem Teller.

Hofmanufaktur: Apfelsekt und Cider

Gastfreundschaft, Familie und Aktivitäten

Gegründet vor 45 Jahren von Seniorchef Sepp, wurde der Hof nach und nach erweitert. Die Gastgeber leben diese Offenheit jeden Tag. Gespräche entstehen ganz selbstverständlich, Geschichten werden geteilt, Ideen weitergesponnen. Die Gastgeberfamilie lebt die Offenheit und Herzlichkeit: Vor Ort überraschte uns allerdings die unglaublich familiäre Atmosphäre, die Chefin Maria, ihr Papa Sepp und das ganze Team vor Ort leben. Jeder auf dem Hof macht alles mit so viel Leidenschaft, so viel Liebe zum Detail und das spürt man. Die Gastgeber leben diese Offenheit jeden Tag.

Das mehrfach ausgezeichnete Hotel, ist nach wie vor absolut bodenständig. Natürlich ist alles auf allerhöchstem Niveau und allzu oft, leidet unter der Perfektion meist die Gemütlichkeit. Anders im familiengeführten Apfelhotel in Saltaus. Wir haben uns so wohl gefühlt und so gut umsorgt, dass wir direkt für nächstes Jahr im Frühling wieder gebucht haben. Mit der neuen jungen Inhabergeneration geht das Apfelhotel im Südtiroler Saltaus neue Wege, ohne die alten Pfaden ganz zu verlassen.

  • Aktivitäten: Sonnenaufgangswanderung, Hoffrühstück, Picknick im Weinberg, Gartenkonzerte
  • Wellness & Sport: Yoga, Pilates, Tabata, Meditation mit Klangschale und Harmonium
  • Familienfreundlich: Garten für Ruhe und Leben, Bereiche für alle Altersgruppen

Erweiterungen und Suiten

2020 wurden für die Gäste 18 neue Suiten errichtet, die sich in die Struktur des Haufenhofes eingliedern und eine ländliche Sprache sprechen. Im Osten des Ensembles befinden sich die neuen Gartensuiten, drei eigenständige Gebäude mit insgesamt 18 Gästezimmern auf drei Etagen. Mit ihren Satteldächern nehmen sie die Architektursprache der Umgebung auf. Wohnen am Torgglerhof bedeutet, sich sofort angekommen zu fühlen.

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Gartensuite mit Blick ins Grüne

Tabelle: Wichtige Merkmale des Apfelhotels Torgglerhof

Merkmal Beschreibung
Thema Apfel-Zyklus: Blüte, Ernte, Veredelung, Ruhe
Architektur Haufenhof-Struktur, Integration alter Stadel, begrünte Wellness-Hügel
Wellness Apfelsauna, Brunnenhaus.Spa, Dampfbad, Lehmsauna, Tauchbecken
Kulinarik Hofmanufaktur, regionale Zutaten, Apfelsekt, Cider, Säfte, eigene Weine
Angebot Yoga, Pilates, Gartenkonzerte, Picknicks, Führungen, Hofladen
Auszeichnungen Nominierungen: European Hotel Design Award, German Design Award u.a.

Irgenwo zwischen Apfelbäumen, Design und diesem Gefühl von „hier will ich nicht mehr weg“! Die Gastgeberfamilie schafft ein Umfeld, in dem Genuss, Gastfreundschaft und Natur nahtlos ineinandergreifen. Ein schönes Sinnbild dafür ist die große Trauerweide im Garten. Vor über 40 Jahren von Sepp und Mali gepflanzt, ist sie heute so etwas wie das Herzstück des Hofes.

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