Rezepte mit übrigem Biskuit verwerten: kreative Ideen und praktische Anleitungen
Wenn Ihr Biskuit-Reste übrig habt, könnt Ihr sie ganz easy in Mini-Sandburgen verwandeln. Bei uns wird nichts Essbares weggeworfen. Mit diesem Grundsatz bin ich groß geworden und lebe ihn bis heute. Dass ab und an doch mal was übrig bleibt - da kann die Planung noch so gründlich sein -, kommt natürlich vor. Auch beim Backen. Doch auch aus Resten könnt Ihr leckere Törtchen zaubern.
Mini-Sandburgen: das einfache Hingucker-Rezept
Herausgekommen ist eine Variante: Mini-Sandburgen! Ein Teil des Biskuits wird zerbröselt, aus dem restlichen Boden werden Kreise ausgestochen. Dann kurz einen Becher Sahne steif schlagen (schlummerte noch im Kühlschrank und musste weg), eine der restlichen Brombeeren von der Torte auf den Kreis setzen, Sahne drumherum als „Sandburg“ streichen und dann mit Biskuitbröseln bestreuen. Und ja, der Name kommt nicht von mir, das Copyright hat Herr krimiundkeks. Weil der Biskuitboden hell ist, sehen die Brösel wirklich ein bisschen wie Sand aus - perfekt passend zur Ferienzeit, oder?
Zutaten und Schritt-für-Schritt
- ein Biskuitboden mit ca. - zuerst stecht Ihr aus dem Biskuit zehn Kreise mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern aus.
- Den restlichen Biskuit zerbröselt Ihr mit den Händen zu feinen Krümeln.
- Die Sahne zusammen mit Sahnesteif und Zucker steifschlagen.
- Gebt auf jeden Kreis einen kleinen Klecks Sahne.
- Darauf setzt Ihr jeweils eine Brombeere.
- Jetzt kommt das Kniffeligste: Formt mit einem Teigschaber (am besten mit einem kleinen) aus der Sahne eine kleine Pyramide um die Brombeere herum. So, dass das Ganze eben an eine Mini-Sandburg erinnert.
- Zum Schluss streut Ihr von allen Seiten Brösel auf jedes Törtchen und setzt die Mini-Sandburgen auf einen Teller. Noch eine Weile im Kühlschrank kühlen lassen und dann genießen.
Wenn Ihr keinen Biskuit übrig habt, könnt Ihr auch Rührkuchen nehmen, der übrig geblieben ist. Oder Ihr macht es Euch ganz bequem und kauft beim Bäcker einfach einen fertigen Wiener Boden oder Tortenboden. Noch ein Tipp: Ihr könnt natürlich auch alle möglichen anderen Obstsorten in den Mini-Sandburgen verstecken. Beeren passen immer, aber auch einfach ein Löffel Marmelade oder Kompott kann ich mir super vorstellen. Oder Pflaumenmus. Oder ein Löffel Nussnugat-Creme.
Kuchen mit Resten von Biskuit und Äpfeln
Wie oft passiert es euch, dass ihr einen Biskuit macht und nicht wisst, was ihr damit anfangen sollt? Mir passiert das oft und da ich die Trüffel über hatte, habe ich beschlossen, einen anderen Kuchen zu machen 😁. Um ihn nicht so einfach zu machen, habe ich ihn mit meinen Lieblingsäpfeln angereichert und es entstand ein köstlicher Frühstückskuchen für einige Tage! Ein sehr einfaches und schnelles Rezept und ideal, um nicht nur den Biskuit, sondern auch Reste von Colomba, Panettone oder Pandoro zu verwerten.
Granatsplitter: Resteverwertung deluxe
Granatsplitter sind unheimlich köstlich: cremig, üppig, schokoladig! Bei dem genialen „bergigen“ Gebäck weiß man zugegebenermaßen oft nicht genau, was drinsteckt. Ist aber auch egal. Das Gerücht, dass Granatsplitter vom Bäcker nur aus alten Kuchen-, Teig- und Creme-Resten bestehen, hält sich hartnäckig. Wie viel Wahrheit darin steckt, kann ich nicht beurteilen. In mein Granatsplitter-Rezept jedenfalls kommen nur die allerbesten Reste 😉 …
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Die Masse besteht dann aus einer Pudding-Buttercreme. Unter diese werden zerbröselte trockene Kuchenreste (wie bei Cake Pops) gehoben. Falls ihr keine übrig habt, müsst ihr eben extra welche backen 😉 . Das Ergebnis sieht wie mehr oder weniger kleine Berge aus, die von Kuvertüre überzogen sind. Manche spritzen die Creme mit einem Spritzbeutel auf die Kekse bzw. Oblaten. Da es kein Originalrezept für Granatsplitter gibt, könnt ihr euch bei den sonstigen Zutaten einfach so richtig austoben.
Zutaten (Anhaltspunkte)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Biskuitboden oder Kuchenreste | 150 g (oder nach Bedarf) |
| Puddingpulver (Vanille/Schoko/Karamell) | ½ Päckchen |
| Zucker | 1 EL |
| Milch | 200 ml |
| Backkakao | 1 EL |
| Butter | 125 g |
| Puderzucker | 25 g |
| Kuvertüre | 100 g |
| Kekse als Basis | 12 kleine oder 6 große |
Die Biskuit- oder Kuchenreste in eine Schüssel bröseln. Die Menge ist nur ein grober Anhaltspunkt. Wichtig ist, dass die Creme nicht zu trocken und nicht zu feucht ist. Mit feuchten Händen Hügel formen und auf die Kekse setzen; alternativ die Masse aufspritzen oder mit einem Eisportionierer Kugeln formen. Ihr benötigt als Basis entweder ca. 12 kleine Kekse wie Eierplätzchen oder 6 große wie McVities Haferkekse. Die Granatsplitter ca. 1h kühlstellen und mit flüssiger Kuvertüre überziehen. Granatsplitter sind Resteverwertung deluxe! Drin stecken Biskuit- oder Kuchenreste, Pudding-Buttercreme, und nach Belieben noch Gewürze, Marmelade oder Früchte.
Ananas-Kokos-Bällchen aus Biskuitresten
Den Biskuitboden zerbröseln. Die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker steif schlagen. Die Biskuitbrösel und die klein gewürfelten Ananasstücke mit der steif geschlagenen Sahne mischen. Dann kleine Bälle aus der Masse formen und in Kokosflocken wälzen.
Allgemeine Tipps zur Resteverwertung von Biskuit
- Wenn Ihr keinen Biskuit übrig habt, könnt Ihr auch Rührkuchen nehmen, der übrig geblieben ist.
- Oder Ihr macht es Euch ganz bequem und kauft beim Bäcker einfach einen fertigen Wiener Boden oder Tortenboden.
- Beeren passen immer, aber auch einfach ein Löffel Marmelade oder Kompott kann ich mir super vorstellen.
- Plätzchen-Kuchen-Resteverwertung in seiner leckersten Form!
- Das, was schmeckt - und das, was übrig ist.
Manchmal brauche ich die Herausforderung, und Deutsche Buttercreme mit Pudding und Butter ist für mich eindeutig die größte Herausforderung überhaupt. Ist aber perfekt gelungen. Genau wie die Biskuitböden. Mein Biskuit hat so super mitgemacht, dass vor allem der mit dem größten Durchmesser total aus sich rausgegangen ist. Ich war bei 37 Grad Außentemperatur und aufgeheiztem Backofen am Rande des Wahnsinns, mein Biskuit nach dem Backen am Rande der Form. Ein klarer Fall für eine leckere Resteverwertung! Warum? Weil ich einfach einen Boden zu viel aus dem großen Biskuit bekommen habe. Während die Torte gestapelt im Kühlschrank auf ihren großen Auftritt wartete, dachte ich über die Zukunft des restlichen Bodens nach.
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