Was ist Dubai-Schokolade: Rezept, Herkunft und rechtliche Diskussion

Und was soll ich sagen? Ich weiß jetzt, warum der Hype so groß ist, denn die Dubai Schokolade ist verdammt lecker! Wenn du jetzt mit Fragezeichen über der Stirn dasitzt und nicht weißt, was Dubai Schokolade ist, erkläre ich es dir gerne.

Woraus besteht die Dubai-Schokolade? - Rezeptur und Geschmack

Die Dubai-Schokolade besteht aus einer Kombination aus Vollmilchschokolade, Pistaziencreme und Kadayif. Die Füllung besteht aus frischen (taze) Kadayif, dünnen Teigfäden, auch bekannt als Engelshaar. Es wird meist in der türkischen Küche verwendet und landet hier als knusprige Komponente in der Füllung.

Eingehüllt wird das Engelshaar durch ein feines Pistazienmus, welches mit Tahin, einer Sesampaste, abgeschmeckt wird. Im Mund explodiert das Ganze dann zu einem Feuerwerk der Aromen! Der Geschmack von Pistazie und Sesampaste, in Verbindung mit der Schokolade, ist richtig toll. Ein zarter Schmelz, eine knusprige Füllung und der Geschmack von Pistazie, Schokolade und Sesam.

Die originale Dubai-Schokolade besteht aus Vollmilchschokolade, in die eine dicke Schicht Pistaziencreme gemischt mit Sesampaste und Kadayif (Engelshaar) eingelassen ist. Als Schokolade wird meist Vollmilchschokolade verwendet, alternativ Bitterschokolade.

Tafel mit halbierter Dubai-Schokolade: sichtbare Pistazienfüllung und Kadayif

Zutaten und Varianten

Pistazienmus - oder Creme. Ich verwende reines Pistazienmus ohne Zusätze, weil ich den Geschmack besser finde. Pistaziencreme - Als Alternative zum Pistazienmus. Es gibt z.B. bei Rewe eine (günstigere) Pistaziencreme, die funktioniert auch. Tahin - Sesampaste. Bekommst du auch im türkischen Laden oder generell im arabischen Supermarkt, aber selbst gut sortierte Supermärkte haben Tahin bereits im Sortiment. Schokolade - Ich benutze einfache Tafelschokoladen aus dem Supermarkt. Keine Kuvertüre aus der Backabteilung! Mir gefällt eine Mischung aus Vollmilch- und Zartbitterschokolade am besten. Für die Optik wird auch etwas weiße Schokolade verwendet, die auf der Oberseite für ein schönes Muster sorgt. Die weiße Schokolade ist optional.

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Es gibt keine einzige, offizielle Rezeptur für die Dubai Schokolade. Jeder Konditor oder Hobbykoch kann seine eigene Version mit verschiedenen Schokoladenarten, Nüssen und weiteren Zutaten kreieren. Variationen: Es gibt keine einzige, offizielle Rezeptur für die Dubai Schokolade.

Schritt-für-Schritt-Zubereitung (aus vorhandenen Textbausteinen zusammengesetzt)

  1. Vollmilchschokolade und Zartbitterschokolade grob hacken und über einem Wasserbad schmelzen.
  2. Die weiße Schokolade in einem separaten Topf über dem Wasserbad schmelzen.
  3. Die Silikonformen bereitstellen und die weiße Schokolade in dünnen Fäden über den Boden sprenkeln. Die Formen für wenige Minuten ins Eisfach oder in den Kühlschrank stellen, damit die Schokolade fest wird.
  4. Anschließend eine dünne Schicht der dunklen Schokolade in der Form verteilen und durch Neigen der Form einen leichten Rand hochziehen. Nochmal kalt stellen.
  5. In der Zeit das Engelshaar grob schneiden. Butter in einer Pfanne zerlassen und das Engelshaar hineingeben. Bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Zwischendurch umrühren, damit nichts anbrennt.
  6. Das noch warme Engelshaar mit dem Pistazienmus, dem Tahin, dem Zucker (der ist nur nötig, wenn du Pistazienmus verwendest. Pistaziencreme ist gesüßt.) und der Prise Salz in einer Schüssel gut vermengen. Ruhig nochmal abschmecken, ob die Süße für dich passt.
  7. Die Masse sollte nun halbwegs abgekühlt sein und kann dann in die Silikonform gegeben werden, ca. 5 mm hoch. Nochmal kalt stellen, damit die Masse fest werden kann.
  8. Die restliche dunkle Schokolade auf der Pistazienmasse verteilen. Nicht zu dick! Nochmal kalt stellen. Die fertige Dubai Schokolade lässt sich frisch aus dem Kühlschrank am besten aus der Form lösen.

Die Zubereitung ist zugegebenermaßen etwas zeitaufwändig, aber glücklicherweise überhaupt nicht schwierig. Mach‘ dich nicht verrückt, wenn du keine Schokoladen Silikonform hast.

Schritt-für-Schritt: geröstetes Kadayif in Pfanne

Temperierung und Praxistipps

Wenn man Schokolade schmilzt, ist die richtige Temperatur ausschlaggebend. Die Schokolade darf nicht zu heiß werden, sonst kann sie klumpen oder glänzt nach dem Aushärten nicht mehr und wirkt stumpf oder schmeckt sogar verbrannt. Darum empfehle ich das Schmelzen über dem Wasserbad. Das Geheimnis für eine glänzende und knackige Schokolade liegt im richtigen Temperieren. Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf 40 Grad erhitzen. Danach bis 28 Grad abkühlen lassen und nochmal bis 29.5 Grad im Wasserbad erwärmen. Jetzt in die Form gießen. 5 Min. ruhen lassen und dann für 30 Min. in den Kühlschrank.

Lasse die Schokolade in der Form immer erst gut abkühlen, bevor du die nächste Schicht hineingibst. So kann nichts schmelzen und du bekommst eine schöne Optik. Wenn du, wie ich, reines Pistazienmus benutzt, kannst du die Süße selbst bestimmen.

Portionen, Menge und Serviervorschlag

Die Menge reicht für 2 Tafeln, wenn man Standardförmchen für Tafeln Schokolade benutzt. Für eine Tafel brauchst du folgende Zutaten: weiße Schokolade zum Dekorieren, Lebensmittelfarbe zum Einfärben der weißen Schokolade, 3 Tafeln Lindt Vollmilch oder weiße Schokolade (am Ende bleibt hier nicht die ganze Schokolade in der Tafel, benutzt die Reste z.B.).

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Anschnitt: Dubai-Schokolade mit sichtbarer Kadayif- und Pistazienschicht

Herkunft, Erfinderin und Verbreitung

Kurzversion: Dubai-Schokolade heißt Dubai-Schokolade, weil das Rezept von einer Schokoladenmanufaktur aus Dubai stammt. Als Erfinderin der „Dubai-Schokolade“, wie wir sie heute kennen, gilt die Unternehmerin Sarah Hamouda. Mit ihrer kleinen Schokoladen-Manufaktur „FIX Dessert Chocolatier“ entwickelte sie die Kreation aus Vollmilchschokolade und Pistaziencreme.

Eines dieser Produkte nannte sie „Can’t Get Knafeh Of It“. Dahinter verbirgt sich der Prototyp der Dubai-Schokolade. Die Bezeichnung ist ein Wortspiel aus dem Englischen „Can’t get enough of it“ und „Knafeh“, einer orientalischen Süßspeise mit den Kadayif-Teigfäden.

Maßgeblich für den Hype war, dass der Ausgangspunkt des Hypes Produkte gewesen seien, die tatsächlich in Dubai hergestellt worden seien. Der Hype habe außerdem seinen Ursprung in Dubai genommen, wobei die Bekanntheit in Deutschland durch Influencer ihren Lauf genommen habe, die die Schokolade in Dubai probiert hätten. Hinzu kämen die anfangs sehr hohen Preise für die Schokolade und die eingeschränkte Verfügbarkeit, was eine Verbindung zu Luxus und zu Dubai herstelle.

Reportage über den Hype der Dubai-Schokolade und Herstellung

Markt, Handel und Qualitätsfragen

Die Zutaten für die Dubai Schokolade waren durch den Hype zeitweise vergriffen. Ich habe Glück gehabt, weil ich mitten im Ruhrgebiet lebe und es hier sehr viele türkische Lebensmittelgeschäfte gibt. In den Proben aus verschiedenen Herkunftsländern wurden Qualitätsmängel festgestellt: In den VAE-Proben beanstandete die Lebensmittelüberwachung den Einsatz von Palmöl anstelle von Kakaobutter, was eine Verbrauchertäuschung darstellt, da das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen für Schokolade entspricht. Zudem enthielten die VAE-Proben herstellungsbedingte Verunreinigungen, was ihre Eignung für den menschlichen Verzehr in Frage stellt. In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten.

Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist der Meinung, dass als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen. Laut dem Deutschen Patent- und Markenamt gab es in Deutschland zum Stand 4. Dezember 2024 insgesamt 19 aktive Markenanmeldungen, die den Begriff „Dubai“ im Zusammenhang mit Süßwaren umfassen. In Europa wurden mehr als 30 ähnliche Markenanmeldungen für Schokolade registriert.

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Rechtliche Bewertung: Darf man „Dubai-Schokolade“ so nennen?

Das OLG Köln (Urteile vom 27.06.2025 - 6 U 52/25, 6 U 53/25, 6 U 58/25, 6 U 60/25) hat entschieden: Die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ wird (noch) als geografischer Herkunftshinweis verstanden - und ist damit irreführend und unzulässig, wenn das Produkt nicht aus Dubai stammt (§ 127 Abs. 1 MarkenG). Maßgeblich für das OLG Köln war, dass der Ausgangspunkt des Hypes Produkte gewesen seien, die tatsächlich in Dubai hergestellt worden seien. Das OLG leitet das Ergebnis, dass es eine Herkunftsangabe sei, zunächst her aus dem Wort „Dubai“, was „grundsätzlich so lange als Ursprungsbezeichnung anzusehen“ sei, als nicht zweifelsfrei ihre Bestimmung lediglich als von der (örtlichen) Herkunft losgelöste Beschaffenheitsangabe oder reine Fantasiebezeichnung feststeht.

Die 33. Zivilkammer des Landgerichts Kölns sah in den Angaben „Dubai Chocolate“, „The Taste of Dubai“ und „mit einem Hauch von Dubai“ einen irreführenden geografischen Herkunftshinweis und untersagte in drei einstweiligen Verfügungen die Nutzung dieser Begriffe für Produkte ohne entsprechenden Ursprung in Dubai. Nach § 127 Abs. 1 MarkenG dürfen geografische Herkunftsangaben im geschäftlichen Verkehr nur für Waren oder Dienstleistungen benutzt werden, wenn das bezeichnete Produkt tatsächlich aus dem genannten Ort, der Gegend, dem Gebiet oder dem Land stammt.

Andere Gerichte gingen teils anders vor: Die 6. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt sah dies genau so nicht und wies im Januar 2025 einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück. Das Landgericht Frankfurt betonte, dass bei zusammengesetzten Produkten wie Schokolade der Verbraucher nicht davon ausgehe, dass alle Bestandteile aus einem Land stammen. Erste Marktreaktionen sind auch bereits ersichtlich: Immer häufiger wird „Dubai Style“-Schokolade gesichtet; der Markt versucht also, die weiter bestehende Unsicherheit zu umgehen.

Das OLG Köln meint: Die Herkunftserwartung bleibe bestehen - und könne nicht einfach durch einen Trend („viele andere ‚Dubai‘-Schokoladen“) „wegargumentiert“ werden. Ein Bedeutungswandel hin zur Gattungsbezeichnung sei regelmäßig ein langsamer, empirisch nachvollziehbarer Prozess, der hier noch nicht eingetreten sei.

Praxis-Tipp für Hersteller

  • Unternehmen sollten bei der Nutzung geografisch anmutender Bezeichnungen vorsichtig sein und auf die individuelle Gestaltung ihrer Produkte achten.
  • Um Risiken zu vermeiden, ist eine eindeutige Produktaufmachung zu empfehlen: alternative Bezeichnung wie „Dubai Style“ oder eine deutlich erkennbare Kennzeichnung des tatsächlichen Herkunftslands.
  • Entscheidend für die Frage, ob Verbraucher eine irreführende Herkunftsangabe oder eine zulässige Gattungsbezeichnung erkennen, sind alle Begleitumstände der konkreten Benutzung einer Produktbezeichnung.

Kulturelle Bedeutung und Fazit zur Beliebtheit

Die Dubai-Schokolade ist mehr als nur ein süßes Vergnügen - sie ist eine kleine Reise in den Orient. Der knusprige Kadayif, der an orientalische Süßspeisen erinnert, gibt der Schokolade eine ganz besondere Textur und einen tollen Crunch. Die Bezeichnung als "Dubai-Schokolade" könnte auch als eine spezielle Rezeptur verstanden werden - ähnlich wie "Wiener Schnitzel" oder "Italienischer Salat". Die mediale Verbreitung durch Influencer und die Präsenz in sozialen Medien haben den Hype befeuert und zahlreiche Nachahmungen weltweit ausgelöst.

Die Schokolade des Originals wird vom Schweizer Hersteller Max Felchlin AG produziert. „Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Mittlerweile dürfte wohl fast jeder Mensch in Deutschland von der Dubai-Schokolade gehört haben.

Burj Khalifa und Luxus-Branding als Symbol für den Hype

Die fertige Dubai Schokolade lässt sich frisch aus dem Kühlschrank am besten aus der Form lösen. Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern.

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