Wie viel Zucker sind in 100g Puderzucker? – Eigenschaften, Verwendung und praktische Tipps

Puderzucker ist ein äußerst feiner Zucker, der insbesondere beim Backen zum dekorieren und für Glasuren verwendet wird. Doch wie viel Zucker steckt tatsächlich in 100g Puderzucker? Diese Frage ist einfach zu beantworten: Puderzucker besteht nahezu vollständig aus Saccharose, also dem üblichen, weißen Haushaltszucker. Damit enthält 100g Puderzucker demnach auch 100g Zucker.

Makroaufnahme von Puderzucker in einer Schale

Was ist Puderzucker?

Sowohl Puderzucker als auch Staubzucker bezeichnen schlichtweg sehr fein geriebenen weißen Zucker. Der Name kommt von der feinen, puderähnlichen Konsistenz des Pulvers. Puderzucker ist nichts anderes als raffinierter, weißer Haushaltszucker, der so fein gemahlen wurde, dass er in seiner Konsistenz wirklich an Puder erinnert - der Name ist hier Programm.

Er besteht hauptsächlich aus Saccharose. Zucker als solcher wird aus Zuckerrohr und aus Zuckerrüben hergestellt.

Herstellung von Puderzucker

  • Puderzucker kannst du einfach selber machen, indem du gewöhnlichen Haushaltszucker fein mahlst.
  • Puderzucker selber zu machen ist leicht und geht schnell.
  • Du musst letztlich einfach nur weißen Zucker (Haushaltszucker) sehr fein zerreiben.
  • Gib den Zucker in die Kaffeemühle beziehungsweise den Standmixer.
  • Auch aus braunem Zucker kannst du Puderzucker herstellen.
  • An sich ist es möglich, auch Rohrzucker fein zu vermahlen.
  • Kein Standmixer? Kein Problem! Da es sich bei Puderzucker um gemahlenen Raffinadezucker in pudriger Konsistenz handelt, eignet sich genauso gut ein Pürierstab zum Mahlen. Einfach den Zucker in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stab durchmixen.
  • Eine weitere Möglichkeit, die aber etwas mehr Muckis fordert, ist ein Mörser, mit dem ihr (zumindest kleinere Mengen) Puderzucker aus Zucker gewinnen könnt.
Herstellung von Puderzucker im Mixer

Wie kann man Puderzucker abmessen?

Viele Rezepte, die meine Mama an mich weitergibt, sind ursprünglich in „Fahrenheit“, „Cups“, „Ounzes“ oder „Pounds“ angegeben. Auch wenn ich beim Kochen gerne die Mengenangaben missachte, so ist dies umso wichtiger beim Backen, da der Kuchen ansonsten nicht aufgeht, er beim Abkühlen in sich zusammenfällt oder gar steinhart wird.

  • Für die meisten Rezepte auf meinem Blog werdet ihr eine Küchenwaage benötigen.
  • Es wird aber immer wieder Rezepte geben, bei denen Tassen ausreichen.
  • Ich benutze gerne eine normale Kaffeetasse (ca. 250ml), wenn ich beispielsweise das „Banana Bread - Ein Familienrezept“ backe, da im Rezept keine Grammzahlen angegeben sind und ich dadurch die Größe des Brotes beeinflussen kann.
  • Wichtig ist dabei aber, dass man durchgehend die eine Tasse für alle Zutaten verwendet.
Abmessen von Puderzucker mit Messlöffeln

Umrechnung von Puderzucker mit Löffeln

Mit unserer Umrechnungstabelle kannst du Zucker auch mit Ess- und Teelöffeln abmessen. Puderzucker ist zum Beispiel viel leichter als herkömmlicher Zucker.

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Damit kannst du auf einen Blick sehen, wie viel Esslöffel oder Teelöffel Zucker du für die angegebene Grammzahl benötigst.

Zuckerart 1 EL 1 TL
Zucker 12 g 4 g
Puderzucker 5 g 2 g
Kokosblütenzucker 9 g 4 g
Vanillezucker 15 g 5 g

Damit kannst du dir ganz einfach ausrechnen, wie viele Esslöffel bzw. Teelöffel Puderzucker du für die jeweilige Grammzahl brauchst. Für 100g Puderzucker benötigst du also etwa 20 gestrichene Esslöffel (100g / 5g pro EL = 20 EL) oder 50 gestrichene Teelöffel (100g / 2g pro TL = 50 TL).

Gehäufte Esslöffel haben deutlich mehr Gramm Zucker als gestrichene. Während 1 gestrichener Esslöffel 12 g bemisst, kommen beim gehäuften Esslöffel 20 g Zucker auf die Waage. Dabei ist zu beachten, dass jeder unterschiedliches Besteck zu Hause hat. Modernes Besteck hat weniger Fassungsvolumen als die schönen, alten Löffel von Omi - die waren früher nämlich viel tiefer.

Deswegen sind die Angaben, wie viel Gramm Zucker ein Esslöffel oder Teelöffel hat, eher als Richtlinien zu verstehen. Anders als in den USA ist Besteck in Deutschland nämlich nicht genormt. Die speziellen Messlöffel in den USA fassen 15 ml in Esslöffeln und 5 ml in Teelöffeln.

Umrechnung und Abmessen von Puderzucker mit haushaltsüblichen Löffeln

Verwendung von Puderzucker in der Küche

Puderzucker wird im Regelfall als Dekorzucker verwendet. Im Gegensatz zu normalem Zucker löst sich Puderzucker in jeder Art von Kuchenteig und auch in allen anderen Massen, die gesüßt werden sollen, weitaus rascher auf als der übliche Haushaltszucker. Puderzucker ist folglich leichter und mit weniger Kraft- und Arbeitsaufwand in den Teig einzuarbeiten.

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Gerade, wenn du einen Kuchenteig ohne Handrührgerät oder Küchenmaschine nur mit einem Löffel rühren möchtest, ist Puderzucker ideal. Dadurch, dass sich der absolut fein gemahlene Puderzucker so schnell auflöst und mit der jeweiligen Masse verbindet, kannst du durch Probieren direkt nach dem Verrühren erkennen, ob du genug Zucker verwendet hast.

Geschmacklich gibt es keine Unterschiede zwischen Zucker und Puderzucker. Allerdings kann Puderzucker ein deutlich angenehmeres Gefühl im Mund hinterlassen als der normale Zucker mit seinen viel gröberen Kristallen.

Du möchtest backen oder eine Süßspeise zubereiten und stellst plötzlich voller Schrecken fest, dass du keinen Zucker mehr zuhause hast? Aber keine Sorge - gewöhnlichen Haushaltszucker kannst du in jedem Rezept durch Puderzucker ersetzen, ohne etwas an der Rezeptur verändern zu müssen. Durch den Austausch von Puderzucker gegen normalen Zucker ändert sich nichts an der im Rezept angegebenen Grammzahl.

Glasur mit Puderzucker auf Kuchen

Wie lange ist Puderzucker haltbar?

Forever and ever! - Zumindest wenn die Lagerung stimmt, hat Puderzucker (& Zucker) tatsächlich kein Ablaufdatum. Dafür ist es jedoch essenziell, dass der Puderzucker trocken und vor Licht geschützt gelagert wird. Wegen seiner langen Haltbarkeit eignet sich Zucker bspw. auch zum Einkochen und Konservierung von Obst besonders gut.

Warum klumpt Puderzucker?

Kommt Puderzucker mit Feuchtigkeit (zum Beispiel aus der Luft) in Berührung, können sich schnell Klümpchen bilden. Schuld ist mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass ihr den Puderzucker nicht gut verschlossen gelagert habt und er durch die Luftfeuchtigkeit Klumpen gebildet hat.

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Wenn die Klumpen noch recht klein sind, könnt ihr den Puderzucker einfach durch ein feines Sieb vor der Verwendung geben, in dem ihr die Klumpen mit einem Löffel einfach zerdrücken könnt. Sind aus den Klumpen allerdings schon richtige Klöße geworden, hilft oftmals nur noch rohe Gewalt: Füllt den verklumpten Puderzucker in einen gut verschließbaren Gefrierbeutel und bearbeitet die eingetüteten Klumpen anschließend mit einem Nudelholz.

Puderzucker auf einem Sieb mit Klumpen

Kann man Puderzucker ersetzen?

Gerade in vielen Backrezepten ist es kein Problem, den Puderzucker mit einfachem, weißem Zucker zu ersetzen. Wenn aus dem Puderzucker jedoch ein Guss oder eine Creme entstehen soll, leidet bei der Verwendung von ungemahlenem Zucker zwar nicht der Geschmack, jedoch die erwünschte Konsistenz. Aber zum Glück wissen wir ja jetzt, wie wir ruckzuck Puderzucker aus Raffinadezucker selber machen können, sodass wir den Puderzucker erst gar nicht ersetzen müssen.

Alternativen zu Puderzucker für Glasuren und Backen

Fazit: Zuckeranteil im Puderzucker und praktische Anwendung

Puderzucker besteht zu 100% aus Zucker. Das bedeutet, dass 100g Puderzucker auch 100g Zucker enthalten. Die feine Konsistenz macht ihn vielseitig einsetzbar und sorgt für eine schnelle und angenehme Verarbeitung in vielen süßen Gerichten. Ob als Dekor, Glasur oder in Teigen - Puderzucker kann einfach selbst hergestellt, abgemessen und problemlos gelagert werden.

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