Was sind LU Kekse? Geschichte und Sorten im Überblick
LU Kekse, auch bekannt als LU-Biscuits, sind eine beliebte belgische Kekssorte mit einer traditionsreichen Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Diese Kekse zeichnen sich durch ihre knusprige Konsistenz und ihren süßen Geschmack aus, was sie zu einem beliebten Snack für Kinder und Erwachsene gleichermaßen macht. Heute sind LU Kekse nicht nur in Belgien, sondern auch in Deutschland und anderen Ländern als feine Leckerei bekannt.
Die Geschichte der LU Kekse
Die Erfolgsgeschichte von LU begann 1846 in Nantes, Frankreich, als der Konditor Jean-Romain Lefévre (1819-1883) eine kleine Konditorei eröffnete. Hier stellte er hauptsächlich Lebkuchen und englisch inspirierte Plätzchen her, die damals in Mode waren. 1850 heiratete er Pauline Isabelle Utile, die später die Geschäfte übernahm, während Lefévre weiterhin in der Backstube arbeitete. 1860 wurde die Firma Lefévre Utile (LU) gegründet.
1886 entwickelte Louis Lefèvre Utile, der Sohn der Gründer, den berühmten LU Petit-Beurre Nantes. Dieser viereckige Keks ist charakteristisch durch 52 Rundungen an den Außenkanten - sie symbolisieren die 52 Wochen eines Jahres. Als Inspiration diente ihm eine Tischdecke seiner Großmutter.
1968 fusionierte Lefévre Utile mit mehreren anderen Gebäckherstellern und firmierte als LU Brun & Associés, später Céraliment LU Brun. 1977 übernahm die belgische General Biscuits Company das Unternehmen, die aus der Fusion der Antwerpener Hersteller De Beukelaer und Parein hervorgegangen war. Im Jahr 1999 entstand das Jointventure Griesson de Beukelaer mit dem deutschen Hersteller Griesson, der heute das Sortiment in Deutschland und Österreich produziert und vermarktet.
LU Kekse sind heute Teil der Mondelēz International Gruppe, einem großen multinationalen Nahrungsmittelkonzern, der auch weitere bekannte Marken wie Prinzen-Rolle und TUC-Cracker unter dem Dach von LU vermarktet.
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Die Marke LU heute und die Produktvielfalt
Der Genuss der LU Kekse orientiert sich eng an französischer Backkunst und französischem Lebensgefühl. Ein wichtiger Bestandteil der LU Kekse ist der nachhaltige Weizen, der im Rahmen des Harmony Programms von Mondelēz International angebaut wird. Dieses Programm zielt auf umweltschonende Anbaumethoden, Erhaltung der Artenvielfalt, Reduzierung von Kohlenstoffemissionen und Schutz der Böden sowie Grundwasserqualität ab.
Das Sortiment umfasst verschiedene Sorten, die für unterschiedliche Geschmäcker und Bedürfnisse geeignet sind:
- LU Biscuit au Beurre: Ein klassischer Butterkeks mit extra viel Butter, der die ganze Familie erfreut.
- LU Biscuit Céréales Original: Ein runder Cerealienkeks mit hohem Getreideanteil, der eine vollmundige, grobkörnige Struktur besitzt.
- LU Biscuit Céréales Chocolat: Ähnlich wie die Originalvariante, jedoch mit einer feinen Schokoladenschicht auf einer Seite bedeckt.
- LU Minis: Kleine Kekse, die auch gluten- und laktosefrei erhältlich sind und somit für mehr Verbraucher zugänglich sind.
- LU Kekse N' Cream: Zwei Kekse mit einer schokoladigen Cremefüllung dazwischen, erstmals 2016 in Deutschland eingeführt.
- LU Dinkelkeks: Neuester Zugang im Sortiment, gebacken mit 100 % Dinkelmehl aus kontrolliertem Anbau.
Die LU Kekse sind somit für jede Gelegenheit und jeden Geschmack geeignet - ob als kleiner Snack zwischendurch, zum Teilen mit der Familie oder als Begleiter für den französischen "goûter", die kleine Nachmittagspause, die zum Innehalten im Alltag einlädt.
Markteinführung und Werbemaßnahmen
Nach dem erfolgreichen Launch der LU Küchlein in Deutschland im Jahr 2020 wurden LU Kekse ab 2024 ebenfalls in deutschen Supermarktregalen eingeführt. Begleitet wird die Produkteinführung von umfangreichen Werbemaßnahmen, darunter:
- TV-Kampagnen
- Digitale Aktivierungen und Social Media Kampagnen
- Samplingaktionen über verschiedene Kanäle
- POS-Promotionen mit Backwagen und auffälligen Displays
Diese Maßnahmen sollen die Bekanntheit der Marke steigern und den Wunsch nach gemeinsamen, genussvollen Pausen mit den Liebsten unterstützen - ein zentrales Markenkonzept von LU Keksen.
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Vergleich mit LEIBNIZ Keksen - Keksgeschichte in Deutschland
Parallel zur Geschichte von LU Keksen hat auch die deutsche Marke LEIBNIZ eine lange Tradition. Gegründet 1889 in Hannover von Hermann Bahlsen, war LEIBNIZ neben der Herstellung nahrhafter Kekse auch Vorreiter bei Innovationen wie der ersten industriellen Fließbandfertigung 1905 und der Entwicklung staub- und feuchtigkeitsfester TET-Packungen zum Schutz der Kekse.
Der Name LEIBNIZ stammt vom Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz und wurde anfangs für die sogenannten „LEIBNIZ-Cakes“ verwendet - heute besser bekannt als Butterkekse. Die LEIBNIZ Kekse sind seit über 130 Jahren ein fester Bestandteil des Familienlebens und bieten ein vielfältiges Sortiment inklusive Vollkorn-, Schoko- und glutenfreien Varianten.
Während LU Kekse französische Backtradition und Nachhaltigkeit betonen, legen LEIBNIZ Kekse Wert auf Innovation, Tradition und Familienfreundlichkeit. Beide Marken sind im europäischen Raum äußerst beliebt und bieten eine breite Produktpalette, die den verschiedenen Konsumentenwünschen gerecht wird.
Sortimentsübersicht LU Kekse und LEIBNIZ Kekse
| Marke | Sortenbeispiele | Besonderheiten |
|---|---|---|
| LU Kekse | Biscuit au Beurre, Biscuit Céréales Original & Chocolat, Minis, N' Cream, Dinkelkeks | Nachhaltiger Weizen, französische Backkunst, gluten- und laktosefreie Varianten |
| LEIBNIZ Kekse | Original Butterkeks, Vollkorn, Schoko, Minis, glutenfrei | Tradition seit 1889, Innovationen wie Fließbandfertigung, Familienorientierung |
Beide Marken bieten vielfältige Sortimente, die den Geschmack und die Ernährungsbedürfnisse vieler Konsumenten bedienen und jeweils auf eine starke Familientradition zurückblicken.
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