Wie hält Puderzucker auf Plätzchen am besten?
Puderzucker auf Plätzchen ist ein simples, aber wirksames Dekor - dennoch gibt es einige praktische Fragen: Wie dick darf die Schicht sein, damit sie beim Stapeln nicht zusammengepresst wird? Lässt sich Puderzucker von einer Glasur unterscheiden und wie bewahrt man so verzierte Plätzchen am besten auf? In diesem Beitrag findest du bewährte Tipps zur Anwendung, zum Schutz beim Stapeln und zur richtigen Aufbewahrung, damit Puderzuckeroptik und Geschmack möglichst lange erhalten bleiben.
Unterschied: Puderzucker bestäuben oder Puderzucker-Glasur?
Reden wir von Plätzchen, die mit Puderzucker bestäubt sind oder von einer Puderzucker-Glasur? Eigentlich kann man doch beide Arten problemlos stapeln. Der wichtigste Unterschied ist die Konsistenz: Die Plätzchen nur ganz leicht mit Puderzucker bestäuben, also keine dicke Schicht. Wenn du Puderzucker als Glasur (Zuckerguss) anrührst, sollte dieser cremig fließend sein, dann ist er richtig.
Wie dick darf Puderzucker sein?
Wie dick hast Du den Puderzucker auf den Plätzchen, dass da etwas zusammengedrückt werden kann? Spitzbuben werden ja, wenn ich zumindest das Rezept meiner Mama zugrunde lege, in Puderzucker gewälzt... Da ist schon einiges drauf. Aber ich gebe zu, dass mir das Stapeln und das vielleicht etwas Unansehliche total egal sind, wenn ich sie dann vor mir habe. Ich finde das nicht so schlimm, wenn der Puderzucker mal dicker und mal dünner drauf oder mal vollkommen in den Keks übergegangen ist...
Praktische Tipps zum Stapeln ohne Puderzuckerverlust
- Wenn bei Dir die Optik drunter leiden würde, könntest Du eine Lage Butterbrotpapier oder Backpapier dazwischen legen.
- Falls das immer noch die Optik beeinträchtigt, musst Du sie nebeneinander lagern.
- Ich mach das mit den Spitzbuben (oder ähnlichem Gebäck) auch mit dem Butterbrotpapier und nehme eine Dose mit großem Durchmesser.
- Du kannst beide Arten (bestäubt oder glasiert) stapeln - achte nur auf eine trockene, feste Glasur oder Schutzlagen zwischen den Lagen.
Zuckerguss und Glasuren: Varianten und Tipps
Der Klassiker zum Plätzchen verzieren ist der Zuckerguss. Du kannst ihn ganz einfach selber machen: Verrühre 200 g Puderzucker mit 4 Esslöffeln Flüssigkeit. Als Flüssigkeit eignen sich Zitronensaft, Limettensaft oder Orangensaft als saurer Kontrast. Für bunten Zuckerguss rührst du ihn mit verschiedenen Lebensmittelfarben farbig.
Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, warum der Zuckerguss auf manchen Plätzchen so glänzt? Das liegt sicher an einem untergerührten Eiweiß. Das sogenannte Royal Icing wird besonders gern für Lebkuchen verwendet, da es besser aushärtet. Wenn du deine Plätzchen mit Zuckerguss eingestrichen hast, kannst du sie mit bunten Streuseln und anderem Gebäckschmuck deiner Wahl bestreuen. Rutschen sie dir runter, ist dein Guss zu flüssig.
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Schokolade und Kuvertüre als Alternative
Kuvertüre, Kuchenglasur oder Schokolade: für einen schokoladigen Guß hast du viele Möglichkeiten. Am unempfindlichsten, aber auch am wenigsten verwandt mit Schokolade ist die Kuchenglasur, die du nur erwärmen musst. Bei Kuvertüre musst du beim Schmelzen schon eher die richtige Temperatur (ca. 30°C) im Auge haben, damit sie dir nach dem Aushärten nicht grau wird. Unser Tipp: Erhitze normale Schokolade mit etwas Kokosfett. Dafür gibst du die Schokolade mit einem Teelöffel Kokosfett in eine kleine Metallschüssel und hängst sie in einen Topf mit köchelndem Wasser. Pass aber auf, dass kein Wasser in die Schokolade kommt!
Gebäck mit Schokoglasur trocknet an einem kalten Ort schneller als Gebäck mit Zuckerguss. Verpackst du Plätzchen mit Schokoglasur in einer Keksdose, so empfehle ich dir etwas Butterbrotpapier zwischen die einzelnen Schichten zu legen.
Richtiges Vorgehen vor dem Verpacken
- Plätzchen und Weihnachtsgebäck soll vor dem Verpacken immer vollständig erkaltet sein.
- Auch Zuckerguss, Kuvertüre und Zuckerschrift trocknen bzw. fest werden lassen, damit die Plätzchen nicht zusammenkleben.
- Plätzchen mit Zuckerguss dekoriert, lässt du es anschließend einige Stunden auf dem Blech liegen.
Welche Behälter sind am besten für aufbewahrte Plätzchen?
Keksdosen aus Blech sind besonders gut geeignet! Sie sind dicht genug, um das Aroma zu bewahren, lassen aber auch etwas Luft rein, damit die Plätzchen nicht zu weich werden. Auch große Einmachgläser oder Keramikgefäße kannst du verwenden. Alu- und Frischhaltefolie oder auch Frischhaltebeutel sind keine wirklich gute Wahl. Zwar bleibt das Aroma darin erhalten, aber trockene Kekse werden schnell weich.
Sorten getrennt aufbewahren und Aromenschutz
Sorten getrennt aufbewahren: Um zu vermeiden, dass sich Aromen vermischen, solltest du deine Plätzchensorten getrennt voneinander aufbewahren. Plätzchen mit weihnachtlichen Gewürzen sollen getrennt von anderen Sorten in einer Dose gelagert werden. Das Aroma der Plätzchen kann so nicht auf die anderen Gebäcke übergehen. Hierzu zählen z.B. Anisplätzchen, Springerle, Printen oder Pfeffernüsse.
Besondere Hinweise zu empfindlichem Gebäck
- Auch Makronen und Eiweißgebäck immer getrennt von anderen Weihnachtsplätzchen aufbewahren. So bleiben sie knusprig. Die Dosen sehr gut verschließen, denn zarte Makronen ziehen sonst schnell Feuchtigkeit und werden weich und klebrig.
- Lebkuchen: Die einzelnen Lagen durch Back- oder Pergamentpapier trennen und vorsichtig stapeln, damit die Dekoration der Lebkuchen nicht abfällt. Küchenpapier ist ungeeignet, es trocknet das Gebäck aus.
- Plätzchen mit Marmeladenfüllung bleiben kürzer frisch (ca. 3 Wochen) als trockene Plätzchen (4-6 Wochen).
Wie werde ich Puderzucker-Optik beim Verschenken erhalten?
Wichtig ist, dass sie auch heile beim Beschenkten ankommen. Daher ist es sinnvoll, immer nur eine Sorte oder zumindest nur ähnliche Kekse abzupacken. Und dass sie nicht zu empfindlich sein sollten, liegt auf der Hand. Am besten solche ohne Schokolade und umfangreiche Verzierungen wählen. Zimtsterne, Heidesand, Makronen oder einfaches Mürbeteig- oder Spritzgebäck sind in jedem Fall praktisch.
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Praktische Lagerbedingungen
- Die Dosen luftdicht verschließen. Der Deckel sollte immer fest auf der Dose liegen.
- Kühl und trocken lagern: Für alle Plätzchen ist eine Temperatur zwischen 15 und 18 Grad perfekt. Wärme vertragen vor allem Plätzchen mit Schokolade gar nicht gut.
- Einen Apfelschnitz in die Dose legen: Ein Apfelschnitz in der Dose hilft, das Austrocknen von Plätzchen zu vermeiden. Das passiert vor allem bei Lebkuchen, Zimtsternen und Pfeffernüssen. Die Dosen zuerst mit lose aufgelegtem Deckel lagern, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (etwa 1 Woche), danach fest verschließen.
Was tun, wenn Puderzucker „verschwindet“?
Ich finde das nicht so schlimm, wenn der Puderzucker mal dicker und mal dünner drauf oder mal vollkommen in den Keks übergegangen ist... sie werden schön auf einen Teller gepackt und - zack - weg sind sie. Verlass dich bei der Haltbarkeit deiner Plätzchen immer auf die Optik und den Geschmack. Sind die Plätzchen ungewöhnlich trocken oder weich oder riechen und schmecken sie anders, solltest du sie lieber nicht mehr essen.
Tabelle: Kurzübersicht Lagerungsempfehlungen
| Plätzchenart | Beste Lagerung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Trockene Plätzchen (Butter, Spritz) | Blech- oder Plastikdose, 15-18°C | Haltbar 4-6 Wochen |
| Mit Marmelade gefüllt | Getrennt lagern, luftdicht | Haltbar ca. 3 Wochen |
| Makronen / Eiweißgebäck | Getrennt, gut verschlossene Dose | ziehen Feuchtigkeit, schnell weich |
| Lebkuchen | Metall-/Kunststoffdose, Lagen trennen | werden durch Luftfeuchte weich; 4 Wochen |
| Schoko-/Kuvertüreüberzug | kühl, Butterbrotpapier zwischen Lagen | an kühlen Orten schneller trocken |
Mit diesen einfachen Maßnahmen bleibt die Puderzucker-Optik länger erhalten: nicht zu dick bestäuben, Glasuren richtig anrühren, vollständig trocknen lassen, beim Stapeln Pergament- oder Butterbrotpapier verwenden und geeignete Dosen/Gläser wählen. So sehen deine Plätzchen beim Servieren oder Verschenken möglichst schön aus - und schmecken natürlich immer noch wunderbar.
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