Aldi Manner Waffeln: Herkunft, Geschichte und Produktinformationen
Die Manner Waffeln gehören zu den bekanntesten Süßwaren aus Österreich und genießen seit Generationen hohe Bekanntheit in Österreich, Deutschland und weltweit. Josef Manner & Comp. AG ist ein traditionsreicher Wiener Süßwarenhersteller, der sich auf Waffeln, Schnitten, Dragees und Schaumwaren spezialisiert hat.
Historische Herkunft und Entwicklung
Josef Manner eröffnete 1890 im Herzen von Wien - nur einen Steinwurf vom Riesentor des Wiener Stephansdoms entfernt - ein kleines Geschäft, in dem er vor allem Tafelschokoladen und Feigenkaffee verkaufte. Da er mit der Schokoladequalität seiner Zulieferer nicht zufrieden war, kaufte er am 1. März 1890 mit seinem Militärkameraden Georg Gschwandtner einen kleinen Betrieb; in Erinnerung an das erste Geschäft wurde die Stephanskirche zum Markenzeichen für seine Erzeugnisse.
Die Kreierung von „Manners Neapolitaner-Schnitten" (erstmals 1898 in einer Preisliste zu finden) war für den raschen Aufschwung des Unternehmens von großer Bedeutung; die Produktionspalette wurde ständig erweitert. Die Original Manner Neapolitaner-Schnitte wurde 1898 erstmals als „Neapolitaner Schnitte No. 239“ urkundlich erwähnt. Die Haselnüsse für die Füllung kamen nämlich aus der Gegend um Neapel, was den Namen erklärte.
Bis 1897 leitete Josef Manner dort als Schokoladenfabrikant bereits 100 Mitarbeiter. 1904 begann der Ausbau der Hernalser Fabrik, der bis 1913 andauerte; am 23. Oktober 1913 folgte der Börsengang zur „Josef Manner & Comp AG“. Die Firma wurde sozial fortschrittlich geführt: bereits 1911 gab es einen Betriebsarzt und eine Werksküche, Wohnhäuser für Arbeiter wurden errichtet und Mitarbeiter erhielten bezahlten Urlaub.
Standorte, Produktion und Modernisierung
Die Zentrale befindet sich in Wien (17., Wilhelminenstraße 6), eine weitere Produktionsstätte in Wolkersdorf (Niederösterreich). An den zwei Standorten, dem Stammwerk in Wien im 17. Bezirk und dem Zweigwerk Wolkersdorf in Niederösterreich, sind etwa 850 MitarbeiterInnen beschäftigt. Hier werden die Produkte der Marken Manner, Casali, Napoli, Ildefonso und Victor Schmidt produziert.
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2011 fiel die für das österreichische Familienunternehmen Manner zukunftsweisende Entscheidung, das Stammwerk in Wien Hernals auszubauen und ca. 40 Millionen Euro in dessen Modernisierung zu investieren. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens schafft Manner unter Berücksichtigung und Wahrung der Unternehmenstradition einen modernen und leistungsfähigen innerstädtischen Produktions- und Produktentwicklungsstandort. Im Rahmen des Umbaus wurden zunächst ein modernes Logistikzentrum sowie eine Verladezone errichtet. Ein neues Produktentwicklungszentrum mit angeschlossener Lehrlingsausbildung, ein neues Bürogebäude sowie ein Qualitätssicherheitsbereich mit angeschlossenem, modernsten Labor wurde ebenfalls im Zuge dieses Projektes installiert.
Zuletzt übersiedelte der weltgrößte Waffelofen von Perg nach Wien. Der Standort Perg wurde 2016 an die Firma Hochreiter Fleischwaren GmbH übergeben. Durch den Neubau, der in einem der Manner Höfe errichtet wurde, erreicht der Produktionsbetrieb etwa 30% Flächenerweiterung. Der Fokus liegt hier darauf, möglichst energieautark zu agieren. Die Abwärme aus dem Backprozess wird in das lokale Fernwärmenetz eingespeist und 600 Haushalte und Betriebe werden in unmittelbarer Nachbarschaft der Waffelproduktion in Hernals und Ottakring profitieren.
Marktposition und Export
Deutschland ist der wichtigste Exportmarkt für Manner. Manner Produkte werden weltweit in ca. 50 Ländern vertrieben, eigene Vertriebsbüros sind in Deutschland, Tschechien und Slowenien aktiv. Im deutschen Süßgebäckmarkt, der seinen Umsatz laut Iri im ersten Halbjahr um 2 Prozent steigern konnte, gehört Manner zu den Top 5-Herstellern und wächst mit einem Plus von 18 Prozent deutlich dynamischer als der Markt.
Der Waffelhersteller ist laut der Iri-Zahlen „Top 1“-Markenhersteller bei Waffeln im LEH, inklusive Aldi, Lidl und Netto. Damit sei Manner erneut klarer Marktführer im deutschen Waffelsegment und wichtiger Wachstumstreiber der Kategorie, sagt das Unternehmen selbst. Die Niederlassung von Manner in Köln gibt dem Waffelmarkt in Deutschland ein Rosa Gesicht und schafft es, dass fast jährlich zweistellige Zuwachsraten erreicht werden.
Produktpalette und Rezeptur
Zur Manner Familie gehören neben den "Original Manner Neapolitaner" Schnitten mit Haselnusscreme unter anderem auch die Marken Casali (Rum-Kokos Kugeln und Schoko-Bananen, Napoli mit dem Klassiker Dragee Keksi), sowie Mozartkugeln von Viktor Schmidt & Söhne sowie Ildefonso. Die Manner-Schnitten kamen ursprünglich unter der Bezeichnung „Neapolitaner Schnitten No. 239“ in den Verkauf.
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Die Größe einer Original Manner Neapolitaner-Schnitte beträgt 49 × 17 × 17 Millimeter, das Gesamtgewicht beträgt 7,5 Gramm pro Schnitte; vier Lagen Streichmasse zwischen fünf Lagen Waffel sind charakteristisch. Seit über 100 Jahren ist die Manner Schnitte in ihrer Original Rezeptur und ihrem unveränderten Format ein mundgerechter und knusprig zarter Genuss.
Die Firma wirbt mit „Originalrezeptur seit 1898“. Die Original-Rezeptur der Neapolitaner Schnitten enthielt damals wie heute Pflanzenfett. Die Grundrezeptur der Original Neapolitaner bedeutet, dass wir in der Herstellung die gleichen Anteile der Zutaten verwenden wie Josef Manner I. 1898.
Rohstoffe und Nachhaltigkeit
Natürlich liegt es an den ganz besonders feinen Zutaten: Nur die besten Haselnüsse ergeben einen so herrlich nussigen Geschmack. Dass wir den Cacao unter Fairtrade-Bedingungen beziehen, ist uns ein Anliegen. Bereits seit 2020 setzt Manner 100% zertifiziert nachhaltigen Kakao für die gesamten Markenprodukte ein.
Was steckt hinter dem FAIRTRADE Kakao-Siegel? Produkte, die mit dem FAIRTRADE-Siegel ausgezeichnet sind, werden nach den internationalen Standards von Fairtrade International angebaut und gehandelt. Die FAIRTRADE-Standards sind das Regelwerk, das Kleinbauernkooperativen und Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einhalten müssen und Handel(n) verändert. Fairtrade verbessert die Einkommenssituation von Kleinbauerfamilien, da die meisten Fairtrade Produkte einen festgelegten Mindestpreis besitzen.
Rezepturkritik und rechtliche Auseinandersetzungen
Im Jahr 2022 hat das Handelsgericht Wien nach einer Klage des Verbands für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag des Sozialministeriums den Hersteller Manner wegen irreführender Verpackung verurteilt. Aussagen wie „Österreichische Originalrezeptur seit 1898“ in Kombination mit der Schilderung einer traditionsreichen Unternehmensgeschichte lassen typische, herkömmliche Zutaten erwarten, die seit langem zum Backen verwendet werden. Die Firma Manner macht Werbung mit "Originalrezeptur seit 1898", gleichzeitig wird aber in der Zutatenliste Palmfett angegeben. Das ist irreführende Werbung, da 1898 Palmfett nicht wirklich vorhanden war.
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Informationen über Lebensmittel dürfen nicht täuschen, beispielsweise über die Zusammensetzung. Zutaten wie Palmfett und der Emulgator Sojalecithin passen aus Sicht der Kläger nicht zu der suggerierten traditionellen Rezeptur. Stellungnahme der Josef Manner & Comp.: Die Original-Rezeptur der Neapolitaner Schnitten enthielt damals wie heute Pflanzenfett. Die Grundrezeptur der Original Neapolitaner bedeutet, dass wir in der Herstellung die gleichen Anteile der Zutaten verwenden wie Josef Manner I. 1898.
Markenimage, Verpackung und Kultur
Das Manner-Rosa bringt jeden zum Lächeln. Ob du dich selbst beschenkst, jemand anderem eine Packung überreichst oder sie als kleine Aufmunterung in der Schublade oder deiner Tasche entdeckst - das freundliche Strahlen entfaltet sofort seine Wirkung. Mit der neuen Verpackung wurde die Manner-Schnitte im Tempo des Jet-Zeitalters zum erfolgreichsten und größten Artikel im gesamten Sortiment.
Die Firma verwendet seit 1889 den Wiener Stephansdom als Markenzeichen. Manner betreibt Flagshipstores, etwa am Stephansplatz und an Verkehrsknotenpunkten wie dem Flughafen Wien-Schwechat und dem Wiener Hauptbahnhof. In der populärkulturellen Wahrnehmung tauchen Manner-Schnitten in Film und Fernsehen auf: In der US-amerikanischen Fernsehserie Friends werden Manner-Schnitten im Café „Central Perk“ verkauft und im Film Terminator 3 - Rebellion der Maschinen kauft der Terminator ein Päckchen Manner-Schnitten.
Unternehmensstruktur und Kennzahlen
Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft ist an der Wiener Börse zum amtlichen Handel zugelassen. Hauptaktionäre sind die Privatstiftung Manner (49,41 %) und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H. (24,00 %). Ein großer Teil der Aktien befindet sich direkt oder indirekt im Familienbesitz. Die Manner-Produkte werden weltweit vertrieben und die Exportquote lag in der Vergangenheit bei rund 55 Prozent.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Gründung | 1. März 1890 |
| Bekanntestes Produkt | Original Neapolitaner-Schnitte (seit 1898) |
| Hauptsitz | Wien, Wilhelminenstraße 6 |
| Produktionsstandorte | Wien (Hernals), Wolkersdorf |
| Mitarbeiter | ca. 850 |
| Exportländer | ca. 50 Länder |
| Nachhaltigkeit | 100% zertifizierter Kakao seit 2020 |
Aktuelle Strategie und Produkttrends
Der Manner-Vorstandschef zielt auf mehr Biss in Deutschland: Kleinere Waffelformate und weniger Zucker sollen den Gebäckhersteller wachsen lassen - nicht aber höhere Preise. Süßwarenhersteller müssen sich verstärkt mit Ernährungsgesundheit befassen. Dazu gehören vor allem das Thema Zucker, Snacking und kleinere Packungen, „on the go“.
Bekanntheit und Verbraucherverhalten
Zwei Packungen Manner Schnitten werden pro Sekunde genascht. Die Gründerphilosophie „Chocolade für alle“ und das originale Rezept prägen das Markenversprechen: knusprig, nussig, zart, cremig und voller Liebe. Die Manner-Schnitte gilt als eines der beliebtesten veganen Produkte im Sortiment, denn die klassische Neapolitaner-Schnitte ist ohne tierische Zutaten.
Die Marke bleibt stets präsent: vom Flagshipstore bis zur Produktplatzierung in Filmen und Serien. Werbung und Verpackung prägen das Image - das typische Manner-Rosa ist ein klarer Wiedererkennungswert.
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