Wassereis: Kalorien, Zuckergehalt und Nährwerte im Überblick

Wassereis besteht hauptsächlich aus Wasser, Zucker und Fruchtsäften. Wie der Name bereits verrät, besteht Wassereis überwiegend aus dem Hauptbestandteil des menschlichen Körpers: Wasser. Aufgrund des hohen Wasseranteils hat es kaum Kalorien. Der Energiegehalt von 100 Gramm Wassereis liegt bei gerademal 60 Kalorien (kcal). Zum Vergleich: Cremeeis enthält dreimal so viele Kalorien. Dieselbe Menge kommt nur auf bis zu 110 Kilokalorien.

Warum Wassereis eine leichte Wahl ist

Wasser, Zucker, Säuerungsmittel (Citronensäure), Aroma, Stabilisator (Johannisbrotkernmehl), weitere Zutaten je nach Geschmacksrichtung: Kirsche: färbende Konzentrate aus Karotte und Hibiskus. Pfirsich: färbende Konzentrate aus Karotte, Saflor und Apfel. Cola: Farbstoff (Ammonsulfit-Zuckerkulör). Zitrone: ohne Farbstoffe. Wassereis punktet auch im Zuckervergleich: Es birgt von allen Sorten im Schnitt am wenigsten Süße. Wasser­eis kommt ohne Fett aus, ist also herstellungsbedingt leichter.

Wassereis-Stiele in verschiedenen Farben

Vergleich zu anderen Eissorten

Fruchteis bringt es dagegen nur auf bis zu 157 Kilokalorien pro 100 Gramm. Vanille- und Schokoladeneis sind wegen ihres Fettgehalts viel kalorienreicher als Wasser- und Fruchteis. Sahne- und Milcheis sind üppig. Fruchteiscreme, also Fruchteis mit Milchfett, ist kalorienreicher als Fruchteis ohne Fettzusatz. Erdbeereiscreme zum Beispiel enthält Fett, Erdbeerfruchteis wird ohne Fett hergestellt.

Milcheis ist die kalorienreichste Variante, da es den höchsten Fett- und Zuckeranteil hat. Milcheis: Die wohl bekannteste Eissorte enthält mindestens 70 Prozent Milch, der überwiegende Anteil muss aus Milchbestandteilen wie Vollmilch oder Milcherzeugnissen kommen. Das schreiben die Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission für Speiseeis vor. Frozen Joghurt: Diese Sorte wird aus Joghurt und anderen Milchprodukten hergestellt. Frozen Joghurt ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine gute Wahl für diejenigen, die den Geschmack von Milcheis mögen, aber auf den Fettgehalt achten möchten.

Zucker im Wassereis und Sorbet

Zucker dient im Wassereis dazu, den Geschmack zu verstärken. Auch im Sorbet braucht es oft Zucker, um den Geschmack der Früchte auszugleichen. Im Vergleich dazu ist das ebenfalls fettarme Sorbet die bessere Wahl. Es enthält meist mehr Fruchtanteil als Wassereis, was es zu einer etwas nährstoffreicheren Wahl machen kann. Aber auch hier kann der Zuckeranteil hoch sein: Der Spitzenreiter in unserem Frucht- und Wassereis-Test aus dem Jahr 2024 enthielt pro Eis 22 Gramm Zucker, das entspricht gut sieben Stück Würfelzucker. Zum Vergleich: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Vier- bis Sechsjährigen gerade einmal 17,5 Gramm freien Zucker täglich.

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Infografik: Zucker in verschiedenen Eissorten

Gesundheitliche Aspekte und Nährstoffe

An dieser Stelle möchten wir nicht unter den Tisch fallen lassen, dass auch das kalorien- und fettreiche Milcheis Nährstoffe enthält. Die Milch liefert Proteine sowie Vitamine der A-, D- und B-Gruppe. Auch der Mineralstoff Calcium steckt drin. Dennoch gilt: Gesund ist etwas anderes - Eis bleibt eine Süßigkeit. Niemand sollte Eis essen, um seinen Bedarf an Calcium, Vitaminen oder Antioxidantien zu decken. Frisches Obst ist dafür die bessere Wahl, besonders wenn es um Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe geht.

Vegane und alternative Varianten

Für Veganerinnen und Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz ist veganes Speiseeis eine echte Alternative. Es wird nicht mit Kuhmilch, sondern aus pflanzlichen Alternativen wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch hergestellt. Doch: "Vegan bedeutet nicht automatisch gesünder", betont die DGE. Veganes Eis ist oft hoch verarbeitet und kann viel Zucker und pflanzliche Fette wie Kokos- oder Palmöl enthalten - beides treibt den Kaloriengehalt in die Höhe. Gut zu wissen: Da Milch, Milchfett, Sahne und Joghurt durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden, kann sich das positiv auf die Umweltbilanz auswirken, so die BLE.

Tipps beim Eisessen

  • Achte beim Eisessen auf kleine Mengen, um den Kaloriengehalt zu reduzieren.
  • Bevorzuge Varianten aus fettarmen Milchprodukten oder Frucht- und Wassereis.
  • Becher statt Waffel kann Kalorien sparen.
  • Portionen vergleichen: Achten Sie auf die Portionsgrößen, das spart Zucker und Kalorien.
  • Nährwerte checken: Achten Sie beim Eisgenuss auf dem heimischen Sofa auf die Verpackungsangaben.
  • Zutatenliste checken: Achten Sie auf wenige, natürliche Zutaten. Je kürzer und verständlicher die Liste, desto besser.
  • Frozen Joghurt ohne kalorienreiche Toppings wählen: Ohne Toppings kann Frozen Joghurt fettärmer als Milcheis sein - mit Schokotreuseln und Soßen wird es aber schnell zur Kalorienbombe.
  • Selber machen: Wer es ganz genau wissen will, was drin ist, kann sein Eis auch selber machen - z. B. mit pürierten Beeren und Vollmilch.
Herstellung von Wassereis zu Hause

Herstellung und Rezepte

Für die Herstellung eignen sich alle milchfreien oder auf Wasserbasis gründenden Getränke wie Eistee, Tee oder Fruchtsäfte. Wer es besonders gesund mag, kann sich zum Beispiel Bio-Säfte oder Smoothies abfüllen. Einen noch frischeren Vitaminschub liefert der Saft aus püriertem Obst. Je nach Saison lassen sich beispielsweise frischgepresste Zitrusfrüchte oder Waldbeeren mit etwas Honig oder Zucker verfeinern. Der Früchtecocktail muss dann nur noch in die Gefriertruhe gestellt werden. Hierfür gibt es handelsübliche Eisformen aus Plastik in allerlei Formen und Farben. Der meist kegel- oder zungenförmige Auffangbehälter dient dem Abfüllen des Fruchtsaftes. Nach dem Einfüllen wird die Eisform mit einem Gegenstück abgedeckt. Dieser Deckel ist mit einem Stiel versehen, an dem der gefrorene Früchtemix später haften bleibt.

Beispielzutaten eines handelsüblichen Wassereises

Zutat Funktion
Wasser Basis, niedriger Kalorienanteil
Zucker Geschmacksverstärker, senkt Gefrierpunkt
Citronensäure Säuerungsmittel
Aroma Geschmack
Johannisbrotkernmehl Stabilisator
Färbende Konzentrate / Farbstoffe Farbe je nach Geschmacksrichtung

Worauf Verbraucher achten sollten

In der Eisdiele können die genauen Fett- und Zuckermengen je nach Rezeptur variieren. Welche Antwort ist Ihrer Meinung nach richtig? Zugesetzte Aromastoffe müssen richtig gekennzeichnet sein. Was schreibt das Gesetz dazu vor? Welche Aroma-Typen gibt es? Die Preise für Eis ziehen auch in diesem Jahr weiter an. Mit höheren Temperaturen steigt die Lust auf eine Abkühlung. Und wenn gerade kein See in der Nähe ist, verschafft die auch ein leckeres Eis. Das ist jedoch bekanntlich eine Süßigkeit. Deshalb die Frage: Mit welcher Eisvariante sündigt man am wenigsten? Wir nehmen die Nährwerte unter die Lupe.

Eisdiele mit verschiedenen Sorten

Praxisweisheit

Wenn man etwas wirklich schaffen will, dann schafft man es auch, egal wie steinig der Weg auch ist. Achte beim Eisessen auf kleine Mengen, um den Kaloriengehalt zu reduzieren.

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