Yacon Rezepte zum Backen: Kuchen und süße Köstlichkeiten mit der Inkawurzel
Yacón, auch bekannt als Inkawurzel, ist eine faszinierende Knolle aus der Familie der Korbblütler und zählt zu den Superfoods. Ursprünglich in den Anden Südamerikas beheimatet, wird sie heute weltweit angebaut - sogar in unseren Breiten kann man sie erfolgreich im Garten oder Hochbeet ziehen. Die Pflanze kann bis zu drei Meter hoch werden und begeistert durch ihre essbaren Rhizome, die sogenannten Vermehrungswurzeln.
Besonders beeindruckend sind die Yacón-Knollen selbst: Sie erreichen eine Größe von circa 10 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 500 Gramm. Ihre Farbe variiert von bräunlich bis weißlich, gelb oder sogar rötlich mit einem cremigen Ton. Geschmacklich überzeugen sie durch ihr süßliches Aroma, das sogar fruchtige Anklänge wie Birne oder Melone weckt. Aufgrund ihres Inhaltsstoffs Inulin, einem präbiotischen Ballaststoff, sind sie zudem besonders gesund und gut für die Darmflora.
Gesunde Süße ohne raffinierten Zucker
Beim Süßen von Speisen und Getränken müssen Sie keinesfalls auf raffinierten Zucker zurückgreifen. Yacón eignet sich hervorragend, um Speisen auf ganz natürliche Weise zu versüßen. Die Wurzel besteht zu etwa 90 % aus Wasser und enthält wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Eisen und Calcium sowie antioxidative Substanzen.
Dank des süßen Aromas und der Inhaltsstoffe wie Inulin, die nicht nur den Blutzucker schonen, sondern auch den Appetit zügeln können, ist Yacón ideal für eine zuckerreduzierte oder sogar zuckerfreie Ernährung. Die Wurzeln können sowohl roh als auch gekocht verzehrt oder ausgepresst und als Getränk, etwa in Lassi oder als Sirup verarbeitet werden. Dabei sorgt Yacónsirup für eine angenehme, dezente Süße und ist vielseitig einsetzbar.
Yacon Kuchen backen - vielseitige Rezeptideen
Yacón lässt sich wunderbar in Kuchen und Gebäck integrieren und verleiht diesen eine natürliche Süße und Frische. Hier sind einige Ideen, wie Sie die Inkawurzel in süßen Kreationen einsetzen können:
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Yacón-Süßkartoffel-Kuchen
- Die Yacónwurzel schälen, würfeln und sofort mit Zitronensaft beträufeln, um Verfärbungen zu verhindern.
- Die Süßkartoffeln mit wenig Wasser weich kochen, abgießen und etwas abkühlen lassen. Zusammen mit einer Banane zu Brei verarbeiten.
- Zerlassene Margarine, Zucker, Salz, Zitronenschale, Zimt, Muskatnuss und gemahlene Haselnüsse hinzufügen und alles gut verrühren.
- Mehl und Backpulver dazusieben, vermengen und die Yacónwürfel unterheben.
- Den Teig in eine gefettete Springform füllen, mit einer Mischung aus gemahlenen Haselnüssen und Zimtzucker bestreuen und bei 175°C etwa eine Stunde backen.
Dieser Kuchen ist nicht nur lecker, sondern dank Yacón auch gesund und besonders saftig - eine tolle Alternative zu herkömmlichen Backwaren!
Saftiger Mandel-Yacón-Kuchen
- Eier schaumig schlagen und mit Rohrohr- sowie Muscovadozucker vermengen.
- Cashewkerne hacken und mit Dinkelmehl und Rapsöl unterrühren.
- Yacón schälen, grob raspeln und sofort mit Zitronensaft vermischen, um Grauverfärbung zu vermeiden.
- Zusammen mit Backpulver zum Teig geben, gut vermischen und in eine gefettete Form füllen.
- Bei 180°C circa 40 Minuten backen.
Der Mandelkuchen überzeugt durch die frische Süße der Yacón und die nussige Note, die Cashewkerne beitragen. Er gehört zu den beliebtesten Rezepten in der Yacón-Rezeptsammlung.
Vegane Schokolade mit Yacón
Mit wenigen Zutaten und in nur wenigen Handgriffen lässt sich eine vegane Schokolade mit Yacónzucker herstellen. Dabei werden Zutaten wie Banane, Nussmus, Kakaopulver und Mandelmilch im Mixer verrührt, in eine Form gegossen und mit Toppings wie Blütenpollen oder gehackten Nüssen verfeinert. Nach dem Verfestigen entsteht ein Genuss ganz ohne raffinierten Zucker.
Yacón in der Küche: Praktische Tipps und Anwendungsmöglichkeiten
- Frisch verzehren: Wenn Sie Yacón frisch im Garten ernten, können Sie die Knollen direkt roh genießen. Sie sind knackig und süß, ideal für Salate oder als Snack.
- Sirup und Getränke: Aus gepresstem Yacónsaft lässt sich Sirup herstellen oder das Getränk als Lassi weiterverarbeiten.
- Backen mit Restsäften und Trester: Der beim Entsaften übrig bleibende Trester enthält noch viele Nährstoffe und Ballaststoffe. Er eignet sich hervorragend zum Backen, z. B. als Zutat in Brownies, die dadurch besonders saftig und süß werden.
- Lagerung und Ernte: Yacón wird zwischen Oktober und November geerntet. Ein Blick auf die Blätter gibt Auskunft, wann die Pflanze bereit zur Ernte ist.
Herzhafte und kreative Yacón-Gerichte
Yacón eignet sich nicht nur für süße Speisen, sondern auch für herzhafte Gerichte und Beilagen. Beispielsweise:
- Yacón-Chips als knuspriges Topping für Salate oder Hauptgerichte.
- Salat mit Yacónwurzeln, getrockneten Aprikosen, Ingwer, Chili und Sellerie - verfeinert mit Walnüssen.
- Gebackener Chicorée mit Ziegenkäse und einer würzigen Öl-Gewürzmischung - eine tolle Kombination mit Yacón.
Anbau von Yacón in heimischen Gärten
Die verbreitete Pflanze, ursprünglich aus den Anden, kann auch in unseren Breiten kultiviert werden. Dabei sind einige Punkte zu beachten:
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- Der Boden sollte gut vorbereitet sein und viel Wasser sowie Nährstoffe bieten.
- Unkraut und Schädlinge sind fernzuhalten, um das Wachstum optimal zu fördern.
- Die Rhizome dienen zur Vermehrung und können im Hochbeet oder Garten ausgepflanzt werden.
- Die Erntezeit liegt im Herbst, nach einem Blick auf das Pflanzenwachstum und die Blätter.
Der aus der Südpfalz stammende Gärtnermeister Walter Bösherz setzt sich engagiert für den Anbau und die Verbreitung von Yacón in Deutschland ein und entwickelt regelmäßig neue Rezeptideen, die die Vielseitigkeit der Knolle zeigen.
Praktisches Rezept für einen Yacón Brownie
- Yacónwurzelreste (Trester) oder geriebene Birnen in eine Rührschüssel geben.
- Milch, Joghurt, Öl, Salz, Kakao und Kardamom hinzufügen und mit einem Handrührgerät vermischen.
- Schokostückchen unterheben.
- Mehl mit Backpulver mischen und kurz unterrühren.
- Teig in eine vorbereitete Form füllen, mit etwas braunem Zucker bestreuen und bei 175°C 35 Minuten backen.
- Nach dem Abkühlen veganen Frischkäse mit Vanillepudding verrühren und den Kuchen bestreichen, mit Obst dekorieren.
Dieser Brownie schmeckt durch die karamellisierte Zuckerkruste besonders knusprig und bleibt innen saftig und aromatisch durch den Yacón-Trester.
Alternativen und Tipps bei Nichtverfügbarkeit von Yacón
Falls Sie keine Yacónwurzeln bekommen können, sind feste Birnen eine gute Alternative für viele Rezepte. Diese ersetzen zwar nicht ganz die typischen Eigenschaften der Knolle, bieten aber eine ähnliche fruchtig-süße Note. Auch Pulver aus Yacón in biologischer Rohkostqualität ist eine Alternative für zuckerfreies Backen und Kochen.
Fazit
Yacón ist ein vielseitiges Superfood, das nicht nur gesund, sondern auch geschmacklich außergewöhnlich ist. Insbesondere in der Backstube verleiht es Kuchen und Süßspeisen eine angenehme, natürliche Süße und Frische. Vom Anbau bis zur Verarbeitung - mit Yacón können Sie Ihre Rezepte bereichern und gleichzeitig auf raffinierte Zucker verzichten.
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