Angelika Honig-Barnowski: Biografie einer Tänzerin des Deutschen Fernsehballetts und ihrer Arbeit im Kidsdance
Angelika unterrichtet derzeit unsere kleinsten Tanzmäuse im Kidsdance. Hier gelangen die Kinder von Koordination über Rhythmusgefühl zum Körperbewusstsein, das mit viel Spaß im Tanz endet und letztlich zu Neuem beflügelt. Tanzen als Ursprung aller Kunstformen entstand aus der starken Sehnsucht, im Einklang aller Kräfte der Natur zu sein. Geboren in Berlin absolvierte Angelika erfolgreich diverse Ausbildungen, wie z.B. Ballett, Schauspiel und Gesang. Ihrer kreativen Ader konnte sie besonders bei den Entwürfen zahlreicher Choreographien freien Lauf lassen, so z.B. für die Jubileeshow im Phantasialand mit Siegfried und Roy, das MDR Deutsche Fernsehballett, die Serie "Internat Schloss Einstein", "Victor der Schutzengel", den Spielfilm "Das Wunder von Lengede", sowie "Himmel über Berlin" und den ZDF 3-Teiler "Adlon".
Aber auch als Schauspielerin bewies sie oft ihr künstlerisches Talent. Sie spielte unter anderem erfolgreich bei den Filmen "Carmina Burana" und "Tanz auf dem Vulkan mit" mit und moderierte u.a. bei der Silvestersendung im MDR 2012/2013. Ebenso ist sie in der Silvestersendung 2013/2014 "Spaß ist für alle da" im MDR als Teil der Spaßcrew zu sehen. Dort moderiert, singt, spielt und tanzt sie und begleitet etliche Zuschauer gemeinsam mit vielen bekannten Gesichtern in das neue Jahr. Ihr Herz gehört dem Tanz; ob als Solistin oder in einer großen Tanzgruppe. Und dies spüren die Kinder in ihren Kursen. Sie begeistert immer wieder aufs Neue und lässt sich stets von den Kleinen inspirieren. Dabei wird sie selber schon einmal gern zum Kind.
Mit 58 Jahren geht das Deutsche Fernsehballett in Rente. Mit einer Abschieds-Show im MDR sagte das Ensemble Auf Wiedersehen. Leipzig/Berlin - Es hat sich ausgetanzt! Mit 58 Jahren geht das Deutsche Fernsehballett in Rente. Zum Abschied gab es am Freitag noch eine Goldene Henne und mit einer opulenten Abschieds-Show im MDR sagte das Ensemble am Samstag 'Auf Wiedersehen'.
1.4.1962 Im Auftrag des Deutschen Fernsehfunks gründete Ballettmeister Günter Jätzlau am 1. April 1962 das Deutsche Fernsehballett mit zunächst acht Tänzerinnen. In der DDR hatte das Fernsehballett keine Geldsorgen. Weil es sehr populär war, leistete sich der Staat den Luxus und finanzierte das Ensemble jedes Jahr mit drei Millionen Mark. Zum Vergleich: Zuletzt soll eine Fernsehshow des Fernsehballetts mit 18 Tänzern etwa 40.000 Euro gekostet haben.
250 Auftritte im Jahr Das Staatsballett war natürlich ein fester Bestandteil im DDR-Fernsehen. So hatte es zum Beispiel regelmäßig Auftritte in "Ein Kessel Buntes". Bis zur Wende kam die Showformation so auf bis zu 250 Auftritte jedes Jahr. 1973 feierte der besonders zur Weihnachtszeit beliebte Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" Kino-Premiere. In der berühmten Ballszene performten Mitglieder des Fernsehballetts. Gedreht wurde die Szene in den Babelsberger Filmstudios in Potsdam.
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140 Mio. Zum 55-jährigen Jubiläum verfolgten am 14. Oktober 2017 1,42 Millionen Zuschauer die große TV-Gala "Die große Show der langen Beine, Teil 2". Schon fünf Jahre zuvor wurden mit dem ersten Teil traumhafte Quoten erreicht. Hochgerechnet erreichte das Fernsehballett jedes Jahr etwa 140 Millionen Zuschauer vor den Fernsehern. 1400 Choreografien Unglaublich! Mehr als 1400 Choreografien gehörten zum Repertoire des Showensembles. Der wohl bekannteste Tanz des Balletts war der "Can Can".
425 Kinos Nach 46 Jahren ergatterte das Fernsehballett wieder eine Kinorolle. So startete am 4. Juli 2019 der Film "Traumfabrik" mit dem Fernsehballett in 425 Kinos. Höhepunkt des Films ist der Kleopatra-Tanz von 18 Tänzerinnen mit Hauptdarstellerin Emilia Schüle. Aber auch vorangegangene Rollen im Tatort "Bei Auftritt Mord" sowie dem Dreiteiler "Tanz auf dem Vulkan" im Jahr 1996 sorgten für Aufsehen.
5000 Euro Neben den Gagen verschlingen vor allem der Ballettsaal, Reisen und die Pflege des riesigen Kostümfundus viel Geld. So erzählte Medienmanager Peter Wolf, der das Deutsche Fernsehballett 2012 dem MDR abkaufte, in einem Interview, dass allein die Kosten für Strumpfhosen in manchem Monat 5000 Euro betrugen. 32 Tänzer*innen aus 18 Nationen Das Showensemble umfasst derzeit 32 Tänzer und Tänzerinnen aus 18 Nationen. Im Durchschnitt ist die Tanztruppe etwa 24 Jahre jung. In der Vergangenheit sorgten einzelne Mitglieder aber auch immer wieder für Skandale. So sollen sich in den 1990er-Jahren osteuropäische Tänzerinnen als Escortdamen verdingt haben. 4 Tourneen 2008 geht das Fernsehballett anlässlich seines 45-jährigen Bestehens zum ersten Mal mit einer eigenen Showproduktion auf Tour. "World of Dance" macht Halt in 13 deutschen Städten, darunter Berlin, Dresden und Leipzig. Es folgen weitere Tourneen: 2009 "Tanzpalast", 2010 "STEPS - die Perfektion der Bewegung" und 2013 "50 Jahre Deutsches Fernsehballett". Die für 2021 geplante Abschieds-Tournee musste wegen Corona jedoch abgesagt werden.
Kategorie 1 Im Dezember 2013 setzte der Deutsche Kulturrat das Fernsehballett auf die Rote Liste Kultur. Die Kategorie 1 bezeichnete dabei den Status "von Schließung bedroht". Hintergrund: Im November wurde bekannt, dass das Ballett aufgelöst werden sollte. Prominente wie Hape Kerkeling und David Garrett meldeten ihre Unterstützung an. Schon einmal auf der Kippe stand die Institution mit der Wende. Damals, 1991, übernahm der MDR das Ensemble. 6 Mal trat die Showformation beim Dresdner SemperOpernball auf - von 2006 bis 2010 jedes Jahr, dann erst 2020 wieder. Das Fernsehballett der ehemaligen DDR überlebt in der freien Marktwirtschaft.
Von Torsten Preuß Vielleicht mußte Lenny Krevitz einfach nur mal pinkeln. Oder seine Freundin küssen. Oder noch mal Luft holen und am dicken Rohr ziehen. Egal. Jedenfalls kam er ewig nicht, und so standen wir in Berlin im dem umgebauten Busdepot herum, tranken Bier aus Pfandbechern und vertrieben uns die Zeit damit, alte Ostgeschichten zu erzählen. Drei waren extra aus Dresden zu dem Konzert gekommen. Es war wie immer, wenn ein paar Ostler sich wiedersehen. Je mehr Jahre ins Land gehen, um so lustvoller geraten die Erinnerungen an die Köstlichkeiten des realsozialistischen Alltags.
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Das Bier floß, der Spaß war groß, aus der Masse kamen die ersten Pfiffe, und weil die Bühne immer noch dunkel blieb, sagte einer mehr aus Jux: „Mensch Alter, so lange Pausen gab's doch nicht mal im ,Kessel Buntes‘.“ Das war die Samstagabend-Show des DDR- Fernsehens. Und weil die in Dresden wegen Reichweitenproblemen faktisch außer Konkurrenz lief, kannten sie alle und mußten lachen. „Und wenn doch, dann kam das Fernsehballett.“ „Yeah, mit Emöke Pöstenyi als Solotänzerin!“ „Ja genau, die schönste Ungarin westwärts des Balatons.“
Und dann stellte irgend jemand die Frage: „Gibt's die eigentlich noch?“ Zu vieles ist im Laufe der Jahre verschwunden, man verlor irgendwann den Überblick.Gibt es sie noch, die Showgirls der Arbeiterrepublik? „Im Prinzip ja“, würde Radio Eriwan antworten, „aber irgendwie auch nicht.“ In der Kelleretage des Senders Freies Berlin (SFB) gibt es viele Gänge, viele Treppen und Türen. Dort, wo Musik zu hören ist, ist man richtig. Es ist Dienstag morgen, kurz nach zehn Uhr, und auf dem Trainingsplan steht klassischer Tanz. Sechs junge Frauen und zwei Männer bewegen sich auf Zehenspitzen. Das Tempo bestimmt der Klavierspieler. In großen Spiegeln kontrollieren die TänzerInnen ihre Bewegungen. Eigentlich ein schöner Tag für sie, denn hinter ihnen liegen die Strapazen einer Tournee. Stundenlange Busfahrten, enge Hotelzimmer. Kaum Zeit, kaum Platz, den Körper so zu behandeln, wie er es verdient dafür, daß er jeden Abend an einem anderen Ort all die komplizierten Figuren und Bewegungen bringt. Das Reisen macht nur bedingt Spaß, ist aber mittlerweile Alltag geworden für die insgesamt 26 Tänzerinnen und Tänzer des ehemaligen Fernsehballetts der DDR.
Was sie einmal waren, sind sie längst nicht mehr. Und was sie seitdem sein wollen, sind sie noch lange nicht. Ende 1991, das DDR- Fernsehen sendete in seinen letzten Zügen, machte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) dem Ensemble ein Angebot. In einer Blitzaktion wurden vier weitere Gesellschafter gesucht und gefunden. Anfang 1992 wurde die „MDR Deutsche Fernsehballett GmbH“ gegründet. Im Mai zogen die TänzerInnen in den Keller des SFB ein. Im Sommer 1992 wurden sie in die freie Marktwirtschaft entlassen. Das war nicht immer einfach, aber das Fernsehballett hat überlebt. Warum, dafür könnte es eine ziemlich einfache Erklärung geben: „Weil es im Westen nichts Vergleichbares gegeben hat“, sagt Emöke Pöstenyi, 54 Jahre alt und immer noch so schön wie damals.
Wenn es in der Gruppe einen Star gab, dann sie. Erst war sie Solotänzerin, dann Chefchoreographin, die den Stil des Ensembles prägte. Einst war sie eine der drei attraktivsten Frauen auf den Bildschirmen der DDR. Ihre dunkeln Augen werden noch größer. Die Erklärung gefällt ihr: „Weil es ein Fernsehballett im Westen nicht gab, mußte es im Osten nicht abgewickelt werden.“
Tja, Glück gehabt. Aber ein Blick durch das Büro relativiert das. Irgendwie sieht Glück im Showbiz anders aus: Stühle statt Sessel, Tischdecken statt Glas. Emöke Pöstenyi zieht an ihrer „Duett 100“, im Osten damals so etwas wie eine Schickimicki-Zigarette. Gewohnheit? Treue? Der Rauch ist dünn. „Es gab keinen Grund umzusteigen.“
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Aber sonst mußte sich alles ändern: „Es gab Momente, in denen wir dachten, es ist aus.“ Das DDR- Fernsehen war abgewickelt und ein Fernsehballett ohne Fernsehen war so überflüssig wie ein Palast ohne Republik. Ab und zu wurden sie von ARD, ZDF oder RTL als tanzender Hintergrund für Sendungen auf Heimatmusikniveau gebucht. Es war schwer, erleben zu müssen, wie das auch im Westen wegen seiner absoluten Professionalität geschätzte Ensemble im neuen Deutschland ums Überleben tanzen mußte. In die Schlagzeilen kamen sie höchstens als Altlast. Der Spiegel spottete über „die Tanzmäuse“, „die auf Urologenkongressen tingeln müssen“.
Das war nicht unbedingt das, was sie sich von der großen Freiheit erhofft hatten. Emöke Pöstenyi zuckt hinter dem Rauch etwas verächtlich mit den Mundwinkeln. Mit dem nächsten Zug aber kommt das Lächeln zurück: „Wir haben auch richtig gute Sachen gemacht.“ Künstlerisch wertvolle, sozusagen. „Alles baletti, carmina burana“ zum Beispiel, ein preisgekröntes TV-Special, das zu Ostern Premiere hat. Und einen „Tatort“-Krimi, der am Sonntag gesendet wird. Darauf ist sie stolz, obwohl sie weiß, daß solche Herausforderungen früher Alltag waren.
Budapest, Ende der Fünfziger und noch nicht das „Paris des Ostens“: die Welt drehte sich woanders. Emöke Pöstenyi war gerade 16 Jahre alt und froh, daß dem Mann aus Deutschland gefiel, was sie in acht harten Jahren an einer privaten Ballettschule gelernt hatte. Er lud sie ein, in die Hauptstadt der DDR zu ziehen, um als eines von mehreren jungen Talenten dem Sozialismus in der Frontstadt schöne Beine zu machen. West- Berlin war immer schicker geworden, also zogen die Ost-Genossen nach. 1960 kam Pöstenyi in das Ensemble des Friedrichstadtpalastes: „Das war eine große Zeit. Tagsüber Proben, abends Vorstellungen, und danach zogen wir durch die Künstlerkantinen.“ Das gab es in Europa und beim Klassenfeind nicht.
1962 glaubten die Genossen, dem Klassenfeind um eine schöne Idee voraus zu sein: Sie peppten ihr Staatsfernsehen mit dem Fernsehballett auf. Das gab es in ganz Europa nicht. Mit acht Tänzerinnen ging es los. Als Emöke Pöstenyi ein Jahr später einstieg, hatten die Verantwortlichen immer noch Schwierigkeiten mit der Umsetzung: „Am Anfang wußten die beim Fernsehen gar nicht, was sie mit uns angangen sollten.“ Aber beschlossen hieß bekanntlich beschlossen. Also wurde der Plan erfüllt. Die Auswahl war hart. In die Truppe kamen nur die Biegsamsten, trainiert in den Tanzinternaten der DDR. Dann kam der „Kessel Buntes“. Samstagabend-Show mit Weltniveau wollten die Genossen haben. Für das Fernsehballett brachen goldene Zeiten an. Nach anfänglichen Zensurversuchen konnte die Truppe so ziemlich alle musikalischen und modischen Trends verarbeiten, Punk oder Heavy Metall, Funk oder Pop.
Über 1.400 Tänze hat das Ballett in über 30 Jahren erarbeitet, 30 davon sind jederzeit abrufbar. So gut wird man nur mit Ausdauer und Disziplin. Vielleicht liegt es daran, daß sie bis heute zusammen sind, eine irgendwie verschworene Gemeinschaft. 1994 wurden sie mit der „Statue des Paul-Klinger-Sozialvereins“, einer Künstlerkasse, ausgezeichnet. Begründung: „Das Ensemble erhält den Preis für seinen Zusammenhalt und seine Solidarität in der Wendezeit, die maßgeblich zur Rettung des Ensembles beigetragen haben.“ Emöke Pöstenyi ist sicher: „Wir sind wirklich etwas Besonderes.“ Stolz ist sie auch, daß die Truppe mittlerweile in der Lage ist, eine Stunde Vollprogramm ohne weitere Künstler zu gestalten. Das kostet komplett 35.000 Mark, wird aber nur selten gebucht. Der Alltag ist eher schlicht. Das Morgentraining ist zu Ende, das Klavier ist stumm, die Tür geht auf, Pause. Angelika Honig-Barnowski fällt auf einen Stuhl und fängt an, Chips aus der Tüte zu essen. „Mein Frühstück“, sagt die 29jährige Solistin.
Bei ihr klingelte das Telefon noch vor der Wende und eine Stimme aus dem Westen machte ihr ein Angebot. Man habe sie im DDR-Fernsehen gesehen und wolle mit ihr zusammenarbeiten. Das ging damals noch nicht, aber als die dafür bekannten Gründe wegfielen, fuhr sie sofort ins „Phantasialand“ nach Köln und blieb. Tanzte im ersten Jahr Solo, bekam eine eigene Choreographie, eine eigene Fernsehübertragung und als Stargäste Siegfried und Roy aus dem heißen Las Vegas: „Sie wollten mich unbedingt behalten, aber ich bin dann doch wieder zurück.“
Sie ißt noch ein paar Paprikachips und scheint zufrieden: „Wir sind wirklich einmalig. Wir können alles tanzen, von Klassik bis Rock. Und das schönste, man nimmt uns alles ab.“ Ihr Problem ist nur, daß sie das alles viel zu selten beweisen müssen. Heute bestimmt den Takt der Musik der freie Markt. Natürlich möchte sie lieber Techno oder Grunge oder sonstwas Geiles tanzen. Aber die Nachfrage ist von anderer Art. Hinter ihr liegt eine Tournee durch den Süden des Ostens: „Frühlingsfest der Volksmusik“.
Das Fernsehballett sucht Sponsoren, aber auf die Idee, 26 schöne Menschen als Werbeträger zu nutzen, ist noch niemand gekommen. Angelika Honig-Barnowski schaut ihre langen Beine entlang. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei?
Kernstationen der Biografie des Deutschen Fernsehballetts und Verbindungen zu Angelika Honig-Barnowski
- 1962 Gründung des Deutschen Fernsehballetts durch Günter Jätzlau mit zunächst acht Tänzerinnen
- 1973 Kino-Premiere von Drei Haselnüsse für Aschenbrödel mit Ballszene der Ballettmitglieder
- 1991 MDR übernimmt Ensemble; 1992 Gründung der MDR Deutsche Fernsehballett GmbH
- 1994 Verleihung der Statue des Paul-Klinger-Sozialvereins
- 2008-2013 Tourneen: World of Dance, Tanzpalast, STEPS, 50 Jahre Deutsches Fernsehballett
- 2019 Kinorolle Traumfabrik in 425 Kinos
- Heute: Angelika Honig-Barnowski als Solistin im Kidsdance und Mentorin für Junge Tanzerinnen
In den Jahren der Wende zeigte sich, wie stark das Ensemble durch Zusammenhalt und Disziplin überleben konnte. Emöke Pöstenyi betont den besonderen Charakter der Gruppe und ihren Beitrag zur langen Geschichte des Ensembles. Die Mischung aus ost- und westdeutschen Einflüssen prägte die künstlerische Identität des Fernsehballetts nachhaltig. Angelikas Weg von einer DDR-Ballett-Talentierten zur modernen Pädagogin im Kidsdance verknüpft künstlerische Tradition mit zeitgenössischer Tanzvermittlung.
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