Wie viel Zucker steckt in Wassereis? Eine umfassende Analyse

Wassereis gilt als ein erfrischendes und leichtes Eis, das besonders an heißen Sommertagen beliebt ist - sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen. Es besteht zum größten Teil aus Wasser und enthält keine Milch oder Sahne. Aber wie viel Zucker steckt wirklich in Wassereis, wie sieht der Vergleich zu anderen Eis-Sorten aus und welche Alternativen gibt es?

Die Zusammensetzung von Wassereis

Wie der Name bereits verrät, besteht Wassereis überwiegend aus dem Hauptbestandteil des menschlichen Körpers: Wasser. Hinzu kommen Zutaten wie Zucker, Farb- und Aromastoffe. Es ist ein leichtes und erfrischendes Eis, das eine süße und fruchtige Note hat.

Für die Herstellung eignen sich alle milchfreien oder auf Wasserbasis gründenden Getränke wie Eistee, Tee oder Fruchtsäfte. Wer es besonders gesund mag, kann sich zum Beispiel Bio-Säfte oder Smoothies abfüllen. Einen noch frischeren Vitaminschub liefert der Saft aus püriertem Obst, der mit etwas Honig oder Zucker verfeinert wird.

  • Wasser
  • Zucker
  • Säuerungsmittel (Citronensäure)
  • Aroma
  • Stabilisator (Johannisbrotkernmehl)
  • Färbende Konzentrate je nach Geschmacksrichtung (z.B. Karotte, Saflor, Hibiskus)
  • Farbstoff, z.B. Ammonsulfit-Zuckerkulör bei Cola-Geschmack
  • Ohne Farbstoffe bei Zitronen-Geschmack
Zusammensetzung Wassereis - Zutaten und Inhaltsstoffe

Vergleich: Zucker und Kalorien in Wassereis und anderen Eisvarianten

Wassereis punktet auch im Zucker-Vergleich: Es birgt von allen Sorten im Schnitt am wenigsten Süße. Der Energiegehalt von 100 Gramm Wassereis liegt bei gerade einmal 60 Kalorien (kcal). Zum Vergleich: Cremeeis enthält dreimal so viele Kalorien.

Vanille- und Schokoladeneis sind wegen ihres Fettgehalts viel kalorienreicher als Wasser- und Fruchteis. Fruchteis bringt es dagegen nur auf bis zu 157 Kilokalorien pro 100 Gramm. Am leichtesten ist Wassereis: Dieselbe Menge kommt nur auf bis zu 110 Kilokalorien.

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EissorteKalorien (pro 100g)Zucker (pro 100g)
MilcheisBis zu 400 kcalBis zu 25-35 g
Cremeeis180-200 kcal20-25 g
FruchteisBis zu 157 kcalBis zu 30 g
Wassereis60-110 kcal10-22 g
Sorbet80-120 kcal15-20 g
Kalorien- und Zucker-Vergleich verschiedener Eissorten

Wassereis besteht hauptsächlich aus Wasser, Zucker und Fruchtsäften. Sorbet besteht vor allem aus Fruchtsaft oder Fruchtpüree und wird ebenfalls ohne Milch und Sahne zubereitet. Milcheis ist die kalorienreichste Variante, da es den höchsten Fett- und Zuckeranteil hat.

Milcheis kann auf bis zu 25 Gramm Zucker pro 100 Gramm kommen - das entspricht dem empfohlenen maximalen Tagesbedarf an Zucker für einen Erwachsenen.

Aber auch Wassereis kann einen hohen Zuckeranteil besitzen: Der Spitzenreiter im Frucht- und Wassereis-Test 2024 enthielt pro Eis 22 Gramm Zucker, das entspricht gut sieben Stück Würfelzucker.

Infografik: Zuckergehalt pro Eisportion

Stiftung Warentest untersuchte 25 Eis auf Frucht- und Wasserbasis. Dabei fielen hohe Zuckergehalte und falsch deklarierte Aromen im Testbericht negativ auf. Der Zuckergehalt variiert stark: Die Portionen, die zwischen 30 und 200 Millilitern liegen, enthalten umgerechnet zwischen 1 und 18 Stück Würfelzucker.

Zuckergehalt im Kontext - Empfehlungen und Alltag

Zum Vergleich: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Vier- bis Sechsjährigen gerade einmal 17,5 Gramm freien Zucker täglich. Ein Eis mit 22 Gramm Zucker hätte den Bedarf also schon locker gedeckt. In einer Portion Eis (65 g) stecken bis zu 23 g Zucker, das entspricht etwa 6,5 Stück Würfelzucker (ein Stück Würfelzucker wiegt 3 g).

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Ein 4- bis 6-jähriges Kind kann damit bereits bis zu ⅔ der maximal empfohlenen Zuckermenge pro Tag erreichen (bezogen auf die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr). Meist wird aber mehr als eine Portion gegessen bzw. zusätzlich auch andere Süßigkeiten und Limonaden konsumiert. Die Zuckeraufnahme kann dadurch schnell ansteigen.

Empfohlene Zuckermengen für Kinder und Erwachsene

Wasser­eis, Frucht­sorbets und Frucht­eis kommen ohne Fett aus, sind also herstellungs­bedingt leichter. Bei der Zusammenstellung dieser Zuckerliste wurden nur Produkte ausgewählt, bei denen der Hersteller nicht nur den Kohlenhydratanteil, sondern daraus auch speziell den Zuckergehalt angegeben hat. Eis ist nicht nur im Eissalon beliebt, sondern wird auch gerne im Supermarkt für zu Hause oder unterwegs gekauft.

Ob Milcheis, Eiscreme, Fruchteis oder Sorbet: In jeder Kategorie sind Produkte mit über 30 % Zucker zu finden. In den Tiefkühlregalen im Supermarkt sind auch Produkte mit weniger Zucker erhältlich.

Funktion und Wirkung von Zucker im Wassereis

Zucker dient im Wassereis dazu, den Geschmack zu verstärken. Auch im Sorbet braucht es oft Zucker, um den Geschmack der Früchte auszugleichen.

Die besten Optionen für Menschen, die auf Kalorien oder Fett achten möchten, sind Wassereis und Sorbet. Im Vergleich dazu ist das ebenfalls fettarme Sorbet die bessere Wahl. Es enthält meist mehr Fruchtanteil als Wassereis, was es zu einer etwas nährstoffreicheren Wahl machen kann.

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Bio-Eis am Stiel punktet besonders: Alnatura Himbeere und Froobie Erdbeere. Beide enthalten viel Frucht ohne zugesetztes Aroma und relativ wenig Zucker. Eis zum Selbsteinfrieren bietet meist kein fruchteigenes Aroma - bis auf die Hipp-Bio-Eiszapfen, die jedoch nicht mehr erhältlich sind.

Selbstgemachtes Wassereis: Eine Alternative

Wer den Zuckergehalt kontrollieren möchte, kann sein Eis auch selber machen - z. B. mit pürierten Beeren und Vollmilch. Je nach Saison lassen sich beispielsweise frischgepresste Zitrusfrüchte oder Waldbeeren mit etwas Honig oder Zucker verfeinern. Der Früchtecocktail muss dann nur noch in die Gefriertruhe gestellt werden. Hierfür gibt es handelsübliche Eisformen aus Plastik in allerlei Formen und Farben.

Zutatenliste checken: Achten Sie auf wenige, natürliche Zutaten. Je kürzer und verständlicher die Liste, desto besser.

Herstellung von Wassereis zuhause - Zutaten und Schritte

Was schreibt das Gesetz zu Zucker und Aroma vor?

Die Leitsätze für Speiseeis legen fest, was ein Fruchteis von einem Wassereis unterscheidet. Fruchteis muss mindestens 20 Prozent Frucht enthalten, wobei auch Fruchtsaft als Fruchtzutat zählt. Zugesetzte Aromastoffe müssen richtig gekennzeichnet sein.

Die positive Nachricht: Alle im Test verwendeten Aromazusätze sind für den Einsatz in Lebensmitteln zugelassen und gelten als unbedenklich für die Gesundheit. In der Bewertung machte die Verbraucherorganisation daher keinen Unterschied. Entscheidend war hingegen eine korrekte Deklaration. Stiftung Warentest hat alle enthaltenen Aromen jedes Produkts analysiert. Fünf der 25 getesteten Eissorten punkten mit natürlichem Fruchtaroma, darunter drei mit Bio-Siegel. Diese drei Produkte enthalten auch vergleichsweise wenig Zucker.

Bio- und vegane Wassereis-Alternativen

Heutzutage gibt es auch Bio- und vegane Alternativen, die sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen Anklang finden. Für Veganerinnen und Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz ist veganes Speiseeis eine echte Alternative. Es wird nicht mit Kuhmilch, sondern aus pflanzlichen Alternativen wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch hergestellt.

Doch: "Vegan bedeutet nicht automatisch gesünder", betont die DGE. Veganes Eis ist oft hoch verarbeitet und kann viel Zucker und pflanzliche Fette wie Kokos- oder Palmöl enthalten - beides treibt den Kaloriengehalt in die Höhe.

Da Milch, Milchfett, Sahne und Joghurt durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden, kann sich das positiv auf die Umweltbilanz auswirken, so die BLE.

Bio- und vegane Eissorten im Vergleich

Tipps für bewussten Eisgenuss

  • Portionen vergleichen: Achten Sie auf die Portionsgrößen, das spart Zucker und Kalorien.
  • Nährwerte checken: Achten Sie beim Eisgenuss auf die Verpackungsangaben.
  • Frozen Joghurt ohne kalorienreiche Toppings wählen: Ohne Toppings kann Frozen Joghurt fettärmer als Milcheis sein - mit Schokostreuseln und Soßen wird es aber schnell zur Kalorienbombe.
  • Veganes Eis bewusst wählen: Veganes Eis ist nicht automatisch gesünder. Auch hier lohnt sich der Blick auf Fett- und Zuckergehalt.
  • Selber machen: Wer es ganz genau wissen will, was drin ist, kann sein Eis auch selber machen - z. B. mit pürierten Beeren und Wasser.

Wichtig ist: Die Etiketten lesen und den Zuckergehalt beachten. Am leichtesten ist Wassereis: Dieselbe Menge kommt nur auf bis zu 110 Kilokalorien. Wassereis punktet im Zucker-Vergleich, denn es enthält im Schnitt am wenigsten Zucker.

Etiketten und Zuckergehalt: Worauf beim Kauf achten?

Beliebte Wassereis-Produkte und Testergebnisse

Klassiker wie Capri und Calippo Cola erfreuen sich auch nach Jahrzehnten immer noch großer Beliebtheit und landen nach wie vor in den Eistruhen. Im Test fanden sich neben bekannten Marken wie Capri, Calippo Cola und Flutschfinger auch Eigenmarken von Aldi, Lidl und Rewe sowie als vegan oder bio gekennzeichnete Sorten.

Sechs Produkte im Test erwiesen sich als wahre Zuckerbomben und wurden daher mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“ bewertet. Zwei Bio-Produkte sind aber zu empfehlen.

Wassereis ist ein perfektes Erfrischungsgetränk für heiße Sommertage und eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Eissorten - vorausgesetzt, man achtet auf eine moderate Zuckermenge.

Stiftung Warentest - Frucht- und Wassereis: Test & Empfehlungen

Bussy Wassereis (G) ist ein leckeres und erfrischendes Eis, das aus reinem Wasser hergestellt wird. Es ist ein natürliches und gesundes Produkt, das keine künstlichen Zusatzstoffe enthält.

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