Anja Kolbe-Nelde Trüffel Anbau Informationen
Wenn es ihre Zeit erlaubt lässt sich die Unternehmerin des Jahres 2024 Anja Kolbe-Nelde es sich nicht nehmen, kleine bis mittlere Gruppen im Regelfall sechs bis zwölf (ggf. auch 15-25) Personen in die geheimnisvolle Welt der Pilze einzuführen.
Je nach Absprache und Planung zum Ablauf beginnt nach der Begrüßung und einem kleinen Fachvortrag einschließlich einer kurzen, persönlichen Vorstellung über den Wechsel von der Bankkauffrau in die Selbständigkeit als zertifizierte Pilzexpertin.
Ihre Leidenschaft für die Natur, speziell zu den Pilzen, bekam reichlich neue Nahrung, als sie sich über Jahre zur Pilzberaterin ausbilden ließ.
Naturpilzzucht - das bringt das volle Aroma Mehr als BIO: Statt wie überall üblich aus verschiedenen Zutaten künstlich Substratblöcke herzustellen, entschied sie sich für die Zucht von edlen Pilzen an unbehandeltem Naturholz.
Aroniasaft - der kleine Gesundbrunnen Auch das ist mehr als Bio: pure Natur aus eigener Herstellung ohne Zucker oder Konservierungsstoffe.
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Zwischen den Pilzzucht-Holzstämmen wie hier gepflanzt schützen Aroniasträucher, diese vor Wind, Sonne und Austrocknung.
Wer will, kann später im Hofladen Aroniasaft kaufen.
Leise und fast unbemerkt hat sie die Konkurrenz überholt und sich an die Spitze in Deutschland vorgearbeitet.
Ihr Tätigkeitsbereich sind vorwiegend Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Nach mindestens halbjähriger Pflege gelangen die so mit Trüffeln infizierten Bäumchen an geeigneter Stelle zur Auspflanzung.
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Auch darauf geht die begeisterte und besonders befähigte Trüffelsucherin ein.
Vor der Besichtigung betriebener Musterplantagen auf der Trüffelfarm präsentiert sie gekonnt eine Lehrvorführung zur Trüffelsuche.
Treffen, ansehen, staunen und probieren im Trüffelgarten Im Event-Raum kann man alsdann einen Kaffee oder ein kleines Getränk zu sich nehmen, im Hofladen sich mit verschiedenen Frischpilzen, getrockneten Pilzen oder edlen Pilzkonserven versorgen.
Trüffelnachweise in Ihrer Nähe Wer eine mittlere oder größere Trüffelplantage in Thüringen bzw. Sachsen-Anhalt anlegen will, kann nach konkreter Auftragserteilung mit einer besonderen Leistung rechnen: Beweise für das natürliche Vorkommen von Trüffeln in der Nähe Ihres Vorhabens.
Das Begehungsgebiet kann dabei der Kunde mitbestimmen.
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Mit ihrer Pilzschule: Thüringer Trüffel-Expertin ist Unternehmerin des JahresLandwirtin Anja Kolbe-Nelde (46) bildet Mitarbeiter und Erntehelfer in ihrer eigenen Trüffelpilzschule ausFoto: Timo Jaworr01.11.2024 - 09:19 Uhr Roßleben-Wiehe/Berlin - Für die Jagd nach den Edelpilzen bildete sie vor acht Jahren ihre eigenen Hunde aus.
Inzwischen betreibt die Trüffel-Expertin eine 2000 qm große Plantage, will den Anbau des Erd-Diamanten in ganz Deutschland etablieren.
Für ihren Unternehmergeist wurde Anja Kolbe-Nelde (46) nun sogar geehrt.
Beim diesjährigen CERES AWARD gewann die gelernte Bankkauffrau aus Roßleben-Wiehe im Kyffhäuserkreis (Thüringen) die Auszeichnung als beste Unternehmerin.
Bei der festlichen Gala in Berlin am Dienstagabend wurde ihr der Titel zusammen mit 1000 Euro Preisgeld verliehen.
Anja Kolbe-Nelde überzeugte die Juroren in ihrer Kategorie durch ihre Leidenschaft für Pilze.
„Mit Mut, Entschlossenheit und großer Expertise gründete sie ihr erfolgreiches Unternehmen und ist ein besonderes Vorbild für die Landwirtschaft“, begründeten die Jurorinnen ihre Entscheidung.
Die Trüffel-Expertin aus Thüringen baut auf ihrer Pilzfarm so natürlich wie möglich anFoto: Timo Jaworr Th ü ringen soll Trüffel-Weltmeister werden.
Die Landwirtin baut seit 2016 parasitisch lebende Pilze wie Austernseitlinge, Rosenseitlinge, Limonenseitlinge und Shiitake an.
Ihr Schwerpunkt liegt aber im Anbau von Trüffeln.
Knapp drei Hektar bewirtschaftet die Unternehmerin, zusätzlich bietet sie Beratung an, wie Trüffel erfolgreich angebaut werden.
Dabei möchte sie die Produktivität pro Hektar steigern und Thüringen zum Trüffel-Weltmeister machen.
„Mein Ziel ist es, den Trüffelanbau in Deutschland nicht nur zu etablieren, sondern mit unserem Hochertragskonzept weltweit führend zu werden“, erklärt Anja Kolbe-Nelde.
Über 180 Bewerber für Landwirtschafts-Preis Der CERES AWARD wurde in diesem Jahr bereits zum 11. Mal verliehen.
Er gilt als hohe Auszeichnung der deutschen Landwirtschaft, wurde vom Magazin „agrarheute“ aus dem Hause des „dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag“ ins Leben gerufen.
2024 haben sich über 180 Landwirte aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland für den CERES AWARD beworben.
Anja Kolbe-Nelde setzte sich in der Kategorie „Unternehmerin“ gegenüber Christina Ingenrieth und Simona May aus Nordrhein-Westfalen durch.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Was ist seit Sommer 2022 passiert?Wir haben immer noch ein Hauptziel, und zwar Trüffelweltmeister zu werden.
Wenn man mehr Trüffel in Thüringen haben möchte, kann man natürlich mehr Plantagen anlegen.
Aber was wir machen, ist der Fragestellung nachzugehen, wie wir das Trüffelwachstum so steuern, dass wir auf einem Grundstück deutlich mehr Ertrag erwirtschaften, als dies in den traditionellen Trüffelländern Italien und Frankreich der Fall ist.
Dazu haben wir das LFE-Projekt ins Leben gerufen.
Wie ist der aktuelle Stand in Ihrem LFE-Projekt?Der beste Lehrmeister ist die Natur.
In diesem Innovationsprojekt geht es daher zunächst darum, Trüffelstellen in allen Landkreisen von Thüringen zu ermitteln, um den Nachweis zu erbringen, dass wir im Freistaat die idealen Bedingungen haben.
Das ist der wichtigste Schritt.
Im nächsten Schritt nutzen wir die natürlichen Stellen, um Anregungen für weitere Steuerungsmöglichkeiten zu finden.
Zum Pilzanbau gehören mindestens 40 bis 50 Faktoren, die beeinflussen, wie sich der Trüffelpilz ausbildet und Jahr für Jahr weiterentwickelt.
Dazu haben wir die natürlichen Fundstellen in hochproduktive und weniger produktive Stellen geteilt, nehmen ökologische Daten auf, ziehen Vergleiche zwischen den Flächen und erstellen Abweichungsanalysen.
Darüber hinaus werden hochproduktive Stellen von der Universität Jena, unserer wissenschaftlichen Partnerin, zusätzlich auch mikrobiell erforscht.
Mittlerweile haben wir gemeinsam mit der Uni einige Versuchsfelder angelegt, um verschiedene, auf Jahre ausgelegte Tests durchzuführen.
Wie gesagt: Es geht dabei nicht darum herauszufinden, ob Trüffelanbau in Thüringen funktioniert. Das wissen wir.
Da macht uns keiner was vor.
Wie uns die Natur es stellenweise vormacht, wollen wir aus einer definierten Fläche das Meiste rausholen.
Wie gehen Sie konkret vor?Wir bauen Trüffel nach dem „Thüringer Modell“ mit unseren Kunden so an, wie wir durch private Forschung und Erprobung ermittelten, welche die erfolgreichsten Varianten sind.
In Kooperation mit den Trüffelanbauern testen wir auf den Feldern verschiedene Faktoren aus und gehen verschiedenen Fragestellungen nach: Welche Baumart wurde gepflanzt? Welche Abstände wurden eingehalten? Wo kommen die ersten Trüffel? Gibt es eine Zwischenbepflanzung? Wird bewässert oder verlässt man sich auf eine Regentrüffelernte?
So können wir testen, welche Zusammenhänge es gibt.
Wir tauschen uns auch regelmäßig mit Plantagenbesitzern im Ausland aus, um die verschiedenen Bedingungen miteinander zu vergleichen.
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