Rezept für Wiener Apfelkuchen mit Rahmguss – ein traditioneller Genuss
Der Wiener Apfelkuchen ist ein echter Klassiker der österreichischen Mehlspeisenküche und besticht durch seinen zarten Teig, saftige Äpfel und einen aromatischen Rahmguss. Dieses Rezept bringt den traditionellen Geschmack Wiens in Ihre Küche und eignet sich perfekt zum Nachbacken für Familie und Gäste.
Die Basis - Quark-Öl-Teig für den Wiener Apfelkuchen
Für den Teig verwenden wir einen Quark-Öl-Teig, der wunderbar zart und saftig wird. Die Zutaten für den Teig sind:
- 250 g Mehl
- 2 gestrichene TL Backpulver
- 100 g Rohrzucker
- 1 Prise Salz
- 1 Bio-Ei (Größe M)
- 125 g Speisequark (Magerstufe)
- 4 EL Milch
- 4 EL Speiseöl, zum Beispiel Sonnenblumenöl
Das Mehl mit dem Backpulver mischen. In einer Rührschüssel alle Zutaten für den Teig zusammengeben und mit einem Mixer mit Knethaken erst auf niedriger dann auf höchster Stufe kurz zu einem glatten Teig verarbeiten. Nicht zu lange kneten, da der Teig sonst klebrig wird.
Den Teig anschließend etwa 1 Stunde zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Vorbereitung der Apfelfüllung
Die Apfelfüllung ist das Herzstück des Kuchens. Für einen besonders aromatischen Geschmack werden die Äpfel gedünstet und mit Pudding vermischt.
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- 1 ¼ kg Äpfel, zum Beispiel Jonagold oder Boskop
- Saft von 1 Zitrone
- 1 EL Wasser
- 50 ml Milch
- 200 g Schlagsahne
- 1 Päckchen backfeste Vanillepuddingcreme
- 30 g Zucker
- 1 Päckchen geriebene Zitronenschale
- 1 EL gemahlener Zimt
- 2 EL Gustin (feine Speisestärke)
- 100 g Rosinen (optional)
Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Ein Drittel der Apfelwürfel mit Zitronensaft und Wasser in einem Topf 5-10 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten und anschließend abtropfen lassen. Milch und Schlagsahne in einer Schüssel verrühren, die backfeste Puddingcreme dazugeben und etwa eine Minute mit einem Schneebesen glattrühren. Rohe und gedünstete Apfelstücke, Zucker, Gewürze, Speisestärke und Rosinen hinzugeben und alles gut vermengen.
Zusammensetzen und Backen des Kuchens
Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze (oder 150 °C Heißluft) vorheizen. Eine Springform (Ø ca. 26 cm) fetten und den gekühlten Teig ausrollen. Etwa zwei Drittel des Teiges auf den Boden der Form legen und den Rand mit dem restlichen Teig ca. 4 cm hochziehen.
Die Apfelfüllung gleichmäßig in der Form verteilen.
Rahmguss vorbereiten
Der Rahmguss macht den Apfelkuchen besonders saftig und cremig. Dazu werden:
- 100 g Butter, flüssig
- 125 g Zucker
- 1 Ei
- 100 g Mehl
- 250 ml flüssige Sahne
in folgender Reihenfolge verrührt: Zuerst Ei mit Zucker schaumig schlagen, dann das Mehl unterrühren. Anschließend die flüssige Butter dazugeben und kräftig verrühren. Zum Schluss die Sahne unterrühren, bis alles eine homogene, flüssige Masse ergibt.
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Den Guss gleichmäßig über die Apfelfüllung gießen, bis die Äpfel komplett bedeckt sind.
Das Finish - Mandelbelag und Backzeit
Für das typische Wiener Finish wird der Kuchen mit gehobelten Mandeln bestreut, die mit etwas Zucker vermischt sind. Diese sorgen nach dem Backen für eine knusprige, süße Kruste.
- 100 g gehobelte Mandeln
- 1 EL Zucker
Die Mandeln mit dem Zucker vermischen und auf den Rahmguss streuen.
Der Kuchen wird im vorgeheizten Ofen ca. 75 Minuten gebacken. Nach etwa 45 Minuten wird der Mandelbelag aufgestreut und der Kuchen weitere 10-15 Minuten fertig gebacken.
Ob der Kuchen fertig ist, erkennt man daran, dass beim Hineinpieken mit einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt und die Oberfläche schön goldbraun ist. Den Kuchen am besten in der Form auf einem Rost vollständig auskühlen lassen, idealerweise über Nacht.
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Variationen und nützliche Tipps
- Statt Quark-Öl-Teig kann auch ein Hefeteig verwendet werden, der ähnlich zubereitet wird: Mehl mit Hefe, Milch, Butter, Zucker, Ei und Salz zu einem glatten Teig kneten und gehen lassen.
- Zitronensaft verhindert das Braunwerden der Äpfel und gibt eine frische Note.
- Für ein weihnachtliches Aroma können Gewürze wie Kardamom, Nelken und Muskatnuß hinzugefügt werden.
- Der Rahmguss kann durch eine Mischung aus Schlagsahne und Sauerrahm ergänzt werden, um den Kuchen noch cremiger zu machen.
- Zum Servieren passt Schlagobers (Schlagsahne) oder Vanillesoße hervorragend.
Wiener Apfelkuchen und seine Herkunft
Der Wiener Apfelkuchen hat seine Wurzeln in der österreichischen Hauptstadt Wien und ist eng mit der Wiener Kaffeehauskultur verbunden. Durch die kaiserliche und königliche Monarchie beeinflusst, zeigt er kulinarische Elemente aus Böhmen, Ungarn und Süddeutschland.
Traditionell wird der Apfelkuchen mit Rahmguss in den Wiener Kaffeehäusern serviert, oft begleitet von einer Tasse Kaffee, Schlagobers oder Vanilleeis als Beilage. Er symbolisiert die reichhaltige und vielfältige Backtradition der österreichischen Küche.
Empfehlungen für die Zubereitung
- Das Kneten des Teigs sollte sorgfältig erfolgen, damit dieser sich gut vom Schüsselrand löst und locker wird.
- Beim Backen empfiehlt sich die Verwendung von Backpapier und eventuell eine Folie im Backofen, um heraustropfendes Fett aufzufangen.
- Ein guter Tipp ist es, den Kuchen nach dem Backen in der Form auskühlen zu lassen, um das Brechen der weichen Füllung zu vermeiden.
- Wenn der Kuchen zu süß erscheint, kann die Zuckermenge leicht reduziert werden, und dafür die Backzeit etwas verlängert werden, um eine perfekte Bräunung zu erzielen.
Die Qualität der Zutaten
Für den besten Geschmack sollten Sie möglichst frische und hochwertige Zutaten verwenden, vor allem bei den Äpfeln und der Sahne. Besonders gut geeignet sind leicht säuerliche Apfelsorten wie Boskop, Elstar oder Jonagold, da sie einen angenehmen Kontrast zur süßen Rahmgussfüllung bieten.
Das Ergebnis ist ein unvergleichlich saftiger, aromatischer Apfelkuchen, der wieder und wieder Freude bereitet - ein echter Genuss für alle Liebhaber österreichischer Backkunst.
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