Zartbitter Pralinen ohne Alkohol: Drei köstliche Variationen für jeden Geschmack

Selbstgemachte Pralinen sind eine wunderbare Geschenkidee und ein Genuss für jeden Schokoladenliebhaber. Dieses Rezept zeigt, wie man edle Zartbitter Pralinen ohne Alkohol in drei verschiedenen Variationen zubereitet. Ob mit weißer Schokolade und Mandelmus, Zartbitterschokolade und Erdnussbutter oder Vollmilchschokolade und Spekulatiuscreme - hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das Rezept ist zwar etwas aufwendiger, aber das Ergebnis ist jede Mühe wert.

Zutaten und Equipment

Bevor es losgeht, sollten alle Zutaten und das notwendige Equipment bereitstehen. Die Mengenangaben sind für alle drei Variationen ausreichend.

Zutaten:

  • Variante 1 (Weiße Pralinen):
    • 63 Stück Weiße Pralinenhohlkörper
    • 200 g weiße Kuvertüre
    • 110 g Sahne
    • 150 g Mandelmus (weiß)
    • ½ Tonkabohne (gerieben)
    • ½ TL Vanilleextrakt
  • Variante 2 (Vollmilch Pralinen):
    • 63 Stück Vollmilch Pralinenhohlkörper
    • 200 g Zartbitter Kuvertüre
    • 110 g Sahne
    • 150 g Erdnussbutter (leicht gesalzen)
    • ½ TL Vanilleextrakt
  • Variante 3 (Zartbitter Pralinen):
    • 63 Stück Zartbitter Pralinenhohlkörper
    • 200 g Vollmilch Kuvertüre
    • 110 g Sahne
    • 150 g Spekulatiuscreme (oder Lotus Brotaufstrich)
    • 1 Prise Salz

Equipment:

  • 3 kleine Töpfe
  • 3 Schälchen für ein Wasserbad
  • 3-6 Dosierflaschen mit Spitze
  • Rührschüsseln (möglichst nicht aus Metall)
  • Einweghandschuhe
  • Backpapier
  • Tiefer Teller
  • Backkakao oder Puderzucker (optional)
  • Thermomix oder Mixer (optional)
  • Küchenmaschine oder Handrührgerät (optional)
  • Spritzbeutel (optional)
  • Fondue-Gabel oder längere Gabel (optional)
  • Zwei Teelöffel (optional)
  • Flexible Eiswürfelbehälter aus Silikon (optional)

Vorbereitung der Füllung

Der erste Schritt ist die Vorbereitung der Pralinenfüllung. Hierbei ist es wichtig, sauber und präzise zu arbeiten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

  1. Schokolade hacken: Die Schokolade für die jeweilige Füllungsvariante möglichst klein hacken. Wer einen Thermomix oder Mixer besitzt, kann die Schokolade darin zerkleinern. Die Schokolade in eine Rührschüssel geben (möglichst nicht aus Metall).
  2. Sahne aufkochen: Die Sahne in einem Topf sanft aufkochen. Je nach Variante die Nussbutter/Creme unter die Sahne rühren.
  3. Schokolade schmelzen: Die heiße Sahne über die gehackte Schokolade gießen und solange verrühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Die restlichen Zutaten (Tonkabohne, Vanilleextrakt, Salz) unterrühren.
  4. Füllung abkühlen: Die Füllung in die Dosierflaschen füllen und etwas abkühlen lassen. Es ist wichtig, dass die Füllung und später die Kuvertüre nur noch handwarm sind, damit die Hohlkörper nicht schmelzen.

Alternativ kann man die Schokolade auch im Thermomix schmelzen. Dazu die Schokolade in Stücken in den Mixtopf geben und einige Sekunden bei Stufe 5-6 zerkleinern. Anschließend alle Stückchen vom Topfrand herunterschieben und wenige Minuten bei genauer Temperaturangabe schmelzen. Für Zartbitterschokolade empfiehlt es sich, nur 45 °C zu verwenden, bei anderen Sorten nur 38 °C.

Befüllen und Verschließen der Hohlkörper

Nachdem die Füllung vorbereitet ist, können die Pralinenhohlkörper befüllt werden.

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  1. Hohlkörper befüllen: Die Pralinenhohlkörper aus der Verpackung nehmen und bis zum Moment der Zubereitung an einem kühleren Ort lagern. Die Füllung gleichmäßig auf die verschiedenen Schokoladensorten verteilen, falls mehrere Sorten vorhanden sind. Die Creme langsam in die Hohlkörper füllen, sodass wenig Lufteinschluss entsteht. Die Füllung sollte nicht über den Lochrand hinausgehen, da man die Pralinen sonst nicht so gut schließen kann.
  2. Abkühlen lassen: Die gefüllten Kugeln für etwa eine Stunde kalt stellen (Kühlschrank, Balkon o.ä.).
  3. Löcher verschließen: In der Zwischenzeit die Kuvertüre zum Verschließen der Löcher in einem Wasserbad schmelzen und ¼ davon in eine Dosierflasche füllen. Mit der Dosierflasche die Löcher verschließen, sodass keine Füllung mehr zu sehen ist. Die gut gekühlten Pralinen sorgen dafür, dass der Verschluss schnell erhärtet. Sollte noch etwas Schokolade in der Flasche sein, diese so lange in warmes Wasser stellen, dass die Schokolade in der Flasche flüssig bleibt.

Trüffeln und Dekorieren

Nach dem Verschließen der Löcher werden die Pralinen getrüffelt und dekoriert. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

  1. Kuvertüre schmelzen: Die restliche Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen. Die geschmolzene Kuvertüre sollte handwarm sein.
  2. Trüffeln: Einweghandschuhe anziehen und die nackten Pralinen zurechtlegen. Einen ordentlichen Klecks Kuvertüre auf die Hand geben und eine Praline nehmen. Diese ohne viel Druck in der Hand rollen, sodass überall Kuvertüre haften bleibt. Die Trüffel sollten aber nicht vor Schokolade triefen oder es überall herunterlaufen.
  3. Trocknen oder Wälzen: Die Pralinen entweder auf ein Backpapier zum Trocknen legen oder auf einem tiefen Teller reichlich Backkakao oder Puderzucker geben. Die noch feuchten Trüffel hineinlegen und ca. 30 Sekunden schwenken, sodass sie rundherum mit Kakao oder Puderzucker überzogen sind.
  4. Verzieren: Mit der restlichen Schokolade die anderen Trüffel verzieren und sie mindestens 1 Stunde aushärten lassen. Wenn noch viel Kuvertüre übrig ist, diese in eine verschließbare Schüssel geben und beim nächsten Mal wieder erwärmen.

Tipps und Tricks

  • Schokolade richtig schmelzen: Wird die Schokolade zu heiß geschmolzen, kann sie grau werden oder krümelig. Daher ist es wichtig, die maximale Schmelztemperatur einzuhalten. Dunkle Schokolade sollte nicht über 50 °C erhitzt werden, weiße Schokolade nicht über 45 °C.
  • Graue Schokolade retten: Wenn die Schokolade nach dem Abkühlen grau geworden ist, kann sie mit etwas Butter poliert werden, um den Glanz wiederherzustellen.
  • Pralinen verzieren: Die Pralinen können nach Belieben mit gehackten Mandeln, Pistazien, Nüssen, kandierten Früchten, Blütenblättern, Streuseln oder Zuckerperlen verziert werden.
  • Alkoholische Varianten: Wer es lieber mit Alkohol mag, kann die Ganache mit Kirschwasser, Orangenlikör, Kaffeelikör, Rum oder Weinbrand aromatisieren. Alternativ können auch Bittermandel- oder Rumaroma verwendet werden.
  • Einfache Pralinen selber machen: Für eine schnelle Variante können Cornflakes oder Mandelsplitter mit geschmolzener Schokolade vermischt und als kleine Schokoberge auf Backpapier getropft werden.

Lagerung und Haltbarkeit

Die fertigen Trüffel sollten nicht wärmer als 10°C gelagert werden. In den Wintermonaten eignet sich der Keller oder die Terrasse, falls im Kühlschrank nicht genug Platz ist. Die Pralinen sind gut gekühlt 2-3 Monate haltbar.

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