Spritzige Erdbeerkonfitüre mit Zitrone: Ein Rezept für sonnige Frühstücksmomente

Hausgemachte Konfitüre ist mehr als nur ein Brotaufstrich; sie ist ein Ausdruck von Liebe und Sorgfalt. Ob als Mitbringsel, Gastgeschenk oder einfach nur für den eigenen Frühstückstisch, ein Glas selbstgemachte Erdbeerkonfitüre mit Zitrone zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht. Dieses Rezept kombiniert die Süße reifer Erdbeeren mit der spritzigen Säure von Zitronen, um ein Geschmackserlebnis zu kreieren, das an sonnige Sommertage erinnert.

Zutaten für ca. 6 Gläser (à 200 ml)

  • 950 g Erdbeeren (geputzt und vorbereitet gewogen)
  • 1 Bio-Zitrone (Saft und Zesten)
  • 1 Packung Dr. Oetker Gelierzucker Extra 2:1

Vorbereitung der Zutaten

Der Schlüssel zu einer gelungenen Konfitüre liegt in der Qualität der Zutaten und der sorgfältigen Vorbereitung. Verwende am besten frische, reife Erdbeeren der Saison. Wenn keine Saison ist, können tiefgekühlte Erdbeeren eine gute Alternative sein.

  1. Erdbeeren vorbereiten: Wasche die Erdbeeren gründlich in einem Sieb unter fließendem Wasser. Entferne das Grün und schneide die Erdbeeren in kleine Würfel. Wiege anschließend 950g für die Konfitüre ab.
  2. Zitrone vorbereiten: Wasche die Zitrone heiß ab, um eventuelle Wachsrückstände zu entfernen. Reibe zuerst die Zesten (die äußere Schale) ab. Achte darauf, nur die farbige Schale zu reiben, da die weiße Schicht darunter bitter schmecken kann. Presse die Zitrone anschließend aus, um den Saft zu gewinnen.
  3. Gläser vorbereiten: Koche die Gläser und Schraubdeckel (Twist-off) aus, um sie zu sterilisieren. Alternativ kannst du sie mit kochendem Wasser ausspülen. Dies ist wichtig, um die Haltbarkeit der Konfitüre zu gewährleisten.

Zubereitung der Erdbeerkonfitüre

  1. Mischen der Zutaten: Gib die vorbereiteten Erdbeerwürfel zusammen mit der abgeriebenen Zitronenschale, dem abgemessenen Zitronensaft und dem Dr. Oetker Gelierzucker Extra 2:1 in einen großen Kochtopf. Verrühre alles sehr gut miteinander, damit sich der Zucker gleichmäßig verteilt.
  2. Kochen der Konfitüre: Stelle den Kochtopf auf den Herd und bringe die Mischung unter stetigem Rühren zum Kochen. Achte darauf, dass die Konfitüre nicht anbrennt. Sobald die Mischung kocht, lasse sie unter ständigem Rühren mindestens 3 Minuten sprudelnd weiterkochen. Das Rühren ist wichtig, um ein Anbrennen zu verhindern und die Gelierung zu fördern.
  3. Gelierprobe durchführen: Um zu überprüfen, ob die Konfitüre die richtige Konsistenz erreicht hat, führe eine Gelierprobe durch. Gib dazu etwa 1 Teelöffel der heißen Masse auf einen kalten Teller. Warte kurz, bis die Masse abgekühlt ist. Wenn die Konfitüre fest geworden ist, ist sie fertig. Falls sie noch zu flüssig ist, koche sie noch eine Minute weiter und wiederhole die Gelierprobe.
  4. Abschäumen (optional): Sollte sich beim Aufkochen der Erdbeer-Zitronen-Konfitüre Schaum an der Oberfläche gebildet haben, kannst du diesen bei Bedarf mit einem Löffel abschöpfen. Diesen Vorgang bezeichnet man übrigens als »Abschäumen«.
  5. Abfüllen der Konfitüre: Fülle die heiße Erdbeermarmelade sofort randvoll in die vorbereiteten Gläser ab. Achte darauf, dass der Rand der Gläser sauber bleibt. Verschließe die Gläser fest mit einem Deckel. Stelle die verschlossenen Gläser für etwa 5 Minuten auf den Kopf. Dadurch wird ein Vakuum erzeugt, das die Haltbarkeit der Konfitüre zusätzlich verbessert.

Tipps und Variationen

  • Weniger Zucker: Für eine zuckerreduzierte Variante kannst du ein spezielles Pektin, das sogenannte LM Pektin (Low methoxyl), verwenden. Dieses Pektin benötigt weniger Zucker, um eine Gelstruktur zu bilden.
  • Aromenvielfalt: Experimentiere mit verschiedenen Aromen, um deine eigene, einzigartige Konfitüre zu kreieren. Füge beispielsweise etwas Ingwer, Vanille oder Mandelsplitter hinzu.
  • Zitrusfrüchte-Mix: Verwende neben Zitronen auch andere Zitrusfrüchte wie Orangen oder Limetten, um einen interessanten Geschmack zu erzielen.
  • Verfeinern mit Bergamotte: Wer die Cedro-Zitronen-Marmelade abwandeln möchte, kann sie mit Bergamotten verfeinern. Dazu die Schale von zwei Bio-Bergamotten fein abreiben und unter die kleingeschnittenen Cedri mischen.

Das Besondere der Zitrone in der Konfitüre

Die Zitrone spielt in diesem Rezept eine Schlüsselrolle. Sie verleiht der Konfitüre nicht nur eine angenehme Säure, die das Aroma der Erdbeeren hervorhebt, sondern trägt auch zur Gelierung bei. Der Saft und die Schale der Zitrone enthalten Pektin, ein natürliches Geliermittel, das in Kombination mit dem Gelierzucker für die gewünschte Konsistenz sorgt. Darüber hinaus wirkt die Säure der Zitrone konservierend und trägt somit zur Haltbarkeit der Konfitüre bei.

Die Kunst des Verschenkens

Selbstgemachte Konfitüre ist ein ideales Geschenk für Freunde und Familie. Um die Gläser noch persönlicher zu gestalten, kannst du sie mit hübschen Etiketten bekleben. Beschrifte die Etiketten mit dem Namen der Konfitüre, dem Datum der Herstellung und einer persönlichen Botschaft. Schneide außerdem aus Stoffstücken oder Packpapier Kreise aus, stülpe sie über die Deckel und befestige sie mit Bändern und Kordeln. So wird jedes Glas zu einem liebevoll gestalteten Unikat.

Die Wissenschaft hinter der Konfitüre

Die Herstellung von Konfitüre ist nicht nur ein kreativer Prozess, sondern auch eine kleine Wissenschaft. Die Gelierung von Konfitüre basiert auf dem Zusammenspiel von Pektin, Säure und Zucker. Pektin ist ein natürliches Polysaccharid, das in Pflanzen vorkommt und die Zellwände festigt. In der Konfitüre bildet Pektin ein Netzwerk, das die Flüssigkeit bindet und für die typische gelartige Konsistenz sorgt. Die Säure, in diesem Fall die Zitronensäure, ist notwendig, damit das Pektin seine gelierende Wirkung entfalten kann. Der Zucker trägt nicht nur zur Süße bei, sondern beeinflusst auch die Wasseraktivität und somit die Haltbarkeit der Konfitüre.

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