Wieviel Gläser Marmelade ergeben 2 kg Marillen? – Ausbeute, Rezept und Tipps
Marillenmarmelade ist ein absoluter Klassiker und erfreut sich gerade in der Erntezeit der Marillen, die meist im Juli und August erfolgt, großer Beliebtheit. Ob als Brotaufstrich, Füllung für Marillenknödel oder als süße Beigabe zu Palatschinken - selbstgemachte Marillenmarmelade schmeckt einfach unvergleichlich und ist vielseitig verwendbar. Doch wie viele Gläser Marillenmarmelade können Sie aus 2 kg Marillen wirklich erwarten? Und wie gelingt sie garantiert? Finden Sie in diesem Beitrag eine fundierte Antwort, die besten Anleitungen und zahlreiche Praxistipps.
Wie viele Gläser ergibt 2 kg Marillen?
Die Menge der Marmelade, die Sie aus 2 kg Marillen erhalten, hängt vor allem vom verwendeten Gelierzucker-Verhältnis, der Zubereitung sowie vom Füllvolumen der Marmeladegläser ab.
- Mit Gelierzucker 2:1: Aus 1 kg entkernter Marillen und 500 g Gelierzucker entstehen im Regelfall etwa 3 bis 4 Gläser zu je 250 ml, also rund 1 bis 1,2 Liter Marmelade.
- Für 2 kg Marillen (entspricht ca. 2 x 1 kg Portionen) erhalten Sie somit etwa 6 bis 8 Gläser à 250 ml (bzw. 12 bis 16 kleine Gläser à 125 ml), das entspricht etwa 2-2,4 Liter fertige Marmelade.
- Die genauen Füllmengen weichen je nach Gläsergröße leicht ab. Bei Gläsern mit 230 ml Volumen ergeben 2 kg Marillen etwa 7 bis 8 Gläser.
- Bei sehr saftigen Marillen kann die Ausbeute leicht nach oben abweichen, da der Wasseranteil auch nach dem Köcheln erhalten bleibt.
| Marillenmenge (entsteint) | Zucker (Gelierzucker 2:1) | Ergibt Marmelade | Gläser à 250 ml |
|---|---|---|---|
| 1 kg | 500 g | 1-1,2 Liter | 3-4 |
| 2 kg | 1 kg | 2-2,4 Liter | 6-8 |
Welches Frucht-Zucker-Verhältnis ist optimal?
Das Mischungsverhältnis zwischen Marillen und Zucker definiert, wie fruchtig, süß und lange haltbar die Marmelade wird. Typische Verhältnisse sind:
- 1:1 (z. B. 1 kg Marillen mit 1 kg Gelierzucker)
- 2:1 (2 kg Marillen mit 1 kg Gelierzucker)
- 3:1 (3 kg Marillen mit 1 kg Gelierzucker 3:1 für extra fruchtigen Genuss und weniger Zucker)
Je weniger Zucker, desto fruchtiger die Marmelade, aber desto kürzer die Haltbarkeit. Für den perfekten Fruchtgeschmack empfiehlt sich die 2:1 oder 3:1-Variante.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Marillenmarmelade selbstgemacht
Vorbereitung und Zutaten
- 2 kg vollreife Marillen (nach dem Entkernen und Putzen abwiegen, das entspricht meist etwa 1,8-2 kg Ausgangsgewicht mit Kernen)
- 1 kg Gelierzucker 2:1 (oder je nach Wunsch 3:1 oder 1:1)
- Saft einer oder zweier Zitronen (für Frische und besseres Gelieren)
- Je nach Geschmack: Vanilleschote, Orangenabrieb, Kräuter, Likör oder Schnaps
Marmelade kochen - so gelingt sie garantiert
- Marillen waschen, halbieren und entkernen. Etwaige faulige oder überreife Stellen entfernen.
- Die Marillenhälften in ca. 1 cm große Stücke schneiden und in einen großen Topf geben.
- Gelierzucker und Zitronensaft gründlich unterrühren. Nach Wunsch kann das Mark einer Vanilleschote oder Orangenschale dazugegeben werden.
- Das Obst-Zucker-Gemisch zugedeckt etwa 2 Stunden (oder mindestens eine Stunde) ziehen lassen - so entzieht der Zucker Wasser und die Fruchtstücke werden weich.
- Inzwischen Marmeladengläser und Deckel sorgfältig sterilisieren, z. B. mit kochendem Wasser oder im Backofen bei 75°C für mindestens 10 Minuten.
- Gläser zum Befüllen bereithalten. Ein Marmeladentrichter erleichtert das saubere Abfüllen.
- Die Marillenmasse erhitzen und unter ständigem Rühren 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Bei sehr stückigen Marmeladen nach Belieben mit dem Stabmixer pürieren oder grob zerstampfen. Bei Bedarf Schaum mit einer Kelle abschöpfen.
- Die Gelierprobe machen: Ein Tropfen der heißen Marmelade auf einen eiskalten Teller geben - wird sie nach wenigen Sekunden fest, ist sie fertig. Falls nicht, noch 1 Minute weiterkochen und erneut probieren.
- Die kochend heiße Marmelade randvoll in die sterilen Gläser füllen, sofort mit Deckel verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen - das sterilisert den Glasrand und den Deckel.
Tipp für besonders feine Marmelade
Für eine samtweiche, fein-passierte Marillenmarmelade wird die Fruchtmasse nach dem Kochen heiß durch ein Sieb oder Passiergerät gestrichen, eventuell nochmals kurz aufgekocht, und dann wie oben beschrieben abgefüllt. Der Vorteil: Es entstehen keine Fruchtstücke und die Marmelade wird besonders cremig.
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Varianten & Geschmackstipps
- Ein wenig Vanille oder Abrieb von Bio-Orangen bringt zusätzliche Raffinesse.
- Wer experimentierfreudig ist, gibt etwas schwarzen Pfeffer dazu oder verfeinert mit einem Schuss Marillenschnaps.
- Auch andere Früchte wie Erdbeeren oder Ananas harmonieren gut als Mischung mit Marillen.
Gläsergröße und Ausbeute: Praxis-Beispiele
- Von 2 kg entsteinten Marillen und 1 kg 2:1-Gelierzucker ergeben sich etwa 2-2,4 Liter Marmelade, das entspricht rund 8 Gläsern à 300 ml oder 11 bis 12 Gläsern à 200 ml oder ca. 16 Gläsern à 150 ml.
- Verwenden Sie kleinere Mini-Gläser (125 ml), erhalten Sie natürlich entsprechend mehr Gläser.
- Die Angaben zur Menge gehen immer vom gewaschenen, entkernten Fruchtfleisch aus - falls Sie die Marillen mit Kern wiegen, reduzieren Sie die Menge um etwa 10-12 %.
Haltbarkeit, Lagerung und Etiketten
Marillenmarmelade hält je nach Zuckeranteil und Sauberkeit der Verarbeitung mehrere Jahre. Mit mehr Zucker ist die Haltbarkeit länger, bei 3:1 Rezepturen dennoch meist mindestens 1-2 Jahre. Lagern Sie Marmeladengläser dunkel und kühl. Für eigene Etiketten gibt es verschiedene Möglichkeiten von selbstklebendem Papier bis zu Etiketten mit Gummiring. Nach dem Abfüllen können Sie die Gläser optional in Decken gewickelt langsam abkühlen lassen - so verlängert sich die Haltbarkeit auf natürliche Weise.
Allgemeine Tipps & Tricks für perfekte Marmelade
- Nur einwandfreie Früchte verwenden, überreife oder gar schimmelige Stellen entfernen!
- Längeres Marinieren des Obsts mit Zucker (über Nacht oder mehrere Stunden bei ca. 15-20°C) intensiviert das Aroma.
- Unbedingt die Gelierprobe machen, um sicherzugehen, dass die Marmelade auch wirklich fest wird.
- Sofort randvoll abfüllen, Deckel beim Einfüllen nicht innenseitig berühren.
- Nach dem Auskühlen beschriften und idealerweise das Kochdatum notieren.
- Reste oder überschüssige Früchte lassen sich perfekt einfrieren und später zu Marmelade verarbeiten.
- Für Diabetiker gibt es spezielle Gelierxucker-Varianten, die mit weniger oder keinem Zucker auskommen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
- Welcher Zucker ist am besten? - Am einfachsten gelingt Marmelade mit Gelierzucker. Für extra fruchtige Marmelade Gelierzucker 3:1 verwenden, für längere Haltbarkeit 2:1 oder 1:1. Mit Kristallzucker und zusätzlichem Gelierfix funktioniert es ebenso.
- Wie lagere ich Marmelade richtig? - Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbrauchen.
- Kann man tiefgefrorene Marillen verwenden? - Ja, tiefgefrorene Marillen funktionieren gut, sofern sie ohne Eiskristalle eingefroren und portionsweise verwendet werden.
Zusammenfassung: Ergiebigkeit und Gläsermenge auf einen Blick
- 2 kg Marillen (entsteint, geputzt) + 1 kg Gelierzucker 2:1 ergeben etwa 2-2,4 Liter Marmelade.
- Dies entspricht im Durchschnitt 7 bis 10 Standardgläser à 230-300 ml oder etwa 15 bis 16 Mini-Gläser à 150 ml.
- Maße und Ausbeute leicht anpassen je nach Fruchtsaftgehalt, Kochdauer und persönlichem Geschmack.
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