Wie viel Zucker enthalten Kartoffelchips?
Kartoffelchips sind ein beliebter Knabberartikel mit einer langen Geschichte: Seit den fünfziger Jahren gehören sie zum Knabberspaß der Deutschen und haben sich zu einem festen Bestandteil des Snack-Sortiments entwickelt. Die Produktvielfalt ist groß, denn neben unterschiedlichen Herstellern kann der Konsument zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Verpackungsgrößen wählen. Kartoffelchips gibt es als klassische frittierte Chips und inzwischen auch als Ofenchips mit eigenem Herstellungsverfahren.
Herstellungsprozess und Zutaten von Kartoffelchips
Kartoffelchips werden aus ganzen Kartoffeln hergestellt. Diese werden in Scheiben geschnitten, in Öl frittiert und anschließend gewürzt. Die Herstellung kann industriell erfolgen oder in der eigenen Küche. Bei Ofenchips hingegen werden Chips aus Kartoffelteig geformt und im Ofen gebacken. Im Vergleich zu anderen Kartoffelprodukten werden Kartoffelchips ausschließlich in ungehärteten pflanzlichen Ölen, überwiegend hochwertiges Sonnenblumenöl, frittiert. Von der Kartoffel bis hin zu den Gewürzen werden nur beste Rohstoffe und Zutaten verwendet.
Nährwerte von Kartoffelchips
Kartoffelchips verfügen über eine hohe Energiedichte. Durchschnittlich haben 100g Chips ca. 530 Kilokalorien, während eine 100-g-Portion (leicht gesalzen) etwa 560 Kalorien liefert. Die Chips enthalten etwa 30 Gramm Fett pro 100 Gramm, wobei Bio-Hersteller Wert auf hochwertige Öle wie High-Oleic-Sonnenblumenöl oder Kokosöl legen. Handelsübliche Produkte haben ca. 1,5 - 2g Salz pro 100g Chips und damit einen relevanten Anteil an der täglichen Salzzufuhr.
Auch ohne gesetzliche Verpflichtung haben die Hersteller schon seit langem dem Verbraucher über die Nährwerttabelle Informationen zu den Nährwerten, unter anderen auch Fett und Energie, zur Verfügung gestellt.
| Nährwert | pro 100 g |
|---|---|
| Kalorien | 530-560 kcal |
| Fett | 30 g |
| Salz | 1,5-2 g |
| Zucker | < 1 g (<1%) |
Wie viel Zucker enthalten Kartoffelchips?
Kartoffelchips enthalten weniger als 1 Prozent Zucker. Kartoffeln selbst enthalten viel Stärke, ihr Zuckergehalt liegt nur bei zwei bis drei Prozent. Der Zucker in Kartoffelchips ist nicht zugesetzt, sondern stammt zu einem kleinen Teil aus den Kartoffeln selbst - also dem natürlichen Zutatenprofil. Im Gegensatz zu Gemüsechips, die bis zu 25 Prozent natürlichen Zucker enthalten können, ist der Zuckergehalt bei klassischen Kartoffelchips also ausgesprochen niedrig.
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Ganz anders sieht es bei den Gemüsechips aus, denn sie bestehen zu 25 Prozent aus Zucker. Dieser ist aber nicht zugesetzt, sondern natürlicher Bestandteil von Gemüse.
- Kartoffelchips: weniger als 1 Prozent Zucker
- Gemüsechips: bis zu 25 Prozent Zucker (je nach Gemüsesorte)
Warum enthalten Chips so wenig Zucker?
Kartoffeln enthalten viel Stärke, die beim Frittieren nicht zu Zucker umgewandelt wird. Das Gemisch aus Fett und Kohlenhydraten ergibt eine hohe Energiedichte, aber keinen hohen Süßigkeitsgrad. Die ursprüngliche Zubereitungsvariante wird am Schluss nur mit Salz gewürzt. Kartoffelchips werden daher als herzhafter, nicht süßer Snack wahrgenommen.
Kartoffelchips im Vergleich zu anderen Snacks
Im europäischen Vergleich verzehren die Deutschen weniger Kartoffelchips als ihre Nachbarn: Iren und Briten erreichen pro Kopf 2,5 bis 2,9 Kilogramm Chips pro Jahr, die Niederländer über 3 Kilogramm. Deutsche konsumieren jährlich etwa 1,21 Kilogramm pro Person - europäisches Mittelfeld.
Salzstangen weisen ebenfalls einen zum Teil hohen Salzgehalt auf, doch haben Knabberartikel mit einem durchschnittlichen täglichen Verzehr von 8 g bei Männern und 5 g bei Frauen nur einen geringen Anteil an der Gesamt-Salzzufuhr.
Beim Frittieren der Kartoffelchips entsteht durch die Bräunung Acrylamid, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Durch Umstellungen in der Produktionstechnik konnte eine deutliche Absenkung der Acrylamid-Gehalte erreicht werden.
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Gesundheitliche Bewertung des Zuckergehaltes
Viele Konsumenten stufen Kartoffelchips als ungesund ein, was hauptsächlich am hohen Fett- und Salzgehalt liegt. Der Zuckergehalt ist im Vergleich dazu vernachlässigbar. Der tägliche Konsum von Kartoffelchips ist aus gesundheitlichen Gründen nicht zu empfehlen. Selten, jedoch in Maßen und nicht in Massen verzehrt, sind diese salzigen Snacks wahres Soulfood. Fakt ist, dass sich ein übermäßiger Verzehr fett- und salzhaltiger Snacks negativ auf die Gesundheit auswirkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Nierenschäden begünstigt. Daher ist der Konsum von Chips bewusst zu gestalten und Portionsgrößen zu berücksichtigen.
Wer eine komplette Packung aufisst, erreicht damit die maximal empfohlene Tagesdosis von 6g Salz immer noch nicht. Man darf aber nicht vergessen, dass man neben den Chips auch über andere Nahrungsmittel täglich Salz zuführt.
Tipps für den bewussten Chips-Konsum
- Chips nicht direkt aus der Verpackung essen - Portionsgröße beachten
- Auf hochwertige Öle und kurze Zutatenlisten achten
- Gelegentlicher Genuss ist akzeptabel, bei regelmäßigem Verzehr lieber kleinere Mengen wählen
- Chips mit gesunden Dips kombinieren (z.B. Frischkäse, Kräuterquark)
Gemüsechips: Zuckerreicher als Kartoffelchips
Mancher Verbraucher glaubt, mit den Gemüsechips eine gesunde Knabberei zu sich zu nehmen. Dies liegt nicht nur an dem Wort „Gemüse“, sondern auch an der Verpackung, die meist grünlastig gestaltet ist. Allerdings enthalten Gemüsechips im Durchschnitt sogar noch mehr Fett als Kartoffelchips und bestehen zu 25 Prozent aus Zucker - ein natürlicher Bestandteil der verwendeten Gemüsesorten. Jede Gemüsesorte hat ihre spezifischen Nährwerte, Kartoffeln zum Beispiel enthalten viel Stärke, ihr Zuckergehalt liegt nur bei zwei bis drei Prozent.
Gemüsechips punkten gegenüber Kartoffelchips mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt, der allerdings teuer erkauft ist. Denn Gemüsechips sind häufig doppelt so teuer wie Kartoffelchips.
Zuckergehalt in verschiedenen Chips-Sorten
- Kartoffelchips: <1 g Zucker pro 100 g
- Gemüsechips (Rote Bete, Karotte, Süßkartoffel): bis zu 25 g Zucker pro 100 g
Fazit zum Zuckergehalt von Kartoffelchips
Der Zuckergehalt von Kartoffelchips ist äußerst gering und spielt für die gesundheitliche Bewertung nur eine untergeordnete Rolle. Die Chips enthalten weniger als 1 Prozent Zucker, wobei dieser vor allem aus dem natürlichen Anteil der Kartoffeln stammt. Ein deutlich höherer Zuckergehalt lässt sich bei Gemüsechips feststellen, je nach Gemüsesorte bis zu 25 Prozent - eine wichtige Information für diejenigen, die Snacks mit möglichst wenig Zucker bevorzugen.
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