Was tun bei zu hohem Blutzucker: Ursachen und Maßnahmen
Glukose ist die wichtigste Energiequelle des Körpers. Sie liefert allen Zellen und vor allem dem Gehirn den nötigen Kraftstoff, um leistungsfähig und gesund zu bleiben. Als Blutzucker wird die Konzentration von Glukose (Zucker) im Blut bezeichnet. Glukose ist ein chemischer Baustein von Kohlenhydraten, die mit der Nahrung aufgenommen werden, oder kommt als Einfachzucker in Nahrungsmitteln vor, zum Beispiel in Honig. Nach einer Mahlzeit setzt die Verdauung ein, wobei neben dem Einfachzucker auch die aufgenommenen Kohlenhydrate in Glukose umgewandelt werden. Der Blutzucker steigt.
Im Tagesverlauf ist der Blutzuckerspiegel unterschiedlich hoch: Morgens nach dem Aufstehen liegt er im unteren Bereich, nach den Mahlzeiten steigt er an und ist dann am höchsten. Wie schnell und wie hoch er jeweils steigt, hängt unter anderem von der Zusammensetzung der Mahlzeit ab. Hauptsächlich regeln zwei Hormone den Blutzuckerspiegel: Insulin und Glukagon. Letzteres wirkt einem abfallenden oder niedrigen Blutzuckerspiegel entgegen, indem es die Leber dazu anregt, gespeicherte Glukose aus ihrer speziellen Speicherform (Glykogen) freizusetzen. Außerdem sind die Leberzellen in der Lage, Eiweiße zu Glukose umzubauen. Sie können Zucker also neu bilden. Somit bleibt der Körper auch während einer kurzen Hunger- oder Fastenphase mit Energie versorgt. Im Gegensatz dazu senkt das Hormon Insulin hohe Blutzuckerspiegel ab, indem es den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen befördert. Beide Hormone wirken also als Gegenspieler.
Normwerte: Wann ist Blutzucker zu hoch?
Bei gesunden Erwachsenen bewegt sich der Blutzuckerspiegel in einem bestimmten Bereich: Nüchtern, also nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück, liegt er normalerweise zwischen 70 und 110 Milligramm pro Deziliter Blut. Nach einer Mahlzeit steigt er auf maximal 140 Milligramm pro Deziliter Blut an. Ein normaler Blutzuckerwert liegt dabei bei nüchternen Menschen unter 100 mg/dl. Als "normal" gelten die oben genannten Werte. Besonders wichtig ist der HbA1c-Wert, der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate aufzeigt. Bei Menschen ohne Diabetes liegt dieser Wert unter 5,7 %.
Liegt der Nüchternblutzucker zwischen 110 und 125 Milligramm pro Deziliter, gilt er als auffällig hoch und geht mit einem erhöhten Risiko für Diabetes Typ 2 einher. Ab einem Wert von mehr als 125 Milligramm pro Deziliter sprechen Mediziner und Medizinerinnen dann von einem Diabetes mellitus. Der Nüchternwert ist immer eine Momentaufnahme. Bei begründetem Verdacht auf Diabetes muss die Messung wiederholt werden. Außer dem Nüchternblutzucker kann auch der Langzeitblutzucker (HbA1c‑Wert) herangezogen werden, um zu sehen, ob der Blutzucker in den letzten zwei bis drei Monaten erhöht war.
Ursachen für hohe Blutzuckerwerte
Hohe Blutzuckerwerte können verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen steckt ein Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 dahinter: Typ 1 ist genetisch bedingt. Dabei stellen die Zellen der Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion ein. Betroffene müssen ihr Leben lang mit Insulin behandelt werden. Typ 2 wird im Laufe des Lebens erworben, wichtige Risikofaktoren sind Übergewicht, zu wenig Bewegung und eine unausgewogene Ernährung. Die Vorstufe von Typ-2-Diabetes ist Prädiabetes. Die Blutzuckerwerte sind bereits erhöht, aber noch nicht so hoch, dass man von Diabetes Typ 2 sprechen kann. Prädiabetes entwickelt sich über Jahre, oft ohne begleitende Symptome. Bei schwangeren Frauen entwickelt sich manchmal ein sogenannter Schwangerschaftsdiabetes.
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Auch bestimmte Hormonstörungen (zum Beispiel das Cushing-Syndrom), Stoffwechselstörungen, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, ein Schädel-Hirn-Trauma oder Stress können Ursache für hohe Blutzuckerwerte sein. Neben der genetischen Prädisposition spielen Bewegungsmangel und Übergewicht eine große Rolle bei der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen. Die meisten Menschen mit erhöhten Blutzuckerwerten sind übergewichtig. Übergewicht begünstigt die Insulinresistenz.
Symptome und Folgeerkrankungen
Menschen, die bei Diabetes Typ 2 dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte haben, merken häufig über Jahre nichts davon. Leichte Blutzuckererhöhungen bleiben oft unbemerkt. Frühe Zeichen erhöhter Werte, wie Müdigkeit und Kraftlosigkeit, werden nicht selten unterschätzt, gerade bei älteren Menschen. Die Symptome bei sehr hohen Blutzuckerwerten sind häufig nicht eindeutig und können wie folgt aussehen: stärkeres Durstgefühl, erhöhter Harndrang, Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit, depressive Verstimmung, Sehstörungen, häufige Infekte, nicht oder nur langsam heilende Wunden, trockene Haut, kribbelnde, manchmal taube Füße und Beine.
Dauerhaft hohe Blutzuckerspiegel sind schädlich für die Blutgefäße. Folgeerkrankungen können deshalb viele Organe betreffen. Besonders häufig sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenstörungen, Augenerkrankungen, Nervenschädigungen oder das sogenannte diabetische Fußsyndrom, das sich durch nicht oder nur schlecht heilende Wunden an den Füßen äußert. Hohe Zuckerwerte können bei Menschen ohne Diabetes Diagnose über längeren Zeitraum schwerwiegende Folgen haben. Dazu zählen Nervenschäden, Augenerkrankungen oder Herzprobleme.
Notfall: Über- und Unterzuckerung erkennen und handeln
Bei Menschen mit Diabetes mellitus können hohe Werte zu einer Entgleisung des Blutzuckers führen. Von einer Blutzuckerentgleisung wird bei Diabetikern gesprochen, wenn der Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig ist. Typische Symptome einer Überzuckerung sind: Müdigkeit, starker Durst, erhöhter Harndrang, Übelkeit, vertiefte Atmung. Riecht der Atem leicht süßlich, kann es sich um eine besonders gefährliche diabetische Ketoazidose handeln. Typische Symptome einer Unterzuckerung sind: Schwitzen, Zittern, Unruhe, Gesichtsblässe.
Wenn Ketonkörper (Azeton) entstehen, besteht besondere Gefahr und es gelten andere Regeln zur Korrektur. Bei Werten über 240 mg/dl (13,3 mmol/l) sollte der Urin auf Ketonkörper / Azeton getestet werden. Der Nachweis von Ketonkörpern / Azeton ist ein ernstes Krankheitszeichen. Solche Entgleisungen erfordern in jedem Fall eine Klinikeinweisung. Das hyperosmolare Koma entsteht meist bei älteren Typ‑2‑Diabetikern, dabei können extrem hohe Blutglukosewerte auftreten. Bei Anzeichen einer Unterzuckerung (z. B. Schwitzen, Herzrasen, Zittern, Kopfschmerzen, Müdigkeit) sollten sofort Kohlenhydrate (z. B. Saft, Traubenzucker, gezuckerte Getränke) zugeführt werden.
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Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn sich eine Person mit Diabetes in einem Notfall nicht mehr selbst helfen kann: Schritt 1: Ist die Person bewusstlos? Ist die Person bewusstlos, rufen Sie sofort die Notfall-Hotline 112 an und informieren Sie die Leitstelle über die vorliegende Diabetes-Erkrankung der bewusstlosen Person. Flößen Sie der bewusstlosen Person auf keinen Fall etwas in den Mund ein. Es droht Erstickungsgefahr. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um eine Über- oder Unterzuckerung handelt: Wenden Sie keine Glukagon-Spritze oder -Nasenspray an und spritzen Sie kein Insulin.
Ist die Person ansprechbar und unterzuckert, geben Sie ihr etwas Zuckerhaltiges zu trinken oder zu essen. Beispielsweise ein zuckerhaltiges Getränk wie Fruchtsaft oder Limonade (Achtung: keine Light- oder Zero-Getränke). Auch Traubenzuckerplättchen oder andere zuckerhaltige Lebensmittel wie Honig oder Gummibärchen eignen sich. Fettreiche Speisen wie Schokolade eignen sich weniger gut, weil sie den Blutzucker relativ langsam erhöhen. Falls vorhanden, nutzen Sie eine Glukagon-Spritze oder ein Glukagon-Nasenspray. Eine Anleitung zur Anwendung finden Sie hier, auf dem Beipackzettel und auf der Verpackung. Lassen Sie die Person nicht alleine. Helfen Sie ihr in eine sichere Position. Messen Sie den Blutzucker nach 15 Minuten nochmal und beurteilen Sie den Gesundheitszustand.
Maßnahmen zur Blutzuckersenkung: Basistherapie und Alltagstipps
Wenn hohe Blutzuckerwerte auftreten, sind schnelle Maßnahmen gefragt. Folgende Schritte können helfen: Bewegung: Eine leichte körperliche Aktivität wie Spazierengehen kann helfen, den Blutzucker zu senken. Ausreichend trinken: Wasser oder ungesüßte Tees unterstützen den Körper dabei, den Zuckerwert zu regulieren. Ernährung anpassen: Vermeiden Sie stark zuckerhaltige Lebensmittel und greifen Sie zu ballaststoffreichen Alternativen. Medikamente kontrollieren: Stellen Sie sicher, dass Ihre Medikamente richtig dosiert sind, und sprechen Sie bei Unsicherheiten mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Menschen, die dauerhaft hohe Blutzuckerwerte (Prädiabetes) haben oder bei denen bereits Diabetes mellitus Typ 2 diagnostiziert wurde, lernen in Schulungen, wie sie ihren Blutzucker senken und langfristig niedrig halten können. In der Regel hängt die Behandlung des Zuckerstoffwechsels vom individuellen Krankheitsstatus ab. Die wichtigsten Maßnahmen zielen bei Diabetes Typ 2 darauf ab, zu hohe Blutzuckerwerte zu senken. Sie sind gleichzeitig dafür geeignet, der Entstehung der Erkrankung vorzubeugen.
Fachleute sprechen von der sogenannten Basistherapie bei Diabetes Typ 2. Sie umfasst folgende Punkte: Schulung und Informationen zum Krankheitsbild, Umstellung der Ernährung, Steigerung der körperlichen Aktivität, gegebenenfalls Gewichtsabnahme, Rauchstopp. Reichen diese Basismaßnahmen nicht aus, um den Blutzucker dauerhaft zu senken, kommen sogenannte orale Antidiabetika zum Einsatz. Sie regen entweder die Produktion von Insulin an, erhöhen dessen Wirksamkeit, steigern die Ausscheidung von Zucker über die Nieren oder verzögern das übermäßige Anfluten von Zucker ins Blut.
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Ernährung: Konkrete Empfehlungen
Die Ernährung ist ein entscheidender Faktor im Blutzuckerhaushalt. Für alle Menschen mit Diabetes gelten die Empfehlungen einer gesunden Ernährung. Zucker reduzieren: Zuckerreiche Lebensmittel, wie Softdrinks, Fruchtsaftgetränke, Smoothies, gezuckerte Milchprodukte, grosse Mengen an Süssigkeiten oder Gebäck, führen zu einem schnellen und hohen Blutzuckeranstieg. Nehmen Sie möglichst wenig Zucker in Form von zum Beispiel Haushaltszucker, Süßigkeiten und Backwaren zu sich. Genießen Sie möglichst unverarbeitete Lebensmittel und keine Fertigprodukte, da in Fertiggerichten meist übermäßig viel Zucker steckt.
Bevorzugen Sie zuckerarmes Obst (zum Beispiel Beeren, Grapefruit und Wassermelone) gegenüber zuckerreichem (wie Bananen, Feigen und Weintrauben). Achten Sie darauf, normale Portionsgrößen zu sich zu nehmen und schränken Sie kohlenhydratreichen Lebensmittel wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis ein. Empfehlenswert sind hingegen Ballaststoffe in Vollkornprodukten und Gemüse (insbesondere Hülsenfrüchte). Greifen Sie möglichst häufig auf Lebensmittel mit einem niedrigen Glykämischen Index (GLYX unter 55). Diese lassen den Blutzuckerspiegel nämlich nur wenig ansteigen. Besonders gut geeignet sind hierbei Obst und Gemüse, aber auch Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, wie Bohnen und Linsen.
Es gibt eine Reihe an Lebensmitteln, die nachweislich zur Senkung des Blutzuckers beitragen können, zum Beispiel: Zimt, Knoblauch, Apfelessig, grüner Tee oder Ingwer. Vitamin C kann die postprandrialen Glukosespitzen reduzieren. Möglicherweise könne auch Magnesium die Insulinresistenz senken und somit auch das Risiko für die Entstehung von Diabetes mellitus reduzieren. Als geeignete Lieferanten des Mineralstoffs Magnesium eignen sich vor allem Nüsse sowie Vollkornprodukte.
Bewegung: Praktische Tipps
Zur Basistherapie eines Diabetes mellitus Typ 2 und auch zur Vorbeugung hoher Blutzuckerwerte gehört unter anderem körperliche Bewegung. Dabei muss es nicht immer gleich schweißtreibender Hochleistungssport sein. Einfaches Gehen kann bereits einen Effekt auf den Blutzuckerspiegel haben. Es empfiehlt sich, so viel Bewegung in den Alltag zu integrieren wie möglich: Nutzen Sie zum Beispiel die Treppe anstelle des Aufzugs, gehen Sie zu Fuß einkaufen, steigen Sie eine Haltestelle früher aus der Straßenbahn aus oder gönnen Sie sich täglich einen ausgiebigen Spaziergang, möglichst nach dem Essen. Wichtig ist, dass die Bewegung gut in Ihren persönlichen Alltag passt, damit sie zur Routine wird. Entscheidend für den Erfolg ist die Regelmäßigkeit.
Wer gern Sport treibt und es etwas intensiver mag, kann selbstverständlich auch anstrengendere Sporteinheiten wählen. Forschende haben herausgefunden, dass ein hochintensives Intervalltraining (HIIT) die Wirkung von Insulin verbessern kann. In einer Studie reichten Übungseinheiten auf einem Ergometer zwischen 17 und 25 Minuten mit vier bis sechs 30‑sekündigen Belastungsspitzen und jeweils vier vierminütige Erholungsphasen bereits aus, um einen besseren Effekt des Insulins auf hohe Blutzuckerwerte zu erzielen. Ausdauersport, wie beispielsweise Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen, verbrennt nicht nur Kalorien, sondern stärkt auch das Herz‑Kreislauf-System. Krafttraining ist insofern gut geeignet, um den Blutzucker zu senken, weil durch den Muskelaufbau die Insulinsensibilität verbessert wird und dadurch mehr Glukose in die peripheren Zellen aufgenommen werden kann, sodass weniger Glukose im Blut verbleibt.
Spezifisches: Das Dawn‑Phänomen
Hohe Blutzuckerwerte am frühen Morgen kommen bei Diabetes-Patienten häufig vor. Dies ist als sogenanntes Dawn-Phänomen bekannt. Hierbei handelt es sich um einen abnormen Anstieg des Blutzuckers zwischen 02:00 Uhr nachts und 08:00 Uhr morgens. Wenn Ihr morgendlicher Blutzuckerspiegel anhaltend hoch ist, sollten Sie Ihren Blutzuckerwert mehrere Nächte hintereinander vor dem Schlafengehen, gegen 02:00 oder 03:00 Uhr nachts und morgens nach dem Aufwachen messen. Anhand der Werte kann Ihr Arzt feststellen, ob es sich bei Ihnen um das Dawn-Phänomen handelt oder ob es einen anderen Grund für die hohen Werte gibt.
Wenn es sich um das Dawn-Phänomen handelt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Möglichkeiten, die zu Ihrem Lebensstil und Behandlungsschema passen. Hier einige Maßnahmen, wie Sie das Dawn-Phänomen besser in den Griff bekommen können: Essen Sie frühzeitig zu Abend. Ihr morgendlicher Blutzuckerspiegel kann sowohl durch die Uhrzeit, zu der Sie essen, als auch durch das, was Sie essen, beeinflusst werden. Neben dem regelmäßigen Essen von Mahlzeiten sollten Sie versuchen, abends frühzeitig zu essen und vor dem Schlafengehen kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu meiden. Werden Sie nach dem Abendessen aktiv: Bewegung kann helfen, Ihren Blutzuckerspiegel zu senken. Versuchen Sie, nach dem Abendessen ein wenig körperlich aktiv zu sein, z. B. Spazierengehen, Yoga praktizieren oder auf einem Fahrradtrainer fahren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Anpassungen Ihres Medikamentenplans, um das Dawn-Phänomen in den Griff zu bekommen.
Praktische Alltagstipps und ergänzende Maßnahmen
Eine bewusste Ernährung kann dazu beitragen, den Blutzucker zu regulieren. Wer seinen Blutzucker senken will, kann dies oft leicht mit gängigen Hausmitteln und dem Umsetzen einfacher Tipps tun. Während eine Zuckerkrankheit wie Typ 2 Diabetes einige Einschränkungen des Lebens mitbringt und oft die Einnahme entsprechender Medikamente erfordert, lässt sich der Blutzuckerspiegel unter anderem durch die Ernährung günstig beeinflussen. Dies gilt für jeden - ganz gleich ob bei Typ 2 Diabetikern oder nicht.
- Trinken: Mindestens 1,5-2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees täglich.
- Stress reduzieren: Stress lässt den Körper Cortisol produzieren, welches den Blutzucker steigen lässt.
- Schlaf optimieren: 7-8 Stunden, regelmäßige Schlafzeiten und wenig Bildschirmzeit am Abend.
- Nahrungsergänzung: Magnesium oder Chrom können unterstützen; pflanzliche Extrakte wie Berberin zeigen Effekte in Studien.
- Vermeiden Sie Fastfood und Fertigprodukte, da sie häufig versteckte Zucker enthalten.
Wann zum Arzt und Vorsorge
Entsprechend wichtig ist es, Vorsorgeuntersuchungen wie den Gesundheits-Check-up für Erwachsene regelmäßig durchführen zu lassen. Dabei bestimmt der Hausarzt oder die Hausärztin unter anderem den Blutzuckerwert. Abweichungen können auf diese Weise früh erkannt und behandelt werden. Sollten Sie typische Warnzeichen eines erhöhten Blutzuckers bemerken oder wiederholt auffällige Messwerte haben, suchen Sie ärztlichen Rat. Die Behandlung wird individuell abgestimmt - Ziel der Diabetesbehandlung ist Beschwerdefreiheit und die Verhinderung der Folgeerkrankungen. In der Regel werden in der Diabetestherapie normnahe Blutzuckerwerte zwischen 90 und 180 mg/dl (5 und 10 mmol/l) angestrebt.
| Messung | Normal / Warnwerte |
|---|---|
| Nüchtern | 70-110 mg/dl (normal), 110-125 mg/dl auffällig, >125 mg/dl Diabetes‑Verdacht |
| 2 Stunden nach Mahlzeit | bis ca. 140 mg/dl |
| HbA1c | <5,7 % normal |
| Ketontest | Bei Werten >240 mg/dl Urin auf Ketone prüfen |
Zusammenfassend gilt: Die Blutzuckerwerte im normalen Bereich zu halten, ist entscheidend für die Gesundheit. Hohe Blutzuckerwerte sollten ernst genommen und rechtzeitig behandelt bzw. auf einen Normalwert reguliert werden. Durch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls die richtige Medikation können Sie Ihre Blutzuckerwerte effektiv kontrollieren.
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