Wick MediNait mit Honig: Wirkungsweise, Anwendung und wichtige Hinweise

Wick MediNait Erkältungssirup wird zur Behandlung von Erkältungssymptomen eingesetzt. Dazu gehören Husten, Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie manchmal auch leichtes Fieber. Wick MediNait wird oft vor dem Schlafengehen angewendet. So können Patienten besser schlafen.

Wirkstoffe und Wirkungsweise

Das Präparat besteht aus mehreren Wirkstoffen, die zusammen typische Erkältungsbeschwerden lindern:

  • Paracetamol: Der Wirkstoff wirkt schmerzstillend und fiebersenkend. Er weist zudem geringe entzündungshemmende Eigenschaften auf. Er blockiert die Bildung bestimmter Botenstoffe im Körper, so genannter Prostaglandine. Diese sind an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen wesentlich beteiligt.
  • Dextromethorphan hydrobromid: Der Wirkstoff stillt den Hustenreiz, indem er das Hustenzentrum im Gehirn lahm legt. Damit sich kein Schleim in den Atemwegen staut, eignet sich die Substanz aber nur, wenn der Husten vollkommen trocken ist. Er dämpft den Hustenreiz, ohne das notwendige Abhusten zu unterdrücken.
  • Doxylamin (Doxylaminsuccinat): Der Wirkstoff blockiert Rezeptoren für den Botenstoff Histamin. Über diese Blockade unterdrückt er eine durch das Histamin ausgelöste Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Blutgefäße (Kapillaren). Doxylamin kann zudem müde machen und so das Einschlafen fördern.
Wirkstoff-Infografik: Paracetamol, Dextromethorphan, Doxylamin

Anwendungsgebiete

Der Wick MediNait Erkältungssirup wird eingenommen, um typische Symptome einer Erkältung oder eines grippalen Infekts zu lindern. Hierzu zählen zum Beispiel Kopf-, Hals- oder Gliederschmerzen, Fieber, Schnupfen und Reizhusten. Wick MediNait wird oft vor dem Schlafengehen angewendet, um besser schlafen zu können.

Dosierung und Art der Anwendung

Die Gesamt- und Einzeldosierung sollte immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker eingehalten werden. Die empfohlene Dosis beträgt:

  • Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren: 1 x täglich 30 ml abends vor dem Schlafengehen. Die entsprechende Menge kann man mit dem beiliegenden Messbecher abmessen.
  • Hinweis: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen Wick MediNait Erkältungssirup nicht einnehmen.

Das Präparat ist nicht für die langfristige Anwendung bestimmt. Wenn sich Ihre Symptome nach 3 Tagen verschlimmern oder nicht bessern oder wenn Sie hohes Fieber haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 3 Tage anwenden.

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Worauf Sie vor der Einnahme achten sollten (Gegenanzeigen)

Wick MediNait darf nicht angewendet werden bei:

  • bekannter Allergie gegen einer der Wick-MediNait-Inhaltsstoffe (z. B. Paracetamol, Dextromethorphan, Doxylaminsuccinat)
  • Asthma, chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung, Lungenentzündung, Atemdepression oder unzureichender Atemtätigkeit
  • grünem Star (erhöhter Augeninnendruck), insbesondere Engwinkelglaukom
  • schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen oder Leber-/Nierenschäden (auch durch Alkoholmissbrauch)
  • Phäochromozytom (Nebennierentumor)
  • Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung und/oder erheblicher Beeinträchtigung beim Wasserlassen
  • Anfallsleiden (Epilepsie) oder Hirnschäden
  • während Schwangerschaft und Stillzeit
  • während oder innerhalb von zwei Wochen nach Behandlung mit MAO-Hemmern oder bei gleichzeitiger Einnahme von SSRI
  • wenn Sie im Laufe des Tages bereits 4000 mg Paracetamol aus anderen Arzneimitteln eingenommen haben

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen, wenn Sie an Gilbert-Syndrom, Reflux, Diabetes, Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, einer Darmverstopfung oder einem Magengeschwür leiden.
  • Bei schwerer Nierenfunktionsstörung, Sepsis, Mangelernährung oder chronischem Alkoholismus ist besondere Vorsicht geboten; in solchen Fällen wurde über metabolische Azidose bei Paracetamol-Anwendung berichtet.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie regelmäßig Alkohol trinken. Regelmäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt die Leberfunktion und kann das Risiko einer Lebertoxizität durch paracetamolhaltige Produkte erhöhen.
  • Bei Husten mit übermäßiger Schleimbildung sowie hartnäckigem Husten (z. B. durch Rauchen, Emphysem, Asthma) nur in Absprache und auf Anweisung des Arztes einnehmen, weil unter diesen Umständen eine Unterdrückung des Hustens unerwünscht sein kann.
  • Bitte beachten Sie, dass das Präparat zu seelischer und körperlicher Abhängigkeit führen kann. Bei Patienten mit Neigung zu Arzneimittelmissbrauch ist die Behandlung kurzfristig und streng ärztlich überwacht durchzuführen.
  • Ältere Menschen können anfälliger für Nebenwirkungen (z. B. Sedierung und Schwindel) sein und sollten vorsichtig sein.
  • Vermeiden Sie die Einnahme von sedierenden Medikamenten während der Einnahme dieses Arzneimittels und verzichten Sie auf Alkohol.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Bei gleichzeitiger Anwendung können sich Wick MediNait und andere Medikamente gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen. Mögliche Wechselwirkungen treten auf mit:

  • anderen Arzneimitteln mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem (z. B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Schmerzmittel, Narkosemittel)
  • anderen Substanzen mit anticholinergen Wirkungen (z. B. Biperiden, trizyklische Antidepressiva)
  • MAO-Hemmern oder SSRIs (Gefahr von Serotoninsyndrom bzw. verstärkter ZNS-Beeinträchtigung)
  • Theophyllin, Neuroleptika, Cholestyramin, Probenecid (bei gleichzeitiger Einnahme muss die Dosis verringert werden)
  • Medikamenten, die das Cytochrom P450-2D6-Enzymsystem hemmen (z. B. Fluoxetin, Paroxetin, Ritonavir)
  • möglicherweise leberschädigenden Substanzen (z. B. Carbamazepin, Isoniazid, Rifampicin) und bei Alkoholmissbrauch
  • Arzneimitteln zur Blutgerinnung (z. B. Warfarin) - Paracetamol kann die Blutungsneigung erhöhen
  • schleimlösenden Hustenmitteln - Gefahr des gefährlichen Sekretstaus
  • Zidovudin (bei HIV) - verstärkte Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen
  • Epinephrin-haltigen Medikamenten oder Flucloxacillin (Risiko metabolischer Azidose)

Verwenden Sie keine anderen paracetamolhaltigen Produkte innerhalb von 6 Stunden vor und 6 Stunden nach der Einnahme des Präparates. Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn Sie bereits 4000 mg eines anderen paracetamolhaltigen Arzneimittels über den Tag verteilt eingenommen haben.

Wechselwirkungs-Übersicht

Nebenwirkungen: Was kann auftreten?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die möglichen Nebenwirkungen reichen von häufigen bis zu sehr seltenen, schwerwiegenden Reaktionen. Bei Auftreten bedeutsamer Nebenwirkungen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich; das Arzneimittel darf dann nicht mehr eingenommen werden.

Bedeutsame Nebenwirkungen umfassen unter anderem:

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  • Herz-Kreislauf: Beschleunigung oder Unregelmäßigkeit des Herzschlages, Blutdruckänderungen, Zunahme einer bestehenden Herzleistungsschwäche
  • Blut-/Lymphsystem: Selten starke Verminderung der Blutzellen (z. B. Thrombozytopenie, Agranulozytose)
  • Nervensystem: Krampfanfälle, Halluzinationen, bei Missbrauch Entwicklung einer Abhängigkeit
  • Atemwege: Beeinträchtigung der Atemfunktion durch Eindickung von Schleim und Engstellung der Bronchien (Analgetika-Asthma)
  • Immunsystem: Allergische Reaktionen bis hin zu anaphylaktischem Schock
  • Leber: Leberschäden, Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus)
  • Haut: Sehr selten schwere Hautreaktionen mit Paracetamol

Weitere häufige Nebenwirkungen können Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindel, Mundtrockenheit, Verstopfung, Übelkeit oder Erbrechen sein. Bei Auftreten von Hautreaktionen, ungewöhnlichen Blutungen, Atembeschwerden oder starken Bauchschmerzen sollten Sie die Einnahme sofort beenden und einen Arzt aufsuchen.

Überdosierung und Verhalten im Notfall

Eine Überdosierung kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, unter anderem Übelkeit, Erbrechen, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Verwirrung, Schläfrigkeit, Koordinationsstörungen, Psychosen mit Halluzinationen. Eine massive Überdosierung kann Koma, schwere Atemprobleme, Krämpfe und fortschreitende Leberschädigung bis hin zum Leberkoma verursachen.

Enthält Paracetamol: Sprechen Sie sofort mit einem Arzt, wenn Sie zu viel von diesem Arzneimittel eingenommen haben, auch wenn Sie sich gut fühlen. Bei Aufnahme folgender Mengen Paracetamol sollte sofort ein Arzt benachrichtigt werden:

  • Mehr als 2,5 g bei Körpergewicht von 30 - 50 kg
  • Mehr als 3,5 g bei Körpergewicht von 51 - 65 kg
  • Mehr als 4,5 g bei Körpergewicht über 65 kg
Wick MediNait: Anwendung und Risiken (Erklärungsvideo)

Verfügbarkeit und Verschreibung

Wick MediNait Erkältungssirup für die Nacht ist in Apotheken rezeptfrei erhältlich. Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Missbrauchspotenzial

Dextromethorphan hat ein geringes Abhängigkeitspotential. Bei längerer Einnahme kann Toleranzentwicklung und psychische bzw. körperliche Abhängigkeit entstehen. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist auf möglichen Missbrauch zu achten. Menschen mit erhöhtem Risiko für Medikamentenmissbrauch sollten das Präparat nur kurzfristig und unter strengster ärztlicher Kontrolle verwenden.

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Praktische Hinweise

  • Setzen Sie die Einnahme beim nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal fort, falls Sie eine Dosis vergessen haben (nicht mit doppelter Menge ausgleichen).
  • Vermeiden Sie während der Anwendung größere Mengen Alkohol. Andernfalls verstärken sich womöglich die dämpfende Wirkung des Medikaments und dessen Nebenwirkungen; zudem steigt das Risiko für Leberschäden.
  • Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, erhöht sich das Risiko.
WirkstoffWirkungHauptrisiko
Paracetamolschmerzstillend, fiebersenkendLeberschäden bei Überdosierung
Dextromethorphanantitussiv (hustendämpfend)Missbrauch, Atemdepression bei falscher Anwendung
Doxylaminantihistaminisch, sedierendSchläfrigkeit, Anticholinergische Effekte

Bei Unklarheiten oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder an Ihre Apotheke. Es gilt immer die dem Medikament beiliegende Packungsbeilage.

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