Ist Xylit für Diabetiker geeignet?

Als Zuckerersatzstoff ist Xylit, auch Birkenzucker genannt, seit Längerem bekannt. Xylit wird als Süßstoff mit wenig Kalorien vermarktet. Xylit hat eine ähnliche Konsistenz wie normaler Haushaltszucker und schmeckt genau so süß. Chemisch gesehen gehört er aber nicht zu den Kohlenhydraten, sondern zu den sogenannten Zuckeralkoholen. Xylit kommt somit in allen menschlichen Gewebearten vor. Besonders viel davon findet sich in der Leber. Denn sie ist das zentrale Organ für den Zuckerstoffwechsel.

Viele Vorteile hat Birkengold® Xylit für Diabetiker, weil es dem Blutzucker kaum beeinflusst. Birkengold® Xylit wird vom Körper langsam abgebaut, daher hat es nur einen sehr geringen Einfluss auf den Blutzucker. Auch der gerade für den Diabetiker so wichtige Insulinspiegel wird durch Birkengold® Xylit kaum beeinflusst. Wenn Sie Lebensmittel und Getränke mit Birkengold® Xylit anstelle von Zucker süßen, gibt es einen deutlich geringeren Effekt auf den Blutzuckerspiegel und die Insulinantwort im Körper.

Wie wird Birkenzucker im Körper verarbeitet?

Birkengold® Xylit zählt zu den sogenannten Polyolen, welche der Gruppe der Kohlenhydrate zugeordnet werden. Xylit wird vom Körper jedoch auf andere Art und Weise abgebaut als andere Kohlenhydrate. Es beeinflusst den Blutzucker kaum und der Abbau verläuft nahezu insulinunabhängig. Wenn Kohlenhydrate z.B. für die nötige Insulinmenge berechnet werden müssen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass Birkengold® Xylit viel langsamer und nicht gänzlich abgebaut wird.

Glykämischer Index von Xylit (GI): 11. Der Glykämische Index gibt an, wie sehr der Blutzucker nach dem Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Je niedriger der Glykämische Index, umso weniger/langsamer steigt der Blutzucker nach Verzehr des Lebensmittels an. Als Referenzwert wird der Anstieg nach dem Verzehr reiner Glukose verwendet (Glykämischer Index: 100). Birkengold® Xylit hat einen Glykämischen Index von 11, damit ist dieser niedriger als der GI von Milch oder Joghurt.

Für Diabetiker: Vorteile und Anwendung

  • Ist Xylit für Diabetiker geeignet? Ja, Birkengold® Xylit ist sowohl für Diabetiker Typ 1 als auch für Diabetiker Typ 2 sehr gut geeignet, da es den Blutzucker kaum beeinflusst und nahezu ohne Insulin abgebaut wird.
  • Wenn Sie Lebensmittel und Getränke mit Birkengold® Xylit anstelle von Zucker süßen, gibt es einen deutlich geringeren Effekt auf den Blutzuckerspiegel und die Insulinantwort im Körper.
  • Diabetiker sollten bei der Lebensmittelauswahl auf einen niedrigen bzw. moderaten Glykämischen Index achten. Zusätzlich hilft der Einsatz von Birkengold® Xylit, den Glykämischen Index von Süßspeisen zu senken, wenn es anstelle von Zucker eingesetzt wird.
  • Als Zuckeraustauschstoff ist Xylit unter dem Namen E967 schon lange in zuckerfreien Kaugummis und Bonbons enthalten.
Grafik: Wirkung von Xylit auf Blutzucker und Insulin

Praktische Hinweise zur Verwendung

Xylit hat eine ähnliche Konsistenz und Süßkraft wie normaler Haushaltszucker. Daher wird das Süßungsmittel vielfältig verwendet. Mit dem Stoff werden Getränke und Speisen gesüßt und Birkenzucker eignet sich zum Backen oder Kochen von Marmelade. Die Rezepte müssen dafür in der Regel nicht angeglichen werden. Einziger Einschränkung: Für Hefeteig ist Xylit weniger gut geeignet, denn er geht damit nicht so gut auf. Bei kalten Getränken oder Nachspeisen kann es sein, dass Birkenzucker Klumpen bildet.

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Produkte mit Birkengold® Xylit

Sind Fruchtaufstriche und Schokolade mit Xylit für Diabetiker geeignet? Unsere Fruchtaufstriche sowie Schokoladen sind für Diabetiker Typ 1 und 2 geeignet, da sie anstelle von Zucker mit Birkengold® Xylit gesüßt werden. Birkengold® Xylit wird nahezu insulinunabhängig abgebaut, daher müssen die Kohlenhydrate des Xylits nicht berücksichtigt werden. Beide Produkte enthalten jedoch von Natur aus Zucker, welcher bei Diabetikern berücksichtigt werden muss.

Birkengold® Produkt Zuckergehalt pro 100 g
Erdbeer Fruchtaufstrich 3,9 g
Heidelbeer Fruchtaufstrich 4,2 g
Zartbitter Schokolade 3,0 g (aus Kakaomasse)
Haselnuss Schokolade 3,5 g (aus Kakaomasse und Nüssen)
Edelbitter Schokolade 3,2 g (aus Kakaomasse)

Oben genannte Information können Sie selber ganz leicht aus der Nährwerttabelle, welche auf unseren Produkten abgebildet ist, entnehmen. Hier können Sie Birkengold® Produkte ansehen und erstehen → Birkengold® Webshop.

Sicherheit, Nebenwirkungen und offene Fragen

Die meisten Menschen vertragen (ohne Gewöhnungseffekt) ungefähr 0,6-0,8 g/kg Körpergewicht Xylit pro Tag. Da der Körper Zuckeralkohole nur zum Teil über den Darm in den Blutkreislauf aufnimmt, gelangt Xylit in tiefere Darmabschnitte. Die dort angesiedelten Bakterien verstoffwechseln das Süßungsmittel und produzieren dabei Gase und Wasser. In großen Mengen kann Xylit daher zu Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall führen. Lebensmittel, deren Anteil an Xylit über zehn Prozent liegt, müssen aus diesem Grund folgenden Warnhinweis tragen: „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.“

Xylit wird in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien Patienten und Patientinnen, die an Fettleibigkeit, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, von einigen Verbänden deshalb empfohlen. In Deutschland hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bisher eingeschätzt, dass durch den Verzehr von Xylit für gewöhnlich keine gesundheitlichen Bedenken zu erwarten sind. Aktuelle Studien weisen nun aber auf mögliche Risiken hin.

Interview mit Dr. Marco Witkowski: Xylit und Herz-Kreislauf-Risiken

Im Juni 2024 wurde eine Studie veröffentlicht, in der erforscht wurde, welche Auswirkungen Xylit auf das Herz-Kreislauf-System hat. Das Ergebnis: Das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse ist erhöht. Dr. Marco Witkowski, Kardiologe am Deutschen Herzzentrum der Charité in Berlin, ist Erstautor der Studie. Während seines Aufenthaltes an der Cleveland Ohio Clinic in den USA hat er mit einem internationalen Forschungsteam über 3.300 Blutproben von Herzkreislauf-Patienten und -Patientinnen untersucht. Bei denjenigen, die hohe Konzentrationen von Xylit in ihrem Blut hatten, kam es wesentlich häufiger zu Herzinfarkten, Schlaganfällen oder dadurch bedingten vorzeitigen Todesfällen.

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Durch Experimente im Labor fanden die Wissenschaftler eine mögliche Erklärung dafür. Xylit ist wie der Zuckerersatzstoff Erythrit ein sogenannter Zuckeralkohol und fördert die Neigung der Blutplättchen (Thrombozyten), zu „verklumpen“. Das wiederum begünstigt - so vermuten die Forschenden - dass sich Blutgerinnsel (Thromben) bilden. Weitere Studien sind dazu notwendig.

„Unsere Forschung weist auf mögliche Risiken von Xylit hin und zeigt, dass Süßstoffe nicht unbedingt die harmlose Zuckeralternative sind, für die sie oft gehalten werden. Besonders bei Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Risiken könnte der Konsum von Xylit zusätzliche Gesundheitsgefahren bergen. Es ist wichtig, dass Verbraucher sich dieser Risiken bewusst sind und ihren Konsum dieser Süßstoffe überdenken. Bei Unsicherheiten sollten sie sich an ihren Arzt oder Ernährungsberater wenden.“ - Dr. med. Marco Witkowski

Was bedeutet das für Diabetiker?

  • Anders als Haushaltszucker beeinflusst Xylit den Blutzuckerspiegel kaum, und führt - im Gegensatz zu Haushaltszucker - deshalb auch nicht zu starken Insulinausschüttungen.
  • An Diabetes erkrankte Menschen sollten mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen, ob sie Birkenzucker verwenden können.
  • Da Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, ist hier jedoch Vorsicht geboten, insbesondere wenn sich die erwähnten Forschungsergebnisse zu möglichen Risiken bestätigen sollten.

Vergleich mit anderen Zuckeraustauschstoffen

Was ist Erythrit? Der Zuckeraustauschstoff ähnelt in seiner chemischen Zusammensetzung Xylit und wird oft Light-Getränken und Kaugummis zugesetzt. Genauso wie Xylit soll Erythrit ebenfalls das Thrombose- und Infarktrisiko erhöhen. Bedenken Sie dabei: Bis auf Erythrit enthalten alle Zuckeralkohole Kalorien. Auf den Blutzucker haben sie einen geringeren Effekt als Haushaltszucker und führen maximal zu einem kleinen Anstieg.

Ursprünglich wurde Xylit aus der Rinde von Birken gewonnen - deshalb ist es auch als Birkenzucker bekannt. Heute stellt man ihn aus Mais her. Sein Pluspunkt: Er besitzt dieselbe Süßkraft wie Haushaltszucker, dabei aber 40 Prozent weniger Kalorien. Weiterer praktischer Vorteil von Xylit: Er ähnelt in Konsistenz und Geschmack dem Haushaltszucker, sodass Sie die verwendete Menge zum Kochen und Backen nicht umrechnen müssen.

Weitere Aspekte

  • Schon seit Längerem untersuchen Forscher, ob Zuckeralternativen das Gebiss vor Karies schützen können. Xylit hat sich dabei besonders bewährt. Das Süßungsmittel hat mehrere Vorteile für die Gesundheit der Zähne: Zum einen sorgt es dafür, dass sich weniger Zahnbelag bildet. Zum anderen reduziert es das Wachstum von Kariesbakterien und verringert die säurebedingte Entkalkung der Zähne.
  • Als Empfehlung der WHO gilt, maximal bis zu 10 Prozent des Energiebedarfs durch „freien“ Zucker aufzunehmen, am besten sogar nur maximal 5 Prozent. Die Entwöhnung gelingt am besten schrittweise, so können Körper und Geschmackssinn langsam auf „weniger süß“ trainiert werden.
  • Kalorienarmer Zuckerersatz wie Xylit kann zwar helfen, Zucker in der Ernährung zu reduzieren, eine schrittweise Entwöhnung von süßen Lebensmitteln geschieht dadurch aber nicht. Das wäre für die Gesundheit jedoch am besten.

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