Zuckergehalt im Durstlöscher Getränk: Analyse, Risiken und Alternativen

Der Zuckergehalt im Durstlöscher Getränk ist ein zentrales Thema, wenn es um gesunde Ernährung geht. Gerade in warmen Monaten steigt der Bedarf an Flüssigkeit, und viele greifen zu Getränken wie „Durstlöscher“, Eistee, Cola oder Fruchtsaftgetränken. Doch wie viel Zucker steckt wirklich in den beliebten Getränken, welche gesundheitlichen Risiken sind damit verbunden und welche Auswahlkriterien und Alternativen gibt es?

Warum Wasser und gesunde Durstlöscher wichtig sind

Trinken ist enorm wichtig. Getränke löschen den Durst, sorgen dafür, dass der Wasserhaushalt stabil bleibt und der Körper mit Mineralstoffen versorgt wird. Der Körper braucht Wasser, insbesondere bei Hitze, da durch das Schwitzen Flüssigkeit verloren geht und dieser Verlust ausgeglichen werden muss. Ansonsten gerät der Organismus schnell aus dem Gleichgewicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, im Durchschnitt täglich 35 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen.

  • Bei Kindern bis zu vier Jahren erhöht sich die Menge auf 820 Milliliter.
  • Bei 15- bis 18-Jährigen steigt sie auf 1530 Milliliter.
  • Kinder brauchen im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Gläser Flüssigkeit täglich.

Mineralwasser, Trinkwasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees eignen sich am besten als Durstlöscher.

Infografik empfohlener Tagesflüssigkeitsbedarf nach Altersgruppen

Durstlöscher und süße Getränke: Zuckerfallen im Supermarkt

In den Supermärkten gibt es neben Mineralwasser auch ein großes Angebot an Limonaden, Eistees, Säften, Fruchtsaftgetränken sowie Energydrinks, Cola- und Milchmischgetränken. Sie eignen sich nicht als Durstlöscher. Die Getränkehersteller bewerben zuckergesüßte Getränke mit bunten Verpackungen und lustigen Bildern, die für Kinder sehr verlockend sind. Mit Zucker gesüßte Getränke enthalten viele Kalorien und erhöhen das Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes.

Der regelmäßige Konsum kann außerdem zu Karies führen.

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Softdrinks wie Cola, Eistee oder Limo sind nicht gerade gesund - das wissen inzwischen wohl die meisten. Trotzdem ist es immer wieder erschreckend, wie viel Zucker in den Getränken steckt.

Viele Getränke im Supermarkt sind echte Zuckerbomben. Flüssige Kalorien, verpackt in luftig leicht wirkenden Verpackungen, die uns suggerieren, unserem Körper etwas besonders Gutes zu tun.

Zuckergehalt verbreiteter Getränke im Vergleich

Getränk Zuckergehalt (pro 100 ml) Zuckerwürfel (pro 500 ml)
Durstlöscher Multivitamin 12 g 20
Gönrgy Apfelringe 13 g 22
Fanta 7-8 g 12-13
Fruchtschorle 8-10 g 14-17
Eistee Pfirsich 9-12 g 15-20

Das Getränk mit dem meisten Zucker in der Untersuchung: „Durstlöscher Apfel - Orange - Zitrone“ enthält in einer 500-Milliliter-Packung 18,3 Zuckerwürfel - so viel wie kein anderes Getränk im Vergleich der Verbraucherzentrale.

Zuckergehalt-Diagramm von Durstlöscher gegenüber anderen Softdrinks

Gesundheitliche Risiken durch hohen Zuckerkonsum

Bei fast jedem zweiten Kindergetränk wurde mit dem Konsum einer Flasche oder eines Trinkpäckchens bereits die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis an freiem Zucker überschritten. Gerade bei Kindern besteht die Gefahr, dass sie sich an den Geschmack gewöhnen und frische Früchte nicht mehr essen. Der hohe Konsum von Getränken, die viel Zucker enthalten, erhöht die Fettproduktion in der Leber teilweise um das Doppelte und das Risiko für Übergewicht sowie Adipositas.

Vor allem Kinder und Jugendliche nehmen laut DGE zu viel Zucker zu sich. Kein Wunder: Viele Getränke speziell für Kinder enthalten extrem viel Zucker.

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  • Karies, Übergewicht und sogar Herzkrankheiten oder Diabetes: zu viel Zucker ist ungesund.
  • Fruchtsaftschorlen, Limonaden, Nektare und Eistees sollten nur in Maßen getrunken werden.
  • Flüssiger Zucker flutet den Körper in kürzester Zeit mit leeren Kalorien.
Gesundheitliche Risiken von zuckerreichen Getränken

Die „Durstlöscher“-Marke: Produktanalyse und Kritik

Die Erfrischungsgetränke der Marke „Durstlöscher“ stecken meist in Tetrapaks zu 500 Milliliter oder einem Liter. Allen gemeinsam ist, dass sie in poppigen Farben daherkommen, in der Regel Aromen und Zusatzstoffe enthalten - und zwischen 8 und 12 Gramm Zucker je 100 Milliliter.

40 bis 60 Gramm Zucker sind in einem 500-Milliliter-Trinkpäckchen „Durstlöscher“ enthalten.

Frau B. fragte empört bei der Verbraucherzentrale an, ob man ein derart stark zuckerhaltiges Getränk „Durstlöscher“ nennen darf.

Nach einhelliger Meinung der Fachgesellschaften eignen sich Limonaden, Cola- und Fruchtsaftgetrnke, Brausen, Nektare, Obstsäfte, Eistees oder Milchmischgetränke nicht als Durstlöscher. Sie enthalten viel Zucker und liefern damit viele Kalorien.

Durstlöscher-Produkte: Verpackungen und Nährwertangaben

Verbraucher-Checks und Zuckerwürfel-Bilder

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat neue Bilder veröffentlicht, die den Zuckergehalt von Durstlöscher und anderen Erfrischungsgetränken anschaulich in Zuckerwürfel umrechnen. Wer Getränke aus der Untersuchung der Verbraucherzentrale trinkt, hat den von der WHO empfohlenen Grenzwert für täglichen Zuckerkonsum schnell erreicht: maximal zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr, das entspricht etwa fünf bis sechs Teelöffeln.

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Im Gespräch ist eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe für Getränke nach dem Vorbild Großbritanniens. Laut dem Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit soll eine Abgabe von umgerechnet 26 Cent pro Liter fällig werden, wenn Getränke mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Enthalten sie mehr als 8 Gramm, müssen die Hersteller 32 Cent bezahlen. In Großbritannien haben viele Hersteller ihre Rezepturen angepasst, wodurch der Zuckergehalt von Softdrinks um 35 Prozent sank.

Zuckerwürfel-Anteil in Durstlöscher und anderen Getränken

SIPCAN-Orientierungskriterien und Zuckerreduktion

Für eine gesündere Getränkewahl gelten die von SIPCAN festgelegten Orientierungskriterien: Ein Getränk soll maximal 6,7 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten sowie keine Süßstoffe. Aktuell entsprechen bereits 55 % der rund 500 erfassten Getränke diesen Kriterien.

Ab dem Frühjahr 2025 wird der Wert auf 6,3 g Zucker pro 100 ml reduziert. Die erste Anpassung erfolgte bereits im Jahr 2020 von ursprünglich 7,4 g auf 6,7 g Zucker pro 100 ml.

Ein weiteres Ziel ist auch, die Hersteller speziell auf jene Produkte hinzuweisen, die knapp über dem Orientierungskriterium liegen und damit großes Potenzial haben, ein „Positivprodukt“ zu werden. RAUCH Fruchtsäfte zeigte in den letzten zehn Jahren (2014-2024) eine beachtliche Zuckerreduktion: von 6,9 g auf 5,7 g pro 100 ml, also um 18,1 Prozent gesunken.

Infografik SIPCAN Kriterien zur Zuckerreduktion

Zuckerbomben unter Kindergetränken - Ergebnisse von Verbraucherchecks

In einer Stichprobe wurden 14 Produkte, die vor allem Kinder ansprechen sollen, auf ihren Gesamtzuckergehalt untersucht. Er schwankte zwischen null und zehn Gramm auf 100 Milliliter. Zehn Gramm entsprechen etwa 3 Zuckerwürfeln. In ein übliches Trinkglas passen 200 Milliliter. Diese Menge enthält bereits etwa 6 Zuckerwürfel. Bei fast jedem zweiten Kindergetränk wurde mit dem Konsum einer Flasche oder eines Trinkpäckchens bereits die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis an freiem Zucker überschritten.

In einer weiteren Analyse von foodwatch wurde berechnet, wie stark Hersteller in Deutschland den Zuckergehalt ihrer Getränke senken müssten, um keine Abgabe zu zahlen.

Getränk Zuckergehalt (pro 100 ml) Zuckerwürfel (pro Behältnis) Zuckergehalts-Reduktion nötig (g)
Durstlöscher Multivitamin 12 g 20 (500 ml) -35,5 g
Gönrgy Apfelringe 13 g 22 (500 ml) -40,5 g
Capri-Sun Orange 8 g 16 (200 ml) -6 g
Vergleich: Kindergerechte Getränke und ihre Zuckerwürfel-Anteile

Eistee: Zuckergehalt und Zusammensetzung

Bei Eistee gibt es, anders als bei Cola oder Limonade, große Unterschiede in der Zusammensetzung. Ein Glas kann neun Stück Würfelzucker enthalten, manchmal aber auch nur zwei. Viele Sorten enthalten Schwarztee-Extrakt. Es gibt auch Eistees mit Rooibos- oder Kräutertee und damit ohne Koffein. Auffällig im Marktcheck war, dass viele Hersteller eine größere Vielfalt an Eistees haben. Neben den Geschmacksrichtungen variierten die verwendeten Süßungsmittel, Frucht- und Zuckermengen oder die Teesorten.

  • Typisches Trinkpäckchen enthält zwischen 8 und 12 Gramm Zucker pro 100 ml.
  • Fruchtgehalte im Marktcheck variierten zwischen null und zehn Prozent.
  • Zusatz von Fruchtaromen, Teeextrakten und Süßstoffen.

Der Pfirsich Eistee ist extrem süß - muss man mögen. Vorteile gegenüber Capri-Sonne ist, dass auch eine vernünftige Menge an Saft drin ist. Zuviel Zucker drin und künstlicher Pfirsichgeschmack!

Marktcheck Eistee: Zutaten und Zuckergehalt

Zero- und Leichtgetränke als Alternative?

Eine gute Alternative zu zuckerreichen Getränken scheinen sogenannte Zero- oder Leichtgetränke zu sein. Doch auch wenn diese Getränke tatsächlich keine oder nur minimale Energielieferanten darstellen, sind auch sie nicht als ideale Durstlöscher zu empfehlen.

Immer mehr Studien stellen die gesundheitliche Unbedenklichkeit bestimmter Süßstoffe in Frage. Süßstoffe weisen im Vergleich zu Zucker eine deutlich höhere Süßkraft auf, sodass sich vor allem Kinder bei häufigem Konsum schnell an einen äußerst süßen Geschmack gewöhnen.

  • SIPCAN empfiehlt weiterhin keine Süßstoffe in Durstlöschern.
  • Derzeit enthält rund jedes achte Getränk am Markt Süßstoffe.
Kurzvideo: Alternativen zu Durstlöscher mit weniger Zucker

Gesunde Durstlöscher selber machen

Gesunde Getränke lassen sich schnell und einfach selber machen: ohne Zucker und ohne Aromastoffe. Mineral- und Trinkwasser lässt sich geschmacklich gut aufpeppen: mit einem Spritzer Zitronensaft, frischem Ingwer, einigen Blättern frischer Minze, frischen Früchten oder mit einigen Gurkenscheiben.

Alle Varianten sind nicht nur eine perfekte Erfrischung im Sommer, sondern zugleich eine kalorienarme und gesunde Alternative zu Eistee oder Softdrinks.

  • Saftschorlen aus einem Teil Saft mit drei Teilen Wasser.
  • Selbstgemachte Kräuter- und Früchtetees.
  • Verdünnen von fertigen Getränken, um den Zuckergehalt zu senken.
Gesunde DIY-Durstlöscher: Rezepte und Zutaten

Zuckersteuer und ihre Wirkung

Einige europäische Länder haben eine Zuckersteuer eingeführt, zum Beispiel Großbritannien. Dort wird seit 2018 eine Steuer auf zahlreiche Getränke erhoben, die mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Die Steuer soll die Getränkehersteller dazu bewegen, Getränke mit weniger Zucker herzustellen.

In Großbritannien hat sich die tägliche Zuckeraufnahme aus Softdrinks bei Minderjährigen von 22 auf 12 Gramm, bei Erwachsenen von 15,3 auf 10 Gramm reduziert.

In Deutschland wird eine Zuckersteuer kontrovers diskutiert, ebenso eine Altersbeschränkung für bestimmte Getränke wie Energydrinks, die ebenfalls viel Zucker enthalten.

Europäische Länder mit Zuckersteuer: Karte und Effekte

Tipps für den ungetrübten Genuss - Zusammenfassung der Empfehlungen

  • Ein Getränk gilt als empfehlenswert, wenn es weniger als 6,7 g Zucker pro 100 ml enthält und keine Süßstoffe.
  • Zutatenliste und Nährwerttabelle auf der Verpackung prüfen.
  • Getränke mit weniger Zucker bevorzugen; durstlöschende Wirkung haben vor allem Wasser und ungesüßte Tees.
  • Saftschorlen aus einem Teil Saft und drei bis vier Teilen Wasser sind als Flüssigkeitsspender geeignet.
  • Limitiert süße Getränke, auch wenn sie „Durstlöscher“ heißen.
  • Alternative Rezepte und DIY-Optionen nutzen.
Infografik: Empfehlungen für gesunde Durstlöscher

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